PostFinance Visa Classic Card im Test: CHF 50 Jahresgebühr, SmartPoints-Cashback 0.3 Prozent, im ersten Jahr bis 0.6 Prozent, Note 3.2
PostFinance Visa Classic Card: eine Karte, die es nie allein gibt
Die Classic (bei Visa) beziehungsweise Standard (bei Mastercard) ist die günstigste Stufe im PostFinance-Kartentrio, aber wirklich eigenständig ist sie nie: Ohne ein PostFinance-Bankpaket mit Privatkonto in Franken bekommst du sie nicht, egal wie sparsam du sonst lebst. Die Karte selbst kostet 50 Franken im Jahr im Bankpaket Smart, 0 Franken in den Paketen SmartPlus, SmartStudents oder SmartYoung, und sie bringt ein SmartPoints-Bonusprogramm mit, das PostFinance mit bis zu 0.6 Prozent Cashback bewirbt. Regulär gelten 0.3 Prozent; 0.6 Prozent gelten im ersten Jahr für die erste Kreditkarte. Die zwei unabhängigen Forenstimmen weiter unten beschreiben die reguläre Rate. Grundlage dieses Tests: die Produktseite postfinance.ch (gelesen am 17. Juli 2026), die Preisliste «Dienstleistungen und Preise für Privatkundinnen und -kunden» (gültig ab 1. Juli 2026), das Versicherungsdokument zu den PostFinance-Kreditkarten (Ausgabe 08.2025), die allgemeinen Versicherungsbedingungen sowie sechs Forenstimmen aus Reddit und Trustpilot. Das Ergebnis: Note 3.2, eine Karte, die für Kundinnen und Kunden mit ohnehin bestehendem PostFinance-Bankpaket eine solide, aber nüchterne Wahl ist, wenn du mit der regulären Cashback-Rate rechnest.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Jahresgebühr beträgt CHF 50 im Bankpaket Smart, CHF 0 in den Paketen SmartPlus, SmartStudents und SmartYoung; eine Zusatzkarte kostet CHF 20 im Jahr. Ohne PostFinance-Bankpaket mit Privatkonto in Franken gibt es die Karte nicht.
- Das SmartPoints-Bonusprogramm gibt regulär 0.3 Prozent Cashback, im ersten Jahr für die erste Kreditkarte 0.6 Prozent. Nach der Registrierung sammelst du automatisch Punkte und löst sie für eine Gutschrift ein. Beim Referenzbudget dieser Seite, CHF 2’000 Kartenumsatz im Monat, bleiben regulär netto rund CHF 22 im Jahr; mit der ersten Jahresrate sind es rund CHF 94. Rechne dein eigenes Niveau im Rechner weiter unten nach.
- Eine Reiseversicherung fehlt vollständig. Enthalten sind ein Kaufschutz (Garantieverlängerung, Bestpreis-Garantie, 30 Tage Schutz gegen Diebstahl oder Schaden) und ein Käuferrechtsschutz bis CHF 25’000 über die Coop Rechtsschutz AG; die Schutznote liegt bei 2.0.
- Ein Bargeldbezug am Bancomat kostet 3.5 Prozent Kommission (mindestens CHF 10), bei Fremdwährung kommt ein Zuschlag von 1.7 Prozent dazu. Bei verspäteter Zahlung fällt eine Mahngebühr von CHF 20 bis CHF 40 an, der Zins bei Teilzahlung liegt bei 9.5 Prozent, deutlich unter dem gesetzlichen Höchstsatz von 12 Prozent.
- Eine unabhängige Messung von moneyland.ch fand einen tatsächlichen Wechselkostenaufschlag von 1.8 Prozent für die Visa- und 1.9 Prozent für die Mastercard-Variante, höher als der offizielle Bearbeitungszuschlag von 1.7 Prozent.
- PostFinance steht auf Trustpilot bei 1.4 von 5 (1’164 Bewertungen), die PostFinance App im App Store bei 4.36 von 5 (48’198 Bewertungen); zusammen ergibt das die Teilnote «Stimmen im Netz» von 2.6.
