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Kreditkart

Prepaid Kreditkarte ohne Bonitätsprüfung Schweiz 2026: wer das wirklich publiziert

Unsere Wahl

Supercard Visa Prepaidkarte

Die Supercard Visa Prepaidkarte gewinnt, weil bei ihr beides zusammenkommt: CHF 0 Jahresgebühr und ein publiziertes Versprechen. Die Produktseite nennt «Keine Bonitätsprüfung nötig» im Klartext, und die Leistungs- und Preisübersicht von Mai 2026 ist unter den zwei Karten mit publiziertem Versprechen die einzige datierte Preisquelle. Der ehrliche Vorbehalt steht in deren Fussnote: Der Devisenkurs «beinhaltet einen Aufschlag», beziffert wird er nirgends; dazu kostet jede Aufladung 1 Prozent, mindestens CHF 3.

Wer eine Kreditkarte ohne Bonitätsprüfung sucht, landet in der Schweiz bei Prepaid: Die gesetzliche Prüfung (das Konsumkreditgesetz nennt sie Kreditfähigkeitsprüfung) knüpft an den Kredit an, und eine Guthabenkarte vergibt keinen. Hingeschrieben haben das nur zwei der sechs Herausgeber dieser Liste: Coop («Keine Bonitätsprüfung nötig») und Swiss Bankers («Alle Karten sind ohne Bonitätsprüfung erhältlich»). Unsere Wahl ist die Supercard Visa Prepaidkarte: CHF 0 Jahresgebühr, publiziertes Versprechen, und von den zwei Karten mit diesem Versprechen die einzige mit datierter Preisübersicht (Mai 2026). Die zweite Wahrheit: Gratis ist Prepaid selten. Statt Zinsen zahlst du Lade-, Einsatz- und Bargeldgebühren; genau die zeigt diese Seite Karte für Karte.

Sechs Herausgeber, ein Massstab: warum die Supercard Visa Prepaidkarte vorne liegt

Prepaidkarten durchlaufen unsere Rezension nicht, diese Karten tragen also keine Note aus unserem Vergleich. Beurteilt haben wir, was Coop (TopCard), Swiss Bankers, PostFinance, Migros Bank, Cornèrcard und Viseca selbst publizieren: Preisübersichten, Produktseiten und Antragsunterlagen, gelesen und archiviert am 18. und 19. Juli 2026.

Die Quellen sind unterschiedlich frisch: Coops Leistungs- und Preisübersicht trägt Mai 2026, die Cornèrcard-Preistabelle die Ausgabe April 2026, Visecas Gebührenübersicht gilt ab 1. Juli 2026, das Migros-Bank-Infoblatt stammt vom 1. Juli 2024. Die Swiss-Bankers-Zahlen stehen auf den Produktseiten vom 19. Juli 2026, deren Konditionen-PDF liess sich nicht als Text auslesen. Visecas Übersicht liegt hinter einem Kartenvergleich auf viseca.ch; wir haben die Anzeige maschinell abgerufen und archiviert.

Für Reisende ist die Swiss Bankers Travel der Spiegel zur Siegerin: ebenfalls CHF 0 Jahresgebühr, erhältlich in CHF, EUR oder USD, ab 16 Jahren, ab 1’000 Ladebetrag mit kostenloser Reiseversicherung TravelProtect; dafür kostet jede Zahlung CHF 1 und jede Aufladung 1.5 Prozent.

Wer den Verzicht publiziert, und wer dazu schweigt

Ein publiziertes Versprechen und ein plausibles Schweigen sind zwei Stufen, und diese Seite hält sie auseinander.

Die ausführlichste Zusage steht bei Swiss Bankers: Die FAQ der Prepaid-Übersicht antwortet auf die Frage nach der Prüfung mit «Alle Karten sind ohne Bonitätsprüfung erhältlich»; aufgezählt werden unter anderem Studierende, «Personen mit geringer oder keiner Kreditwürdigkeit» und «Expats oder Personen, die neu in der Schweiz sind». Eine Ausweis-Identifikation bleibt Pflicht, die Finanzhistorie spielt laut derselben Antwort keine Rolle. Coop formuliert knapper: Die Produktseite nennt für die Prepaidvariante «Keine Bonitätsprüfung nötig», direkt neben «Kein Verschuldungsrisiko».

