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Kreditkart

Confo’Card Mastercard im Test: Gratis und breit versichert, aber die Punkte bleiben bei Conforama

Confo’Card Mastercard: Lohnt sich Conforamas Gratiskarte?

Ja, aber nur für einen bestimmten Typ: Wer regelmässig bei Conforama einkauft und seine Punkte dort einlöst, bekommt mit der Confo’Card eine gratis Mastercard mit breiter Versicherung und rund 1 Prozent Gegenwert auf jeden Einkauf. Wer nie ein Möbelhaus betritt, sammelt Punkte, die er kaum je zu Geld macht, denn den Gegenwert gibt es ausschliesslich als Gutschein bei Conforama. Genau daran hängt das Urteil dieser Karte.

Die Karte der Cembra Money Bank ist Conforamas Kreditkarte und kostet 0 Franken im Jahr; sie gehört zur selben Herausgeberfamilie wie die gratis Certo-Karten und die Cembra Mastercard Gold. Ich habe die Gebührenübersicht (V1/01_2026), die AGB und die Versicherungsbedingungen gelesen und die öffentlich sichtbaren Bewertungen des Herausgebers zusammengetragen. Mein Fazit vorweg: Auf dem Papier ist die Confo’Card eine der stärksten Gratiskarten im Vergleich und bekommt die Note 3.9, eine der höchsten, die wir bisher vergeben haben. Diese Note trägt aber eine enge Bedingung, die kaum eine andere Karte so setzt: Ihr wichtigster Vorteil ist an ein einziges Möbelhaus gekettet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Jahresgebühr ist CHF 0 für Haupt- und Zusatzkarten; ein eigenes Kartenbild («MyDesign») kostet einmalig CHF 30 pro Design.
  • Du sammelst 1 Confo’Punkt pro ausgegebenen Franken weltweit; 500 Punkte ergeben einen Confo’Bon über CHF 5, also rund 1 Prozent, einlösbar aber nur in Conforama-Filialen.
  • Für Käufe bei Conforama über CHF 500 pro Transaktion fallen in den ersten drei Monaten keine Kreditzinsen an (AGB Ziff. 5.1); wer danach in Teilzahlung geht, zahlt 12 Prozent, den gesetzlichen Höchstsatz.
  • Inbegriffen sind eine Reise- und eine Einkaufsversicherung ohne Zusatzkosten: Kaufschutz bis CHF 5’000 pro Jahr, SOS-Assistance bis CHF 60’000; der Schutz greift schon ab 51 Prozent Kartenzahlung, eine tiefere Hürde als bei der Cembra Gold.
  • Käufe in Fremdwährung kosten 2 Prozent, mehr als die 1.5 Prozent der Cembra-Partnerkarten IKEA und SPAR; ein Bargeldbezug im Ausland summiert sich laut Fussnote 4 auf 3.75 plus 2 Prozent.
  • Bei der Referenzrechnung (CHF 2’000 Umsatz im Monat, davon 15 Prozent im Ausland) ist die Karte gratis; die Punkte bringen rund CHF 240 Gegenwert im Jahr, aber nur als Confo’Bon bei Conforama, während der Auslandsanteil rund CHF 72 kostet. Im Rechner weiter unten steht sie als Klartextzeile.
Karte Confo'Card Mastercard
Beantragen bei cembra.chWerbelink(öffnet in neuem Tab)Bedingungen geprüft am 13. Juli 2026

