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Kreditkart

Fnac Mastercard im Test: Punkte nur bei Fnac, Versicherung gar keine

Fnac Mastercard: Lohnt sich Cembras Gratiskarte für Fnac-Kunden?

Ja, aber nur für einen schmalen Typ: Wer regelmässig bei Fnac einkauft, dort seine Treuepunkte als Guthaben einlöst und die Rechnung stets pünktlich begleicht, hält eine Mastercard ohne Jahresgebühr, die ausgerechnet bei Fnac rund 2 Prozent abwirft. Wer selten bei Fnac ist, hält eine reine Zahlungskarte in der Hand: keine Punkte auf dem übrigen Umsatz, keine Versicherung, kein Bonus. An dieser einen Frage hängt das ganze Urteil.

Die Karte der Cembra Money Bank ist die Kundenkarte von Fnac und kostet 0 Franken im Jahr. Für diesen Test habe ich die Gebührenübersicht (V1/01_2026) und die AGB durchgearbeitet, die öffentlich sichtbaren Herausgeberbewertungen zusammengetragen und die Schweizer Finanzforen nach echten Nutzerstimmen abgesucht. Mein Fazit vorweg: Die Fnac Mastercard bekommt die Note 3.0, tiefer als die versicherten gratis Partnerkarten Confo’Card, IKEA und SPAR, und der Grund steckt in einer Eigenheit, die keine Schwesterkarte so hat. Ihren wichtigsten Vorteil, das Treuepunkteprogramm, führt der Herausgeber im eigenen Gebührenblatt gar nicht auf. Was die Karte einbringt, steht nur bei Dritten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Jahresgebühr beträgt CHF 0, für Haupt- wie Zusatzkarten; nur ein eigenes Kartendesign kostet CHF 30 pro Design.
  • Bei Einkäufen bei Fnac (Filiale und fnac.ch) gibt es 1 Treuepunkt pro CHF 5, dem Fnac-Kundenkonto gutgeschrieben: 100 Punkte ergeben CHF 10 Guthaben (rund 2 Prozent), und wer bis 500 Punkte sammelt, bekommt CHF 100 (rund 4 Prozent auf CHF 2’500 Fnac-Umsatz). Auf dem übrigen Kartenumsatz fallen keine Punkte an.
  • Sammel- und Einlöseraten stehen laut moneyland.ch fest; im Gebührenblatt des Herausgebers gibt es keine Punktezeile, und einen Frankenwert der Punkte nennt nur diese Drittquelle.
  • Eine Versicherung fehlt vollständig: In der Leistungsübersicht steht keine einzige Versicherungszeile, anders als bei den Cembra-Partnerkarten Confo’Card, IKEA und SPAR.
  • Fremdwährungskäufe kosten 2 Prozent, ein halbes Prozent mehr als bei IKEA und SPAR; ein Bargeldbezug kostet 3.75 Prozent, mindestens CHF 10, im Ausland laut Fussnote 4 plus 2 Prozent. Die Zahlungsfrist läuft 20 Tage, danach greifen 12 Prozent Teilzahlungszins.
  • Laut moneyland.ch ist eine Fnac-Mitgliedschaft für CHF 30 auf drei Jahre obligatorisch; auch das steht nicht im Gebührenblatt. Bei der Referenzrechnung zählt allein der Fnac-Einkauf: Wer dort 1’000 Franken im Jahr ausgibt, bekommt rund CHF 20 Guthaben, auf dem übrigen Umsatz nichts. Im Rechner weiter unten steht die Karte deshalb als Klartextzeile.
Karte Fnac Mastercard
Beantragen bei cembra.chWerbelink(öffnet in neuem Tab)Bedingungen geprüft am 13. Juli 2026