Kartendaten
- Jahresgebühr
- CHF 50CHF 0/Jahr mit den Bankpaketen SmartPlus, SmartStudents oder SmartYoung; CHF 50/Jahr mit dem Bankpaket Smart. Zusatzkarte CHF 20/Jahr. Die Karte setzt immer ein PostFinance-Bankpaket voraus.
- Cashback
- SmartPoints-Cashback regulär 0.3%, im ersten Jahr für die erste Kreditkarte 0.6%. Punkte für eine Gutschrift einlösen.fehlt: in den offiziellen Quellen ist keine Obergrenze angegeben
- Fremdwährungsgebühr
- 1.70%
- Zins
- 9.50%Gilt bei Teilzahlung oder verspäteter Zahlung des Rechnungsbetrags. Kein separater «effektiver Zins» in der Quelle veröffentlicht (weder in der Preisliste noch in den Subscriber Conditions genannt).
- Zinsfreie Tage
- Vom Herausgeber nicht veröffentlicht
- Bargeldbezug
- 3.5% Kommission (mind. CHF 10)Bargeldbezug am Bancomat in der Schweiz und im Ausland. Bei Bezügen in Fremdwährung kommt zusätzlich der Bearbeitungszuschlag von 1.7% hinzu; Gebühren von Dritten (fremder Bancomat-Betreiber) sind möglich und werden von PostFinance nicht zurückerstattet. Limite CHF 1’000/Tag, geräteabhängig (Dienstleistungen und Preise für Privatkund:innen, gültig ab 1. Juli 2026, S. 15-16).
- Reiseversicherung
- Nicht enthaltenKeine Reiseversicherung bei der Classic/Standard-Karte. Enthalten sind nur Kaufschutz (shopping insurance) und Käuferrechtsschutz (buyer legal protection, CHF 25’000).
- Zahlungsnetzwerk
- Visa oder Mastercard (Netzwerk bei Antragstellung wählbar, gleiche Konditionen)
- Voraussetzungen
- 18 Jahre, individuelle Bonitätsprüfung (Scoring via CRIF AG sowie IKO/Konsumkreditgesetz)
Was dir die Karte bei deinem Ausgabenniveau zurückgibt
Zieh am Regler und stell die PostFinance Visa Classic Card / Mastercard Standard neben die TCS Travel Mastercard Gold. Dieselbe Rechnung wie auf der Startseite: Bonuswert minus Jahresgebühr, aus den Kartendaten. Die Rückvergütung ist nicht die Note: dort wiegen auch Schutz und Kosten mit.
Berechnet als Vorteil minus Jahresgebühr, bei monatlich vollständig beglichener Rechnung.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Mit dem Bankpaket SmartPlus, SmartStudents oder SmartYoung entfällt die Jahresgebühr für die Hauptkarte vollständig; im Bankpaket Smart kostet sie CHF 50 im Jahr.
- Das SmartPoints-Bonusprogramm gibt bis zu 0.6% Cashback auf Kartenkäufe, automatisch als Geld gutgeschrieben.
- Ein Mietwagenrabatt bei AVIS sowie eine Reservationsgarantie für Hotel- und Mietwagenbuchungen sind inbegriffen.
- Eine Shopping-Versicherung deckt Garantieverlängerung (+1 Jahr, max. CHF 500 im Jahr), Bestpreis-Garantie (max. CHF 2000 im Jahr) und Kaufschutz gegen Diebstahl oder Schaden (max. CHF 500 im Jahr).
- Ein Käuferrechtsschutz bis CHF 25’000 für Streitigkeiten mit Verkäufer:innen ist über die Coop Rechtsschutz AG inbegriffen.
- Der Zins bei Teilzahlung oder verspäteter Zahlung liegt bei 9.5 Prozent, deutlich unter dem gesetzlichen KKG-Höchstsatz von 12 Prozent.