Kartendaten

Jahresgebühr
CHF 0
Punkte
1 Confo'Punkt pro CHF 1 ausgegeben, weltweit. 500 Punkte ergeben einen Confo'Bon im Wert von CHF 5 (einlösbar in allen Conforama-Filialen)keine Obergrenze angegeben
Fremdwährungsgebühr
2.00%Offiziell. Unabhängig gemessener Kursaufschlag: rund 2.8% (moneyland.ch)
Zins
12.00%Teilzahlungs-/Verzugszins 12% (ab 1. Januar 2026; bis Ende 2025: 13%). Zahlungsfrist: 20 Tage netto ab Rechnungsdatum, bei fristgerechter Zahlung fällt kein Zins an (AGB Ziff. 5.1). Mindestzahlung bei Teilzahlung: die Gebührenübersicht V1/01_2026 nennt 2.5% des Saldos, die AGB (Ziff. 5.1) nennen 3%, jeweils mindestens CHF 50; laut AGB Ziff. 5.4 ist die Gebührenübersicht Teil der Bedingungen, wir rechnen mit 2.5% und nennen beide. Für Conforama-Käufe über CHF 500 pro Transaktion fallen in den ersten drei Monaten nach dem Transaktionsdatum keine Kreditzinsen an (AGB Ziff. 5.1).
Zinsfreie Tage
Vom Herausgeber nicht veröffentlicht
Bargeldbezug
3.75%, mind. CHF 10Gilt einheitlich für Bargeldbezug in CHF und EUR in der Schweiz/FL sowie im Ausland; kein Freibetrag oder Gratis-Kontingent im Gebührenblatt genannt (Gebührenübersicht V1/01_2026, gültig ab 1. Januar 2026).
Reiseversicherung
EnthaltenIntegrierte Reise- und Kaufschutzversicherung ohne Zusatzkosten. Einkaufsversicherung CHF 5’000/Jahr, CHF 2’000/Ereignis; SOS-Assistance bis CHF 60’000 pro Ereignis. Versicherer: Helvetia (Europäische Reiseversicherung ERV). Vollständige AVB auf cembra.ch/travel-purchase-versicherung.
Zahlungsnetzwerk
Mastercard
Voraussetzungen
18 Jahre, regelmässiges Einkommen (individuelle Bonitätsprüfung)

Was dir die Karte bei deinem Ausgabenniveau zurückgibt

Zieh am Regler und stell die Confo'Card Mastercard neben die TCS Travel Mastercard Gold. Dieselbe Rechnung wie auf der Startseite: Bonuswert minus Jahresgebühr, aus den Kartendaten. Die Rückvergütung ist nicht die Note: dort wiegen auch Schutz und Kosten mit.

CHF 2’000
TCS Travel Mastercard Gold1% zurück, Jahresgebühr CHF 100CHF 0netto pro JahrBringt am meisten
Confo'Card Mastercard1 Confo'Punkt pro CHF 1 ausgegeben, weltweit.keine feste Zahl

Berechnet als Vorteil minus Jahresgebühr, bei monatlich vollständig beglichener Rechnung.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Keine Jahresgebühr für Haupt- und Zusatzkarten; ein eigenes Kartendesign kostet CHF 30.
  • 1 Confo’Punkt pro ausgegebenen Franken weltweit; 500 Confo’Punkte ergeben einen Confo’Bon im Wert von CHF 5, also rund 1 Prozent Gegenwert auf jeden Einkauf.
  • Für Käufe bei Conforama Schweiz über CHF 500 pro Transaktion fallen in den ersten drei Monaten nach dem Transaktionsdatum keine Kreditzinsen an (AGB Ziff. 5.1).
  • Eine Einkaufsversicherung ist ohne Zusatzkosten inbegriffen: CHF 5’000 pro Jahr, CHF 2’000 pro Ereignis (Versicherer ERV/Helvetia).
  • SOS-Assistance ist inbegriffen: medizinisch betreuter Nottransport und Repatriierung sowie Such- und Bergungskosten bis CHF 60’000 pro Person und Ereignis.
  • Die Reiseversicherung greift schon, wenn mindestens 51 Prozent der Reiseleistung mit der Karte bezahlt wurden, eine tiefere Hürde als die 80 bis 100 Prozent mancher anderer Karten.
  • Wer den gesamten Rechnungsbetrag innert 20 Tagen ab Rechnungsdatum bezahlt, zahlt keinen Zins (AGB Ziff. 5.1).