Kartendaten

Jahresgebühr
CHF 0
Punkte
Fnac-Treuepunkte auf allen Einkäufen bei Fnac (Filiale und fnac.ch): 1 Punkt pro CHF 5, wöchentlich dem Fnac-Kundenkonto gutgeschrieben. Einlösung als Fnac-Guthaben, gestaffelt bis 500 Punkte = CHF 100.keine Obergrenze angegeben; Punkte fallen nur auf Fnac-Einkäufen an, nicht auf dem übrigen Kartenumsatz
Fremdwährungsgebühr
2.00%Offiziell. Unabhängig gemessener Kursaufschlag: rund 2.8% (moneyland.ch)
Zins
12.00%Teilzahlungs-/Verzugszins 12% (ab 1. Januar 2026; bis Ende 2025: 13%). Zahlungsfrist: 20 Tage netto ab Rechnungsdatum, bei fristgerechter Zahlung fällt kein Zins an (AGB Ziff. 5.1). Mindestzahlung bei Teilzahlung: die Gebührenübersicht V1/01_2026 nennt 2.5% des Saldos, die AGB (Ziff. 5.1) nennen 3%, jeweils mindestens CHF 50; laut AGB Ziff. 5.4 ist die Gebührenübersicht Teil der Bedingungen, wir rechnen mit 2.5% und nennen beide.
Zinsfreie Tage
Vom Herausgeber nicht veröffentlicht
Bargeldbezug
3.75%, mind. CHF 10Gilt einheitlich für Bargeldbezug in CHF und EUR in der Schweiz/FL sowie im Ausland; kein Freibetrag oder Gratis-Kontingent im Gebührenblatt genannt (Gebührenübersicht V1/01_2026, gültig ab 1. Januar 2026).
Reiseversicherung
Nicht enthaltenKeine Versicherung in der Gebührenübersicht genannt. Der Leistungsübersicht fehlt komplett eine Versicherungszeile (im Unterschied zu Confo'Card/IKEA/SPAR mit 'Integrierte Reise- und Kaufschutzversicherung').
Zahlungsnetzwerk
Mastercard
Voraussetzungen
18 Jahre, regelmässiges Einkommen (individuelle Bonitätsprüfung)

Was dir die Karte bei deinem Ausgabenniveau zurückgibt

Zieh am Regler und stell die Fnac Mastercard neben die TCS Travel Mastercard Gold. Dieselbe Rechnung wie auf der Startseite: Bonuswert minus Jahresgebühr, aus den Kartendaten. Die Rückvergütung ist nicht die Note: dort wiegen auch Schutz und Kosten mit.

CHF 2’000
TCS Travel Mastercard Gold1% zurück, Jahresgebühr CHF 100CHF 0netto pro JahrBringt am meisten
Fnac MastercardFnac-Treuepunkte auf allen Einkäufen bei Fnac (Filiale und fnac.ch): 1 Punkt pro CHF 5, wöchentlich dem Fnac-Kundenkonto gutgeschrieben.keine feste Zahl

Berechnet als Vorteil minus Jahresgebühr, bei monatlich vollständig beglichener Rechnung.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Keine Jahresgebühr für Haupt- und Zusatzkarten; ein eigenes Kartendesign kostet CHF 30.
  • Bei Einkäufen bei Fnac (Filiale und fnac.ch) gibt es Fnac-Treuepunkte: 1 Punkt pro CHF 5, dem Fnac-Kundenkonto gutgeschrieben; 100 Punkte ergeben CHF 10 Guthaben (rund 2 Prozent), und wer bis 500 Punkte sammelt, erhält CHF 100 (rund 4 Prozent auf CHF 2’500 Fnac-Umsatz). Sammel- und Einlöseraten gemäss moneyland.ch, da im Gebührenblatt nicht aufgeführt.
  • Wer den gesamten Rechnungsbetrag innert 20 Tagen ab Rechnungsdatum bezahlt, zahlt keinen Zins (AGB Ziff. 5.1).
  • Als vollwertige Mastercard weltweit an rund 80 Mio. Akzeptanzstellen und im Internet einsetzbar, mit Integration in mobile Wallets; die Cembra App und der eService sind kostenlos.
  • Die Monatsrechnung lässt sich per Lastschriftverfahren (LSV/Debit Direct) automatisch begleichen, was verpasste Zahlungen und die damit verbundenen Verzugskosten vermeidet.