Nachteile
- In der Praxis bestätigen zwei Stimmen im Forum unabhängig voneinander nur 0.3% tatsächliches Cashback bei moderaten Ausgaben, die Hälfte der offiziell beworbenen «bis zu 0.6%».
- Die Karte gibt es nie eigenständig: Voraussetzung ist immer ein PostFinance-Bankpaket mit Privatkonto in CHF.
- Ein Nutzer bestätigt, dass allein das Bankkonto mindestens CHF 5 im Monat kostet, sofern man nicht Studierende:r ist oder CHF 25’000 Anlagevermögen hält, zusätzlich zur separaten Kartengebühr.
- Wie viele zinsfreie Tage zwischen Einkauf und Rechnungsstellung gelten, ist nicht veröffentlicht; Ziffer 5b der Subscriber Conditions nennt nur eine 20-tägige Zahlungsfrist ab Rechnungsdatum.
- Bei verspäteter Zahlung fällt eine Mahngebühr von CHF 20 bis CHF 40 an.
- Bargeldbezug am Bancomat kostet 3.5% Kommission (mind. CHF 10); bei Fremdwährung kommt zusätzlich ein Bearbeitungszuschlag von 1.7% hinzu, und Gebühren fremder Bancomat-Betreiber werden nicht erstattet.
- Eine unabhängige Messung (moneyland.ch Swiss Credit Card Cost Study 2025, Stichprobe an 13 Tagen im April und Mai 2025) fand einen tatsächlichen Wechselkostenaufschlag von 1.8% für Visa resp. 1.9% für Mastercard gegenüber dem Interbankenkurs, höher als der offizielle Bearbeitungszuschlag von 1.7%.
Das Urteil in einem Satz: eine ehrliche, aber nie eigenständige Einstiegskarte für bestehende PostFinance-Kundinnen und -Kunden, deren reguläre Cashback-Rate von 0.3 Prozent auch zwei unabhängige Forenberichte bestätigen und die keine Reiseversicherung mitbringt.
PostFinance-Kreditkarten-Erfahrungen: was Nutzerinnen und Nutzer wirklich berichten
Ich habe für diesen Test sechs Stimmen aus Reddit und Trustpilot gelesen, unverändert im Original. Zur Classic beziehungsweise Standard äussern sich nur wenige Nutzerinnen und Nutzer namentlich, dafür sind die, die es tun, ungewöhnlich präzise: Zwei unabhängige Stimmen nennen dieselbe tatsächliche Cashback-Rate.
"While trying to optimize my finances I have researched credit cards. Currently I have the PostFinance Mastercard Standard. It costs 50.- yearly, which is why I would like to switch to a free one. I do get 0.3% cashback but with my moderate spending habits it‘s not enough to cancel out the 50.- yearly fee."
@ponjigirl bei Reddit r/SwissPersonalFinance, Thread «Cumulus or Supercard credit card?», 3. August 2024.
Auf Deutsch: Eine zahlende Standard-Karteninhaberin nennt das Kartenprodukt exakt beim Namen, bestätigt die Jahresgebühr von 50 Franken und beziffert ihren tatsächlichen Cashback auf 0.3 Prozent, nicht auf die beworbenen bis zu 0.6 Prozent. Bei ihren gewohnten, moderaten Ausgaben reicht das nicht, um die Jahresgebühr auszugleichen.
Sechs Wochen früher, in einem anderen Thread, bestätigt eine zweite, unabhängige Stimme dieselben zwei Zahlen:
"I have a PostFinance credit card (cost: 50 CHF per year, cashback 0.3%)."
@losfastidios1985 bei Reddit r/SwissPersonalFinance, Thread «Credit Card cahsback suggestion», 21. Juni 2024.
Zwei Stimmen, zwei unabhängige Threads, dieselbe Jahresgebühr und derselbe tatsächliche Cashback: 0.3 Prozent, die heute offiziell publizierte reguläre Rate. Deshalb rechnet diese Seite mit 0.3 Prozent; die beworbenen 0.6 Prozent gelten im ersten Jahr für die erste Kreditkarte.