Nachteile

  • Der Confo’Bon (CHF 5 je 500 Punkte) lässt sich nur in Conforama-Filialen einlösen; eine Bar- oder Kontoauszahlung ist nicht vorgesehen, sodass der Punktewert nur nutzt, wer bei Conforama einkauft.
  • Auf viele Umsätze gibt es gar keine Punkte: Bargeldbezüge, Devisen- und Effektentransaktionen, Versicherungsprämien der Karte, Gebühren, Zinsen und Glücksspiel sind von der Confo’Punkte-Sammlung ausgenommen (Fussnote 8).
  • Bei Käufen in Fremdwährung fällt eine Bearbeitungsgebühr von 2 Prozent an, eine eigene Gebührenzeile zusätzlich zu einem allfälligen Kursaufschlag der Kartenorganisationen (Fussnote 3); das sind 2 Prozent gegenüber 1.5 Prozent bei den Cembra-Partnerkarten IKEA und SPAR.
  • Eine separate Gebühr von 2 Prozent trifft auch Transaktionen in Franken bei im Ausland registrierten Händlern und laut Fussnote 4 ausdrücklich auch Bargeldbezüge; ein Bargeldbezug im Ausland summiert sich so auf 3.75 plus 2 Prozent.
  • Der Teilzahlungs- und Verzugszins liegt bei 12 Prozent nominal, dem gesetzlichen KKG-Höchstsatz; die Mindestzahlung nennt die Gebührenübersicht mit 2.5 Prozent, die AGB in Ziff. 5.1 mit 3 Prozent des Saldos, je mindestens CHF 50.
  • Ein effektiver Jahreszins, der alle Kreditkosten einschliesst, wird nicht ausgewiesen, nur der nominale Jahreszins.
  • Eine unabhängige Messung (Moneyland Swiss Credit Card Cost Study 2025, Stichprobe April/Mai 2025) fand einen tatsächlichen Währungsaufschlag von 2.8 Prozent für die Cembra Money Bank; die Zahl gilt auf Herausgeberebene, nicht kartenspezifisch.
  • Die öffentlich sichtbaren Kundenbewertungen der Cembra Money Bank auf Trustpilot liegen bei 2.5 von 5 (965 Bewertungen, Herausgeberebene, nicht kartenspezifisch).

Das Urteil in einem Satz: Für alle, die regelmässig bei Conforama einkaufen und ihre Confo’Punkte dort als Confo’Bon einlösen, eine solide Gratiskarte ohne Jahresgebühr mit integrierter Reise- und Einkaufsversicherung; die ehrlichen Schwächen: der Punktewert von rund 1 Prozent lässt sich ausschliesslich bei Conforama einlösen, der Fremdwährungszuschlag von 2 Prozent liegt höher als bei den Cembra-Partnerkarten IKEA und SPAR, und im Ausland summiert sich ein Bargeldbezug auf 3.75 plus 2 Prozent.

Confo’Punkte und Confo’Bon: rund 1 Prozent, das nur Conforama einlöst

Die Rechnung ist einfach und im Gebührenblatt schwarz auf weiss belegt: Du erhältst 1 Confo’Punkt pro ausgegebenen Franken, weltweit; eine Obergrenze nennt das Gebührenblatt nicht. 500 Confo’Punkte ergeben einen Confo’Bon über 5 Franken. Ein Punkt ist damit genau 1 Rappen wert, und über ein ganzes Jahr summiert sich das auf rund 1 Prozent Gegenwert. Bei der Referenzrechnung dieser Seite, 2’000 Franken Umsatz im Monat, sind das rund 24’000 Punkte und damit rund 240 Franken im Jahr.

Der Haken steht im selben Absatz wie der Gegenwert: Den Confo’Bon löst du ausschliesslich in einer Conforama-Filiale ein, eine Bar- oder Kontoauszahlung ist nicht vorgesehen. Ausbezahlt werden die Bons quartalsweise, und sie sind ab dem Versanddatum nur 6 Monate gültig (so Cembras Kundencenter, Stand 15. Juli 2026): Wer den Bon nicht rechtzeitig zu Conforama trägt, verliert den Gegenwert ganz. Für ein Conforama-Stammpublikum ist der Punktewert damit echtes Geld, für alle anderen eine Zahl, die selten zu etwas wird. Das ist der Unterschied zu den gratis Certo-Karten desselben Herausgebers, der Certo! Mastercard und der flexibleren Certo! One Mastercard: Deren 1 Prozent kommt als Bargutschrift auf die Kartenrechnung, frei verwendbar; der Confo’Bon ist an ein Sortiment gebunden.