Nachteile

  • Punkte fallen nur auf Einkäufen bei Fnac an, nicht auf dem übrigen Kartenumsatz; wer nicht bei Fnac einkauft, hält eine reine Zahlungskarte ohne Gegenwert (gemäss moneyland.ch und Fnac-Produktseite, da im Gebührenblatt keine Punktezeile steht).
  • Eine Versicherung fehlt vollständig: der Leistungsübersicht der Gebührenübersicht fehlt jede Versicherungszeile, anders als bei den Cembra-Partnerkarten Confo’Card, IKEA und SPAR mit integrierter Reise- und Kaufschutzversicherung.
  • Einen Frankenwert der Fnac-Punkte nennt die Gebührenübersicht des Herausgebers nicht; die Sammel- und Einlöseraten stammen aus zweiter Hand von moneyland.ch und der Fnac-Produktseite.
  • Laut moneyland.ch ist für die Karte eine Fnac-Mitgliedschaft obligatorisch, die CHF 30 für drei Jahre kostet; diese Angabe steht nicht im Gebührenblatt des Herausgebers und ist zweite Hand.
  • Der Fremdwährungszuschlag von 2 Prozent liegt höher als die 1.5 Prozent der Cembra-Partnerkarten IKEA und SPAR; zusätzlich trifft eine Gebühr von 2 Prozent Transaktionen in CHF im Ausland und laut Fussnote 4 ausdrücklich auch Bargeldbezüge, sodass sich ein Bargeldbezug im Ausland auf 3.75 plus 2 Prozent summiert. Bei einem gewöhnlichen Auslandeinkauf in Fremdwährung fällt aber nur die eine Bearbeitungsgebühr von 2 Prozent an, nicht beide Positionen zusammen.
  • Der Teilzahlungs- und Verzugszins liegt bei 12 Prozent nominal, dem gesetzlichen KKG-Höchstsatz; die Mindestzahlung nennt die Gebührenübersicht (Fussnote 1) mit 2.5 Prozent des Saldos, die AGB in Ziff. 5.1 mit 3 Prozent, je mindestens CHF 50.
  • Ein effektiver Jahreszins, der alle Kreditkosten einschliesst, wird nicht ausgewiesen, nur der nominale Jahreszins.
  • An der Fnac-Kasse wird die Karte als Gratiskarte beworben; ein Kunde berichtet auf Reddit, er habe abgelehnt, gerade weil Cembra der Herausgeber ist, und die Kassiererin habe bestätigt, das sei nicht das erste Mal gewesen.
  • Eine unabhängige Messung (Moneyland Swiss Credit Card Cost Study 2025, Stichprobe April/Mai 2025) fand einen tatsächlichen Währungsaufschlag von 2.8 Prozent für die Cembra Money Bank; die Zahl gilt auf Herausgeberebene, nicht kartenspezifisch.
  • Die öffentlich sichtbaren Kundenbewertungen der Cembra Money Bank auf Trustpilot liegen bei 2.5 von 5 (965 Bewertungen, Herausgeberebene, nicht kartenspezifisch).

Das Urteil in einem Satz: Für alle, die regelmässig bei Fnac einkaufen und ihre Treuepunkte als Fnac-Guthaben einlösen, eine gebührenfreie Zahlungskarte mit rund 2 Prozent Gegenwert bei Fnac (ab 500 gesammelten Punkten rund 4 Prozent); die ehrlichen Schwächen: Punkte gibt es nur auf Fnac-Einkäufe und nicht auf dem übrigen Umsatz, eine Versicherung fehlt vollständig, den Frankenwert der Punkte nennt nur eine Drittquelle und nicht das Gebührenblatt, und laut moneyland.ch ist eine Fnac-Mitgliedschaft für CHF 30 auf drei Jahre obligatorisch.

Fnac Mastercard Erfahrungen: eine Handvoll Stimmen, und die meisten gelten Cembra

Über die Fnac Mastercard schreibt im Netz fast niemand. In den Schweizer Subreddits, bei Schwiizerfranke und bei Finanzrudel dreht sich das Wort «Fnac» beinahe immer um die Ladenkette und ihre Elektronik, nicht um die Karte; die französische «carte Fnac» wiederum ist ein anderes Produkt aus Frankreich. Übrig bleiben ein paar direkte Stimmen zur Schweizer Karte, und die erste erzählt gleich die ganze Doppelnatur dieses Kartenangebots:

"I have another anecdotal evidence of Cembra not being particularly liked. A cashier at FNAC told me I could get a free credit card that would also make my member card free. I told her that as they were in partnership with Cembra, I wouldn't accept the card. She answered that it wasn't the first time she's been told that by a customer. It's anecdotal at best but still..."

@01bah01 bei Reddit r/SwissPersonalFinance, 9. Dezember 2024.

Auf Deutsch: An der Fnac-Kasse wird ihm die Gratiskarte als das angeboten, was die Mitgliedschaft kostenlos macht; er lehnt gerade deshalb ab, weil Cembra dahintersteht, und die Kassiererin bestätigt, das höre sie nicht zum ersten Mal. Der Verkaufskanal und das Reputationsproblem in einer einzigen Szene.

Andere ordnen die Karte nüchtern ein. Ein Nutzer nennt sie schlicht die Karte, mit der man einen Kauf in mehrere Zahlungen aufteilen kann, «Might be worth looking into it» (bei Reddit), also als Teilzahlungskarte, nicht als Cashback-Karte. Ein erfahrener Forumsnutzer stellt sie ohne Umschweife in die zweite Reihe:

"There are a bunch of free credit cards, but none is fee-free. I haven't looked at the one from fnac, but I doubt they're one of the better cards that are available in Switzerland. So look around. I like this tool to compare them: https://www.moneyland.ch/en/credit-cards-comparison"

@redsterXVI bei Reddit r/askswitzerland, 30. August 2024.

Auf Deutsch: Es gebe viele gratis Karten, aber keine sei ganz gebührenfrei; die von Fnac habe er sich nicht angesehen, halte sie aber nicht für eine der besseren Schweizer Karten. Genau dieses beiläufige Achselzucken bestätigt das dünne Echo der Karte.

