Cornèrcard Miles & More Platinum im Test: CHF 750 im Jahr, mit HON- oder SEN-Status nur CHF 530, und die höchste Meilenrate der Serie bleibt trotzdem ohne Frankenwert. Note 2.9
Cornèrcard Miles & More Platinum: ein Kartenpreis, der die Zielgruppe verrät
750 Franken im Jahr, ausser du hast schon Status: Mit HON oder Senator, den beiden höchsten Stufen im Miles-&-More-Programm, sinkt die Gebühr auf 530 Franken, mit dem tieferen FTL-Status auf 670 Franken. Diese Staffelung ist keine Nebensache im Kleingedruckten, sie ist die eigentliche Auskunft über diese Karte: Wer schon so viel mit SWISS oder der Lufthansa Group fliegt, dass er Status hat, zahlt am wenigsten. Wer keinen Status hat und ihn sich über die Karte erst erfliegen müsste, zahlt den vollen Preis für die höchste Meilenrate der dreistufigen Reihe und weiss immer noch nicht, was eine Meile in Franken wert ist.
Herausgeberin ist die Cornèr Bank AG in Lugano, das Netz Visa, dazu im selben Kombi-Angebot eine Diners Club Zusatzkarte auf demselben Miles-&-More-Konto. Diese Bewertung stützt sich auf die am 16. Juli 2026 archivierte Produktseite, das Gebührenblatt «Preise, Zinsen und Gebühren» (Ausgaben 04.2026 und 08.2026), Ziffer 2.2 der Cashback-Bedingungen und eine einzige gebuchte Forenstimme. Die Note ist 2.9, getragen vom hohen Schutz (Teilnote 4.8) und den Stimmen im Netz (Teilnote 4.5, die Zahlen des Herausgebers), gebremst von den Kosten: Die Teilnote 1.0 ist der tiefste Wert der Skala, denselben Boden teilt sich nur die American Express Platinum Card. Der Bonuswert von 2.3 ist zwar der höchste innerhalb der Miles-&-More-Reihe, bleibt aber tief, weil der Herausgeber keinen Frankenwert pro Meile veröffentlicht.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Jahresgebühr beträgt CHF 750. Mit HON- oder SEN-Status sinkt sie um CHF 220 auf CHF 530, mit FTL-Status um CHF 80 auf CHF 670.
- Du sammelst die höchste Meilenrate der Serie: 1.2 Meilen pro CHF 2 in Franken und 1.5 Meilen pro CHF 2 in Fremdwährung mit der Visa, mit der beigelegten Diners Club Karte 2.4 Meilen pro CHF 2, mehr als die 2 Meilen bei Classic und Gold. Dazu 15’000 Willkommensmeilen (Stand Juli 2026) und ein Umsatzbonus, etwa 4’500 Meilen ab CHF 40’000 Jahresumsatz.
- Nur auf dieser Stufe: ein kostenloser Priority Pass mit unbegrenztem Zugang zu über 1’800 Flughafenlounges für dich und deine Begleitung, ein Concierge-Service und eine 18-Gramm-Metallkarte.
- Die Reiseversicherung ist inbegriffen, Annullierung und Reiseunterbruch bis CHF 60’000 pro Ereignis, weltweit und für eine unbeschränkte Anzahl Reisen, dazu eine separate Unfalldeckung für dich und deine Familie. Darunter ein Einkaufsschutz bis CHF 15’000 im Jahr, eine Bestpreis-Garantie bis CHF 4’000, eine Garantieverlängerung bis CHF 6’000 und ein Rechtsschutz bis CHF 350’000.
- Cashback gibt es keins, und einen Frankenwert pro Meile nennt der Herausgeber nirgends. Ein Netto in Franken kannst du darum nicht ausrechnen, nur die Gebühr: CHF 750, 670 oder 530 sind fix, der Meilenertrag bleibt offen. Vergleiche die Karte mit dem Rechner gegen eine Karte, deren Rückvergütung feststeht.
- Der Fremdwährungszuschlag liegt bei 1.2 Prozent, der Bargeldbezug bei 4 Prozent (mindestens CHF 10 am Automaten, CHF 15 am Schalter), und wer nur teilweise zahlt, trägt 12 Prozent Jahreszins, den gesetzlichen Höchstsatz.
