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Kreditkart

Cembra Mastercard Premium im Test: 60 Franken günstiger als die Gold, aber reicht sie?

Cembra Mastercard Premium: Reicht die günstigere Variante, oder brauchst du die Gold?

Wenn du zwischen den beiden Gebührenkarten der Cembra schwankst, ist die Antwort für die meisten die Premium: Sie kostet 75 statt 135 Franken im Jahr, und was die 60 Franken Aufpreis zur Gold kaufen, brauchen die wenigsten. Höher sind bei der Gold nur die Kreditlimite und zwei der Versicherungssummen; alles, was die Karte im Alltag teuer oder günstig macht, ist bei beiden identisch. Wer dagegen eine Karte mit Rückvergütung sucht, ist bei keiner von beiden richtig: Die gratis Certo-Linie desselben Herausgebers gibt dir 1 Prozent Cashback, die Premium gar nichts.

Die Karte der Cembra Money Bank kostet 75 Franken im Jahr für die Hauptkarte. Ich habe die Gebührenübersicht (V1/01_2026), die AGB und die Versicherungsbedingungen gelesen, die Foren nach Erfahrungen mit der Serie durchsucht und die öffentlich sichtbaren Bewertungen des Herausgebers zusammengetragen. Mein Fazit vorweg: Die Premium ist die vernünftigere der beiden Cembra-Gebührenkarten, aber das ist eine niedrige Hürde. Sie bekommt die Note 3.0 und liegt damit zwei Zehntel über der Gold (2.8), einzig weil die tiefere Jahresgebühr die Kosten-Teilnote hebt; unter dem Durchschnitt der von uns bewerteten Karten bleiben beide.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Jahresgebühr beträgt CHF 75 für die Hauptkarte und CHF 20 für jede Zusatzkarte; ein Cashback- oder Punkteprogramm gibt es trotz des Namens Premium nicht.
  • Die Kreditlimite reicht von CHF 2’000 bis CHF 10’000, halb so hoch wie die Obergrenze der Gold (bis CHF 20’000).
  • Inbegriffen ist eine Reise- und Flugunfallversicherung: Todesfall- und Invaliditätssumme je bis CHF 300’000 (Gold: je CHF 600’000), Transport- und Rettungskosten aber unverändert bis CHF 60’000 wie bei der Gold; sie greift nur, wenn die Reise zu mindestens 80 Prozent mit der Karte bezahlt wurde.
  • Im Ausland ist die Premium so teuer wie die Gold: 2 Prozent Fremdwährungsgebühr, ein möglicher Kurszuschlag und beim Bargeld 3.75 Prozent plus 2 Prozent (Fussnote 5), mindestens CHF 10.
  • Der Teilzahlungs- und Verzugszins liegt bei 12 Prozent, dem gesetzlichen Höchstsatz; die Zahlungsfrist beträgt 20 Tage netto, bei vollständiger Zahlung fällt kein Zins an.
  • Bei der Referenzrechnung (CHF 2’000 Umsatz im Monat, davon 15 Prozent im Ausland) kostet dich die Karte netto rund CHF 147 im Jahr: CHF 75 Jahresgebühr plus rund CHF 72 Währungsgebühr, und zurück kommt nichts. Die Jahresgebühr steht als festes Minus von CHF 75 im Rechner weiter unten.
Karte Cembra Mastercard Premium
Beantragen bei cembra.chWerbelink(öffnet in neuem Tab)Bedingungen geprüft am 9. Oktober 2026