Die härtere Kritik im Netz trifft nicht die Fnac-Karte, sondern ihren Herausgeber. Ein Nutzer beschreibt Cembra rundheraus als Schuldenunternehmen, das sein Geld mit jenen verdiene, die nicht sofort zurückzahlen können, und rät von gratis Krediten dort ab, ausser man sei die disziplinierteste Person überhaupt (bei Reddit); ein anderer bringt die Gratis-Logik auf die Formel, ein Anbieter, der statt offener Gebühren mit versteckten Kosten arbeite, sei mit Vorsicht zu geniessen (bei Reddit). Ein dritter meint, Cembra habe seinen eigenen Parkplatz vor dem Kassensturz-Studio (bei Reddit).

Öffentlich messbar ist ohnehin nur der Herausgeber, nicht diese Karte. Auf Trustpilot steht die Cembra Money Bank bei 2.5 von 5, gestützt auf 965 Bewertungen (Stand 9. Oktober 2026); ihre App im App Store dagegen bei 4.58 aus rund 47’000 Bewertungen. Dieses Gefälle, hier die streng benotete Bank, dort die gelobte App, wiederholt sich bei jeder Cembra-Karte und spiegelt eher das Konsumkredit-, Leasing- und Inkassogeschäft des Hauses als die Fnac Mastercard selbst. Dieser Herausgeberwert zählt als Teilnote «Stimmen im Netz» in die Gesamtnote; die App-Zahlen für sich findest du unten im Abschnitt «Die App des Herausgebers in Zahlen».

Fnac-Treuepunkte: 1 Punkt pro 5 Franken, aber nur bei Fnac

Hier steckt der eigentliche Kern dieser Karte, und ausgerechnet er fehlt im Papier des Herausgebers. Für jeden bei Fnac ausgegebenen Fünfliber, in der Filiale wie auf fnac.ch, gibt es einen Fnac-Treuepunkt, der wöchentlich dem Fnac-Kundenkonto gutgeschrieben wird. Eingelöst werden die Punkte als Fnac-Guthaben nach einer festen Treppe: 100 Punkte ergeben CHF 10, 200 ergeben CHF 20, und so weiter bis 400 Punkte für CHF 40. Diese Grundstufen bedeuten je rund 2 Prozent, denn 100 Punkte setzen 500 Franken Fnac-Umsatz voraus. Erst bei 500 gesammelten Punkten springt der Wert: Dann gibt es CHF 100 statt der linear erwartbaren CHF 50, also rund 4 Prozent, allerdings erst auf 2’500 Franken Fnac-Umsatz in einem Jahr. Für ein normales Haushaltsbudget bei einer Elektronik- und Bücherkette ist das viel; die meisten bleiben in der 2-Prozent-Stufe.

Zwei Haken gehören zur ehrlichen Rechnung. Erstens fallen Punkte ausschliesslich auf Einkäufe bei Fnac an, nicht auf dem übrigen Kartenumsatz. Das unterscheidet die Karte von den Schwesterkarten desselben Herausgebers: Die SPAR Mastercard World etwa gibt auch ausserhalb des Partnergeschäfts noch einen halben Prozent zurück, die Certo! One ein Prozent bei drei frei wählbaren Händlern. Die Fnac-Karte gibt dir auf alles ausser Fnac nichts. Wer sie als Alltagskarte nutzt, sammelt für den grössten Teil seiner Ausgaben null.

Zweitens, und das ist die eigentliche Geschichte dieser Karte: Die Sammel- und Einlöseraten stehen nicht im Gebührenblatt der Cembra. Die Leistungsübersicht der Gebührenübersicht V1/01_2026 nennt keine einzige Punktezeile; belegt sind die Zahlen nur über moneyland.ch und die frühere Fnac-Produktseite. Ich führe sie auf, weil zwei unabhängige Drittquellen sie übereinstimmend nennen, aber der Herausgeber selbst weist den Wert seines eigenen Bonus nirgends aus. Das ist ein Beleg schwächer als bei der Confo’Card, deren Punkterechnung schwarz auf weiss im eigenen Blatt steht. Weil der Gegenwert komplett vom Fnac-Anteil deiner Ausgaben abhängt, den der Kartenrechner nicht kennt, erscheint die Karte im Rechner weiter unten nur als Klartextzeile statt als ausgerechneter Balken.