Kartendaten
- Jahresgebühr
- CHF 750CHF 750/Jahr. HON/SEN: CHF 530 (CHF 220 Rabatt). FTL: CHF 670 (CHF 80 Rabatt). Bis zu drei Miles & More Gold-Zusatzkarten kostenlos (Preisliste Ausgabe 08.2026).
- Vorteile
- Miles & More Meilen: 1.5 Meilen pro CHF 2 Umsatz in Fremdwährung, 1.2 Meilen pro CHF 2 Umsatz in Schweizer Franken (Visa); mit der Diners Club Karte im Kombi-Angebot 2.4 Meilen pro CHF 2 Umsatz.15’000 Willkommensmeilen bei Neuantrag (Visa)
- Fremdwährungsgebühr
- 1.20%
- Zins
- 12.00%Gleiche Zinsobergrenze wie bei den übrigen Cornèrcard-Karten. Zahlungsfrist Monatsauszug: 25 Tage (Zahlungsfrist ab Rechnungsdatum, NICHT zinsfreie Tage ab Kauf, die Quelle gibt Letzteres nicht an).
- Zinsfreie Tage
- Vom Herausgeber nicht veröffentlicht
- Bargeldbezug
- 4%, mind. CHF 10Bargeldbezug am Geldausgabeautomaten kostet 4%, mindestens CHF 10; am Bankschalter 4%, mindestens CHF 15. Lotto-, Wett- und Casinoumsätze gelten ebenfalls als Bargeldbezug. Quelle: Leistungsübersicht Preise, Zinsen und Gebühren (Ausgabe 04.2026).
- Reiseversicherung
- EnthaltenNach der Kartenstufe Platinum ist die Reiseversicherung inbegriffen (Annullierung und Reiseunterbrechung, weltweit und ganzjährig), zusätzlich Reiseunfallschutz für dich und deine Familie (Allgemeine Versicherungsbedingungen).
- Zahlungsnetzwerk
- Visa
- Voraussetzungen
- Kein veröffentlichtes Mindesteinkommen. Die Ausgabelimite beträgt höchstens 20% des angegebenen Jahreseinkommens, in der Regel maximal CHF 90’000 (Allgemeine Geschäftsbedingungen Cornèrcard, gilt für Gold und Platinum).
Was dir die Karte bei deinem Ausgabenniveau zurückgibt
Zieh am Regler und stell die Cornèrcard Miles & More Platinum neben die TCS Travel Mastercard Gold. Dieselbe Rechnung wie auf der Startseite: Bonuswert minus Jahresgebühr, aus den Kartendaten. Die Rückvergütung ist nicht die Note: dort wiegen auch Schutz und Kosten mit.
Berechnet als Vorteil minus Jahresgebühr, bei monatlich vollständig beglichener Rechnung.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Du sammelst die höchste Meilenrate der Serie: 1.2 Meilen pro CHF 2 in Franken und 1.5 Meilen pro CHF 2 in Fremdwährung mit der Visa, mit der beigelegten Diners Club Karte 2.4 Meilen pro CHF 2.
- Ein kostenloser Priority Pass gibt dir und deiner Begleitung unbegrenzten Zugang zu über 1’800 Flughafenlounges, dazu kommt ein Concierge-Service.
- Neu kommen 15’000 Willkommensmeilen mit der Visa dazu, plus Umsatzbonus wie 4’500 Meilen ab CHF 40’000 Jahresumsatz.
- Die Reiseversicherung ist inbegriffen und deckt Annullierung und Reiseunterbruch bis CHF 60’000 pro Ereignis samt Reiseunfallschutz für dich und deine Familie (Allianz Assistance).
- Ein Vielreisender, der mehr Nächte im Hotel als zu Hause verbringt, schwört laut einem Bericht auf die Diners Club und Miles & More Combo und nennt sie «the best card in Switzerland».
Nachteile
- Mit CHF 750 pro Jahr rechnet sich die Karte nur für den sehr häufigen Vielflieger; mit HON- oder SEN-Status sinkt sie auf CHF 530, mit FTL-Status auf CHF 670.
- Es gibt kein Cashback, der laufende Vorteil sind ausschliesslich Meilen; Miles-&-More-Karten sind vom Cornèrcard Cashback-Programm ausdrücklich ausgeschlossen (Bedingungen Punkt 2.2).