Kartendaten

Jahresgebühr
CHF 75Hauptkarte CHF 75/Jahr, Zusatzkarte CHF 20/Jahr. Kreditlimite CHF 2’000 bis CHF 10’000 (tiefer als Gold).
Vorteile
Vom Herausgeber nicht veröffentlicht
Fremdwährungsgebühr
2.00%Offiziell. Unabhängig gemessener Kursaufschlag: rund 2.8% (moneyland.ch)
Zins
12.00%Teilzahlungs-/Verzugszins 12% (ab 1. Januar 2026; bis Ende 2025: 13%). Mindestzahlung bei Teilzahlung 2.5% des Saldos, mindestens CHF 50. Zahlungsfrist: 20 Tage netto ab Rechnungsdatum, bei fristgerechter Zahlung fällt kein Zins an (AGB Ziff. 5.1). Hinweis: die AGB nennen in Ziff. 5.1 noch 3% Mindestzahlung, die aktuellere Gebührenübersicht V1/01_2026 sagt 2.5%; für die Beträge verweisen die AGB selbst auf die Gebührenübersicht (Ziff. 5.4). Wir rechnen mit 2.5% und nennen beide. Inkassogebühren gestaffelt, max. CHF 960 bei Forderungen über CHF 3’000.
Zinsfreie Tage
Vom Herausgeber nicht veröffentlicht
Bargeldbezug
3.75%, mind. CHF 10Gilt einheitlich für Bargeldbezug in CHF und EUR in der Schweiz/FL sowie im Ausland; kein Freibetrag oder Gratis-Kontingent im Gebührenblatt genannt (Gebührenübersicht V1/01_2026, gültig ab 1. Januar 2026).
Reiseversicherung
EnthaltenReise- und Flugunfallversicherung: Todesfallsumme max. CHF 300’000, Invaliditätssumme max. CHF 300’000, Transport-/Rettungskosten max. CHF 60’000 (tiefere Beträge als Gold). Versicherer EUROPÄISCHE Reiseversicherungs AG.
Zahlungsnetzwerk
Mastercard
Voraussetzungen
18 Jahre, regelmässiges Einkommen (individuelle Bonitätsprüfung)

Was dir die Karte bei deinem Ausgabenniveau zurückgibt

Zieh am Regler und stell die Cembra Mastercard Premium neben die TCS Travel Mastercard Gold. Dieselbe Rechnung wie auf der Startseite: Bonuswert minus Jahresgebühr, aus den Kartendaten. Die Rückvergütung ist nicht die Note: dort wiegen auch Schutz und Kosten mit.

CHF 2’000
Cembra Mastercard PremiumKeine laufenden Vorteile, Jahresgebühr CHF 75CHF 0netto pro JahrBringt am meisten
TCS Travel Mastercard Gold1% zurück, Jahresgebühr CHF 100CHF 0netto pro JahrBringt am meisten

Berechnet als Vorteil minus Jahresgebühr, bei monatlich vollständig beglichener Rechnung.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Im Mastercard-Paket ist eine Reise- und Flugunfallversicherung inbegriffen: Todesfallsumme bis CHF 300’000, Invaliditätssumme bis CHF 300’000, Transport- und Rettungskosten bis CHF 60’000 (Versicherer EUROPÄISCHE Reiseversicherungs AG).
  • Die Jahresgebühr ist mit CHF 75 tiefer als bei der Gold-Variante (CHF 135); die Premium ist die günstigere Einstiegskarte der Cembra Mastercard-Serie.
  • Der Versicherungsschutz gilt weltweit und deckt neben dem Karteninhaber auch den im gleichen Haushalt lebenden Partner und ledige Kinder bis 25 Jahre; eine Reise dauert bis 90 Tage, ohne Begrenzung der Anzahl Reisen pro Jahr.
  • Wer den gesamten Rechnungsbetrag innert 20 Tagen ab Rechnungsdatum bezahlt, zahlt keinen Zins (AGB Ziff. 5.1).
  • Die Jahresgebühr kann im Rahmen von Promotionen erlassen werden, zum Beispiel in Verbindung mit einem Privatkredit (Gebührenübersicht, Fussnote 1).
  • Cembra App und eService sind kostenlos, die Karte lässt sich in mobile Wallets einbinden, und es ist kein separates Bankkonto bei Cembra nötig.

