ZKB Gold-Kreditkarte im Test: CHF 200 Jahresgebühr, im Paket ZKB inklusiv Gold nur CHF 150, neu Auslandsheilkosten bis CHF 250’000, Note 3.4
ZKB Gold-Kreditkarte: mehr Schutz, aber eine tiefere Note als die Standard-Karte
Zwischen der günstigeren Standard-Kreditkarte und der teuren Platinum-Stufe sitzt bei der Zürcher Kantonalbank die Gold-Kreditkarte (Visa oder Mastercard), eigenständig 200 Franken im Jahr, doppelt so viel wie die Einstiegsstufe. Im Paket «ZKB inklusiv Gold» zahlst du für Bankkonto und Kreditkarte zusammen nur 12.50 Franken im Monat, macht 150 Franken im Jahr, weniger als die Karte für sich allein. Der eigentliche Sprung gegenüber Standard liegt bei der Reiseversicherung: Auslandsheilkosten und Rückführung kommen neu dazu, je bis 250’000 Franken, dazu ein Mietwagen-Selbstbehaltschutz und ein digitales Priority-Pass-Programm für Flughafen-Lounges. Beim Bonusprogramm surprize gibt es zwar mehr Punkte, 1.5 statt 1 pro Franken plus 20’000 statt 10’000 Willkommenspunkte, doch einen Frankenkurs dafür nennt die ZKB weiterhin nicht.
Gelesen für diesen Test: die aktuelle Preisübersicht und Konditionen der Bank, die Produktseite zur Gold-Kreditkarte, Visecas Versicherungsleistungstabelle sowie drei Reddit-Stimmen, eine im Vergleich zur Standard-Karte schmale Ausbeute (Erklärung im Abschnitt weiter unten). Kurz zusammengefasst: Ein echter Versicherungssprung gegenüber Standard, der aber an der Kostenrechnung scheitert, weil die doppelte Jahresgebühr stärker wiegt als das nur gleich schnell mitwachsende Bonusprogramm. Note 3.4, damit knapp unter der Standard-Karte.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Jahresgebühr beträgt CHF 200 im Jahr als eigenständiges Produkt, aber nur CHF 150 im Jahr (CHF 12.50 im Monat) im Paket «ZKB inklusiv Gold», das Bankkonto und Kreditkarte zusammen umfasst. Legst du die Referenzrechnung dieser Seite zugrunde (CHF 2’000 Kartenumsatz im Monat, davon 15 Prozent im Ausland), bleibt die eigenständige Karte netto bei rund CHF 263 im Jahr: die Jahresgebühr plus rund CHF 63 Fremdwährungsgebühr, ohne Gegenrechnung der surprize-Punkte, weil kein CHF-Kurs dafür veröffentlicht ist. Details im Rechner weiter unten.
- Das surprize-Bonusprogramm gibt auf dieser Stufe 1.5 Punkte pro Franken Einkauf plus 20’000 Willkommenspunkte bei Aktivierung, ohne festgelegte Obergrenze, aber weiterhin ohne veröffentlichten CHF-Gegenwert je Punkt.
- Neu gegenüber der Standard-Karte deckt die automatisch inbegriffene Reiseversicherung Auslandsheilkosten und Rückführung je bis CHF 250’000, dazu einen Mietwagen-Selbstbehaltschutz bis CHF 10’000: genau die medizinische Lücke, die der Standard-Karte auf dieser Seite als grösste Schwäche angerechnet wird.
- Ein digitales Priority-Pass-Programm gewährt Zugang zu über 1’700 Flughafen-Lounges weltweit, die Mitgliedschaft selbst ist gratis, jeder einzelne Lounge-Eintritt kostet aber trotzdem extra: dieselbe Falle, die auch bei Grossbanken-Gold-Karten auftaucht.
- Am Bancomat verlangt die ZKB unabhängig von der Kartenstufe 4 Prozent (mind. CHF 10): Trotz doppelter Jahresgebühr gibt es beim Bargeldbezug keinen Premiumvorteil gegenüber der Standard-Karte, erst die Platinum-Stufe senkt den Satz.
- Die Bank selbst kommt auf Trustpilot nur auf schwache 2.2 von 5 (157 Bewertungen), während ihre App «one» im App Store mit 4.71 von 5 glänzt (84’674 Bewertungen); aus diesem Gefälle, identisch bei Standard und Platinum, ergibt sich die Teilnote «Stimmen im Netz» von 3.2.
Kartendaten
- Jahresgebühr
- CHF 200CHF 200/Jahr eigenständig. CHF 150/Jahr total im Paket 'ZKB inklusiv Gold'.
