Cornèrcard Miles & More Gold im Test: CHF 220 im Jahr für die inbegriffene Reiseversicherung, die der Classic fehlt, eine Sammelrate von 1.0 bis 1.2 Meilen pro CHF 2 und einen Meilenwert, den der Herausgeber weiterhin nicht verrät. Note 3.5
Cornèrcard Miles & More Gold: die Reiseversicherung, die der Classic fehlt, jetzt inklusive
Die grösste Lücke der Cornèrcard Miles & More Classic ist ihre Reiseversicherung: Es gibt keine, sie kostet als Zusatzprodukt extra. Genau diese Lücke schliesst die Gold. Für 220 Franken im Jahr, 80 mehr als die Classic, bekommst du eine Reiseversicherung mit Annullierung und Reiseunterbruch bis 40’000 Franken, weltweit und ganzjährig im Preis inbegriffen, dazu eine Sammelrate, die von 0.8 auf 1.0 Meilen pro 2 Franken im Inland steigt. Das ist genau das, was ein Vielflieger mit einer Meilenkarte vernünftigerweise von Anfang an erwartet hätte: Schutz auf der Reise, die die Meile bezahlen soll. Was die Karte nicht liefert, ist ausgerechnet die Zahl, die einen Vergleich erlauben würde: Wie viel eine Meile in Franken wert ist, verrät der Herausgeber weiterhin nicht.
Herausgeberin ist die Cornèr Bank AG in Lugano. Bestellt wird die Gold als Kombi-Angebot, eine Visa mit optionaler Diners Club Zusatzkarte ohne Aufpreis, beide auf ein gemeinsames Miles-&-More-Konto. Grundlage dieser Bewertung sind die am 16. Juli 2026 archivierte Produktseite, die Preisliste «Preise, Zinsen und Gebühren» (Ausgabe 04.2026), die Versicherungsbedingungen und die Cashback-Bedingungen mit ihrer Ziffer 2.2. Kortspezifische Forenstimmen gibt es diesmal keine zu zitieren, dazu weiter unten mehr. Daraus wird die Note 3.5, getragen vom hohen Schutz (Teilnote 4.8) und den «Stimmen im Netz» (4.5), gebremst vom unbelegbaren Bonuswert (2.2) und den Kosten (3.2).
Das Wichtigste in Kürze
- Die Jahresgebühr beträgt CHF 220 pro Jahr. Mit HON- oder SEN-Status, den beiden höchsten Miles-&-More-Stufen, übernimmt Cornèrcard die ganze Gebühr, sie fällt auf CHF 0; mit FTL-Status sinkt sie um CHF 80 auf CHF 140.
- Du sammelst 1 Meile pro CHF 2 in Franken und 1.2 Meilen pro CHF 2 in Fremdwährung mit der Visa, mit der optionalen Diners Club Zusatzkarte immer 2 Meilen pro CHF 2. Dazu 10’000 Willkommensmeilen bei Neuantrag (Stand Juli 2026) und ein Umsatzbonus von 3’000 Meilen ab CHF 20’000 Jahresumsatz.
- Ab dieser Stufe ist die Reiseversicherung im Preis inbegriffen: Annullierung und Reiseunterbruch bis CHF 40’000 pro Ereignis, weltweit, ganzjährig und für unbeschränkt viele Reisen, ohne verlangten Mindestkarteneinsatz. Auf der Classic kostet dieselbe Deckung CHF 35 bis 49 extra.
- Dazu gehören ein Einkaufsschutz bis CHF 10’000 im Jahr, eine Garantieverlängerung bis CHF 3’000, eine Bestpreis-Garantie bis CHF 2’000 und ein Rechtsschutz bis CHF 300’000, dazu drei kleinere Deckungen (Bancomat-Raub, Handtasche, Schlüsselersatz), die es in der Reihe nur auf der Gold gibt.
- Einen Frankenwert pro Meile nennt der Herausgeber nach wie vor nicht, und die Meilen sind an das Miles-&-More-Programm gebunden, nicht als Bargeld oder Kontogutschrift einlösbar. Ein seriöses Netto in Franken lässt sich damit nicht bilden; wer es trotzdem versuchen will, findet im Rechner weiter unten einen direkten Vergleich mit einer Karte, deren Rückvergütung fest beziffert ist.