Nachteile

  • Die Karte kostet CHF 75 Jahresgebühr (Zusatzkarte CHF 20), während die Certo-Linie desselben Herausgebers (Cembra) ohne Jahresgebühr auskommt; als Gegenwert bietet die Premium vor allem die Reiseversicherung, mit tieferen Summen als die Gold.
  • Trotz des Namens Premium gibt es kein Cashback- und kein Punkteprogramm: die Leistungsübersicht des Gebührenblatts führt keine Bonusmechanik, anders als die gratis Certo-Karten mit 1 Prozent bei Migros, Coop und SBB.
  • Die Kreditlimite liegt mit CHF 2’000 bis CHF 10’000 tiefer als bei der Gold (bis CHF 20’000), was die Karte für grössere Anschaffungen weniger geeignet macht.
  • Ein Bargeldbezug im Ausland kostet 3.75 Prozent, mindestens CHF 10, und gemäss Fussnote 5 gilt die 2-Prozent-Position für Transaktionen in CHF im Ausland ausdrücklich auch für Bargeldbezüge; ein Auslandsbezug kann sich so auf 3.75 plus 2 Prozent summieren.
  • Käufe in Fremdwährung kosten 2 Prozent Bearbeitungsgebühr auf dem in Franken umgerechneten Betrag; der von Cembra angewandte Umrechnungskurs kann laut Fussnote 4 zusätzlich einen Aufschlag der Kartenorganisationen enthalten.
  • Die Reiseversicherung greift nur, wenn die Reisekosten im Voraus zu mindestens 80 Prozent mit der Karte bezahlt wurden (Nachweis über Kreditkartenbeleg oder Monatsrechnung).
  • Der Teilzahlungs- und Verzugszins liegt bei 12 Prozent nominal, dem gesetzlichen KKG-Höchstsatz; ein effektiver Jahreszins wird nicht separat ausgewiesen, und die Mindestzahlung beträgt 2.5 Prozent des Saldos, mindestens CHF 50 (die AGB nennen in Ziff. 5.1 noch 3 Prozent, die aktuelle Gebührenübersicht 2.5 Prozent).
  • Eine unabhängige Messung (Moneyland Swiss Credit Card Cost Study 2025, Stichprobe April/Mai 2025) fand einen tatsächlichen Währungsaufschlag von 2.8 Prozent für die Cembra Money Bank; die Zahl gilt auf Herausgeberebene, nicht kartenspezifisch.
  • Die öffentlich sichtbaren Kundenbewertungen der Cembra Money Bank auf Trustpilot liegen bei 2.5 von 5 (965 Bewertungen, Herausgeberebene, nicht kartenspezifisch).

Das Urteil in einem Satz: Für alle, die die günstigere Einstiegsvariante der Cembra-Serie mit einer inbegriffenen Reise- und Flugunfallversicherung bis CHF 300’000 (Transport- und Rettungskosten bis CHF 60’000) wollen und die Jahresgebühr von CHF 75 dafür bewusst zahlen; die ehrlichen Schwächen: kein Cashback und kein Punkteprogramm, während die Certo-Linie desselben Herausgebers gratis ist, die Kreditlimite mit CHF 2’000 bis CHF 10’000 tiefer liegt als bei der Gold und die Reiseversicherung nur bei mindestens 80 Prozent Kartenvorauszahlung greift.

Was die 60 Franken Aufpreis zur Gold wirklich kaufen

Die Cembra Mastercard gibt es in zwei Stufen, Premium und Gold, die wir separat geprüft haben, und dahinter steckt dasselbe Konto. Zwischen ihnen liegen 60 Franken im Jahr. Höher ist bei der Gold nur zweierlei: die Kreditlimite (5’000 bis 20’000 Franken statt 2’000 bis 10’000 Franken) und die Todesfall- sowie Invaliditätssumme der Unfallversicherung (je bis 600’000 statt 300’000 Franken). Das war es. Sogar die Transport- und Rettungskosten, der Teil der Versicherung, den man im Ernstfall am ehesten braucht, sind bei beiden gleich hoch: bis 60’000 Franken. Und die Zusatzkarte ist bei der Premium mit 20 Franken sogar günstiger als bei der Gold (50 Franken).

Alles andere ist identisch, weil es dasselbe Gebührenblatt ist: 2 Prozent Fremdwährungsgebühr, 3.75 Prozent aufs Bargeld, 12 Prozent Teilzahlungszins, 20 Tage Zahlungsfrist, kein Cashback, dieselbe Cembra-App, derselbe Herausgeber mit denselben Bewertungen. Die 60 Franken kaufen also keine bessere Karte für den Alltag, sondern nur einen höheren Deckel bei Kredit und bei zwei Versicherungssummen. Wer weder eine Limite über 10’000 Franken noch eine Todesfallsumme über 300’000 Franken braucht, zahlt bei der Gold 60 Franken für Reserven, die er nie anrührt.