Fnac Kreditkarte gratis? Die Mitgliedschaft, die nur moneyland nennt

Bei der Jahresgebühr ist die Karte tatsächlich gratis: 0 Franken für Haupt- und Zusatzkarten, ein eigenes Kartendesign kostet einmalig 30 Franken. Das gilt aber nur für die Karte selbst. Nach moneyland.ch (gelesen am 16. Juli 2026) setzt die Fnac Mastercard eine Fnac-Mitgliedschaft voraus, die CHF 30 für drei Jahre kostet, also rund 10 Franken im Jahr. Diese Bedingung steht nicht im Gebührenblatt und auch nicht in den AGB des Herausgebers; sie ist zweite Hand.

Interessant ist, dass eine Nutzerstimme aus dem Jahr 2024 das Gegenteil erzählt: An der Fnac-Kasse sei ihm die Karte gerade als das angeboten worden, was die Mitgliedschaft gratis macht (siehe den Erfahrungsabschnitt weiter oben). Beide Angaben stehen nebeneinander, und keine ist im Herausgeberdokument belegt: moneyland spricht von 30 Franken auf drei Jahre, die Kassenszene von einer geschenkten Mitgliedschaft. Ich werte das nicht, sondern lege beides offen. Wer die Karte wegen der Mitgliedschaft nimmt, klärt den Preis vor dem Antrag direkt bei Fnac, statt sich auf die Werbung an der Kasse oder auf eine Vergleichsseite zu verlassen.

Fnac Mastercard Gebühren: Zahlungsfrist, Zins und die doppelte Mindestzahlung

Solange du fristgerecht zahlst, ist die Karte günstig. Alle Zahlen dieses Abschnitts stammen aus der Gebührenübersicht V1/01_2026 und stehen gesammelt in den Kartendaten weiter unten; drei Positionen greife ich heraus.

Erstens die Frist: 20 Tage netto ab Rechnungsdatum (AGB Ziff. 5.1). Wer den ganzen Betrag in dieser Zeit begleicht, zahlt keinen Zins. Zweitens der Zins danach: 12 Prozent, sobald du in Teilzahlung gehst oder in Verzug gerätst. Bis Ende 2025 lag der Satz bei 13 Prozent; gesenkt hat ihn der Gesetzgeber, der den Höchstsatz für Kreditkarten auf 12 Prozent deckelt, nicht Cembra. Einen separat ausgewiesenen effektiven Jahreszins, das gesetzliche Vergleichsmass, das alle Kreditkosten auf ein Jahr umrechnet, nennt das Gebührenblatt nicht; ausgewiesen ist nur der nominale Satz.

Drittens eine Zahl, die im Kleingedruckten in zwei Höhen steht: die Mindestzahlung bei Teilzahlung. In Fussnote 1 der Gebührenübersicht sind es 2.5 Prozent des Saldos, in AGB Ziffer 5.1 dagegen 3 Prozent, jeweils mindestens 50 Franken. Die AGB erklären in Ziffer 5.4 die Gebührenübersicht zwar zum Vertragsbestandteil, lösen den Widerspruch aber nirgends auf; ich rechne mit den tieferen 2.5 Prozent und nenne dir die 3 Prozent mit, damit du die Zahl im Papiervertrag wiedererkennst. Wer Rechnungen offen lässt, zahlt gestaffelte Inkassogebühren bis 960 Franken bei Forderungen über 3’000 Franken, dazu 30 Franken pro Mahnung.

Kein eBill und keine Mahnung: die Zahlungsmechanik, die Cembra teuer macht

eBill nennt weder das Gebührenblatt noch die AGB, und ein Nutzer bestätigte 2024, dass er die Rechnung nicht elektronisch einsehen konnte; der Verzug beginnt dazu hart. Die AGB sagen es in Ziffer 5.2 wörtlich: Wird der Mindestbetrag nicht bis zum Termin bezahlt, gerät der Inhaber «ohne Mahnung sofort in Verzug». Genau diese Mechanik beschreibt ein langjähriger Nutzer aus erster Hand, und er verband sie direkt mit dem Fnac-Angebot:

"I could have my FNAC membership free by taking a credit card with them that I wouldn't even use and because it's them, I won't take it. [...] don't let you use e-banking to pay their stuff. [...] After a few years, I forgot once to pay it in time and was immediately overcharged. No reminder, nothing."

@01bah01 bei Reddit r/Switzerland, 4. Oktober 2024.

Auf Deutsch: Er hätte die Fnac-Mitgliedschaft über die Karte gratis bekommen, nahm sie aber nicht; einmal vergass er die Zahlung fristgerecht und wurde sofort belastet, ohne Erinnerung, nichts. Was er als Willkür erlebte, ist im Vertrag angelegt: Die erste verpasste Zahlung führt ohne Mahnung in den Verzug, und Zahlungserinnerungen per SMS oder E-Mail sieht Cembra laut AGB erst bei wiederholtem Verzug vor.