- Punkte
- surprize (nur CHF-Karte): 1.5 Punkte pro CHF bei Käufen + 20’000 Willkommenspunkte bei AktivierungKeine Obergrenze angegeben, punktebasiert
- Fremdwährungsgebühr
- 1.75%Offiziell. Unabhängig gemessener Kursaufschlag: rund 1.9% (moneyland.ch)
- Zins
- Vom Herausgeber nicht veröffentlicht
- Zinsfreie Tage
- Vom Herausgeber nicht veröffentlicht
- Bargeldbezug
- 4%, mind. CHF 10Gleiche Struktur wie Standard: einheitlich am Bancomat der Zürcher Kantonalbank, anderer Kantonalbanken oder übriger Institute in der Schweiz, im Ausland sowie am Bankschalter weltweit. Kommission Glücksspiele ebenfalls 4%, mind. CHF 10; Geldtransfers/Kryptowährungskäufe 4%, max. CHF 10. Quelle: ZKB Preisübersicht und Konditionen (gültig ab 1. März 2026), S. 14.
- Reiseversicherung
- EnthaltenReiseannullations- und Reiseunterbruchsversicherung bis CHF 20'000.- pro Ereignis, Gepäckverspätung bis CHF 1'000.-, Auslandsheilkosten und Rückführung je bis CHF 250'000.-, Mietwagen-Selbstbehaltschutz bis CHF 10'000.-, Transportmittelunfall bis CHF 500'000.- sowie Such- und Rettungskosten bis CHF 60'000.- pro Ereignis (weltweit, mind. 60% Kartenzahlung, max. 90 Tage Reisedauer). Versicherer: Allianz (AWP P&C S.A., Wallisellen), Bedingungen unter viseca.ch/versicherungen.
- Zahlungsnetzwerk
- Visa Gold / Mastercard World Gold
- Voraussetzungen
- Nicht veröffentlicht.
Was dir die Karte bei deinem Ausgabenniveau zurückgibt
Zieh am Regler und stell die ZKB Gold-Kreditkarte (Visa/Mastercard) neben die TCS Travel Mastercard Gold. Dieselbe Rechnung wie auf der Startseite: Bonuswert minus Jahresgebühr, aus den Kartendaten. Die Rückvergütung ist nicht die Note: dort wiegen auch Schutz und Kosten mit.
Berechnet als Vorteil minus Jahresgebühr, bei monatlich vollständig beglichener Rechnung.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Im Paket 'ZKB inklusiv Gold' kosten Konto und Karte zusammen CHF 150 im Jahr, günstiger als die eigenständige Jahresgebühr von CHF 200.
- Die Reiseversicherung deckt auf dieser Stufe neu Auslandsheilkosten und Rückführung je bis CHF 250’000, dazu Reiseannullation und Reiseunterbruch bis CHF 20’000 sowie Mietwagen-Selbstbehaltschutz bis CHF 10’000: eine deutliche Erweiterung gegenüber der Standard-Stufe ohne medizinische Reiseassistenz.
- Das Bonusprogramm surprize gibt auf dieser Stufe 1.5 Punkte pro Franken Einkauf plus 20’000 Willkommenspunkte bei Aktivierung.
- Eine Stimme im Forum bestätigt unabhängig den Fremdwährungsaufschlag von 1.75% für die ZKB Visa Gold und vergleicht ihn sachlich mit einem Konkurrenzkonto (1.5%), ohne den Unterschied zu dramatisieren.
- Mehrere Stimmen im Forum bestätigen jahrelange, problemlose Nutzung von ZKB-Kreditkarten über Viseca; eine Person berichtet von sieben Jahren ohne ein einziges Problem.
Nachteile
- Priority Pass ist auf dieser Stufe nur eine digitale Mitgliedschaft: Der Zugang zu den über 1’700 Lounges selbst ist kostenpflichtig, anders als bei der Platinum-Stufe mit unbegrenztem Gratiszugang.
- Der Bargeldbezug kostet trotz höherer Jahresgebühr weiterhin 4%, mindestens CHF 10, genau wie bei Standard: kein Premiumvorteil beim Bezug (ZKB Preisübersicht und Konditionen, S. 14).
- Rechtlich ist Viseca Card Services SA der Kartenherausgeber, nicht die ZKB direkt: Versicherungs-, Reklamations- und Sperrentscheide liegen bei Viseca, nicht bei der eigenen Bank.
- Eine Stimme im Forum, die selbst als Hörensagen kennzeichnet, beschreibt die Gold-Karte als gut versichert für den Preis, aber nicht die günstigste bei Fremdwährungsgebühren.