- Der Fremdwährungszuschlag liegt bei 1.2 Prozent, der Bargeldbezug bei 4 Prozent (mindestens CHF 10 am Automaten, CHF 15 am Schalter), und wer nur teilweise zahlt, trägt 12 Prozent Jahreszins, den gesetzlichen Höchstsatz.
Kartendaten
- Jahresgebühr
- CHF 220CHF 220/Jahr. HON/SEN: CHF 0. FTL: CHF 140 (CHF 80 Rabatt).
- Vorteile
- Miles & More Meilen: 1.2 Meilen pro CHF 2 Umsatz in Fremdwährung, 1 Meile pro CHF 2 Umsatz in Schweizer Franken (Visa); mit der Diners Club Karte im Kombi-Angebot 2 Meilen pro CHF 2 Umsatz.10’000 Willkommensmeilen bei Neuantrag (Visa)
- Fremdwährungsgebühr
- 1.20%
- Zins
- 12.00%Gleiche Zinsobergrenze wie bei den übrigen Cornèrcard-Karten. Zahlungsfrist Monatsauszug: 25 Tage (Zahlungsfrist ab Rechnungsdatum, NICHT zinsfreie Tage ab Kauf, die Quelle gibt Letzteres nicht an).
- Zinsfreie Tage
- Vom Herausgeber nicht veröffentlicht
- Bargeldbezug
- 4%, mind. CHF 10Bargeldbezug am Geldausgabeautomaten kostet 4%, mindestens CHF 10; am Bankschalter 4%, mindestens CHF 15. Lotto-, Wett- und Casinoumsätze gelten ebenfalls als Bargeldbezug. Quelle: Leistungsübersicht Preise, Zinsen und Gebühren (Ausgabe 04.2026).
- Reiseversicherung
- EnthaltenNach der Kartenstufe Gold ist die Reiseversicherung inbegriffen (Annullierung und Reiseunterbrechung, weltweit und ganzjährig, unbeschränkte Anzahl Reisen). Der Versicherungsumfang richtet sich nach der Kartenstufe (Allgemeine Versicherungsbedingungen).
- Zahlungsnetzwerk
- Visa (im Kombi-Angebot optional mit Diners Club Zusatzkarte, im Kombi CHF 0)
- Voraussetzungen
- Kein veröffentlichtes Mindesteinkommen. Die Ausgabelimite beträgt höchstens 20% des angegebenen Jahreseinkommens, in der Regel maximal CHF 90’000 (Allgemeine Geschäftsbedingungen Cornèrcard, Gold-Stufe).
Was dir die Karte bei deinem Ausgabenniveau zurückgibt
Zieh am Regler und stell die Cornèrcard Miles & More Gold neben die TCS Travel Mastercard Gold. Dieselbe Rechnung wie auf der Startseite: Bonuswert minus Jahresgebühr, aus den Kartendaten. Die Rückvergütung ist nicht die Note: dort wiegen auch Schutz und Kosten mit.
Berechnet als Vorteil minus Jahresgebühr, bei monatlich vollständig beglichener Rechnung.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Du sammelst 1 Meile pro CHF 2 in Franken und 1.2 Meilen pro CHF 2 in Fremdwährung mit der Visa, mit der beigelegten Diners Club Karte immer 2 Meilen pro CHF 2.
- Neu kommen 10’000 Willkommensmeilen mit der Visa dazu, plus Umsatzbonus wie 3’000 Meilen ab CHF 20’000 Jahresumsatz.
- Ab Gold-Stufe ist die Reiseversicherung inbegriffen: Annullierung und Reiseunterbruch bis CHF 40’000 pro Ereignis, weltweit und ganzjährig (Allianz Assistance).
- Kostenlos inbegriffen sind zudem Garantieverlängerung bis CHF 3’000, Bestpreis-Garantie bis CHF 2’000 und ein Einkaufsschutz bis CHF 10’000 pro Jahr.
- Mit HON- oder SEN-Status übernimmt Cornèrcard die ganze Jahresgebühr (CHF 0), mit FTL-Status entfallen CHF 80.
- Die Meilen sind unbegrenzt gültig, solange du die Karte mindestens einmal im Monat einsetzt und seit mindestens drei Monaten besitzt.