Ein zweites Detail schmälert den Gegenwert: Nicht jeder Umsatz zählt. Laut Fussnote 8 der Gebührenübersicht gibt es keine Punkte auf Bargeldbezüge, Devisen- und Effektengeschäfte, die Versicherungsprämien der Karte, Gebühren, Zinsen und Glücksspiel. Für den Alltag beim Einkaufen fällt das kaum ins Gewicht, für ein ehrliches Bild der 1 Prozent gehört es aber dazu.

In der Note schlägt sich das als Bonuswert 3.5 nieder: Die nominelle 1-Prozent-Rate ist stark, der gebundene Einlöseweg zieht sie auf das Niveau der frei einlösbaren Cashback-Karten zurück. Weil sich der Gegenwert nicht pauschal in Franken fassen lässt, steht die Confo’Card im Rechner weiter unten als Klartextzeile, nicht als Balken.

Confo’Card Erfahrungen: Was das Netz sagt, und warum das wenig ist

Hier eine Beobachtung, die andere Vergleichsseiten überspringen: Über die Confo’Card spricht im Netz praktisch niemand. Im Schwiizerfranke-Forum, im Moneyland-Forum und bei Finanzrudel finden sich zwar Cembra-Stimmen, aber sie gelten den gratis Certo-Karten oder der Bank selbst, etwa Leasing, Privatkredit und Mahnungen. Wo Conforama auftaucht, geht es um das Möbelhaus und seine Matratzen, nie um diese Karte. Wir haben in den Schweizer Finanzforen gesucht und keine einzige verwertbare Nutzerstimme zum Kartennamen gefunden. Wer eine Karte nimmt, über die niemand berichtet, soll das wissen, statt sich die Stille schönzureden.

Öffentlich messbar ist nur der Herausgeber, nicht diese Karte: Auf Trustpilot steht die Cembra Money Bank bei 2.5 von 5 aus 965 Bewertungen (Stand 9. Oktober 2026), während die Cembra-App im App Store 4.58 erreicht. Diese Kluft zwischen streng bewerteter Bank und gelobter App zieht sich durch alle Cembra-Karten und sagt mehr über das Konsumkredit- und Inkassogeschäft der Bank als über die Confo’Card. In die Note fliesst der Herausgeberwert als Teilnote «Stimmen im Netz» ein; die Zahlen der App stehen im Abschnitt «Die App des Herausgebers in Zahlen» weiter unten.

Confo’Card Gebühren: Jahresgebühr, MyDesign und die Mindestzahlung

Bei den laufenden Gebühren ist die Confo’Card unauffällig günstig, weil sie schlicht keine Jahresgebühr kennt: 0 Franken für die Haupt- und jede Zusatzkarte. Willst du dein eigenes Bild auf die Karte, kostet das einmalig 30 Franken pro Design; Cembra nennt diese Personalisierung «MyDesign», und es ist der einzige feste Preis, den die Karte an sich verlangt.

Teuer wird sie erst, wenn du nicht fristgerecht bezahlst. Die Zahlen dazu stehen gebündelt in den Kartendaten weiter unten; drei Punkte verdienen einen Satz. Erstens die Zahlungsfrist: 20 Tage netto ab Rechnungsdatum (AGB Ziff. 5.1). Wer den ganzen Betrag in dieser Frist begleicht, zahlt keinen Zins. Zweitens der Zins danach: 12 Prozent bei Teilzahlung oder Verzug, seit dem 1. Januar 2026 statt vorher 13 Prozent, weil der Gesetzgeber den Höchstsatz für Kreditkarten gesenkt hat. Die Verbesserung kam also vom Gesetz, nicht von Cembra. Einen separat ausgewiesenen effektiven Jahreszins, das gesetzliche Vergleichsmass für Kredite mit allen Kosten aufs Jahr gerechnet, nennt das Gebührenblatt nicht.