- Ein Mindestalter für die Gold-Kreditkarte ist nicht separat ausgewiesen; belegt ist es nur für die Standard-Karte im Paket 'ZKB Banking Young'. Ein Jahreszins, ein effektiver Jahreszins und eine zinsfreie Frist sind für keine ZKB-Kreditkarte veröffentlicht.
- Eine unabhängige Messung (Moneyland Swiss Credit Card Cost Study 2025, Stichprobe an 13 Tagen im April und Mai 2025) fand für die Prozessorkategorie 'Viseca/Mastercard' einen tatsächlichen Wechselkursaufschlag von rund 1.9%; die Studie weist die Zahl nicht bankspezifisch aus, ZKB-Karten werden aber von Viseca herausgegeben und dürften darunterfallen.
Das Urteil in einem Satz: eine Kreditkarte mit einem echten Versicherungssprung gegenüber der Standard-Stufe, deren höhere Jahresgebühr und weiterhin nicht bezifferbares Bonusprogramm die Gesamtnote trotzdem unter die der günstigeren Standard-Karte drücken.
ZKB-Gold-Erfahrungen: ein dünnes, aber verlässliches Echo im Forum
Für die Gold-Stufe fällt die Forenausbeute deutlich dünner aus als bei der Standard-Karte, die neun Stimmen versammelt. Der Grund liegt nicht an der Karte selbst, sondern am Suchbegriff: «zkb gold» wird auf Reddit fast vollständig von der ZKB Gold-ETF überlagert, dem börsengehandelten Goldfonds ZGLD (Swisscanto Gold ETF), einem Edelmetallprodukt, das mit der Kreditkarte nichts zu tun hat, aber denselben Suchnamen trägt. Von weit über hundert durchsuchten Treffern zu Varianten wie «zkb visa gold» oder «zkb mastercard gold» blieben nach Abzug der ETF-Diskussionen genau drei kartenrelevante Stimmen übrig, alle unverändert im Wortlaut übernommen. Seriennahe Beobachtungen zu Viseca als Kartenherausgeberin, zur App «one» und zur Kreditkarte-gegen-Debitkarte-Frage bei Streitfällen hat bereits der Test der Standard-Karte eingesammelt und wird hier nicht wiederholt.
Die reichste der drei Stimmen bekommt die Gold-Karte über ein Arbeitgeberangebot und vergleicht den Fremdwährungsaufschlag direkt mit einer Konkurrentin:
"Hi, I ended up getting the Inklusive Gold package as I get it free for 2 years (deal with my workplace), it comes with a Visa Gold. Do you still recommend getting the Supercardplus ? Only difference I saw is that ZKB card charges 1.75% on international purchases against 1.5% from the Supercard, but it's not too much of a difference."
@Edu_Campi bei Reddit r/zurich, Thread «ZKB vs UBS which one has better benefits», 2. März 2018.
Auf Deutsch: Diese Stimme nennt das Paket «Inklusive Gold» und die «Visa Gold» darin ausdrücklich beim Namen und bestätigt unabhängig exakt den 1.75-prozentigen Fremdwährungsaufschlag aus der Preisübersicht, verglichen mit 1.5 Prozent bei der Coop Supercardplus, ohne den Unterschied zu dramatisieren.
Eine zweite Stimme charakterisiert die Karte als Hörensagen, ausdrücklich als solches gekennzeichnet:
"Two colleagues recently recommended the MigrosBank Free Visa or Migros Cumulus card for foreign payments.
Also heard the ZKB Gold Card has very good insurance for the price, but not the best for foreign commissions
UBS Key4 that someone else recommended is quite terrible, they have a default 2% surcharge and then offer you paid fixed fee subscriptions to eliminate that fee - only worth if you spend several thousands each month."
@darklord-1101 bei Reddit r/SwissPersonalFinance, Thread «Best credit card for payments abroad», 26. März 2025.
Auf Deutsch: Diese Stimme markiert selbst, dass es sich um Hörensagen handelt («heard»), nicht um eigene Erfahrung. Die Charakterisierung, gute Versicherung zum Preis, aber nicht die günstigste bei Fremdwährungsgebühren, trifft trotzdem genau die Spannung, die auch die Zahlen dieser Seite zeigen: eine breite Reiseversicherung bis CHF 250’000 gegen denselben 1.75-Prozent-Aufschlag und dieselbe 4-Prozent-Bargeldkommission wie bei der Standard-Karte.