Nachteile
- Es gibt kein Cashback, der laufende Vorteil sind ausschliesslich Meilen; Miles-&-More-Karten sind vom Cornèrcard Cashback-Programm ausdrücklich ausgeschlossen (Bedingungen Punkt 2.2).
- Einen Frankenwert pro Meile nennt der Herausgeber nicht; die Meilen sind an das Miles-&-More-Programm gebunden und nicht als Bargeld oder Kontogutschrift einlösbar.
- Wer die Willkommensmeilen maximieren will, zahlt laut einem Serien-Nutzer eine Mindestgebühr über zwei Jahre und muss danach rund 1.5 Jahre warten, bis er die Karten wieder churnen kann.
- Der Fremdwährungszuschlag liegt bei 1.2%, und die Wechselkurse der Serie gelten als teuer.
- Der Bargeldbezug kostet 4 Prozent, mindestens CHF 10 am Automaten und CHF 15 am Schalter; Lotto-, Wett- und Casinoumsätze gelten als Bargeldbezug.
- Auf nicht fristgerecht beglichene Beträge fällt ein Teilzahlungszins von 12 Prozent an, dem gesetzlichen Höchstsatz.
- Die höhere Rate von 2 Meilen pro CHF 2 gibt es nur mit der beigelegten Diners Club Karte, die laut einem Nutzer bei der Akzeptanz «way behind» liegt; mit der breiter akzeptierten Visa sammelst du langsamer.
Das Urteil in einem Satz: Der Mittelschritt der Miles-&-More-Reihe, der der Classic genau das nachliefert, was ihr fehlt, eine inbegriffene Reiseversicherung, gegen 80 Franken mehr im Jahr und eine Sammelrate, die von 0.8 auf 1.0 Meilen pro CHF 2 im Inland steigt; was eine Meile am Ende wert ist, bleibt auch auf dieser Stufe unveröffentlicht. Note 3.5.
Miles & More Gold oder Classic: 80 Franken für die Reiseversicherung, die vorher fehlte
Wer zwischen den beiden unteren Miles-&-More-Stufen steht, zahlt für einen einzigen Unterschied, der sich klar benennen lässt: den Reiseschutz. Auf der Classic fehlt jede Reiseversicherung im Grundpreis, sie kostet als Zusatzprodukt 35 Franken einzeln oder 49 Franken für die Familie. Auf der Gold ist genau diese Deckung, Annullierung und Reiseunterbruch bis 40’000 Franken pro Ereignis, weltweit und ganzjährig, im Preis enthalten. Wer die Zusatzpolice der Classic sowieso gebucht hätte, holt allein damit einen guten Teil der 80 Franken Aufpreis wieder herein, wenn er die Deckung nutzt.
Der zweite Unterschied liegt in der Sammelrate: Die Classic gibt 0.8 Meilen pro 2 Franken im Inland und 1 Meile im Ausland, die Gold 1 Meile im Inland und 1.2 im Ausland, mit der Diners Club Karte bleiben es in beiden Fällen 2 Meilen pro 2 Franken. Über ein Jahr mit dem Referenzbudget dieser Seite sammelst du auf der Gold spürbar mehr, ohne dass sich daraus ein Frankenbetrag ableiten lässt, denn den Umrechnungskurs nennt der Herausgeber auf keiner der beiden Stufen. Dazu verdoppeln sich die Willkommensmeilen von 5’000 auf 10’000, und das Einkaufs- und Garantiepaket wächst mit: Der Kaufschutz steigt von 5’000 auf 10’000 Franken im Jahr, die Bestpreis-Garantie von 1’000 auf 2’000, der Rechtsschutz von 250’000 auf 300’000, und eine Garantieverlängerung sowie drei kleinere Deckungen kommen neu dazu.
Für den Vielflieger, der schon Meilen sammelt und regelmässig fliegt, ist das im Kern eine einzige Rechnung: Reist du oft genug, dass die Reiseversicherung greift, sind die 80 Franken gut angelegt, weil du sonst ohnehin für eine Zusatzpolice zahlst oder ohne Schutz reist. Bleibst du meist zu Hause oder deckst Reisen anders ab, bleibt der Aufpreis eine reine Meilenwette, genau wie bei der Classic auch, nur eine Stufe teurer.