Drittens eine Zahl, die du im Vertrag doppelt lesen solltest: die Mindestzahlung bei Teilzahlung. Die AGB verlangen in Ziffer 5.1 mindestens 3 Prozent des offenen Saldos, die aktuellere Gebührenübersicht V1/01_2026 dagegen 2.5 Prozent, beide mindestens 50 Franken. Da die Gebührenübersicht nach Ziffer 5.4 ausdrücklich Bestandteil der Bedingungen ist, gilt für die Abrechnung der tiefere Wert; ich rechne mit 2.5 Prozent und führe dir die 3 Prozent trotzdem auf, weil sie so im Papiervertrag stehen. Bleiben Rechnungen offen, staffeln sich die Inkassogebühren bis 960 Franken bei Forderungen über 3’000 Franken.

0 Prozent Zinsen bei Conforama: die Drei-Monats-Regel und ihre Grenze

Eine Besonderheit hebt die Confo’Card von ihren Cembra-Geschwistern ab, und sie zielt genau auf den Möbelkauf. Für Transaktionen bei Conforama Schweiz, die 500 Franken pro Transaktion übersteigen, fallen laut AGB Ziffer 5.1 in den ersten drei Monaten nach dem Transaktionsdatum keine Kreditzinsen an. Wer also ein Sofa für 1’200 Franken auf der Karte kauft und in Teilzahlung abbezahlt, trägt drei Monate lang effektiv 0 Prozent Zins auf diesen Betrag.

Zwei Einschränkungen gehören dazu, damit die Null nicht mehr verspricht, als sie hält. Erstens die Schwelle: Sie gilt nur pro Transaktion über 500 Franken und nur bei Conforama Schweiz, nicht auf normale Einkäufe anderswo. Zweitens das Danach: Nach drei Monaten läuft der reguläre Teilzahlungszins von 12 Prozent, der gesetzliche Höchstsatz. Die Regel ist ein echter Vorteil für den geplanten Möbelkauf und keine allgemeine Gratisfinanzierung; wer sie mit einer dauerhaft zinsfreien Karte verwechselt, zahlt ab dem vierten Monat den vollen Satz.

Die Confo’Card im Ausland: 2 Prozent, Bargeld und die Stapelung

Im Ausland wird aus der günstigen Alltagskarte eine teure, und zwar über mehrere Positionen im Gebührenblatt. Erstens die Bearbeitungsgebühr Fremdwährung: Käufe in fremder Währung kosten 2 Prozent auf dem in Franken umgerechneten Betrag. Das klingt normal, ist im eigenen Haus aber teurer als nötig: Die Cembra-Partnerkarten IKEA Family Credit Card und SPAR Mastercard World verlangen an dieser Stelle nur 1.5 Prozent, ein halbes Prozent weniger auf jeden Auslandskauf bei derselben Bank und demselben Kartennetz.

Zweitens der Umrechnungskurs selbst: Laut Fussnote 3 kann der von Cembra angewandte Kurs einen Aufschlag der Kartenorganisationen enthalten, der oben auf die 2 Prozent kommt und in keiner Abrechnungszeile getrennt auftaucht. Was der Einsatz tatsächlich kostet, hat Moneyland gemessen: Die Swiss Credit Card Cost Study 2025 (Stichprobe an 13 Tagen im April und Mai 2025) fand für die Cembra Money Bank rund 2.8 Prozent effektiven Aufschlag, gemessen auf Herausgeberebene, nicht kartenspezifisch für die Confo’Card.

Drittens das Bargeld, und hier steckt die eigentliche Falle. Ein Bargeldbezug kostet 3.75 Prozent, mindestens 10 Franken, einheitlich in der Schweiz wie im Ausland, für Bezüge in Franken und Euro, ohne Gratis-Kontingent. Nach Fussnote 4 gilt die 2-Prozent-Position «Transaktionen in CHF im Ausland» zudem ausdrücklich auch für Bargeldbezüge. Wer im Ausland am Bancomat Geld holt, kann so auf 3.75 plus 2 Prozent kommen. Für Ferien mit Bargeldbedarf ist die Confo’Card die falsche Karte; die genauen Zeilen stehen in den Kartendaten weiter unten.