Eine dritte Stimme betrifft nicht die CHF-Karte, sondern die separate EUR/USD-Variante der Gold-Kreditkarte:
"ZKB have a gold Visa/Mastercard in Euros or Dollars. I actually got one in Euro for my EU spending. It has zero fees for Euro/Dollar transactions, and you can pay the bill from a foreign currency account, which I also have (I transfer money to it when the daily rate is convenient).
The drawback is that it isn't cheap, I think it's like 150 CHF per year, so make some calculation to see if it makes sense with your FX spending."
@jvn01 bei Reddit r/SwissPersonalFinance, Thread «Credit card that does not suck for FX», 17. Februar 2025.
Auf Deutsch: Diese Stimme bestätigt, dass Käufe in der Kartenwährung selbst (Euro oder Dollar) gebührenfrei bleiben und dass sich die Rechnung von einem eigenen Fremdwährungskonto begleichen lässt. Zur Jahresgebühr bleibt die Stimme selbst unsicher («I think it's like 150 CHF per year») und trifft damit weder den Betrag der CHF-Gold-Karte (CHF 200 eigenständig, CHF 150 im Paket) noch den tatsächlichen Preis der EUR/USD-Variante (EUR/USD 200 im Jahr für die Hauptkarte, laut Preisübersicht). Diese Karte führt kein eigenes CHF-Äquivalent und bleibt deshalb ohne eigene Note auf dieser Seite; die Stimme dient hier nur als Beleg für die Existenz und Mechanik der Variante, nicht als Preisbestätigung.
Das surprize-Bonusprogramm: mehr Punkte, aber wieder ohne Kurs
Gegenüber der Standard-Karte erhöht die ZKB den surprize-Satz von 1 auf 1.5 Punkte pro Franken Einkauf, automatisch und ohne separate Anmeldung, dazu 20’000 statt 10’000 Willkommenspunkte einmalig bei Aktivierung. Eine Obergrenze nennt die Produktseite nicht. Am Grundproblem der Standard-Karte ändert der höhere Satz aber nichts: Weder Produktseite noch Preisübersicht beziffern, wie viel ein surprize-Punkt in Franken wert ist. Fehlt dieser Kurs, lässt sich keine seriöse Cashback-Prozentzahl herleiten, egal wie viele Punkte pro Franken es gibt, deshalb bleibt die Teilnote «Bonuswert» beim selben Basiswert wie bei der Standard-Karte, 2.5, ohne weitere Anpassung. Eine persönliche Forenschätzung wie das «bis zu CHF 120 im Jahr» der Standard-Karte fehlt für die Gold-Stufe ganz: Keine der drei gelesenen Stimmen beziffert einen eigenen surprize-Ertrag für dieses Kartenprodukt.
Reiseversicherung, Mietwagen und Einkaufsschutz: der Sprung von Standard zu Gold
Die automatisch inbegriffene Reiseversicherung läuft über Allianz (AWP P&C S.A., Zweigniederlassung Wallisellen), vertrieben über Viseca, wie bei allen drei ZKB-Kartenstufen. Reiseannullation und Reiseunterbruch sind bis CHF 20’000 pro Ereignis gedeckt, doppelt so viel wie bei der Standard-Karte, Gepäckverspätung bis CHF 1’000. Neu gegenüber der Standard-Stufe kommen zwei Leistungen dazu, die dort komplett fehlen: Auslandsheilkosten und Rückführung, je bis CHF 250’000, sowie ein Mietwagen-Selbstbehaltschutz bis CHF 10’000 pro Ereignis. Das ist der eigentliche Sprung dieser Kartenstufe: Wer mit der Standard-Karte im Ausland ernsthaft erkrankt, steht ohne Versicherungsschutz da, mit der Gold-Karte ist genau dieser Fall gedeckt. Transportmittelunfall (Tod oder Invalidität) ist bis CHF 500’000 versichert, ebenfalls höher als bei der Standard-Karte (CHF 300’000), Such- und Rettungskosten bis CHF 60’000, unverändert gegenüber der Standard-Stufe. Wie bei der Standard-Karte greift dabei für die meisten dieser Leistungen eine Aktivierungsschwelle von mindestens 60 Prozent Kartenzahlungsanteil an den Reisekosten, deutlich niedriger als die 80-Prozent-Hürden mancher anderer Häuser.