- Einen Frankenwert pro Meile veröffentlicht der Herausgeber nicht; die Meilen sind an das Miles-&-More-Programm gebunden und nicht als Bargeld oder Kontogutschrift einlösbar.
- Der Fremdwährungszuschlag liegt bei 1.2%, und die Wechselkurse der Serie gelten als teuer.
- Der Bargeldbezug kostet 4 Prozent, mindestens CHF 10 am Automaten und CHF 15 am Schalter; Lotto-, Wett- und Casinoumsätze gelten als Bargeldbezug.
- Auf nicht fristgerecht beglichene Beträge fällt ein Teilzahlungszins von 12 Prozent an, dem gesetzlichen Höchstsatz.
- Die höchste Rate von 2.4 Meilen pro CHF 2 gibt es nur mit der beigelegten Diners Club Karte, die laut einem Nutzer bei der Akzeptanz «way behind» liegt; mit der breiter akzeptierten Visa sammelst du langsamer.
Das Urteil in einem Satz: eine Platinumkarte für den sehr häufigen Vielflieger, der unbegrenzten Lounge-Zugang, Concierge und die höchste Meilenrate der Reihe ausschöpft; ohne Status und ohne dieses Reiseprofil ist CHF 750 im Jahr eine teure Wette auf einen Meilenwert, den der Herausgeber nicht beziffert. Note 2.9.
750, 670 oder 530 Franken: die Rabattstufen als Zielgruppenanalyse
Bei der Classic gilt der FTL-Rabatt laut Fussnote der Preisliste ausdrücklich nicht, nur HON und SEN senken dort die Gebühr auf null. Auf der Platinum gilt er, genau wie auf der Gold: 80 Franken weniger mit FTL-Status, 220 Franken weniger mit HON oder SEN. Wer HON Circle oder Senator ist, zahlt 530 Franken, 370 Franken weniger als eine American Express Platinum Card und nur 30 Franken mehr als die günstigste Cornèrcard-Platinum-Cashback-Variante.
Diese Staffelung sagt etwas über die Zielgruppe, das die Karte selbst nirgends ausspricht: HON- und Senator-Status erreicht man fast ausschliesslich durch tatsächliches Vielfliegen bei SWISS oder der Lufthansa Group, nicht durch eine Kreditkarte. Wer den Status schon hat, bekommt mit der Platinum ein Kartenprodukt, das seine bestehende Reisefrequenz weiter belohnt, unbegrenzten Lounge-Zugang und die höchste Sammelrate der Reihe eingeschlossen. Wer den Status nicht hat, zahlt die vollen 750 Franken und müsste den Gegenwert allein über die Meilen und die Lounge-Besuche selbst rechtfertigen, ohne dass der Herausgeber verrät, was eine Meile am Ende wert ist. Die Karte ist so gebaut, dass sie für den bereits Reisenden am günstigsten und für den Einsteiger am teuersten ist, das genaue Gegenteil einer Karte, die zum Status hinführen soll.
Die höchste Meilenrate der Serie, und die Zahl, die weiterhin fehlt
Mit der Visa sammelst du 1.2 Meilen pro 2 Franken im Inland und 1.5 Meilen pro 2 Franken in Fremdwährung, gegenüber 0.8 und 1 bei der Classic sowie 1 und 1.2 bei der Gold: die höchste Rate der dreistufigen Reihe. Auch die beigelegte Diners Club Karte sammelt hier mehr: Laut Preisliste (Ausgabe 08.2026) sind es 2.4 Meilen pro 2 Franken, in Franken wie in Fremdwährung, bei der Gold 2 Meilen; bei der Classic nennt die Produktseite ebenfalls 2. Die Produktseite der Platinum nannte im Juli 2026 noch 2 Meilen. Dazu kommen 15’000 Willkommensmeilen bei Neuantrag (Stand Juli 2026) und ein gestaffelter Umsatzbonus, ab 20’000 Franken Jahresumsatz 1’500 Meilen mit der Platinum, ab 40’000 Franken 4’500 Meilen (Produktseite).