Zwei goldene Cornèrcard, eine Bank: Meilen oder Franken zurück
Cornèrcard führt seine Kreditkarten in zwei parallelen Reihen: eine mit Meilen, eine mit Cashback, beide in drei Stufen mit derselben Stufenbezeichnung Classic, Gold und Platinum. Wer «Cornèrcard Gold» sucht, kann darum zwei völlig verschiedene Karten meinen, und der Vergleich zwischen ihnen ist ehrlicher als jeder Vergleich mit einer fremden Bank, weil beide auf demselben Versicherungspaket sitzen. Die Cornèrcard Gold mit Cashback kostet 190 Franken im Jahr, 30 weniger als die Miles-&-More-Variante, und trägt exakt dieselbe Schutznote 4.8: dieselbe Reiseversicherung bis 40’000 Franken, derselbe Kaufschutz, dieselbe Garantieverlängerung, dieselbe Bestpreis-Garantie, derselbe Rechtsschutz bis 300’000 und dieselben drei Kleindeckungen. Der Schutz unterscheidet die beiden Gold-Karten also nicht; das Cashback-Programm nimmt die Miles-&-More-Karten laut Bedingungen (Ziffer 2.2) ausdrücklich davon aus.
Der Unterschied liegt allein in der laufenden Rückvergütung, und hier trennen sich die beiden Karten grundsätzlich: Bei der Cashback-Gold lässt sich das Ergebnis in Franken ausrechnen, ernüchternd zwar, 0.6 Prozent bringen beim Referenzbudget dieser Seite rund 144 Franken im Jahr, gegen 190 Franken Gebühr bleibt ein Minus von etwa 46 Franken, aber immerhin eine Zahl. Bei der Miles-&-More-Gold lässt sich das Ergebnis gar nicht erst ausrechnen, weil kein Umrechnungskurs veröffentlicht ist. Für 30 Franken mehr im Jahr tauschst du also ein bezifferbares, wenn auch negatives Ergebnis gegen ein unbezifferbares, und das lohnt sich nur, wenn dir die Meilen selbst mehr wert sind, weil du sie für Prämienflüge einsetzt, die sonst teuer wären. Wer die Rückvergütung lieber in Franken sieht, ist bei der Cashback-Gold richtig; wer ohnehin Miles & More sammelt und Business oder First fliegen will, bleibt bei dieser Karte.
Was eine Meile wert ist, und warum darüber praktisch niemand schreibt
Der Herausgeber nennt die Sammelrate, 1 bis 1.2 Meilen pro 2 Franken, aber an keiner Stelle einen Einlösekurs in Franken. Ohne diese zweite Zahl lässt sich kein ehrliches Netto berechnen, und wir schreiben deshalb keins hin, auch wenn in Foren gelegentlich eine Faustregel von rund einem Rappen pro Meile kursiert. Das ist eine Grössenordnung, kein garantierter Kurs, und für diese Karte gilt derselbe Vorbehalt wie für die ganze Reihe: Details zur Faustregel und zur allgemeinen Diskussion um die Sammelrate stehen im Test der Miles & More Classic.
Über die Gold-Stufe selbst wird in den Schweizer Finanzforen kaum je einzeln geschrieben. Wer über «Cornercard Gold» postet, meint fast immer die Cashback-Karte mit dem 1-Prozent-Vorteil, nicht die Meilenvariante; die Miles-&-More-Gold taucht praktisch nur am Rand einer Aufzählung von Vielfliegerkarten auf. Ein Nutzer, der dank seines HON-Status gleich mehrere Kreditkarten kostenlos hält, führt in einer solchen Liste auch eine Cornèrcard Miles & More Gold auf, derselbe Mechanismus, der oben unter den Willkommensmeilen steht: Die Gebühr fällt mit hohem Vielfliegerstatus auf null. Mehr an eigenständiger Substanz liefert die Suche nicht, und wir füllen die Leerstelle nicht mit fremden Stimmen aus der Classic-Rezension auf, sondern benennen sie so, wie sie ist: eine Karte, über die praktisch niemand einzeln schreibt, weil sie zwischen zwei bekannteren Nachbarn liegt.