Dazu kommt ein Einkaufsschutzpaket, das die Standard-Kreditkarte in ähnlicher Form ebenfalls kennt, hier aber mit teils höheren Beträgen: eine Einkaufs- und Transportversicherung gegen Diebstahl oder Beschädigung frisch gekaufter Ware bis CHF 2’000 pro Ereignis, eine Bestpreis-Garantie bis CHF 2’000, wenn du dieselbe Ware innert 14 Tagen anderswo mehr als CHF 30 günstiger findest, eine Garantieverlängerung um 24 Monate bis CHF 5’000 sowie ein Online-Rechtsschutz bis CHF 10’000 pro Ereignis. Zusammen mit der breiten Reisedeckung erreicht die Teilnote «Schutz» dieser Karte den Höchstwert 5.0, denselben Deckenwert, den rund zwanzig andere Karten auf dieser Seite ebenfalls erreichen: ein solides, aber kein aussergewöhnliches Ergebnis in der Landschaft der bewerteten Karten.
Bargeld, Fremdwährung und die Priority-Pass-Falle
Beim Bargeldbezug zeigt sich, wo die höhere Jahresgebühr an ihre Grenze stösst: Egal ob am eigenen Bancomaten der Zürcher Kantonalbank, bei einer fremden Bank in der Schweiz, im Ausland oder am Bankschalter weltweit, die Kommission bleibt bei 4 Prozent, mindestens CHF 10, identisch mit der günstigeren Standard-Karte. Erst die teurere Platinum-Stufe senkt diesen Satz auf einen einheitlichen Vorzugssatz von 2.5 Prozent. Auch Glücksspieltransaktionen kosten dieselben 4 Prozent; einzig bei Geldtransfers und Kryptowährungskäufen kippt die CHF 10 von der Mindest- zur Höchstgrenze, während der Satz selbst gleich bleibt.
Beim Fremdwährungsaufschlag ändert sich mit der Gold-Stufe ebenfalls nichts: Die ZKB verlangt offiziell 1.75 Prozent, dieselbe Gebühr wie bei der Standard-Karte, bestätigt durch die reichste Forenstimme dieses Tests. Die Prozessorkategorie «Viseca/Mastercard», in die auch die ZKB-Kreditkarten fallen dürften, lag laut der moneyland.ch-Erhebung (Stichprobe an 13 Tagen im April und Mai 2025) tatsächlich bei rund 1.9 Prozent Aufschlag, ohne dass die Studie einzelne Banken benennt; 0.15 Prozentpunkte über der offiziellen Gebühr, ein kleiner, aber realer Zusatzaufschlag.
Was die Gold-Karte der Standard-Stufe voraushat, ist ein Priority-Pass-Programm mit Zugang zu über 1’700 Flughafen-Lounges weltweit, für Haupt- und Zusatzkarteninhaber. Der Haken steht im selben Satz der Produktseite: Auf dieser Stufe ist die Mitgliedschaft rein digital, und die Eintritte selbst sind kostenpflichtig. Wer nicht mehrmals im Jahr fliegt und die Lounge tatsächlich nutzt, trägt ein Versprechen mit sich, das erst beim Bezahlen zur Zusatzausgabe wird, nicht zum Gratiszugang, den der Name suggeriert, dieselbe Falle, die auch bei Priority-Pass-Programmen anderer Grossbanken-Gold-Karten auftaucht. Erst die Platinum-Stufe macht daraus einen unbegrenzten, kostenlosen Loungezugang.
Warum die Gold-Karte trotz besserem Schutz unter die Standard-Note fällt
Auf den ersten Blick müsste die Gold-Karte besser abschneiden als die Standard-Karte: eine vollständige medizinische Reisekomponente, ein höherer surprize-Satz, ein Priority-Pass-Programm, das der Standard-Karte ganz fehlt. Tatsächlich liegt die Note bei 3.4, tiefer als die 3.5 der Standard-Karte. Der Grund liegt in der Mechanik der beiden grössten Teilnoten. Bei den Kosten schlägt die höhere Jahresgebühr (CHF 200 statt CHF 100) direkt auf die Teilnote durch, 3.5 statt 4.1, weil derselbe Fremdwährungsaufschlag von 1.75 Prozent bei beiden Karten hinzukommt und die Gesamtkosten der Gold-Karte entsprechend höher ausfallen. Beim Bonuswert bleibt die Teilnote unverändert bei 2.5, weil surprize auf beiden Stufen mangels veröffentlichtem Kurs mit demselben Basiswert bewertet wird: Ein höherer Punktesatz allein hebt die Teilnote nicht, solange sich daraus kein Frankenwert errechnen lässt. Einzig beim Schutz liegt die Gold-Karte klar vorn, 5.0 statt 4.6, weil die medizinische Reisekomponente und der Mietwagenschutz echte, zusätzliche Deckung bringen. Die Teilnote «Stimmen im Netz» ist mit 3.2 für beide Karten identisch, weil sie dieselbe Bank beschreibt. Unter dem Strich reicht eine bessere Versicherung allein nicht, um den schwächeren Kostenteil auszugleichen: Wer die medizinische Reisekomponente und den Mietwagenschutz nicht regelmässig braucht, zahlt für die Gold-Karte mehr, als sie mechanisch zurückgibt.