Der Ausweg steht im selben Gebührenblatt: Die Monatsrechnung lässt sich per Lastschriftverfahren (LSV/Debit Direct) automatisch begleichen. Wer die Karte nimmt, richtet die Lastschrift am besten sofort ein; dann kann eine vergessene Rechnung die Gratiskarte gar nicht erst teuer machen.

Fnac Mastercard im Ausland: 2 Prozent, Bargeld und die Stapelung

Im Ausland wird aus der gratis Alltagskarte eine teure, über mehrere Positionen im Gebührenblatt. Bezahlst du in fremder Währung, verrechnet Cembra 2 Prozent auf dem in Franken umgerechneten Betrag; diese Bearbeitungsgebühr Fremdwährung ist der Zuschlag auf jeden Kauf, der nicht in Franken abgerechnet wird (Fussnote 3). Das sind 0.5 Prozentpunkte mehr als die 1.5 Prozent, die die Cembra-Partnerkarten IKEA Family Credit Card und SPAR bei derselben Bank und demselben Kartennetz verlangen.

Was der Einsatz wirklich kostet, liegt noch darüber. Laut Fussnote 3 kann der von Cembra angewandte Umrechnungskurs zusätzlich einen Aufschlag der Kartenorganisationen enthalten, der in keiner Abrechnungszeile getrennt auftaucht. Moneyland hat das gemessen: In seiner Swiss Credit Card Cost Study 2025 (Stichprobe an 13 Tagen im April und Mai 2025) kam für die Cembra Money Bank ein effektiver Aufschlag von rund 2.8 Prozent heraus, ermittelt auf Herausgeberebene und nicht eigens für die Fnac Mastercard.

Beim Bargeld sitzt die eigentliche Falle. Ein Bezug kostet durchgehend 3.75 Prozent, mindestens 10 Franken, egal ob in Franken oder Euro, im Inland wie im Ausland und ohne jeden Freibetrag. Fussnote 4 dehnt die zweite 2-Prozent-Position «Transaktionen in CHF im Ausland» ausdrücklich auf Bargeldbezüge aus; ein Bezug im Ausland landet damit bei 3.75 plus 2 Prozent. Wichtig für die Einordnung: Bei einem gewöhnlichen Kauf in fremder Währung greift nur die eine Bearbeitungsgebühr von 2 Prozent, nicht beide Positionen zusammen; addiert werden sie erst beim Auslandsbezug. Für Ferien mit Bargeldbedarf ist die Fnac-Karte damit die falsche Wahl.

Bietet dir ein Bancomat oder ein Kassenterminal im Ausland an, gleich in Franken statt in der Landeswährung abzurechnen, sag Nein. Diese sogenannte Dynamic Currency Conversion rechnet fast immer zu einem schlechteren Kurs ab als dein eigenes Kartennetz.

Keine Versicherung: was diese Gratiskarte den Schwesterkarten voraushat, ist nichts

Hier fällt die Fnac Mastercard am deutlichsten hinter ihre Familie zurück, und das schlägt sich in der tiefsten Schutznote der ganzen Cembra-Reihe nieder, einer 1.2. In der Leistungsübersicht des Gebührenblatts steht keine Versicherungszeile: keine Reiseversicherung, kein Kaufschutz, keine SOS-Assistance, nichts. Das ist kein Auslegungsproblem, sondern schlicht eine Lücke, die der Versicherungsblock weiter unten schwarz auf weiss zeigt.

Damit steht die Karte allein da. Die Confo’Card, die IKEA Family Credit Card und die SPAR Mastercard World, alle drei ebenfalls gratis und vom selben Herausgeber, bringen eine integrierte Reise- und Kaufschutzversicherung mit, teils mit Deckungen bis mehrere tausend Franken. Die Fnac-Karte bringt keinen einzigen dieser Bausteine. Wer eine gratis Zweitkarte auch wegen eines Sicherheitsnetzes für Reisen oder Neukäufe sucht, greift im selben Haus zur falschen Karte.

Fnac Mastercard und die anderen Cembra-Partnerkarten: welche gratis passt?

Bleibst du bei Cembra, hat die Fnac Mastercard nur einen echten Vorzug vor den Schwesterkarten: die 2 Prozent bei Fnac, die ab 500 gesammelten Punkten auf 4 Prozent steigen. Sonst liegt sie hinten. Confo’Card, IKEA- und SPAR-Karte sammeln auf mehr Umsatz und bringen eine Versicherung mit, IKEA und SPAR verlangen im Ausland nur 1.5 statt 2 Prozent, und die Certo-Karten, die Grund-Certo wie die flexible Certo! One, zahlen ihren Gegenwert frei verwendbar aufs Konto statt als gebundenes Guthaben. Zur selben Partnerfamilie zählt neu die LIPO Mastercard des Möbelhauses Lipo; sie erscheint zeitgleich mit dieser Rezension. Über den Partnerkreis hinaus gibt dir die Cumulus Kreditkarte der Migros Bank eBill, zwei kostenlose Auslandsbezüge im Jahr und einen tieferen Teilzahlungszins.

