Tiefster publizierter Teilzahlungszins 2026: fünf Kreditkarten unter 12 Prozent
Unsere Wahl
PostFinance Visa Gold Card / Mastercard Gold
Die PostFinance Gold gewinnt, weil sie den tiefsten publizierten Teilzahlungszins im ganzen Vergleich, 9.5 Prozent, mit der höchsten Note ihres Trios verbindet: 3.7, den Satz teilt sie nur mit Classic und Platinum aus demselben Haus. Der ehrliche Haken: Keine PostFinance-Kreditkarte existiert ohne ein Bankpaket, und am Bancomat fallen trotz Gold-Stufe 3.5 Prozent Kommission an. Wer den tiefen Satz ohne Kontozwang will, nimmt die Cumulus Kreditkarte mit 10.4 Prozent für null Franken. Und am billigsten bleibt bei jeder Karte dieser Liste dasselbe: die Rechnung vollständig bezahlen, dann fällt gar kein Zins an.
Alle Karten dieser Liste sind nach derselben Methode bewertet: So vergeben wir die Note.
Den tiefsten publizierten Teilzahlungszins in diesem Vergleich verlangt PostFinance: 9.5 Prozent auf allen drei Kartenstufen; die stärkste davon ist die PostFinance Gold, Note 3.7. Ehrlich vorweg: Teilzahlung ist keine Vergünstigung, sondern ein Risikofaktor. Am günstigsten fährt immer, wer die Rechnung vollständig und fristgerecht begleicht, dann kostet der Zins bei jeder Karte dieser Liste nichts. Diese Liste ist für alle, die wissen, dass die Rechnung trotzdem einmal stehen bleiben kann. Der Befund aus allen 68 publizierten Rezensionen: 12 Karten nennen gar keinen Satz, 48 stehen exakt bei 12 Prozent, 5 liegen darunter und 3 darüber.
Wie die fünf Karten in diese Liste kamen, und warum PostFinance Gold gewinnt
Die Auswahlregel war mechanisch, gemessen am 18. Juli 2026 über alle 68 publizierten Rezensionen: aufgenommen wird jede Karte mit einem publizierten Teilzahlungs- oder Verzugszins unter dem gesetzlichen Maximum von 12 Prozent, sofern der Satz ohne Bedingung für die ganze Rechnung gilt. Genau 5 Karten erfüllen das: die drei PostFinance-Stufen Gold, Classic und Platinum mit je 9.5 Prozent, dazu die Cumulus Kreditkarte und die Migros Gold Kreditkarte der Migros Bank mit je 10.4 Prozent. Die Reihenfolge ist redaktionell, kein Notenranking: zuerst die Siegerin mit ihren Schwesterkarten zum tieferen Satz, danach die Migros Bank; sonst stünde die Cumulus Kreditkarte mit Note 4.4 weiter vorn.
PostFinance Gold gewinnt innerhalb der fünf, weil sie zum tiefsten publizierten Satz die klar höchste Note des Trios legt: 3.7 gegen zweimal 3.2, getragen von einer Reiseversicherung mit voller Schutz-Teilnote. Zwei ehrliche Haken gehören in dieselbe Zeile: Alle drei PostFinance-Karten setzen zwingend ein Bankpaket mit Privatkonto in Franken voraus, das ausser bei SmartYoung und SmartStudents selbst Geld kostet, und am Bancomat fallen auch auf der Gold-Stufe 3.5 Prozent Kommission an, mindestens CHF 10. Direkt dahinter steht die Cumulus Kreditkarte: 10.4 Prozent, der tiefste publizierte Satz ohne jede Kontobindung, CHF 0 Jahresgebühr, Note 4.4, die höchste dieser Seite.
12 Prozent sind der Normalfall, seit sie das Maximum sind
Seit dem 1. Januar 2026 deckelt das Konsumkreditgesetz den Zins für Kreditkarten bei 12 Prozent. Was als Schutzgrenze gedacht war, ist im Feld zum Standardpreis geworden: 48 der 68 publizierten Karten stehen exakt auf dieser Zahl.