Standard, Gold und Platinum: die ganze ZKB-Kartenreihe
Alle drei Stufen teilen sich denselben Kartenherausgeber Viseca Card Services SA, dieselbe App «one» und dieselbe Grundmechanik bei Sperrungen und Betrugsfällen, wie im Test der Standard-Karte beschrieben. Die Standard-Karte (CHF 100 im Jahr, CHF 72 im Paket «ZKB inklusiv Silber») deckt Reiseannullation und -unterbruch bis CHF 10’000, aber keine medizinische Reisekomponente. Die Gold-Karte (CHF 200 im Jahr, CHF 150 im Paket «ZKB inklusiv Gold») verdoppelt die Reiseannullationsdeckung, ergänzt Auslandsheilkosten, Rückführung und Mietwagenschutz und erhöht den surprize-Satz auf 1.5 Punkte pro Franken. Die ZKB Platinum-Kreditkarte (CHF 480 im Jahr, CHF 384 im Paket «ZKB inklusiv Platin») geht am weitesten: unbegrenzte Rückführung, Auslandsheilkosten bis CHF 500’000, eine Mietwagen-Vollkaskoversicherung bis CHF 150’000, ein einheitlicher Vorzugssatz von 2.5 Prozent beim Bargeldbezug, ein unbegrenzter, kostenloser Priority-Pass-Zugang sowie ein Concierge-Service, dazu ein surprize-Satz von 2 Punkten pro Franken. Was auf allen drei Stufen gleich bleibt: Ein Jahreszins oder eine Teilzahlungsoption ist auf keiner Stufe veröffentlicht, und surprize gilt jeweils nur für die CHF-Karte.
Die Gold-Kreditkarte existiert daneben auch als separate EUR/USD-Variante (Mastercard World Gold International / Visa Gold International), abgerechnet ausschliesslich in Euro oder Dollar, für Karteninhaber mit einem entsprechenden Fremdwährungskonto. Weder die ZKB noch Viseca veröffentlichen ein CHF-Äquivalent für diese Variante, und das surprize-Bonusprogramm ist für sie nicht bestätigt: Diese Seite vergibt ihr deshalb keine eigene Note und keinen eigenen Rezensionslink.
Hol dir die Karte nicht, wenn du ...
- ... erwartest, dass die höheren surprize-Punkte allein die höhere Jahresgebühr wettmachen. Ohne veröffentlichten CHF-Kurs bleibt die Bonuswert-Teilnote beim selben Basiswert wie bei der Standard-Karte, während sich die Jahresgebühr verdoppelt.
- ... keine medizinische Reisekomponente brauchst und mit der Standard-Karte auskommst. Zahlst du die Gold-Karte eigenständig, kostet dich der zusätzliche Schutz CHF 100 im Jahr mehr als die Standard-Karte, bei gleichem Fremdwährungsaufschlag und gleicher Bargeldkommission.
- ... einen echten Gratis-Loungezugang erwartest. Das Priority Pass ist auf dieser Stufe nur eine digitale Mitgliedschaft, jeder Lounge-Eintritt kostet trotzdem extra.
- ... einen tieferen Bargeldbezugssatz suchst. 4 Prozent Kommission (mind. CHF 10) gelten identisch auf Standard und Gold, erst die Platinum-Stufe senkt den Satz auf 2.5 Prozent.
- ... nicht vorhast, ein ZKB-Bankpaket dazuzunehmen. Ohne das Paket «ZKB inklusiv Gold» zahlst du den vollen eigenständigen Preis von CHF 200 im Jahr statt CHF 150.
Hol dir die Karte, wenn du ...
- ... regelmässig reist und eine automatische medizinische Reiseversicherung ohne Zusatzkauf willst. Auslandsheilkosten und Rückführung je bis CHF 250’000, ohne separate Anmeldung.
- ... öfter Mietwagen buchst oder einen breiten Einkaufsschutz mitnehmen willst. Mietwagen-Selbstbehaltschutz bis CHF 10’000, dazu Einkaufsschutz, Bestpreis-Garantie, Garantieverlängerung und Online-Rechtsschutz im selben Paket.
- ... sowieso ein ZKB-Bankpaket eröffnen willst. Konto und Karte zusammen schlagen im Paket «ZKB inklusiv Gold» nur mit CHF 150 im Jahr zu Buche, CHF 50 weniger als die eigenständige Karte.