Das Bankpaket ist Pflicht, nicht Kür
Bevor du die 50 Franken Kartengebühr überhaupt einrechnest, lohnt sich der Blick aufs Ganze: Die Classic gibt es nur zusammen mit einem PostFinance-Bankpaket, und das kann zusätzliche Kontogebühren verursachen. Ein Nutzer korrigiert im Forum r/Switzerland einen verbreiteten Irrtum:
"The Visa credit card is not free. It costs CHF 50 per year, unless you're a student.
Also the account itself costs at least CHF 5 per month for non-students, unless you have CHF 25'000 in investment assets at PostFinance (not including money on normal bank accounts)."
@juergbi bei Reddit r/Switzerland, Thread «UBS or Credit Suisse?», 18. Februar 2021.
Auf Deutsch: Die Kreditkarte ist nicht gratis, sie kostet 50 Franken im Jahr ausser für Studierende, und schon das Bankkonto selbst kostet mindestens 5 Franken im Monat, sofern du nicht mindestens 25’000 Franken Anlagevermögen bei PostFinance hältst. Für die Kartenkosten allein zählt diese Seite nur die 50 Franken Kartengebühr, aber die Kontokosten gehören zur ehrlichen Gesamtrechnung, wenn du PostFinance nur wegen der Kreditkarte in Betracht ziehst.
Käuferrechtsschutz statt Reiseversicherung: was die Classic wirklich abdeckt
Eine Reiseversicherung hat die Classic nicht, in keiner Form. Was sie stattdessen mitbringt, ist eine Shopping-Versicherung: eine Garantieverlängerung von einem zusätzlichen Jahr (maximal 500 Franken im Jahr), eine Bestpreis-Garantie (maximal 2’000 Franken im Jahr, maximal 5 Ereignisse im Jahr) und ein Kaufschutz gegen Diebstahl, Einbruchdiebstahl, Beraubung, Zerstörung oder Beschädigung neu gekaufter Gegenstände, gültig 30 Tage ab Kaufdatum (maximal 500 Franken im Jahr, Mindestwarenwert 50 Franken). Versicherungsträgerin ist die Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG über ihre Zweigniederlassung Europäische Reiseversicherung ERV. Dazu kommt ein Käuferrechtsschutz über die Coop Rechtsschutz AG: bis 25’000 Franken für vertragliche Streitigkeiten mit einem Verkäufer oder Dienstleister.
Ob dieser Schutz im Ernstfall wirklich trägt, bezweifelt eine Trustpilot-Stimme, die PostFinance nach eigenen Angaben deswegen verlassen hat:
"Just left them as a client. Commercials (earlier this year) show how there is buyers protection when you buy with their credit card. However, any disputes (obviously written, and send via post) need to be in within 30 days. That is never enough time to settle a dispute, or conclude that you need to use the buyers protection of the Creditcard. Postfinance will therefore always reject your claim. The buyers protection is a marketing tool but will give you a false sense of security."
@Jeffrey Van der Meule bei Trustpilot, 14. August 2025.
Auf Deutsch: Die Werbung zeige einen Käuferschutz, aber eine Reklamation müsse schriftlich und innert 30 Tagen eingereicht werden, eine Frist, die seiner Erfahrung nach praktisch nie ausreicht, um einen Streit zu klären oder überhaupt zu erkennen, dass der Schutz greifen könnte. In den von mir gelesenen Rechtsschutzbedingungen für den Käuferrechtsschutz steht als Meldefrist «sofort, auf Verlangen schriftlich», eine explizit genannte 30-Tage-Frist konnte ich darin nicht bestätigen; die Aussage bleibt daher seine eigene Erfahrung, kein von mir gegengeprüftes Vertragsdetail, aber sie passt zur insgesamt tiefen Trustpilot-Note von 1.4.