Wie dieser Magnet arbeitet, zeigt die Coop Supercard Kreditkarte mit vier belegten Zinsständen: von 11.95 Prozent (Stand März 2023) über 12.95 (spätestens Dezember 2023) und 13 (spätestens Juni 2025) zurück auf 12 seit Mai 2026. Gesenkt wurde also erst, als das Gesetz die 13 nicht mehr zuliess. Die Gegenrichtung gibt es auch: Für die Migros Gold Kreditkarte nannte ein Produktinfoblatt von 2022 noch 9.4 Prozent, heute sind es 10.4; der Zins stieg, während der gesetzliche Rahmen enger wurde. Der Deckel zieht die Sätze von beiden Seiten an, und einen Wettbewerb um den tiefsten Zins gibt es praktisch nicht.
12 Karten nennen gar keinen Zins
12 Kantonalbank-Karten veröffentlichen überhaupt keinen Teilzahlungs- oder Jahreszins: die drei Stufen der ZKB, die drei Stufen der BKB und die drei Stufen der LUKB. In keinem der gelesenen Dokumente dieser Banken steht ein Jahreszins, ein effektiver Jahreszins oder auch nur eine Teilzahlungsoption; dokumentiert ist bei ZKB und LUKB einzig eine Mahn- beziehungsweise Verzugsgebühr von CHF 20, bei der BKB nicht einmal das. Wer dort eine Rechnung offen lässt, erfährt den Preis erst hinterher.
Das ist keine Null und kein Gütezeichen, sondern eine fehlende Zahl: Selbst die Häuser mit dem vollen Höchstsatz schreiben ihn wenigstens hin. Genau deshalb sprechen wir konsequent vom tiefsten publizierten Zins; ob irgendwo ein tieferer unpublizierter existiert, kann niemand belegen.
Die Mechanik schlägt den Satz
Zweimal 12 Prozent kostet nicht zweimal gleich viel. Bei der Coop Supercard Kreditkarte läuft der Zins auf dem gesamten Rechnungsbetrag rückwirkend ab Transaktionsdatum, also ab dem Einkaufstag; das Rechenbeispiel ihrer Preisübersicht: CHF 200 in drei Monatsraten kosten CHF 4 Zins. Die Gebührenübersichten der American-Express-Karten führen denselben Höchstsatz als «Jahreszins ab Buchungsdatum», gleiche rückwirkende Familie, anderer Stichtag; die American Express Card und die Platinum Card kennen gar keine Teilzahlungsoption: Zins läuft dort nur bei verspäteter Zahlung. Die Cembra-Karten (ausser den beiden TCS-Karten, deren Gebührenblatt keine Frist in Tagen nennt) und PostFinance nennen je eine Zahlungsfrist von 20 Tagen ab Rechnungsdatum, innerhalb derer die volle Zahlung zinsfrei bleibt; die Migros Bank publiziert keine zinsfreien Tage, und einen effektiven Jahreszins, das gesetzliche Vergleichsmass, das sämtliche Kreditkosten aufs Jahr umlegt, weist keine der fünf Karten aus. Bei der Cumulus Kreditkarte wird die Teilzahlung nach positiver Kreditfähigkeitsprüfung und einer von beiden Seiten unterzeichneten Kreditvereinbarung aktiviert.
Vorsicht auch bei tiefen Zahlen, die nur am eigenen Kassenband gelten: Die SPAR Mastercard World nennt in einer Fussnote der Preisliste 9.95 Prozent, der Satz greift aber allein bei der Teilzahlung von SPAR-Einkäufen ab CHF 300, der Normalfall der Karte sind 12 Prozent. Dasselbe Muster bei der IKEA Family Credit Card (7.95 Prozent nur bei IKEA) und der Confo’Card (drei zinsfreie Monate nur für Conforama-Käufe über CHF 500). Solche Sätze sind Werbung fürs eigene Sortiment, kein tiefer Kartenzins.