Bei PostFinance, Migros Bank, Cornèrcard und Viseca: Fehlanzeige. Keine gelesene Unterlage erwähnt die Bonitätsprüfung, weder als Zusage noch als Vorbehalt. Die Guthabenlogik macht eine Prüfung bei ihnen unwahrscheinlich, aber das ist unsere Ableitung, kein Versprechen dieser Häuser. Die Pointe dabei: Die Prepaidkarte Travel der Migros Bank wird von der Swiss Bankers Prepaid Services AG geführt, dem Haus mit der klarsten Zusage des Felds; auf den Migros-Seiten steht davon kein Wort, und das Versprechen von swissbankers.ch gilt dem eigenen Sortiment. Cornèrcard publiziert am wenigsten: weder Prüfung noch Mindestalter, nur der Jahresbeitrag unterscheidet nach Alter.

Was Prepaid wirklich kostet: fünf Gebührenarten

Fünf Posten bestimmen die Rechnung: Jahres- oder Monatsgebühr, Ladegebühr bei jedem Aufladen, bei zwei Karten eine Gebühr pro Einkauf, Bargeldbezug am Bancomat und zuletzt die Auszahlung des Restguthabens, die eigenes Geld kostet.

KarteJahresgebührAufladungPro EinkaufBargeldbezugFremdwährungRestsaldo-Auszahlung
Supercard Visa PrepaidkarteCHF 01%, mind. CHF 3keine3.75%, mind. CHF 5, Ausland CHF 100% Gebühr, Kurs mit Aufschlag; CHF-Zahlungen im Ausland 1.5%CHF 20
Swiss Bankers TravelCHF 01.5%CHF 12%, mind. CHF 2, Ausland CHF 7.50keine, Karte in CHF, EUR oder USDkeine Zahl gelesen
Swiss Bankers Life / Life DigitalCHF 45 bzw. CHF 2.90 pro Monatkeine, bei Swiss Bankers bezogenkeine2%, mind. CHF 2, Ausland CHF 7.500.95%keine Zahl gelesen
PostFinance Mastercard ValueCHF 50, CHF 0 mit SmartPlus, SmartStudents oder SmartYoungkostenloskeine3.5%, mind. CHF 101.7%keine Zahl gelesen
Migros Bank Prepaidkarte TravelCHF 01.5%CHF 1CHF 5 je Bezug, Ausland CHF 7.50keine Zahl publiziertbis CHF 50 kostenlos, ab CHF 50 CHF 20
Cornèrcard ReloadCHF 25 unter 26 Jahren, sonst CHF 50CHF 2 bis 4%, je nach Ladewegkeine3.75%, mind. CHF 6, Schalter CHF 10max. 1.2%CHF 25
Viseca PrepaidCHF 501%, mind. CHF 5keine4%, mind. CHF 101.75%CHF 20

Die teuerste Gesamtrechnung dieser Tabelle schreibt die Cornèrcard Reload: Jahresbeitrag in beiden Altersstufen, Ladewege bis 4 Prozent, Bargeld ab mindestens CHF 6 pro Bezug, Saldo-Rückerstattung CHF 25, der höchste Wert des Felds. Immerhin ist die erste Aufladung per Einzahlungsschein oder Banküberweisung laut Produktseite kostenlos.

Der Sonderfall des Felds ist die PostFinance Mastercard Value: als einzige mit Shopping-Versicherungen und einem Bonusprogramm (SmartPoints, 0.6 Prozent Rückvergütung im ersten Jahr, danach 0.3), gratis ladbar, aber nur für Kundschaft: Bedingung sind ein PostFinance-Privatkonto in Franken, Wohnsitz in der Schweiz oder in Liechtenstein und mindestens 12 Jahre; ohne die genannten Bankpakete kostet sie CHF 50 im Jahr.

Der Wechselkurs: die Zahl, die niemand liefert

Bei den rezensierten Kreditkarten halten wir die offizielle Fremdwährungsgebühr gegen unabhängige Messungen des realen Kurses; für Prepaid geht das nicht: Für keine Karte dieser Liste ist uns eine unabhängige Messung des Kursaufschlags bekannt. Coop macht immerhin die Fussnote sichtbar: Beworben wird «Keine Bearbeitungsgebühren im Ausland», die zugehörige Fussnote der Preisübersicht sagt: «Der Devisenkurs beinhaltet einen Aufschlag. Dieser kann beim Kundendienst erfragt werden.» Eine Zahl steht nirgends, und Zahlungen in Franken bei ausländischen Händlern kosten trotzdem 1.5 Prozent Zuschlag. Wie gross gemessene Aufschläge bei Kreditkarten ausfallen, zeigt die Liste für Reisen und Ausland; für Prepaid bleibt die Lücke offen, wir füllen sie nicht mit Schätzungen.