Fragt ein Terminal oder Bancomat im Ausland, ob in Franken statt in der Landeswährung abgerechnet werden soll (Dynamic Currency Conversion), lehne ab: Der Kurs des Drittanbieters ist praktisch immer schlechter.

Die Versicherungen: Kaufschutz, SOS-Assistance und die 51-Prozent-Regel

Für eine Gratiskarte ist der Versicherungsteil überraschend breit, und er ist der Hauptgrund für die hohe Schutznote 4.3. Ohne Zusatzkosten sind eine Reise- und eine Einkaufsversicherung enthalten, beide über die Europäische Reiseversicherung ERV, eine Zweigniederlassung der Helvetia; die Details stehen im Versicherungsabschnitt weiter unten. Zwei Bausteine tragen das Paket:

  • Einkaufsversicherung (Kaufschutz): bis 5’000 Franken pro Jahr, 2’000 Franken pro Ereignis. Neu gekaufte Waren sind damit eine Zeit lang gegen Beschädigung und Diebstahl gedeckt, ein Schutz, den viele teurere Karten separat verlangen.
  • SOS-Assistance: medizinisch betreuter Nottransport, Repatriierung sowie Such- und Bergungskosten bis 60’000 Franken pro Person und Ereignis, weltweit und für Reisen bis 90 Tage.

Der wichtigste Unterschied zu den teuren Cembra-Karten ist die Aktivierungshürde. Der Schutz besteht, sobald mindestens 51 Prozent der Leistung mit der Confo’Card bezahlt wurden. Das ist deutlich grosszügiger als die 80 Prozent, die die Cembra Mastercard Gold und die Cembra Mastercard Premium verlangen: Du musst die Reise nicht überwiegend, sondern nur gut zur Hälfte über die Karte buchen. Mitversichert sind im gleichen Haushalt lebende Angehörige. Zwei Grenzen solltest du kennen: Eine Annullierungskostenversicherung fehlt, und die ERV leistet subsidiär, also erst dort, wo keine andere Versicherung greift.

Hol dir die Karte nicht, wenn du ...

  • ... nicht regelmässig bei Conforama einkaufst. Den Confo’Bon gibt es nur dort; ohne Möbelhaus im Alltag bleibt der Punktewert liegen.
  • ... deinen Bonus frei verwenden willst. Die gratis Certo-Karten desselben Herausgebers zahlen 1 Prozent als Bargutschrift auf die Kartenrechnung statt als gebundenen Gutschein.
  • ... oft in Fremdwährung zahlst. 2 Prozent Gebühr sind hier ein halbes Prozent mehr als bei den Cembra-Partnerkarten IKEA und SPAR mit 1.5 Prozent.
  • ... im Ausland regelmässig Bargeld brauchst. 3.75 Prozent, mindestens CHF 10, ohne Gratis-Kontingent, und nach Fussnote 4 kommen im Ausland nochmals 2 Prozent dazu.
  • ... Rechnungen auch mal liegen lässt. 20 Tage Frist, danach 12 Prozent Zins, der gesetzliche Höchstsatz.

Hol dir die Karte, wenn du ...

  • ... regelmässig bei Conforama einkaufst. Dann sind die Confo’Punkte rund 1 Prozent echter Gegenwert, den du als Confo’Bon direkt im Laden einlöst.
  • ... eine gratis Zweitkarte mit Versicherung suchst. CHF 0 Jahresgebühr, dazu Kaufschutz bis CHF 5’000 und SOS-Assistance bis CHF 60’000, aktiv schon ab 51 Prozent Kartenzahlung.
  • ... ein grösseres Möbelstück finanzieren willst. Über CHF 500 pro Transaktion bei Conforama sind die ersten drei Monate zinsfrei; danach greift der Satz von 12 Prozent.
  • ... deine Rechnung immer fristgerecht bezahlst. Innert 20 Tagen kostet dich die Karte keinen Zins, und das Punkteguthaben ist reiner Gewinn.