Ohne Bankpaket gibt es die 9.5 nicht
Die drei PostFinance-Karten existieren ausschliesslich zusammen mit einem PostFinance-Bankpaket, und das Konto darin kostet, sofern du nicht SmartYoung oder SmartStudents nutzt, mindestens CHF 5 im Monat, CHF 60 im Jahr. Dazu die Kartengebühr im Bankpaket Smart: CHF 50 (Classic), CHF 100 (Gold), CHF 250 (Platinum).
Deshalb die ehrliche Rechnung. Zwischen 12 und 9.5 Prozent liegen 2.5 Prozentpunkte; auf einem ganzjährig offenen Saldo von CHF 2’000 sind das CHF 50 gesparter Zins. Konto plus Classic kosten in der Grundvariante CHF 110 im Jahr (Konto ab CHF 5 pro Monat, Karte CHF 50 im Smart-Paket). Erst ab einem dauerhaft offenen Saldo von rund CHF 4’400 spart der Zinsvorteil mehr, als der günstigste Weg zu ihm kostet; wer so viel offen hat, gewinnt mit dem Abbau des Saldos weit mehr als mit jedem Zinsvergleich. Gegenüber der Cumulus Kreditkarte schrumpft der Vorteil weiter: 0.9 Prozentpunkte, rund CHF 18 im Jahr je CHF 2’000 Saldo, während die Cumulus weder Konto noch Jahresgebühr verlangt. Als reines Zinsargument lohnt sich PostFinance darum fast nie: Die 9.5 Prozent sind ein Bonus für alle, die das Bankpaket ohnehin führen, kein Wechselgrund.
Welche Karte passt zu deiner Situation
Du führst bereits ein PostFinance-Bankpaket
Dann ist die PostFinance Gold die stärkste Karte dieser Liste: tiefster publizierter Satz, Note 3.7, volle Schutz-Teilnote. Brauchst du keinen Reiseschutz, liefert die PostFinance Classic denselben Zins für CHF 50 im Jahr.
Du willst den tiefen Satz ohne Kontobindung
Die Cumulus Kreditkarte verlangt 10.4 Prozent, CHF 0 Jahresgebühr und kein Bankpaket, bei der höchsten Note dieser Seite. Stell die Abrechnung nach Erhalt auf vollständige Zahlung, falls die Teilzahlung aktiv ist.
Du willst den tiefen Satz zusammen mit vollem Reiseschutz
Die Migros Gold Kreditkarte verbindet die 10.4 Prozent mit der vollen Schutz-Teilnote 5.0, für CHF 200 im Jahr; dieselbe volle Schutz-Teilnote tragen sonst nur Karten mit Bankbindung oder höherem Preis, etwa die PostFinance Gold im Bankpaket oder die ZKB Gold ab CHF 150 im Paket «ZKB inklusiv Gold».
Du bezahlst deine Rechnung immer vollständig
Dann spielt der Teilzahlungszins keine Rolle, bei keiner Karte. Wähle nach Note, Rückvergütung und Versicherung, am besten in der Gesamt-Bestenliste.
Häufige Fragen
Welche Kreditkarte hat den tiefsten Teilzahlungszins in der Schweiz? Den tiefsten publizierten Satz in unserem Vergleich verlangen die drei PostFinance-Karten mit 9.5 Prozent, allerdings nur mit kostenpflichtigem Bankpaket. Ohne Kontobindung führt die Cumulus Kreditkarte mit 10.4 Prozent. 12 Kantonalbank-Karten nennen gar keinen Satz; belegen lässt sich deshalb nur der tiefste publizierte Zins.
Wie viel Zins darf eine Kreditkarte in der Schweiz maximal verlangen? 12 Prozent im Jahr: Auf diese Grenze hat das Konsumkreditgesetz den Höchstsatz für Kreditkarten per 1. Januar 2026 gesenkt. 48 der 68 publizierten Karten schöpfen sie exakt aus.