Genau das schlägt sich in unserer Note nieder. Drei der vier Teilnoten der Premium sind deckungsgleich mit der Gold: Bonuswert 1.5, Schutz 3.4, Stimmen im Netz 3.3. Nur die Kosten-Teilnote fällt bei der günstigeren Premium besser aus, 3.9 statt 3.5, und weil sonst nichts die beiden trennt, steht die Premium mit 3.0 zwei Zehntel über der Gold. Ein Vorsprung, der nichts anderes bedeutet, als dass sie weniger kostet.

Kein Bonusprogramm: Warum auch die Premium gegen die gratis Certo-Linie verliert

Der wichtigste Satz gilt für beide Cembra-Gebührenkarten und steht nicht im Marketing, sondern in der Leistungsübersicht des Gebührenblatts: Dort gibt es keine Zeile für ein Bonusprogramm. Trotz des Namens Premium bekommst du weder Cashback noch Punkte noch Meilen. Für die 75 Franken bekommst du eine Kreditlimite und ein Versicherungspaket, sonst nichts Laufendes.

Die Konkurrenz sitzt im eigenen Haus: Mit der Certo! Mastercard und der flexibleren Certo! One Mastercard führt Cembra zwei Karten ohne Jahresgebühr, die 1 Prozent Cashback bei drei Händlern zurückgeben. Wer bloss eine günstige Alltagskarte mit Rückvergütung sucht, bekommt sie dort gratis und zahlt bei der Premium 75 Franken für das Gegenteil.

Weil kein Cashback dagegensteht, bleibt die Jahresgebühr eine reine Kostenzeile: Im Rechner weiter unten siehst du sie als festes Minus von 75 Franken, egal wie viel du ausgibst, während eine Karte mit Rückvergütung an dieser Stelle etwas zurückholt. In der Note heisst dieser Nullwert Bonuswert 1.5, der tiefste Wert, den die Skala für eine Karte ohne laufende Rückvergütung vorsieht.

Die Versicherung: 300’000 statt 600’000, aber gleiche 60’000 für Transport und Rettung

Das Mastercard-Paket der Premium enthält eine Reise- und Flugunfallversicherung über die Europäische Reiseversicherung ERV; die einzelnen Zeilen stehen im Abschnitt zur Versicherung weiter unten. Zwei der drei Hauptsummen sind gegenüber der Gold halbiert, eine nicht: Todesfall- und Invaliditätssumme betragen je bis 300’000 statt 600’000 Franken, die Transport- und Rettungskosten (Suche, Bergung, Rückführung) dagegen unverändert bis 60’000 Franken, weltweit und für Reisen bis 90 Tage. Mitversichert sind neben dir der im gleichen Haushalt lebende Partner und ledige Kinder bis zum vollendeten 25. Lebensjahr, ohne Begrenzung der Anzahl Reisen pro Jahr.

Ob dich die tieferen Summen treffen, hängt davon ab, was du versicherst. Die 300’000 Franken sind eine Todesfall- und Invaliditätssumme aus einem Unfall auf der Reise, und sie zahlt subsidiär, also erst, soweit keine andere Versicherung deckt. Der praktisch wichtigere Posten ist für die meisten die medizinische Rückführung, und die ist bei Premium und Gold gleich hoch. Anders gesagt: Wer die höhere Todesfallsumme der Gold gezielt will, weiss in der Regel selbst, warum; für alle anderen ist die Halbierung folgenlos.

Zwei Bedingungen musst du bei beiden Karten kennen. Erstens die Aktivierung: Der Schutz besteht nur, wenn die Reisekosten im Voraus zu mindestens 80 Prozent mit der Premium bezahlt wurden, nachzuweisen über Kreditkartenbeleg oder Monatsrechnung. Buchst du die Reise überwiegend über eine andere Karte, greift er nicht. Zweitens fehlt eine Annullierungskostenversicherung: Wer eine Reise absichern will, die er vor Antritt absagen muss, findet diesen Schutz hier nicht.

Im Ausland zahlt die Premium gleich viel wie die Gold: 2 Prozent, Kurszuschlag und die Bargeld-Stapelung

Wer die Premium wegen der tieferen Jahresgebühr nimmt und dann verreist, spart im Ausland nichts: Dort kostet sie exakt gleich viel wie die Gold, weil beide dasselbe Gebührenblatt teilen. Drei Positionen wirken zusammen.