Willkommensmeilen, HON-Status und die Zwei-Jahres-Bindung
Der sichtbarste Anreiz beim Neuantrag sind 10’000 Willkommensmeilen mit der Visa (Stand Juli 2026), doppelt so viele wie bei der Classic, dazu ein Umsatzbonus von 3’000 Meilen ab 20’000 Franken Jahresumsatz. Solche Willkommensbeträge sind befristete Aktionen und wechseln; prüfe vor dem Antrag die aktuelle Zahl.
Wer viel fliegt, zahlt am Ende oft gar nichts: Die zwei höchsten Vielfliegerränge im Programm, HON und SEN, lassen die Gebühr komplett fallen, der niedrigere FTL-Rang drückt sie um 80 Franken auf 140. Dasselbe Prinzip senkt schon bei der Classic die Kosten auf null, nur behältst du auf der Gold zusätzlich den kompletten Reiseschutz, ohne extra zu bezahlen.
Wer die Willkommensmeilen als eine Art Gratis-Probe sieht, sollte die Kehrseite kennen, die für die ganze Serie gilt und im Test der Miles & More Classic mit einer Originalstimme belegt ist: Die Gebühr bindet dich mindestens zwei Jahre, und nach einer Kündigung dauert es rund eineinhalb weitere Jahre, bis sich ein neuer Bonus wiederholen lässt.
Das Reisepaket der Gold: was die 40’000 Franken tatsächlich abdecken
Hier liegt der eigentliche Grund, diese Stufe statt der Classic zu nehmen, und hier holt die Karte ihre Schutznote 4.8. Die Reiseversicherung deckt Annullierung und Reiseunterbruch bis 40’000 Franken pro Ereignis, weltweit, das ganze Jahr über und für eine unbeschränkte Anzahl Reisen, ohne Mindestkarteneinsatz. Mitgedeckt sind Heilbehandlungskosten, Reiseverspätung und Reisegepäck innerhalb derselben Gesamtsumme, ohne separat ausgewiesene Teilbeträge, dazu der Selbstbehalt-Ausschluss bei gemieteten Fahrzeugen (CDW): Ein Kratzer am Mietwagen ist damit gedeckt.
Neben der Reise steht ein Einkaufs- und Garantiepaket: Einkaufsschutz bis 2’000 Franken pro Schadensfall und 10’000 im Jahr gegen Diebstahl oder Beschädigung frisch gekaufter Ware, eine Garantieverlängerung bis 3’000 Franken, eine Bestpreis-Garantie bis 2’000 Franken, wenn dieselbe Ware innert 30 Tagen anderswo günstiger angeboten wird, und ein Rechtsschutz bis 300’000 Franken. Drei kleinere Deckungen gibt es in der Reihe nur auf dieser Stufe, nicht einmal auf der teureren Platinum: eine Versicherung gegen Raub am Bancomat bis 5’000 Franken im Jahr, eine Handtaschenversicherung bis 2’000 Franken und ein Schlüsselersatz bis 1’000 Franken.
Zur Einordnung: Die Schutznote 4.8 ist ein geteiltes Dach, kein Alleinstellungsmerkmal. Dieselbe Note erreicht auch die Cashback-Gold für 30 Franken weniger. Was diese Karte auszeichnet, ist nicht eine einsame Spitzensumme, sondern dass Reise, Einkauf, Garantie und Recht ohne Zusatzgebühr im Preis stecken.
Ausland, Bargeld und Teilzahlung: was neben der Gebühr noch anfällt
Bezahlst du fristgerecht und vollständig, bleibt es bei der Jahresgebühr. Im Ausland greift trotzdem ein doppelter Mechanismus: Der ausgewiesene Fremdwährungszuschlag von 1.2 Prozent trifft dich auch bei Franken-Zahlungen an ausländische Händler, aber das ist nur die halbe Geschichte, denn Cornèrcard rechnet die ganze Serie über denselben Wechselkurs ab. moneyland.ch bezifferte den realen Aufschlag auf Herausgeberebene mit rund 4.1 Prozent, gemessen in einer Stichprobe an 13 Tagen im April und Mai 2025 und gültig für Cornèrcard als Ganzes, nicht für dieses einzelne Produkt; die ausführliche Rechnung dazu steht im Test der Cornèrcard Classic. Immerhin gibt dir gerade der Auslandseinsatz die höhere Sammelrate von 1.2 statt 1 Meile.