Confo’Card beantragen: Voraussetzungen und Ablauf

Der Antrag läuft online über die Confo’Card-Seite von Cembra. Verlangt werden volle 18 Jahre und ein regelmässiges Einkommen; eine konkrete Zahl nennt Cembra nicht, entschieden wird per gesetzlich vorgeschriebener Bonitätsprüfung (Kreditfähigkeitsprüfung). Ein separates Bankkonto bei Cembra brauchst du nicht, und die Karte lässt sich in mobile Wallets einbinden. Bezahlt wird die Monatsrechnung wahlweise per Einzahlung oder als Lastschriftverfahren (LSV/Debit Direct); wer die 20-Tage-Frist nie verpassen will, richtet am besten gleich eine Lastschrift ein.

Ein Confo’Bon setzt 500 Punkte und damit 500 Franken Umsatz voraus; der Gegenwert lohnt sich vor allem, wenn die Confo’Card deine Hauptkarte im Alltag ist und du bei Conforama einkaufst.

Roberts Urteil

Mein Urteil: Die Confo’Card Mastercard ist eine der stärksten Karten im Vergleich, über die kaum jemand spricht, und ihr Wert steht und fällt mit einer einzigen Frage: Kaufst du bei Conforama ein? Wenn ja, bekommst du eine gratis Mastercard mit rund 1 Prozent Gegenwert, einer breiten Reise- und Einkaufsversicherung und einer fairen 51-Prozent-Aktivierungshürde; daraus wird die Note 3.9, eine der höchsten im ganzen Vergleich. Wenn nein, sammelst du Punkte, die du kaum einlösen wirst, und dann gibt dieselbe 1 Prozent die frei einlösbare Certo! One ohne die Conforama-Kette. Dreierlei halte ich fest: Der Punktewert ist an ein Möbelhaus gebunden, die 2 Prozent Fremdwährungsgebühr liegen über den 1.5 Prozent der Schwesterkarten IKEA und SPAR, und im Ausland summiert sich der Bargeldbezug auf 3.75 plus 2 Prozent. Nimm die Confo’Card als gut versicherte Gratis-Alltagskarte fürs Conforama-Publikum; such etwas anderes, wenn du frei über deinen Bonus verfügen oder viel im Ausland zahlen willst.

Häufige Fragen

Was sind Confo’Punkte wert? Ein Confo’Punkt ist 1 Rappen wert: 500 Punkte ergeben einen Confo’Bon über 5 Franken. Du sammelst 1 Punkt pro ausgegebenen Franken, also rund 1 Prozent Gegenwert, den du nur in Conforama-Filialen einlöst; eine Bar- oder Kontoauszahlung ist nicht vorgesehen.

Ist die Confo’Card wirklich gratis? Bei der Jahresgebühr ja: 0 Franken für Haupt- und Zusatzkarten. Nur ein eigenes Kartenbild («MyDesign») kostet einmalig 30 Franken pro Design. Gratis bleibt die Karte, solange du fristgerecht bezahlst und Bargeld- und Auslandsgebühren meidest.

Was kostet die Confo’Card im Ausland? Käufe in Fremdwährung kosten 2 Prozent, und der Umrechnungskurs kann laut Fussnote 3 einen Aufschlag der Kartenorganisationen enthalten; unabhängig gemessen sind es rund 2.8 Prozent auf Herausgeberebene. Ein Bargeldbezug kostet 3.75 Prozent, mindestens 10 Franken, im Ausland nach Fussnote 4 plus 2 Prozent.

Stimmt es, dass Käufe bei Conforama zinsfrei sind? Für Transaktionen bei Conforama Schweiz über 500 Franken pro Transaktion fallen in den ersten drei Monaten nach dem Kauf keine Kreditzinsen an (AGB Ziff. 5.1). Danach gilt der reguläre Teilzahlungszins von 12 Prozent.

Confo’Card oder Certo! One? Beide sind gratis und geben rund 1 Prozent. Bei der Confo’Card kommt der Gegenwert als Gutschein bei Conforama, bei der Certo! One als frei verwendbare Bargutschrift bei drei frei wählbaren Händlern. Wer nicht bei Conforama einkauft, fährt mit der Certo! One besser.