Gebühren: Bargeld, Mahnung und der Zins bei Teilzahlung
Die wichtigsten Zahlen stehen gebündelt in den Kartendaten weiter unten auf dieser Seite, drei davon verdienen einen eigenen Satz. Erstens das Bargeld: ein Bezug am Bancomat kostet 3.5 Prozent Kommission (mindestens 10 Franken), im In- wie im Ausland, mit einer Limite von 1’000 Franken pro Tag, geräteabhängig. Bei einem Bezug in Fremdwährung kommt zusätzlich der Bearbeitungszuschlag von 1.7 Prozent dazu, und Gebühren fremder Bancomat-Betreiber erstattet PostFinance nicht. Zweitens die Mahngebühr: 20 bis 40 Franken bei verspäteter Zahlung. Drittens der Zins: 9.5 Prozent bei Teilzahlung oder verspäteter Zahlung des Rechnungsbetrags, deutlich unter dem gesetzlichen Höchstsatz von 12 Prozent nach dem Konsumkreditgesetz. Einen separat ausgewiesenen effektiven Jahreszins nennt keines der gelesenen Dokumente, nur den nominellen Satz von 9.5 Prozent.
Wie viele zinsfreie Tage zwischen Kauf und Rechnungsstellung gelten, ist nicht veröffentlicht. Die Subscriber Conditions nennen nur eine Zahlungsfrist von 20 Tagen ab Rechnungsdatum, nicht ab Kaufdatum, für mindestens 5 Prozent oder 100 Franken des Rechnungsbetrags.
Der Wechselkursaufschlag: was die unabhängige Messung zeigt
Die offizielle Preisliste nennt für Fremdwährungskäufe einen Bearbeitungszuschlag von 1.7 Prozent, gleich für Visa und Mastercard. Eine unabhängige Messung von moneyland.ch, Stichprobe an 13 Tagen im April und Mai 2025, kommt auf einen tatsächlichen Wechselkostenaufschlag von 1.8 Prozent für die Visa-Variante und 1.9 Prozent für die Mastercard-Variante der PostFinance-Karten, jeweils höher als der offizielle Satz. Die Differenz erklärt sich dadurch, dass der zugrunde liegende Wechselkurs von PostFinance beziehungsweise dem Kartennetzwerk bereits eine eigene Marge enthält, zusätzlich zum ausgewiesenen Zuschlag. 0.1 bis 0.2 Prozentpunkte Unterschied wirken auf den ersten Blick klein, addieren sich aber bei jedem Auslandseinkauf zur Kartengebühr und zur separaten 1.7-Prozent-Fremdwährungsgebühr beim Bargeldbezug.
Classic, Gold und Platinum: dieselbe Bankpaket-Pflicht, drei Preisstufen
Die Classic bildet die unterste Preisstufe im dreiteiligen PostFinance-Kartensortiment. PostFinance Gold kostet 100 Franken im Jahr (50 Franken mit SmartPlus, SmartStudents oder SmartYoung) und bringt eine eingebaute Reiseversicherung mit Annullationsschutz bis 12’500 Franken sowie einen SmartPoints-Cashback von bis zu 1 Prozent. PostFinance Platinum kostet 250 Franken im Jahr (200 Franken mit denselben Bankpaketen) und ist die einzige Stufe ohne die 3.5-Prozent-Kommission beim Bargeldbezug, dazu mit einem Priority Pass für zwei Flughafenlounge-Besuche pro Kalenderjahr. Beide Karten bewertet Kreditkart separat auf eigenen Seiten: PostFinance Gold und PostFinance Platinum. Was für alle drei Stufen gleich bleibt: das PostFinance-Bankpaket ist immer Pflicht, und der Käuferrechtsschutz mit sofortiger Schadenmeldung, den die Trustpilot-Stimme weiter oben moniert, gilt in derselben Form auf allen drei Kartenstufen.
Hol dir die Karte nicht, wenn du ...
- ... auf eine eingebaute Reiseversicherung zählst. Bei der Classic gibt es keine, in keiner Form; erst PostFinance Gold hat einen Annullationsschutz eingebaut.
- ... den beworbenen Cashback-Höchstsatz wörtlich nimmst. 0.6 Prozent gelten im ersten Jahr für die erste Kreditkarte, danach sind es 0.3 Prozent.