Beim Bargeld verlangt Cornèrcard pauschal 4 Prozent, unabhängig davon, ob am Automaten (Minimum 10 Franken) oder am Schalter (Minimum 15), und Lotto, Wetten und Casino zählen ebenfalls dazu, ohne Meilenertrag. Für den Zins gilt der landesweite Höchstsatz von 12 Prozent auf einen offen gelassenen Saldo, verbunden mit einer Mindestrate von 2.5 Prozent, mindestens jedoch 50 Franken; die Karte kennt kein Zinsfenster pro Einkauf, sondern eine Zahlungsfrist von 25 Tagen ab Rechnungsdatum, innerhalb der du zinsfrei bleibst. Am zuverlässigsten umgehst du das über ein automatisches Lastschriftverfahren; die übrigen Zahlen findest du in den Kartendaten weiter unten.
Hol dir die Karte nicht, wenn du ...
- ... die Rückvergütung in Franken willst. Cashback ist bei den Miles-&-More-Karten ausdrücklich ausgeschlossen (Ziffer 2.2), und einen Frankenwert pro Meile nennt der Herausgeber nicht.
- ... selten fliegst oder nicht im Star-Alliance-Netzwerk unterwegs bist. Der Wert einer Meile zeigt sich erst beim Einlösen für einen Prämienflug; ohne das zahlst du 220 Franken im Jahr für einen Vorteil, den du nie ziehst.
- ... mit der Classic schon zufrieden bist und selten reist. Die 80 Franken Aufpreis kaufen dir vor allem eine Reiseversicherung, die du dann liegen lässt.
- ... die Karte primär zum Bezahlen im Ausland willst. Der Zuschlag von 1.2 Prozent plus die Kursmarge der Serie machen sie dafür teuer; ohne den Meilenanreiz lohnt sich eine Neobank-Karte mehr.
- ... lieber ein bezifferbares Ergebnis siehst als eine Wette auf Flugklassen. Die Cashback-Gold derselben Bank rechnet sich wenigstens in Franken vor, wenn auch negativ; hier bleibt der Bonus für immer unmessbar.
Hol dir die Karte, wenn du ...
- ... ein Miles-&-More-Konto führst, oft mit SWISS oder in der Star Alliance unterwegs bist und dir auf der Classic die Reiseversicherung gefehlt hat. Genau diese Lücke liefert die Gold nach, ohne Aufpreis auf die Police.
- ... HON- oder SEN-Status hast. Dann fällt die Jahresgebühr komplett weg.
- ... Wert auf ein breites Einkaufs- und Rechtsschutzpaket legst, ohne dass es Cashback geben muss. Kaufschutz bis CHF 10’000, Rechtsschutz bis CHF 300’000, Garantieverlängerung und Bestpreis-Garantie sind kostenlos dabei.
- ... die optionale Diners Club Karte einsetzen kannst und die Meilen für hochwertige Prämienflüge einlöst. Mit ihr verdoppelst du die Inland-Sammelrate der Visa: 2 statt 1 Meile pro 2 Franken.
Cornèrcard Miles & More Gold beantragen: Kombi-Angebot, Voraussetzungen und Limite
Die Bestellung läuft über cornercard.ch als Kombi-Angebot: eine Visa als Hauptkarte, dazu wahlweise die Diners Club Zusatzkarte ohne Aufpreis. Cornèrcard verlangt ein Mindestalter und geregelte Einkünfte, ohne dafür in den gelesenen Unterlagen eine konkrete Einkommensschwelle zu nennen; die gesetzlich vorgeschriebene Kreditfähigkeitsprüfung entscheidet über die Zusage und hinterlässt einen ZEK-Eintrag bei der Zentralstelle für Kreditinformation. Deine Ausgabelimite bemisst sich an höchstens 20 Prozent deines Jahreseinkommens, in der Regel bis zu 90’000 Franken, genau wie bei der Cashback-Gold.
HON- und SEN-Status senken die Gebühr auf null, FTL-Status auf 140 Franken; welchen Status du hältst, prüft Cornèrcard gegen dein Miles-&-More-Konto. Und weil die Willkommensmeilen als Aktion wechseln: Prüfe vor dem Antrag, welche Zahl gerade gilt, statt dich auf die hier genannten 10’000 zu verlassen.
