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Kreditkart

ZEK- und IKO-Auszug: Unterschied, Bestellung und Korrektur

ZEK und IKO sind getrennte Register: Die IKO erfasst KKG-Kredite, die ZEK zusätzlich weitere Kredit-, Karten- und Zahlungsinformationen. Bestelle beide kostenlosen Auszüge, wenn du sehen willst, was über dich gespeichert ist.

Beide Selbstauskünfte sind kostenlos. Bestelle sie direkt bei den Registern:

Wenn deine aktuelle Zustelladresse geprüft und eindeutig dir zugeordnet werden kann, kannst du online bestellen. Der Auszug kommt aus Datenschutzgründen mit der Briefpost. Für eine Adresse im Ausland oder eine Zustellung an eine Drittperson brauchst du eine Bestellung per Post, eine handschriftliche Unterschrift und eine Kopie eines amtlichen Ausweises. Kreditkart nimmt keine Adress- oder Ausweisdaten entgegen und zeigt kein Formular der Register an.

Was ZEK und IKO unterscheidet

Die IKO ist eng an das Konsumkreditgesetz, kurz KKG, gebunden. In ihrer Datenbank stehen die Personalien und jene Kreditgeschäfte, die nach diesem Gesetz gemeldet werden. Dazu gehören Konsumkredite, Leasingverträge und Kreditkarten mit Kreditoption. Eine Kreditoption bedeutet, dass du die Kartenrechnung in Teilzahlungen begleichen kannst.

Die ZEK führt ebenfalls Personalien wie Name, Geburtsdatum und Adresse. Bei den Geschäftsangaben ist ihr Bereich weiter. Ihre eigene Übersicht nennt Kredite, Leasing, Zahlungsstörungen und Kartenkredite. Die Abgrenzung zur IKO nennt zudem Karteninformationen, Behördeninformationen und Verpflichtungen ausserhalb des KKG.

Ein Eintrag ist nicht automatisch ein schlechtes Zeichen. ZEK und IKO weisen darauf hin, dass eine korrekt erfüllte Verpflichtung eine gute Zahlungsgeschichte zeigen kann. Entscheidend ist deshalb nicht bloss, ob ein Eintrag besteht, sondern was gemeldet wurde und wie das Geschäft verlaufen ist.

Die Unterschiede erklären auch, weshalb du aus einem leeren Auszug keine allgemeine Aussage über alle Prüfungen einer Bank ableiten kannst. Herausgeber nennen in ihren Bedingungen unterschiedliche Stellen. Fehlt eine Angabe, belegt das nur, dass sie im gelesenen Dokument nicht steht. Es belegt nicht, dass die Stelle nie beigezogen wird.

Welche Angaben im Auszug stehen können

Ein Auszug ordnet Angaben zu deiner Person den gemeldeten Geschäften zu. Prüfe zuerst die Personalien. Ein falsches Geburtsdatum, eine alte Adresse oder eine Verwechslung mit einer anderen Person kann die Zuordnung erschweren.

Bei der ZEK können danach etwa Kredite, Leasing, Kartenkredite, Zahlungsstörungen und weitere gemeldete Verpflichtungen folgen. Bei der IKO konzentriert sich der Geschäftsbereich auf KKG-pflichtige Konsumkredite, Leasingverträge und Kartenkredite. Die konkrete Darstellung kommt vom jeweiligen Register. Kreditkart erstellt daraus keine eigene Bewertung und zeigt keine persönliche Registerakte.

Schau bei jeder Position auf das meldende Institut, den Status und die Angaben zum Geschäft. Eine laufende, ordentlich bediente Verbindung ist etwas anderes als ein Zahlungsrückstand. Wenn dir eine Bezeichnung unklar ist, frag zuerst das Institut, das die Position gemeldet hat. Dort liegen die Unterlagen zum Vertrag.

Wie du einen falschen Eintrag korrigieren lässt

Für die Richtigkeit der gemeldeten Daten ist das Mitglied verantwortlich, das den Eintrag geliefert hat. ZEK und IKO ändern eine strittige Angabe deshalb nicht einfach auf Zuruf, ohne dass der Sachverhalt mit dem meldenden Institut geklärt wird.