Die erste Position ist der Währungszuschlag von 2 Prozent, den Cembra auf jeden in Franken umgerechneten Fremdwährungsbetrag legt. Die zweite steckt im Kurs: Nach Fussnote 4 kann der angewandte Umrechnungskurs bereits einen Aufschlag der Kartenorganisationen enthalten, und dieser Anteil erscheint nie als eigene Zeile auf der Abrechnung. Diese beiden addieren sich zu keiner glatten Zahl und schon gar nicht zu zweimal 2 Prozent auf denselben Kauf: Es sind 2 Prozent plus ein im Kurs versteckter Anteil. Was der Einsatz am Ende wirklich kostet, hat Moneyland gemessen: Die Swiss Credit Card Cost Study 2025 (Stichprobe an 13 Tagen im April und Mai 2025) fand für die Cembra Money Bank rund 2.8 Prozent effektiven Aufschlag, gemessen auf Herausgeberebene, nicht kartenspezifisch für die Premium.

Die eigentliche Verdopplung trifft nur das Bargeld. Ein Bargeldbezug kostet 3.75 Prozent, mindestens 10 Franken, in der Schweiz wie im Ausland, ohne Gratis-Kontingent. Und nach Fussnote 5 gilt die 2-Prozent-Position «Transaktionen in CHF im Ausland» ausdrücklich auch für Bargeldbezüge: Wer im Ausland am Bancomat Geld holt, kann so auf 3.75 plus 2 Prozent kommen. Für Ferien mit Bargeldbedarf ist die Premium die falsche Karte; die genauen Zeilen stehen in den Kartendaten weiter unten.

Zins, Frist und die widersprüchliche Mindestzahlung

Auch bei den Kosten des Kredits unterscheidet die Premium nichts von der Gold. Wer den ganzen Rechnungsbetrag innert 20 Tagen ab Rechnungsdatum bezahlt, zahlt keinen Zins. Wer stundet oder in Verzug gerät, zahlt 12 Prozent, seit dem 1. Januar 2026 statt vorher 13 Prozent, weil der Gesetzgeber den Höchstsatz für Kredite gesenkt hat; die Verbesserung kam vom Gesetz, nicht von Cembra. Einen separat ausgewiesenen effektiven Jahreszins, das gesetzliche Vergleichsmass für Kredite mit allen Gebühren aufs Jahr gerechnet, nennt das Gebührenblatt nicht.

Bei der Mindestzahlung widerspricht sich Cembra selbst: Die AGB nennen in Ziff. 5.1 noch 3 Prozent des Saldos, die aktuellere Gebührenübersicht V1/01_2026 sagt 2.5 Prozent, mindestens 50 Franken, und für die Beträge verweisen die AGB in Ziff. 5.4 selbst auf die Gebührenübersicht. Ich rechne mit 2.5 Prozent und nenne dir beide, damit du die Zahl im Vertrag wiedererkennst. Bleiben Rechnungen offen, staffeln sich die Inkassogebühren bis 960 Franken bei Forderungen über 3’000 Franken.

Was das Netz über die Cembra-Serie sagt: eine einzige Stimme

Eine Beobachtung, die dir kaum eine Vergleichsseite sagt: Über die Cembra Mastercard Premium spricht in den Schweizer Foren praktisch niemand. Wir haben Reddit, das Schwiizerfranke-Forum, Migipedia und das Moneyland-Forum durchsucht; Cembra kommt oft vor, aber es geht um die gratis Certo-Karten oder um die Bank selbst, fast nie um die Gold oder die Premium, und keine einzige Stimme nennt die Premium-Variante beim Namen. Wer eine Karte kauft, über die kaum jemand berichtet, soll das wissen.

Die einzige Stimme zur eigenen Mastercard-Serie, die wir gefunden haben, ist Jahre alt und betrifft den Kundendienst, nicht die Karte im Alltag. Ein Grenzgänger schildert, dass er online nicht bezahlen konnte, weil seine deutsche Mobilnummer eine Ziffer zu lang für das SMS-System war:

"die Mastercard der Cembra Money Bank kann ich NICHT empfehlen.