Roberts Urteil
Mein Urteil: Die Cornèrcard Miles & More Gold ist der Schritt, an dem die Reihe für einen Vielflieger Sinn ergibt, weil sie genau die Lücke schliesst, die ich der Classic vorgeworfen habe: keine inbegriffene Reiseversicherung. Für 220 Franken im Jahr, mit HON- oder SEN-Status auf null gesenkt, bekommst du eine Reiseversicherung bis 40’000 Franken, ein breites Einkaufs- und Rechtsschutzpaket und eine Sammelrate von 1 bis 1.2 Meilen pro 2 Franken. Daraus wird die Note 3.5, im Mittelfeld, getragen vom hohen Schutz und gebremst vom Bonuswert. Zwei Dinge halte ich fest. Erstens nennt der Herausgeber auch auf dieser Stufe keinen Frankenwert pro Meile, ich kann dir also kein Netto ausrechnen, so wie bei der Classic auch. Zweitens zahlst du für denselben Schutz bei der Cashback-Gold derselben Bank 30 Franken weniger und bekommst dafür ein Ergebnis, das sich wenigstens beziffern lässt, wenn auch negativ. Nimm die Miles-&-More-Gold, wenn dein Vielfliegerstatus und dein Reiseverhalten genau zu diesem Zuschnitt passen, und richte ein Lastschriftverfahren ein, sonst greift irgendwann der 12-Prozent-Zins. Willst du Rückvergütung in Franken, nimm die Cashback-Gold; brauchst du die Reiseversicherung nicht, bleibt die günstigere Classic die bessere Wahl.
Häufige Fragen
Miles & More Gold oder Classic? Der Unterschied ist die Reiseversicherung: Auf der Classic fehlt sie und kostet als Zusatzprodukt 35 bis 49 Franken, auf der Gold ist sie im Preis inbegriffen, bis 40’000 Franken pro Ereignis. Dafür zahlst du 80 Franken mehr im Jahr und bekommst eine leicht höhere Sammelrate, 1 statt 0.8 Meilen pro 2 Franken im Inland.
Miles & More Gold oder Cornèrcard Gold? Beide teilen sich dieselbe Schutznote 4.8 und dasselbe Versicherungspaket. Der Unterschied liegt in der Rückvergütung: Die Cashback-Gold kostet 190 Franken und gibt 0.6 Prozent in Franken, netto rund 46 Franken im Minus beim Referenzbudget. Die Miles-&-More-Gold kostet 220 Franken und gibt Meilen ohne genannten Frankenwert; ein Netto lässt sich für sie gar nicht erst ausrechnen.
Was ist eine Meile bei der Miles & More Gold wert? Eine offizielle Zahl dazu gibt es nicht: Cornèrcard nennt zwar, wie schnell du sammelst (1 bis 1.2 Meilen pro 2 Franken), schweigt aber zum Einlösekurs in Franken. Als grobe Orientierung kursiert in Foren rund ein Rappen pro Meile, aber ohne Garantie.
Lohnt sich die Cornèrcard Miles & More Gold? Nur mit einem bestimmten Profil: ein Miles-&-More-Konto, häufige Flüge mit SWISS oder in der Star Alliance und echter Bedarf an der inbegriffenen Reiseversicherung. Fehlt eines davon, zahlst du 220 Franken für einen Bonus, dessen Wert sich nicht beziffern lässt.
Wie viele Willkommensmeilen gibt es? Aktuell 10’000 bei Neuantrag mit der Visa (Stand Juli 2026), dazu ein Umsatzbonus von 3’000 Meilen ab 20’000 Franken Jahresumsatz. Willkommensbeträge sind befristete Aktionen; prüfe vor dem Antrag die aktuelle Zahl und die zweijährige Gebührenbindung.