Für wen Prepaid passt, und für wen nicht

Unter 18 ist Prepaid oft der einzige Kartenweg, und die Grenzen liegen weit auseinander: ab 12 bei Migros Bank und PostFinance, ab 14 bei Viseca (im Hinweistext des Kartenantrags), ab 16 bei Swiss Bankers, ab 18 bei Coop. Zwei Vorbehalte: Viseca vergibt die Karte nur über Partnerbanken beziehungsweise card.viseca.ch, und die Migros-Karte bestellst du im E-Banking der Migros Bank, also als deren Kundin oder Kunde.

Passend ist Prepaid auch ohne Weg durch die Prüfung: Swiss Bankers nennt ausdrücklich Menschen ohne Kreditwürdigkeit und Neuzugezogene. Wer stattdessen eine richtige Kreditkarte mit B-Bewilligung sucht, findet die publizierte Beweislage in der Liste zur B-Bewilligung. Wer sein Budget deckeln will, bekommt mit dem Guthabenprinzip eine harte Grenze: Mehr als das Aufgeladene geht nicht.

Für den täglichen Dauereinsatz passt Prepaid nicht: Lade- und Einsatzgebühren summieren sich. Versicherungen sind verstreut: PostFinance legt Shopping-Deckungen bei, Cornèrcard nennt einen Einkaufs- und einen Rechtsschutz, Swiss Bankers Travel versichert Reisen ab 1’000 Ladebetrag; Coop schreibt für Prepaid ausdrücklich «keine». Wer die Bonitätsprüfung nicht scheuen muss, fährt mit einer Gratiskarte ohne Jahresgebühr ohne Ladegebühren; fürs Studierendenbudget ist die Studierenden-Liste da, und was beim allerersten Antrag geprüft wird, erklärt die Liste zur ersten Kreditkarte.

Häufige Fragen

Gibt es Kreditkarten ohne Bonitätsprüfung in der Schweiz? Als richtige Kreditkarte mit Kreditrahmen nein: Die gesetzliche Kreditfähigkeitsprüfung gehört zu jedem Antrag. Als Prepaidkarte ja; Coop und Swiss Bankers publizieren den Verzicht ausdrücklich (Zitate oben in der Beweislage).

Prüft eine Prepaid-Kreditkarte die Bonität? Bei Coop und Swiss Bankers steht das Nein im Klartext. Die übrigen vier Herausgeber dieser Liste publizieren dazu nichts: Das Guthabenprinzip macht eine Prüfung unwahrscheinlich, ein Versprechen ist das Schweigen aber nicht.

Ab welchem Alter gibt es eine Prepaid-Kreditkarte? Je nach Herausgeber: ab 12 bei Migros Bank und PostFinance, ab 14 bei Viseca laut Hinweistext im Antrag, ab 16 bei Swiss Bankers, ab 18 bei Coop. Cornèrcard nennt keine Grenze, unterscheidet aber den Jahresbeitrag unter und über 26.

Was kostet eine Prepaid-Kreditkarte wirklich? Rechne in fünf Posten: Jahres- oder Monatsgebühr (CHF 0 bis 50), Ladegebühr (0 bis 4 Prozent je nach Ladeweg), teils CHF 1 pro Einkauf, Bargeldbezug (2 bis 4 Prozent oder CHF 5 bis 7.50 je Bezug) und die Rückerstattung des Restguthabens (bis CHF 25); die Tabelle oben zeigt alle Karten dieser Liste nebeneinander.

Brauche ich ein Bankkonto für eine Prepaidkarte? Bei PostFinance ja: Die Mastercard Value setzt ein Privatkonto in Franken voraus, und die Migros-Karte bestellst du über deren E-Banking. Coop verlangt 18 Jahre und Wohnsitz in der Schweiz, Swiss Bankers die Registrierung per ID oder Pass in der App; ein Bankkonto nennen beide nicht.

Kann ich mit einer Prepaidkarte Schulden machen? Nach dem Guthabenprinzip nicht: Ausgegeben wird, was aufgeladen ist. Coops Preisübersicht führt bei der Teilzahlungsoption für Prepaid ausdrücklich «keine», und Swiss Bankers wirbt damit, dass eine Verschuldung ausgeschlossen ist.