Hol dir die Karte nicht, wenn du ...

  • ... nicht regelmässig bei Fnac einkaufst. Punkte gibt es nur dort; auf dem gesamten übrigen Umsatz bekommst du nichts, und andere Gratiskarten zahlen dir auch anderswo etwas zurück.
  • ... eine gratis Karte mit Versicherung suchst. Die Fnac-Karte hat keine, die Schwesterkarten Confo’Card, IKEA und SPAR schon.
  • ... oft in Fremdwährung zahlst. 2 Prozent sind hier ein halbes Prozent mehr als bei der IKEA- und der SPAR-Karte; unabhängig gemessen liegt der Aufschlag bei rund 2.8 Prozent auf Herausgeberebene.
  • ... im Ausland oft Bargeld beziehst. Am Bancomat werden 3.75 Prozent fällig, mindestens CHF 10, ohne jedes Freikontingent, und im Ausland kommen nach Fussnote 4 nochmals 2 Prozent hinzu.
  • ... Rechnungen auch mal liegen lässt. Kein eBill, 20 Tage Frist, danach ohne Mahnung 12 Prozent Verzugszins, der gesetzliche Höchstsatz.

Hol dir die Karte, wenn du ...

  • ... ohnehin viel bei Fnac einkaufst. Ab 500 gesammelten Punkten sind es rund 4 Prozent, in den Grundstufen rund 2 Prozent, eingelöst als Fnac-Guthaben.
  • ... deine Fnac-Mitgliedschaft mit der Karte verbinden willst. Prüfe vorher direkt bei Fnac, ob und was sie kostet; die Quellen widersprechen sich.
  • ... jede Rechnung pünktlich oder automatisch per Lastschrift begleichst. Dann bleibt die Karte bei 0 Franken, und das Fnac-Guthaben ist reiner Gewinn.
  • ... eine simple gratis Mastercard als Zweitkarte willst. Ohne Jahresgebühr, weltweit an rund 80 Millionen Stellen akzeptiert; fürs Ausland und fürs Bargeld gehört eine andere Karte daneben.

Fnac Mastercard beantragen: Voraussetzungen und Ablauf

Beantragen kannst du die Karte online auf der Fnac-Kreditkartenseite von Cembra. Zwei Voraussetzungen stehen im Gebührenblatt: ein Mindestalter von 18 Jahren und ein regelmässiges Einkommen. Welche Höhe genügt, verrät Cembra nicht; das entscheidet die gesetzlich vorgeschriebene Bonitätsprüfung, also die Prüfung deiner Kreditfähigkeit. Ein eigenes Cembra-Konto ist nicht nötig, und die Karte lässt sich in Apple Pay, Google Pay und weitere mobile Wallets laden.

Bezahlt wird die Monatsrechnung per Einzahlung oder als Lastschriftverfahren (LSV/Debit Direct). Weil die Karte kein eBill hat und der Verzug ohne Mahnung beginnt, ist die Lastschrift hier kein Komfort, sondern der beste Schutz vor unnötigen Kosten; richte sie gleich mit dem Antrag ein.

Roberts Urteil

Mein Urteil: Die Fnac Mastercard ist eine gratis Karte für ein sehr enges Publikum, die Fnac-Stammkundschaft. Wer dort regelmässig einkauft, seine Treuepunkte als Fnac-Guthaben einlöst und jede Rechnung fristgerecht bezahlt, bekommt ohne Jahresgebühr rund 2 Prozent zurück, mit einer 4-Prozent-Stufe für alle, die viel bei Fnac ausgeben; daraus wird die Note 3.0. Drei Dinge halte ich dagegen, und sie wiegen schwerer als bei den Schwesterkarten. Punkte gibt es nur auf Fnac-Einkäufe, auf dem übrigen Umsatz nichts; eine Versicherung fehlt komplett, was die tiefste Schutznote der ganzen Cembra-Reihe ergibt; und den Frankenwert der Punkte wie auch die angeblich obligatorische Mitgliedschaft nennt nur eine Drittquelle, während das eigene Gebührenblatt dazu schweigt. Dass die schärfste Netzkritik dem Herausgeber gilt und nicht der Karte selbst, entlastet sie nicht: Ohne eBill und mit einem Verzug, der ohne Mahnung beginnt, wird jede vergessene Rechnung teuer. Nimm die Fnac Mastercard, wenn Fnac deine Kette ist, und richte gleich eine Lastschrift ein; für alles andere gibt es im selben Cembra-Haus die besser ausgestatteten Karten.