- ... die Karte unabhängig von einem PostFinance-Konto willst. Ohne ein PostFinance-Bankpaket mit Privatkonto in Franken gibt es die Classic nicht, und das Konto kann zusätzliche Gebühren verursachen.
- ... im Käuferrechtsschutz einen verlässlichen Rettungsanker siehst. Eine Trustpilot-Stimme berichtet von einer 30-tägigen Reklamationsfrist, die ihrer Erfahrung nach praktisch nie ausreicht.
- ... öfter nur die Mindestzahlung überweist statt die Rechnung vollständig zu begleichen. Der Teilzahlungszins liegt bei 9.5 Prozent, dazu kommt bei verspäteter Zahlung eine Mahngebühr von CHF 20 bis CHF 40.
Hol dir die Karte, wenn du ...
- ... ohnehin ein PostFinance-Bankpaket brauchst oder bereits hast. Mit SmartPlus, SmartStudents oder SmartYoung kostet die Karte selbst nichts zusätzlich.
- ... hauptsächlich in Franken bezahlst und selten Bargeld beziehst. Dann bleiben die 3.5-Prozent-Kommission und der Fremdwährungszuschlag Theorie.
- ... einen kleinen, aber echten Cashback willst und die 0.3-Prozent-Realität einplanst. Nach der Registrierung sammelst du automatisch Punkte und löst sie für eine Gutschrift ein.
- ... zumindest einen Kaufschutz und einen Käuferrechtsschutz statt gar keine Absicherung willst. Garantieverlängerung, Bestpreis-Garantie und CHF 25’000 Käuferrechtsschutz sind mehr, als viele gebührenfreie Karten bieten.
PostFinance Visa Classic Card beantragen: Ablauf und Voraussetzungen
Den Antrag stellst du online über postfinance.ch, immer zusammen mit einem PostFinance-Bankpaket. Voraussetzungen laut der gelesenen FAQ: mindestens 18 Jahre alt, Wohnsitz in der Schweiz oder im Fürstentum Liechtenstein, und ein PostFinance-Bankpaket mit Privatkonto in Franken. Ob du die Karte bekommst, entscheidet danach die Bonitätsprüfung, durchgeführt unter Beizug der CRIF AG und mit einer Abfrage bei der Informationsstelle für Konsumkredit (IKO), wie es das Konsumkreditgesetz vorschreibt. Eine Zahl zum Mindesteinkommen nennen die von mir gelesenen Unterlagen nicht.
Das SmartPoints-Bonusprogramm läuft nicht automatisch: Du registrierst dich kostenlos in der PostFinance App oder im E-Finance, erst danach sammelst du Punkte für Kartenkäufe, die du dir als Geld auszahlen lassen kannst. Wer den 9.5-Prozent-Zins nie sehen will, begleicht die Monatsrechnung innert der 20-tägigen Frist ab Rechnungsdatum vollständig.
Roberts Urteil
Mein Urteil: Die PostFinance Visa Classic Card ist eine ehrliche Einstiegskarte, solange du sie mit den richtigen Erwartungen nimmst. Für Kundinnen und Kunden, die ohnehin ein PostFinance-Bankpaket brauchen, kostet sie mit SmartPlus, SmartStudents oder SmartYoung nichts extra, und der Kaufschutz plus Käuferrechtsschutz ist mehr Absicherung, als viele gebührenfreie Karten anderer Herausgeber bieten. Zwei Dinge ziehen die Note auf 3.2. Erstens die Cashback-Werbung: «bis zu 0.6 Prozent» gilt im ersten Jahr für die erste Kreditkarte; regulär sind es 0.3 Prozent, wie die zwei Forenstimmen berichten. Zweitens fehlt eine Reiseversicherung vollständig, und der Käuferrechtsschutz wirkt laut einer Trustpilot-Stimme in der Praxis schwerfälliger, als es die Werbung verspricht. Nimm die Classic, wenn du sowieso PostFinance-Kundin oder -Kunde bist und regulär mit 0.3 Prozent rechnest. Fehlt dir eine Reiseversicherung, sieh dir PostFinance Gold an oder ein Kartenprodukt mit eingebautem Reiseschutz bei einem anderen Herausgeber.