Wie lange habe ich Zeit, die Rechnung zu bezahlen? 20 Tage netto ab Rechnungsdatum (AGB Ziff. 5.1). Bei vollständiger Zahlung fällt kein Zins an, danach 12 Prozent, der gesetzliche Höchstsatz.

Die App des Herausgebers in Zahlen

46’523 Bewertungen auf App Store, gelesen am 9. Oktober 2026.

4.58 von 5
15

Was die Versicherung wirklich deckt

In der Karte enthalten · Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG (Europäische Reiseversicherung ERV, Zweigniederlassung), St. Alban-Anlage 56, Postfach, CH-4002 Basel

  • Zahlungsbedingung, damit der Schutz giltDer Versicherungsschutz besteht, wenn mindestens 51% der ursprünglichen Leistung (Gegenstand, Reiseleistung) mit einer gültigen und durch den Versicherungsnehmer herausgegebenen Confo'Card Mastercard® bezahlt wurde.Bedingungen, Seite 1
  • Annullierung der Reise (Storno)Nicht enthalten
  • Heilungskosten und RücktransportSOS-Assistance: Überführung in das nächste für die Behandlung geeignete Spital, medizinisch betreuter Nottransport/Repatriierung, Such- und Bergungskosten, Repatriierung im Todesfall, Mehrkosten einer unplanmässigen Rückreise: 60’000 pro Person und Ereignis.Bedingungen, Seite 1
  • Dauer der ReiseDer Versicherungsschutz ist weltweit während der Dauer der gebuchten Reiseleistung gültig (maximal 90 Tage).Bedingungen, Seite 3
  • Selbstbehalt beim MietwagenNicht enthalten
  • Unfall: InvaliditätNicht enthalten
  • Wenn du schon eine andere Versicherung hastBei Mehrfachversicherung (freiwillige oder obligatorische Versicherung) erbringt ERV ihre Leistungen subsidiär, es sei denn, die Versicherungsbedingungen des anderen Versicherers enthalten ebenfalls eine Subsidiärklausel.Bedingungen, Seite 2

Der Einkaufsschutz

  • EinkaufsschutzEinkaufsversicherung: 5’000 pro Jahr, 2’000 pro EreignisBedingungen, Seite 1
  • Bestpreis-GarantieNicht enthalten
  • Verlängerte GarantieNicht enthalten

Alle Beträge, Auflagen und Ausnahmen für jede Karte

Beschwerden und Aufsicht

Cembra Money Bank

Fälle beim Bankenombudsman

Ein einzelner Fall bedeutet nicht, dass der betroffene Kartenherausgeber sich etwas hat zuschulden kommen lassen. Der Schweizerische Bankenombudsman veröffentlicht ausschliesslich Zahlen für die ganze Branche, nie für einzelne Anbieter.

  • 2024136 Fälle in der Branche
  • 2025120 Fälle in der Branche

Zahlen gelten für die ganze Branche, nicht für Cembra Money Bank allein. Quellen: Jahresbericht 2024 und Jahresbericht 2025 des Bankenombudsman

Bei der Aufsicht

Verweist in den eigenen AGB (Paragraf 12.2) wörtlich auf das kostenlose Schlichtungsverfahren des Schweizerischen Bankenombudsman. Beleg, gelesen 13. Juli 2026

Das ganze Bild mit Methode und Quellen

Bedingungshistorie

  • 1. Januar 2026Der Teilzahlungs-/Verzugszins sank von 13% auf 12%: der gesetzliche Höchstzinssatz für Überziehungskredite (Kreditkarten) wurde per 1. Januar 2026 auf 12% gesenkt. Die Verbesserung kam per Gesetz, nicht von Cembra.

Datierte Änderungen beim Herausgeber, aus unserer Kartendatenbank. Alle Bedingungsänderungen für Confo'Card Mastercard

Bedingungen geprüft am 13. Juli 2026Nächste Prüfung: November 2026

Das Datum wird gesetzt, wenn die Bedingungen zuletzt direkt beim Herausgeber gelesen wurden.

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