Häufige Fragen

Ist die Fnac Mastercard wirklich kostenlos? Bei der Jahresgebühr ja: Haupt- und Zusatzkarte kosten 0 Franken, einzig ein eigenes Kartendesign schlägt mit 30 Franken pro Design zu Buche. Laut moneyland.ch setzt die Karte aber eine Fnac-Mitgliedschaft für CHF 30 auf drei Jahre voraus, eine Angabe, die im Gebührenblatt fehlt. Kostenlos bleibt die Karte nur, wenn du fristgerecht bezahlst und Bargeld- und Auslandsgebühren meidest.

Was sind die Fnac-Treuepunkte wert, und wie kommst du an dein Guthaben? Pro 5 Franken Umsatz bei Fnac gibt es 1 Punkt, gutgeschrieben dem Fnac-Kundenkonto. 100 Punkte ergeben 10 Franken Guthaben (rund 2 Prozent), ab 500 Punkten CHF 100 (rund 4 Prozent). Eingelöst wird als Fnac-Guthaben; die Raten stehen bei moneyland.ch, nicht im Gebührenblatt des Herausgebers.

Bekomme ich auf allen Einkäufen Punkte? Nein. Punkte fallen nur auf Einkäufen bei Fnac an, in der Filiale und auf fnac.ch. Auf dem gesamten übrigen Kartenumsatz gibt es keinen Gegenwert.

Was kostet die Fnac Mastercard im Ausland? Käufe in fremder Währung kosten 2 Prozent; unabhängig gemessen sind es rund 2.8 Prozent auf Herausgeberebene. Bargeld beziehst du für 3.75 Prozent, mindestens 10 Franken; im Ausland legt Fussnote 4 nochmals 2 Prozent drauf.

Hat die Fnac Mastercard eine Versicherung? Nein. In der Leistungsübersicht des Gebührenblatts steht keine Versicherungszeile, weder eine Reise- noch eine Kaufschutzversicherung. Die Cembra-Partnerkarten Confo’Card, IKEA und SPAR haben eine, die Fnac-Karte nicht.

Wie lange habe ich Zeit, die Rechnung zu bezahlen? Die Frist beträgt 20 Tage ab Rechnungsdatum (AGB Ziff. 5.1). Zahlst du alles darin, fällt kein Zins an, danach 12 Prozent. Ein eBill gibt es nicht, und der Verzug beginnt ohne Mahnung; eine Lastschrift beugt vor.

Fnac Mastercard oder eine andere Cembra-Karte? Kaufst du regelmässig bei Fnac, kann sich die Karte lohnen. Sonst geben die Confo’Card, die IKEA- und die SPAR-Karte Punkte auf mehr Umsatz und bringen eine Versicherung mit, und die Certo-Karten zahlen ihren Bonus frei verwendbar aus statt als gebundenes Guthaben.

Die App des Herausgebers in Zahlen

46’523 Bewertungen auf App Store, gelesen am 9. Oktober 2026.

4.58 von 5
15

Was die Versicherung wirklich deckt

Keine Versicherung enthalten

Alle Beträge, Auflagen und Ausnahmen für jede Karte

Beschwerden und Aufsicht

Cembra Money Bank

Fälle beim Bankenombudsman

Ein einzelner Fall bedeutet nicht, dass der betroffene Kartenherausgeber sich etwas hat zuschulden kommen lassen. Der Schweizerische Bankenombudsman veröffentlicht ausschliesslich Zahlen für die ganze Branche, nie für einzelne Anbieter.

  • 2024136 Fälle in der Branche
  • 2025120 Fälle in der Branche

Zahlen gelten für die ganze Branche, nicht für Cembra Money Bank allein. Quellen: Jahresbericht 2024 und Jahresbericht 2025 des Bankenombudsman

Bei der Aufsicht

Verweist in den eigenen AGB (Paragraf 12.2) wörtlich auf das kostenlose Schlichtungsverfahren des Schweizerischen Bankenombudsman. Beleg, gelesen 13. Juli 2026

Das ganze Bild mit Methode und Quellen

Bedingungshistorie

  • 1. Januar 2026Der Teilzahlungs-/Verzugszins sank von 13% auf 12%: der gesetzliche Höchstzinssatz für Überziehungskredite (Kreditkarten) wurde per 1. Januar 2026 auf 12% gesenkt. Die Verbesserung kam per Gesetz, nicht von Cembra.

Datierte Änderungen beim Herausgeber, aus unserer Kartendatenbank. Alle Bedingungsänderungen für Fnac Mastercard

Bedingungen geprüft am 13. Juli 2026Nächste Prüfung: November 2026

Das Datum wird gesetzt, wenn die Bedingungen zuletzt direkt beim Herausgeber gelesen wurden.

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