[...]

Da meine Mobilfunknummer eine einzige Ziffer mehr hat, als die Cembra Money Bank zulässt, erhalte ich den SMS-Code nicht und meine Zahlung kann folglich nicht abgschlossen werden. Mein Hinweis bei der CM-Bank wurde mit dem Vorschlag beantwortet, da müsste ich mir eben ein Schweizer Handy zulegen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt."

@Patrick im Moneyland-Forum, 21. Dezember 2019.

Patrick nennt die Variante nicht, und die Cembra Mastercard heisst seit Jahren «Gold oder Premium»; sein Urteil gilt also der Serie, nicht speziell der Premium, und der Beitrag ist alt. Als einzelne Erfahrung trägt er wenig, als einziges Fundstück sagt er viel: Diese Karten hinterlassen kaum Spuren.

Was öffentlich messbar ist, betrifft ohnehin den Herausgeber, nicht die einzelne Karte. Die Cembra Money Bank kommt auf Trustpilot auf 2.5 von 5 bei 965 Bewertungen (Stand 9. Oktober 2026), die Cembra-App im App Store dagegen auf 4.58. Das tiefe Institutsurteil dürfte vor allem das Konsumkredit- und Inkassogeschäft der Bank spiegeln, nicht ein Urteil über diese Karte. In die Note fliesst dieser Herausgeberwert als Teilnote «Stimmen im Netz» ein, mit 3.3 identisch zur Gold; die Zahlen der App stehen im Abschnitt «Die App des Herausgebers in Zahlen» weiter unten.

Hol dir die Karte nicht, wenn du ...

  • ... eine Rückvergütung willst. Die Premium hat kein Cashback und kein Punkteprogramm; für 1 Prozent Cashback bei drei Händlern gibt es die Certo-Karten desselben Herausgebers gratis.
  • ... im Ausland regelmässig Bargeld beziehst. 3.75 Prozent, mindestens CHF 10, und nach Fussnote 5 kommen im Ausland nochmals 2 Prozent dazu.
  • ... viel in Fremdwährung zahlst. 2 Prozent plus ein möglicher Kurszuschlag; unabhängig gemessen rund 2.8 Prozent auf Herausgeberebene, so viel wie bei der Gold.
  • ... eine Kreditlimite über 10’000 Franken brauchst. Die Premium reicht nur bis CHF 10’000; dafür ist die Gold da (bis CHF 20’000).
  • ... deine Reisen über eine andere Karte buchst. Dann fällt die Reiseversicherung weg: Sie verlangt mindestens 80 Prozent Kartenvorauszahlung.

Hol dir die Karte, wenn du ...

  • ... die günstigere der beiden Cembra-Gebührenkarten willst. CHF 75 statt 135, und im Alltag ist sie mit der Gold identisch.
  • ... den Reise- und Flugunfallschutz brauchst und dir CHF 300’000 Todesfall- und Invaliditätssumme reichen. Transport- und Rettungskosten bis CHF 60’000 sind ohnehin gleich hoch wie bei der Gold, mitversichert Partner und Kinder bis 25, sofern du die Reise zu mindestens 80 Prozent mit der Karte zahlst.
  • ... die Jahresgebühr ohnehin erlassen bekommst. Laut Fussnote 1 kann Cembra sie im Rahmen von Aktionen erlassen, etwa in Verbindung mit einem Privatkredit; dann verschiebt sich die Rechnung.
  • ... deine Rechnung immer fristgerecht bezahlst. Innert 20 Tagen kostet dich die Karte keinen Zins; die 12 Prozent treffen nur, wer stundet oder in Verzug gerät.

Cembra Mastercard Premium beantragen: Kreditlimite und der Gebührenerlass

Der Antrag läuft online über cembra.ch, dieselbe Produktseite führt Gold und Premium. Voraussetzungen sind das vollendete 18. Lebensjahr und ein regelmässiges Einkommen, ohne dass Cembra eine konkrete Zahl nennt; den Ausschlag gibt die gesetzlich vorgeschriebene Kreditfähigkeitsprüfung. Ein Bankkonto bei Cembra ist keine Bedingung, und die Karte funktioniert in mobilen Wallets.