Gehe in dieser Reihenfolge vor:

  1. Lies den Auszug und notiere die genaue Position sowie das meldende Institut.
  2. Verlange die Korrektur direkt beim Institut und lege Unterlagen bei, die den Fehler zeigen.
  3. Wird der Fall nicht gelöst, schicke dein Anliegen samt Belegen per Post an die ZEK oder IKO, je nachdem, in welchem Auszug die Position steht.

Bewahre Kopien deiner Schreiben und Belege auf. Formuliere konkret, welche Angabe falsch ist und wie sie richtig lauten muss. Eine allgemeine Bitte, die Bonität zu verbessern, benennt keinen überprüfbaren Fehler.

Korrektur und vorzeitige Löschung sind nicht dasselbe. Eine falsche Position kann berichtigt oder gelöscht werden. Eine richtige Position verschwindet dagegen nach den Aufbewahrungsregeln des jeweiligen Registers. ZEK und IKO veröffentlichen unterschiedliche Fristen für unterschiedliche Arten von Einträgen. Es gibt deshalb keine einzige Lagerdauer, die für beide Register und jeden Eintrag gilt.

Wann das Konsumkreditgesetz eine Rolle spielt

Die besonderen Kartenregeln des KKG gelten für Kredit- und Kundenkarten mit Kreditoption. Vor der Erteilung einer Kreditlimite muss der Kreditgeber eine summarische Kreditfähigkeitsprüfung vornehmen. «Summarisch» bedeutet hier eine gesetzlich vorgegebene, vereinfachte Prüfung für die Kartenlimite, nicht eine Zusage ohne Prüfung.

KKG-pflichtige Kreditgeber müssen die dafür vorgesehenen Kredite melden und vor der Kreditvergabe die bei der IKO gemeldeten Verpflichtungen berücksichtigen. Artikel 30 KKG verlangt diese Prüfung, bevor eine Kreditlimite erteilt wird. Eine Karte ohne Kreditoption fällt nicht allein deshalb unter diese Kartenregel.

Wenn du zum ersten Mal eine Karte beantragst, hilft dir die Erklärung So läuft der erste Kreditkartenantrag ab. Dort geht es um Prüfung, Limite und mögliche Absagen. Der Link ist eine Erklärung, keine Aufforderung, eine bestimmte Karte zu beantragen.

Wenn dein Antrag bereits abgelehnt wurde, zeigt dir Kreditkartenantrag abgelehnt: Was du jetzt prüfen kannst, welche Angaben du selbst kontrollieren kannst, ohne die interne Entscheidung des Herausgebers zu erraten.

Was du aus den Auszügen ableiten kannst

Die beiden Dokumente geben dir eine kontrollierbare Ausgangslage. Du siehst, welche Personalien und Geschäfte das jeweilige Register ausweist, welches Institut eine Position gemeldet hat und ob du bei einem Fehler tätig werden musst.

Du siehst daraus nicht sicher, welche interne Bewertung eine Bank bei einem künftigen Antrag vornimmt. Banken entscheiden nach ihren Unterlagen und ihrer Prüfung. Auch die Tatsache, dass ein aktuelles Kartendokument ZEK, IKO oder ein Kreditauskunftsunternehmen nennt, beweist keine konkrete Abfrage in deinem Einzelfall.

Bestelle deshalb beide Auszüge, lies sie getrennt und korrigiere nur Angaben, die tatsächlich falsch sind. Eine korrekte Position lässt sich nicht mit demselben Verfahren vorzeitig entfernen. Wenn du eine Frist prüfen willst, nutze die Aufbewahrungsseite des Registers, in dessen Auszug die Position steht.

Welche Register die gelesenen Kartenbedingungen nennen

Die Übersicht zeigt nur, was in den aktuell gelesenen Bedingungen ausdrücklich steht. Sie beweist nicht, dass ein Herausgeber in deinem Einzelfall genau diese Stellen abfragt.