Häufige Fragen
Was kostet die PostFinance Visa Classic Card? 50 Franken im Jahr im Bankpaket Smart, 0 Franken in den Paketen SmartPlus, SmartStudents und SmartYoung. Eine Zusatzkarte kostet 20 Franken im Jahr.
Wie viel Cashback gibt die SmartPoints-Karte wirklich? Regulär 0.3 Prozent, im ersten Jahr für die erste Kreditkarte 0.6 Prozent. Die zwei Forenstimmen beschreiben die reguläre Rate.
Hat die PostFinance Visa Classic Card eine Reiseversicherung? Nein. Enthalten sind ein Kaufschutz (Garantieverlängerung, Bestpreis-Garantie, 30 Tage Schutz gegen Diebstahl oder Schaden) und ein Käuferrechtsschutz bis 25’000 Franken. Eine eingebaute Reiseversicherung gibt es erst ab PostFinance Gold.
Bekomme ich die Karte ohne PostFinance-Konto? Nein. Die Classic setzt immer ein PostFinance-Bankpaket mit Privatkonto in Franken voraus, je nach Bankpaket und erfüllten Rabattbedingungen kommen Kontogebühren dazu.
Was unterscheidet Classic, Gold und Platinum? Gold (100 Franken im Jahr) bringt eine Reiseversicherung und bis zu 1 Prozent Cashback, Platinum (250 Franken im Jahr) zusätzlich einen Bargeldbezug ohne Kommission und einen Priority Pass mit zwei Flughafenlounge-Besuchen im Jahr. Beide bewertet Kreditkart auf eigenen Seiten.
Die App des Herausgebers in Zahlen
48’198 Bewertungen auf App Store, gelesen am 9. Oktober 2026.
Was die Versicherung wirklich deckt
Keine Reiseversicherung enthalten
Der Einkaufsschutz
- EinkaufsschutzEinkaufsversicherung: 500 pro Jahr (Schutz 30 Tage ab Kaufdatum gegen Diebstahl, Einbruchdiebstahl, Beraubung, Zerstörung und Beschädigung neu gekaufter beweglicher Gegenstände, Mindestwarenwert CHF 50)Bedingungen, Seite 3
- Bestpreis-GarantieBestpreis-Garantie (max. 5 Ereignisse pro Jahr): 2’000 pro JahrBedingungen, Seite 3
- Verlängerte GarantieGarantieverlängerung: +1 Jahr, 500 pro JahrBedingungen, Seite 3
Beschwerden und Aufsicht
PostFinance
Fälle beim Bankenombudsman
Ein einzelner Fall bedeutet nicht, dass der betroffene Kartenherausgeber sich etwas hat zuschulden kommen lassen. Der Schweizerische Bankenombudsman veröffentlicht ausschliesslich Zahlen für die ganze Branche, nie für einzelne Anbieter.
- 2024136 Fälle in der Branche
- 2025120 Fälle in der Branche
Zahlen gelten für die ganze Branche, nicht für PostFinance allein. Quellen: Jahresbericht 2024 und Jahresbericht 2025 des Bankenombudsman
Bei der Aufsicht
Seit dem 1. Juni 2016 als affiliiertes Institut an den Schweizerischen Bankenombudsman angeschlossen (Beitritt zur Schweizerischen Bankiervereinigung). Beleg, gelesen 13. Juli 2026
Bedingungshistorie
Noch keine dokumentierten Bedingungsänderungen. Die Dokumente der Karte werden monatlich geprüft.
Alle Bedingungsänderungen für PostFinance Visa Classic Card / Mastercard Standard
Das Datum wird gesetzt, wenn die Bedingungen zuletzt direkt beim Herausgeber gelesen wurden.