Was die Rate am Ende bedeutet, bleibt trotzdem offen. Der Herausgeber nennt die Sammelrate, aber an keiner Stelle einen Einlösekurs in Franken, und ohne diese zweite Zahl lässt sich kein ehrliches Netto ausrechnen, egal wie hoch die erste Zahl ist. Zwei Nutzer, die eigentlich über American-Express-Karten schreiben, nennen am Rand eine Rate für diese Karte, die es in sich hat: Der eine notiert «1.2 miles per franc spent» (bei Reddit), der andere «2.4 miles per 2.- spent» (bei Reddit): Beide sagen dasselbe, 2.4 Meilen pro 2 Franken, das Doppelte dessen, was die Visa im Inland bringt. Genau diese Rate nennt die Preisliste (Ausgabe 08.2026) für die Diners Club Karte der Platinum; die Foren lagen damit näher an der Preisliste als die Produktseite vom Juli 2026. Über die Miles-&-More-Platinum selbst wird in den Schweizer Finanzforen dagegen fast nie einzeln geschrieben: Wer «Cornercard Platinum» postet, meint praktisch immer die gleichnamige Cashback-Karte mit ihrer 500-Franken-Debatte. Aus einer breiten Suche liess sich für diese Meilen-Variante ein einziges Zitat sauber zuordnen, dazu die zwei genannten Randbestätigungen aus fremden Threads. Wir schreiben diese Leerstelle so hin, wie sie ist, statt sie mit Stimmen zu füllen, die von einer anderen Karte handeln.
Priority Pass, Concierge und die 18-Gramm-Karte: das Paket, das nur die Platinum hat
Bei der Classic und der Gold ist der Lounge-Zugang über die Diners Club Karte an einen Vorzugspreis pro Besuch gebunden. Auf der Platinum fällt dieser Preis weg: Ein kostenloser Priority Pass gibt dir und deiner Begleitung unbegrenzten Zutritt zu über 1’800 Flughafenlounges, ohne Gebühr pro Besuch und ohne Jahreslimite (Produktseite). Dazu kommt ein Concierge-Service für Reservierungen, Reiseplanung, Event-Tickets und weitere Anliegen sowie eine 18-Gramm-Metallkarte: alles drei gibt es in der Miles-&-More-Reihe ausschliesslich auf dieser Stufe.
Auch bei der Reiseversicherung markiert die Platinum das obere Ende: Annullierung und Reiseunterbruch bis 60’000 Franken pro Ereignis, weltweit, ganzjährig und für eine unbeschränkte Anzahl Reisen, ohne verlangten Mindestkarteneinsatz, dazu eine separate Unfalldeckung (Reiseunfall-Advantage) für dich und deine Familie bei dauerhafter Invalidität oder Tod durch einen Unfall auf der Reise; eine bezifferte Deckungssumme dafür nennen die gelesenen Unterlagen nicht. Das Einkaufs- und Garantiepaket wächst gegenüber der Gold mit: ein Einkaufsschutz bis 5’000 Franken pro Schadensfall und 15’000 Franken im Jahr, eine Bestpreis-Garantie bis 4’000 Franken, eine Garantieverlängerung um zwei Jahre bis 6’000 Franken und ein Rechtsschutz bis 350’000 Franken. Die vollständigen Summen stehen im Versicherungsblock weiter unten.
Amex Platinum oder Cornèrcard Platinum: drei Antworten auf dieselbe Premiumfrage
Drei Karten in diesem Vergleich tragen den Namen Platinum, und keine löst die Preisfrage gleich. Die American Express Platinum Card kostet 900 Franken, ist eine reine Charge-Karte ohne Teilzahlung und gibt Membership-Rewards-Punkte, deren Frankenwert American Express ebenfalls nicht nennt; dafür bekommst du ein noch vollständigeres Reisepaket samt Hotelstatus. Die Cornèrcard Platinum mit Cashback kostet 500 Franken, nur als Visa, ohne Diners Club Kombi, und zahlt 0.9 Prozent Cashback in echten Franken statt Meilen. Und weil beide Cornèrcard-Karten unter derselben Produktbezeichnung «Platinum» laufen, teilen sie sich exakt dasselbe Versicherungs-, Lounge- und Concierge-Paket: dieselbe Reiseversicherung bis 60’000 Franken, derselbe Einkaufsschutz bis 15’000 Franken, dieselbe Bestpreis-Garantie bis 4’000 Franken, dieselbe Garantieverlängerung bis 6’000 Franken, derselbe Rechtsschutz bis 350’000 Franken, derselbe unbegrenzte Priority Pass, derselbe Concierge. Für 250 Franken mehr im Jahr kaufst du bei der Miles-&-More-Variante also nicht mehr Schutz, sondern Meilen statt eines bezifferbaren Cashbacks, und ohne Status ist das ein Tausch mit unbekanntem Ausgang.