- ... bei einem Streitfall lieber über die Kreditkarte als über dein Bankkonto abrechnest. Genau wie bei der Standard-Karte trägt Viseca dabei das Risiko, bis der Fall geklärt ist, statt sofort Geld vom Konto abzubuchen.
ZKB Gold-Kreditkarte beantragen: Ablauf und Voraussetzungen
Die Bestellung läuft über zkb.ch. Für die Gold-Karte selbst nennt die Produktseite kein gesondertes Mindestalter, anders als bei der Standard-Karte, wo das Paket «ZKB Banking Young» eine 18-Jahre-Grenze ausdrücklich festhält; eine Einkommensschwelle taucht in keinem der gelesenen Dokumente auf. Willst du die Karte über eines der Bankpakete beziehen, gilt dort eine gemeinsame Regel für alle Pakete: Domizil Schweiz und mindestens 18 Jahre. Danach folgt, wie bei jedem Konsumkredit in der Schweiz gesetzlich vorgeschrieben, eine Bonitätsprüfung durch die Bank, deren Ausgang über die Zusage entscheidet.
Punkte für surprize sammelst du ab Freischaltung automatisch, eine gesonderte Anmeldung entfällt. Verlierst du die Karte, wird sie gestohlen oder geht sie kaputt, kostet der Ersatz auf der Gold-Stufe nichts, ein Unterschied zur Standard-Karte, wo CHF 20 fällig werden; für eine zusätzliche Karteninhaberin oder einen zusätzlichen Karteninhaber kommen CHF 50 im Jahr dazu, wahlweise zusammen mit der Hauptkarte oder separat verrechnet. Gerätst du in Zahlungsverzug, verlangt die Bank CHF 20 Mahngebühr je Mahnschreiben, so wie bei Standard und Platinum auch. Und wie bei der Standard-Karte fehlt auf dieser Stufe jede Angabe zu Jahreszins, effektivem Jahreszins oder einer Teilzahlungsoption für die Rechnung.
Roberts Urteil
Mein Urteil: Die ZKB Gold-Kreditkarte holt gegenüber der Standard-Karte einen ehrlichen Versicherungssprung nach. Auslandsheilkosten und Rückführung je bis CHF 250’000 schliessen genau die medizinische Lücke, die ich der Standard-Karte als grösste Schwäche anrechne, und der Mietwagen-Selbstbehaltschutz sowie das Einkaufsschutzpaket sind eine echte Erweiterung. Was mich zögern lässt, ist dieselbe Rechnung, die auch die Standard-Karte trägt, nur verschärft: Das surprize-Bonusprogramm bleibt ohne veröffentlichten Frankenkurs, während sich die Jahresgebühr gegenüber der Standard-Karte verdoppelt. Das drückt die Gesamtnote auf 3.4, unter die 3.5 der günstigeren Standard-Karte, obwohl die Gold-Karte in der Schutz-Teilnote klar vorn liegt. Nimm die Gold-Karte, wenn du die medizinische Reiseversicherung, den Mietwagenschutz oder das Einkaufsschutzpaket regelmässig brauchst, am besten im günstigeren Paket «ZKB inklusiv Gold» für CHF 150 im Jahr. Reicht dir eine Reiseannullationsversicherung ohne medizinische Komponente, bleibt die Standard-Karte für dich die günstigere und auf dieser Seite sogar besser bewertete Wahl.
Häufige Fragen
Was kostet die ZKB Gold-Kreditkarte? CHF 200 im Jahr als eigenständiges Produkt, oder CHF 150 im Jahr (CHF 12.50 im Monat) im Paket «ZKB inklusiv Gold», das Bankkonto und Kreditkarte umfasst. Eine Zusatzkarte kostet CHF 50 im Jahr.
Wie viel bringt das surprize-Bonusprogramm bei der Gold-Karte? 1.5 Punkte pro Franken Einkauf plus 20’000 Willkommenspunkte bei Aktivierung, ohne Obergrenze. Solange die Bank keinen Frankenkurs pro Punkt nennt, lässt sich daraus aber keine seriöse Cashback-Prozentzahl herleiten.
Ist bei der ZKB Gold-Kreditkarte eine medizinische Reiseversicherung enthalten? Ja, automatisch: Auslandsheilkosten und Rückführung je bis CHF 250’000, sofern mindestens 60 Prozent der Reisekosten mit der Karte bezahlt wurden. Das ist der grösste Unterschied zur Standard-Karte, die diese Komponente komplett vermissen lässt.
Ist der Bargeldbezug bei der ZKB Gold-Kreditkarte günstiger als bei der Standard-Karte? Nein. Ein Bezug am Bancomaten kostet auf beiden Stufen einheitlich 4 Prozent, mindestens CHF 10. Erst die Platinum-Stufe senkt den Satz auf 2.5 Prozent.