Was bedeutet Zins «ab Transaktionsdatum»? Dass der Zins bei Teilzahlung rückwirkend ab dem Einkaufstag auf dem ganzen Rechnungsbetrag läuft, nicht erst ab Fälligkeit. Die Coop Supercard Kreditkarte rechnet so; American Express führt mit «Jahreszins ab Buchungsdatum» dieselbe rückwirkende Mechanik mit anderem Stichtag.
Lohnt sich die Teilzahlung als Finanzierung? Nein. Selbst der tiefste publizierte Satz von 9.5 Prozent übersteigt jede Rückvergütung dieser Karten um ein Vielfaches. Die Teilzahlungsoption taugt als Notfallpuffer für einen engen Monat, nicht als Dauerkredit; am billigsten bleibt die volle Zahlung.
Warum steht bei manchen Karten gar kein Teilzahlungszins? Die drei ZKB-Stufen, die drei BKB-Stufen und die drei LUKB-Stufen veröffentlichen weder einen Zins noch eine Teilzahlungsoption. Wer dort eine Rechnung offen lässt, kennt den Preis vorher nicht; wir werten das als fehlende Angabe, nicht als null Prozent.
Warum fehlen die SPAR Mastercard (9.95 Prozent) und die IKEA Family Credit Card (7.95 Prozent)? Weil beide Sätze an den Kaufort gebunden sind: 9.95 Prozent gelten nur für SPAR-Einkäufe ab CHF 300, 7.95 Prozent nur für Käufe bei IKEA. Auf allem Übrigen verlangen beide die vollen 12 Prozent, deshalb stehen sie nicht in dieser Liste.
Die Karten dieser Liste, nebeneinander
| Karte | Jahresgebühr | Vorteil | Fremdwährungsgebühr | Note |
|---|---|---|---|---|
| CHF 100CHF 50/Jahr mit den Bankpaketen SmartPlus, SmartStudents oder SmartYoung, CHF 100/Jahr mit dem Paket Smart. Zusatzkarte CHF 40/Jahr. Die Karte setzt immer ein PostFinance-Bankpaket voraus. | Cashback0.5% zurück | 1.70% | Kreditkart-Note3.7 | |
| CHF 50CHF 0/Jahr mit den Bankpaketen SmartPlus, SmartStudents oder SmartYoung; CHF 50/Jahr mit dem Bankpaket Smart. Zusatzkarte CHF 20/Jahr. Die Karte setzt immer ein PostFinance-Bankpaket voraus. | Cashback0.3% zurück | 1.70% | Kreditkart-Note3.2 | |
| CHF 250CHF 200/Jahr mit den Bankpaketen SmartPlus, SmartStudents oder SmartYoung, CHF 250/Jahr mit dem Paket Smart. Erste Zusatzkarte gratis, jede weitere CHF 90/Jahr. Setzt immer ein PostFinance-Bankpaket voraus. | Cashback0.5% zurück | 1.70% | Kreditkart-Note3.2 | |
| CHF 0 | Punkte0.33% zurück in Punkten | 0.00%Offiziell. Unabhängig gemessener Kursaufschlag: rund 3% (moneyland.ch) | Kreditkart-Note4.4 | |
| CHF 200Hauptkarte CHF 200 (entfällt für Premiumkunden oder bei Verzicht auf das Cumulus-Programm). Zusatzkarte CHF 50. Kombikarte Mastercard+Visa Gold CHF 230. | PunkteAutomatische Cumulus-Teilnahme mit höherem Punktesatz als bei der Standardkarte; der genaue Multiplikator wird in den offiziellen Dokumenten nicht veröffentlicht. | 1.75%Offiziell. Unabhängig gemessener Kursaufschlag: rund 3% (moneyland.ch) | Kreditkart-Note3.6 |