Die Kreditlimite setzt Cembra individuell zwischen 2’000 und 10’000 Franken fest, halb so hoch wie die Obergrenze der Gold. Zur Jahresgebühr noch dies: Laut Fussnote 1 der Gebührenübersicht kann sie im Rahmen von Aktionen erlassen werden, zum Beispiel in Verbindung mit einem Privatkredit. Kostenlos im eigentlichen Sinn ist die Premium damit nicht: Sie kostet 75 Franken, ausser eine solche Aktion streicht die Gebühr, und deren Bedingung solltest du vorher prüfen.

Roberts Urteil

Mein Urteil: Die Cembra Mastercard Premium ist die vernünftigere der beiden Cembra-Gebührenkarten, und genau deshalb ist sie für die wenigsten die richtige. Für alle, die die günstigere Einstiegsvariante der Serie mit einer Reise- und Flugunfallversicherung bis 300’000 Franken wollen, denen Transport- und Rettungskosten bis 60’000 Franken reichen und die die 75 Franken im Jahr bewusst zahlen, geht die Rechnung auf, besser als bei der 60 Franken teureren Gold, die im Alltag nichts besser macht. Gegen die Premium sprechen dieselben drei Dinge wie gegen die Gold: Es gibt kein Cashback und kein Punkteprogramm, während die Certo-Linie desselben Herausgebers gratis ist; im Ausland summieren sich 2 Prozent, ein möglicher Kurszuschlag und beim Bargeld 3.75 plus 2 Prozent; und die Reiseversicherung greift nur bei mindestens 80 Prozent Kartenvorauszahlung. Dazu liegt die Kreditlimite mit 2’000 bis 10’000 Franken tiefer als bei der Gold. Daraus wird die Note 3.0, zwei Zehntel über der Gold und trotzdem unter dem Durchschnitt. Nimm die Premium, wenn du zwischen den beiden Cembra-Karten wählst und die höheren Reserven der Gold nicht brauchst; such etwas anderes, sobald du eine Karte willst, die dir etwas zurückgibt.

Häufige Fragen

Was kostet die Cembra Mastercard Premium im Jahr? 75 Franken für die Hauptkarte und 20 Franken für jede Zusatzkarte, beides günstiger als bei der Gold (135 und 50 Franken). Laut Fussnote 1 der Gebührenübersicht kann Cembra die Gebühr im Rahmen von Aktionen erlassen, etwa in Verbindung mit einem Privatkredit.

Premium oder Gold, welche soll ich nehmen? Für die meisten die Premium: Sie kostet 60 Franken weniger und ist im Alltag identisch. Die Gold bietet nur eine höhere Kreditlimite (bis 20’000 statt 10’000 Franken) und die doppelte Todesfall- und Invaliditätssumme (je 600’000 statt 300’000 Franken); die Transport- und Rettungskosten sind bei beiden gleich (60’000 Franken). Wer diese höheren Reserven nicht gezielt braucht, zahlt bei der Gold für Ungenutztes.

Gibt es Erfahrungen mit der Cembra Mastercard Premium im Netz? Kaum. In den Schweizer Foren wird die Premium praktisch nicht unter ihrem Namen diskutiert; die einzige Stimme zur Cembra-Mastercard-Serie, die wir fanden, ist von 2019 und betrifft den Kundendienst. Messbar ist nur der Herausgeber: Trustpilot 2.5 von 5 (965 Bewertungen), die Cembra-App 4.58 im App Store.

Was kostet die Premium im Ausland? Käufe in Fremdwährung kosten 2 Prozent, und der Umrechnungskurs kann laut Fussnote 4 einen zusätzlichen Aufschlag der Kartenorganisationen enthalten; unabhängig gemessen sind es rund 2.8 Prozent auf Herausgeberebene. Ein Bargeldbezug kostet 3.75 Prozent, mindestens 10 Franken, im Ausland nach Fussnote 5 plus 2 Prozent. Das ist gleich viel wie bei der Gold.

Was deckt die Reiseversicherung der Premium, und was ist die 80-Prozent-Regel? Inbegriffen sind Todesfall- und Invaliditätssumme je bis 300’000 Franken und Transport- und Rettungskosten bis 60’000 Franken, weltweit, für Reisen bis 90 Tage, mitversichert Partner und ledige Kinder bis 25. Der Schutz besteht aber nur, wenn die Reise im Voraus zu mindestens 80 Prozent mit der Karte bezahlt wurde.