Alternativen zur Cornèrcard Miles & More Gold
Willst du günstiger einsteigen und die Reiseversicherung notfalls separat zahlen, ist die Cornèrcard Miles & More Classic die Stufe darunter: 140 Franken im Jahr, tiefere Sammelrate, Reiseversicherung nur gegen Aufpreis. Willst du denselben Schutz derselben Bank, aber eine Rückvergütung, die sich in Franken beziffern lässt, ist die Cornèrcard Gold mit Cashback für 190 Franken im Jahr die naheliegende Wahl: identisches Versicherungspaket, 0.6 Prozent Cashback statt unbestimmter Meilen. Suchst du eine Reisekarte, deren Bonus ebenfalls in Franken messbar ist, gibt die TCS Travel Mastercard Gold 1 Prozent Umsatzbonus als Rechnungsgutschrift, verlangt dafür aber eine separate TCS-Mitgliedschaft. Sammelst du weiter Meilen und willst noch schneller vorankommen, liegt die Cornèrcard Miles & More Platinum mit einer höheren Sammelrate nahe. Für alle gilt: Zum Bezahlen in fremder Währung gehört eine Karte mit echtem Interbankkurs daneben.
Die App des Herausgebers in Zahlen
19’048 Bewertungen auf App Store, gelesen am 9. Oktober 2026.
Was die Versicherung wirklich deckt
In der Karte enthalten · Allianz Assistance (AWP P&C S.A., Zweigniederlassung Wallisellen)
- Zahlungsbedingung, damit der Schutz giltKostenlos inbegriffen mit Cornèrcard Gold; kein Mindestkarteneinsatz für die Reiseversicherungskomponenten genannt.
- Annullierung der Reise (Storno)Bis CHF 40’000 pro versichertes Ereignis (Cornèrcard Gold).
- Heilungskosten und RücktransportHeilbehandlungskosten enthalten (Gold/Platinum-Deckung); kein separat beziffertes Teilbetrag, siehe Gesamtsumme CHF 40’000/Ereignis.
- Dauer der ReiseGeht aus den Bedingungen nicht hervor
- Selbstbehalt beim MietwagenSelbstbehalt-Ausschluss für gemietete Fahrzeuge (CDW) inbegriffen.
- Unfall: InvaliditätGeht aus den Bedingungen nicht hervor
- Wenn du schon eine andere Versicherung hastGeht aus den Bedingungen nicht hervor
Der Einkaufsschutz
- EinkaufsschutzBis CHF 2’000 pro Schadensfall und CHF 10’000 pro Jahr (Cornèrcard Gold)Bedingungen
- Bestpreis-GarantieBis CHF 2’000 pro Jahr (Cornèrcard Gold, Bestpreis-Garantie)Bedingungen
- Verlängerte GarantieBis CHF 3’000 (Cornèrcard Gold, Garantieverlängerung +2 Jahre, Mindestwarenwert CHF 50)Bedingungen
- Weitere SchutzleistungenGeldautomaten-Raub-Versicherung bis CHF 5’000/Jahr; Handtaschen-Versicherung bis CHF 2’000/Jahr (max. CHF 250/Gegenstand); Schlüsselersatz-Versicherung bis CHF 1’000/Jahr - alle drei exklusiv für Cornèrcard Gold (nicht Platinum), Versicherer Helvetia.Bedingungen
Beschwerden und Aufsicht
Cornèr Banca (inkl. BonusCard und PKZ Insider Card)
Fälle beim Bankenombudsman
Ein einzelner Fall bedeutet nicht, dass der betroffene Kartenherausgeber sich etwas hat zuschulden kommen lassen. Der Schweizerische Bankenombudsman veröffentlicht ausschliesslich Zahlen für die ganze Branche, nie für einzelne Anbieter.
- 2024136 Fälle in der Branche
- 2025120 Fälle in der Branche
Zahlen gelten für die ganze Branche, nicht für Cornèr Banca (inkl. BonusCard und PKZ Insider Card) allein. Quellen: Jahresbericht 2024 und Jahresbericht 2025 des Bankenombudsman
Bei der Aufsicht
Steht auf der Mitgliederliste der Schweizerischen Bankiervereinigung und ist damit vom Mandat des Schweizerischen Bankenombudsman erfasst. Die eigenen Kreditkarten AGB nennen die Ombudsstelle nicht direkt. Beleg, gelesen 13. Juli 2026
Bedingungshistorie
Noch keine dokumentierten Bedingungsänderungen. Die Dokumente der Karte werden monatlich geprüft.
Das Datum wird gesetzt, wenn die Bedingungen zuletzt direkt beim Herausgeber gelesen wurden.