Ist das Priority Pass bei der ZKB Gold-Kreditkarte wirklich gratis? Die Mitgliedschaft selbst kostet nichts, ist aber rein digital. Jeder einzelne Lounge-Besuch kostet trotzdem extra. Erst die Platinum-Stufe bietet unbegrenzten, kostenlosen Loungezugang.
Was unterscheidet Gold von Standard und Platinum? Standard (CHF 100 im Jahr eigenständig) deckt Reiseannullation bis CHF 10’000 ohne medizinische Komponente. Gold (CHF 200 im Jahr) verdoppelt die Reiseannullationsdeckung, ergänzt Auslandsheilkosten, Rückführung und Mietwagenschutz und erhöht surprize auf 1.5 Punkte pro Franken. Platinum (CHF 480 im Jahr) geht weiter mit unbegrenzter Rückführung, Mietwagen-Vollkasko, einem Vorzugssatz von 2.5 Prozent beim Bargeldbezug und unbegrenztem Loungezugang. Trotz des besseren Schutzes liegt die Gesamtnote der Gold-Karte mit 3.4 unter der Standard-Note von 3.5, weil das Bonusprogramm die höhere Jahresgebühr nicht ausgleicht.
Die App des Herausgebers in Zahlen
84’674 Bewertungen auf App Store, gelesen am 9. Oktober 2026.
Was die Versicherung wirklich deckt
In der Karte enthalten · Allianz (AWP P&C S.A., Zweigniederlassung Wallisellen)
- Zahlungsbedingung, damit der Schutz giltDie Reisekosten bzw. der Kaufpreis müssen mindestens zu 60 Prozent mit der Karte bezahlt worden sein (gilt je nach Versicherungsdeckung; für Such- und Rettungskosten, Online-Kontoschutz, Online-Rechtsschutz und 24h-Assistance ist keine Kartenzahlungsquote vorausgesetzt).
- Annullierung der Reise (Storno)CHF 20’000 pro Ereignis
- Heilungskosten und RücktransportRückreise und Rückführung CHF 250’000, Heilungskosten CHF 250’000 (weltweit ausser Schweiz, für Karteninhaber mit Wohnsitz in der Schweiz).
- Dauer der Reisemax. 90 Tage pro Reise (Reiseannullation, Reiseunterbruch, Gepäck- und Medizinische Reise-Assistance-Deckungen); unlimitiert bei Transportmittelunfall, Such- und Rettungskosten sowie Mietwagen-Selbstbehaltversicherung
- Selbstbehalt beim MietwagenCHF 10’000 pro Ereignis
- Unfall: InvaliditätCHF 500’000 pro Ereignis und Person
- Wenn du schon eine andere Versicherung hastBei Mehrfachversicherung erbringt der Versicherer seine Leistungen subsidiär; hat der Versicherer trotzdem Leistungen erbracht, gelten diese als Vorschuss und die versicherte Person tritt ihre Ansprüche gegenüber Dritten an den Versicherer ab.
Der Einkaufsschutz
- EinkaufsschutzCHF 2’000 pro EreignisBedingungen
- Bestpreis-GarantieCHF 2’000 pro EreignisBedingungen
- Verlängerte GarantieCHF 5’000 pro Ereignis, Garantieverlängerung um 24 MonateBedingungen
Beschwerden und Aufsicht
Zürcher Kantonalbank
Fälle beim Bankenombudsman
Ein einzelner Fall bedeutet nicht, dass der betroffene Kartenherausgeber sich etwas hat zuschulden kommen lassen. Der Schweizerische Bankenombudsman veröffentlicht ausschliesslich Zahlen für die ganze Branche, nie für einzelne Anbieter.
- 2024136 Fälle in der Branche
- 2025120 Fälle in der Branche
Zahlen gelten für die ganze Branche, nicht für Zürcher Kantonalbank allein. Quellen: Jahresbericht 2024 und Jahresbericht 2025 des Bankenombudsman
Bei der Aufsicht
Ist gemäss eigenen Angaben dem Schweizerischen Bankenombudsman angeschlossen. Beleg, gelesen 13. Juli 2026
Bedingungshistorie
Noch keine dokumentierten Bedingungsänderungen. Die Dokumente der Karte werden monatlich geprüft.
Alle Bedingungsänderungen für ZKB Gold-Kreditkarte (Visa/Mastercard)
Das Datum wird gesetzt, wenn die Bedingungen zuletzt direkt beim Herausgeber gelesen wurden.