Ist die Cembra Mastercard Premium kostenlos zu bekommen? Nein. Sie kostet 75 Franken im Jahr. Nur im Rahmen einer Aktion, etwa in Verbindung mit einem Privatkredit, kann Cembra die Gebühr laut Fussnote 1 erlassen; eine dauerhaft gratis Karte mit Rückvergütung ist die Certo-Linie desselben Herausgebers.

Die App des Herausgebers in Zahlen

46’523 Bewertungen auf App Store, gelesen am 9. Oktober 2026.

4.58 von 5
15

Was die Versicherung wirklich deckt

In der Karte enthalten · EUROPÄISCHE Reiseversicherungs AG, St. Alban-Anlage 56, 4002 Basel

  • Zahlungsbedingung, damit der Schutz giltDie Reisekosten wurden im Voraus zu mindestens 80% mit einer gültigen Cembra Mastercard Premium Kreditkarte bezahlt (Nachweis durch Kreditkartenbeleg oder Monatsrechnung des Kreditkartenkontos).Bedingungen, Seite 2
  • Annullierung der Reise (Storno)Nicht enthalten
  • Heilungskosten und RücktransportTransport- und Rettungskosten bis höchstens CHF 60’000 (subsidiär zu einer bestehenden Unfallversicherung): Suchaktionen, Reisen/Transporte der versicherten Person an den Behandlungsort, nicht krankheitsbedingte Rettungsaktionen, Bergung und Überführung der Leiche.Bedingungen, Seite 3
  • Dauer der ReiseEine Reise beinhaltet einen Hin- und Rückflug oder mindestens eine Übernachtung ausserhalb des üblichen Wohnsitzes sowie einen Hin- und Rückweg und dauert insgesamt maximal 90 Tage.Bedingungen, Seite 2
  • Selbstbehalt beim MietwagenNicht enthalten
  • Unfall: InvaliditätInvaliditätssumme (anteilsmässig je nach Grad der Invalidität): CHF 300’000.Bedingungen, Seite 1
  • Wenn du schon eine andere Versicherung hastKomplementärklausel: Hat eine versicherte Person Anspruch aus einem anderen Versicherungsvertrag (freiwillige oder obligatorische Versicherung), beschränkt sich die Deckung auf den Teil der ERV-Leistungen, der denjenigen des anderen Vertrages übersteigt.Bedingungen, Seite 3

Alle Beträge, Auflagen und Ausnahmen für jede Karte

Beschwerden und Aufsicht

Cembra Money Bank

Fälle beim Bankenombudsman

Ein einzelner Fall bedeutet nicht, dass der betroffene Kartenherausgeber sich etwas hat zuschulden kommen lassen. Der Schweizerische Bankenombudsman veröffentlicht ausschliesslich Zahlen für die ganze Branche, nie für einzelne Anbieter.

  • 2024136 Fälle in der Branche
  • 2025120 Fälle in der Branche

Zahlen gelten für die ganze Branche, nicht für Cembra Money Bank allein. Quellen: Jahresbericht 2024 und Jahresbericht 2025 des Bankenombudsman

Bei der Aufsicht

Verweist in den eigenen AGB (Paragraf 12.2) wörtlich auf das kostenlose Schlichtungsverfahren des Schweizerischen Bankenombudsman. Beleg, gelesen 13. Juli 2026

Das ganze Bild mit Methode und Quellen

Bedingungshistorie

  • 1. Januar 2026Der Teilzahlungs-/Verzugszins sank von 13% auf 12%, weil das Konsumkreditgesetz den gesetzlichen Höchstsatz senkte; die Verbesserung kam per Gesetz, nicht von Cembra.

Datierte Änderungen beim Herausgeber, aus unserer Kartendatenbank. Alle Bedingungsänderungen für Cembra Mastercard Premium

Bedingungen geprüft am 9. Oktober 2026Nächste Prüfung: November 2026

Das Datum wird gesetzt, wenn die Bedingungen zuletzt direkt beim Herausgeber gelesen wurden.

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