Wie sich dieser Tausch für einen echten Vielreisenden anfühlt, zeigt die einzige Stimme, die sich dieser Karte zuordnen liess:
Yea… Swiss cards have generally very shitty perks. My friend who spends more nights in hotels than at home swears on his Diners Card / Swiss Miles and more combo card. Says it’s the best card in Switzerland.
I was too lazy to fill out the paperwork so can’t tell you the details
@Eskapismus bei Reddit r/SwissPersonalFinance, 27. September 2024.
Auf Deutsch: Schweizer Karten hätten allgemein ziemlich schlechte Vorteile, aber sein Freund, der mehr Nächte im Hotel als zu Hause verbringe, schwöre auf die Kombination aus Diners Club und Miles & More und nenne sie «the best card in Switzerland»; er selbst sei zu bequem gewesen, sich für die Details anzumelden. Die Diners-Club-Kombination ordnet die Stimme der Cornèrcard zu, nicht der Amex-Variante von Swisscard, denn nur Cornèrcard führt Diners Club im Miles-&-More-Kombi-Angebot. Aus zweiter Hand und ohne genannte Stufe, aber sie zeigt genau das Profil, für das diese Karte gebaut ist: mehr Nächte im Hotel als zu Hause.
1.2 Prozent im Ausland, 4 Prozent bar, 12 Prozent Teilzahlung
Solange die Rechnung pünktlich und vollständig beglichen wird, kostet die Platinum neben der Jahresgebühr nichts. Der Fremdwährungszuschlag liegt bei 1.2 Prozent; massgeblich ist der Sitz des Händlers, nicht die Zahlungswährung, die Gebühr greift also selbst bei einer Franken-Zahlung an einen ausländischen Anbieter. Derselbe Wechselkurs gilt für die ganze Cornèrcard-Serie: moneyland.ch ermittelte dafür in einer Stichprobe an 13 Tagen im April und Mai 2025 rund 4.1 Prozent realen Aufschlag, gemessen auf Herausgeberebene und nicht für dieses einzelne Kartenprodukt. Die ganze Rechnung dazu steht im Test der Cornèrcard Classic. Wer im Ausland zahlt, sammelt zwar die höhere Fremdwährungsrate von 1.5 Meilen pro 2 Franken, zahlt dafür aber über den Kurs mehr, als die ausgewiesene Gebühr vermuten lässt.
Jeder Bargeldbezug kostet 4 Prozent, mit einem Mindestbetrag von 10 Franken am Automaten und 15 Franken am Bankschalter, daheim wie im Ausland und ohne Freibetrag; auch Lotto-, Wett- und Casinoumsätze zählen als Bargeldbezug und bringen keine Meilen. Wer die Monatsrechnung nur teilweise begleicht, trägt 12 Prozent Jahreszins, den gesetzlichen Höchstsatz, bei einer Mindestrückzahlung von 2.5 Prozent des Saldos oder wenigstens 50 Franken. Die Zahlungsfrist von 25 Tagen ab Rechnungsdatum ist die Spanne, innert der du zinsfrei zahlst, keine zinsfreie Zeit, die mit jedem Kauf neu beginnt. Am ruhigsten fährst du mit einem Lastschriftverfahren, das den Saldo monatlich voll ausgleicht; die restlichen Werte sind im Kartendaten-Block aufgelistet.
Hol dir die Karte nicht, wenn du ...
- ... keinen HON-, SEN- oder FTL-Status hast und auch nicht sehr häufig reist. Ohne Rabatt zahlst du CHF 750 im Jahr für Meilen ohne genannten Frankenwert, und die Kostenteilnote fällt konsequent auf den Skalenboden von 1.0.
- ... die Rückvergütung lieber in Franken siehst. Cashback ist bei den Miles-&-More-Karten ausdrücklich ausgeschlossen; die Cornèrcard Platinum mit demselben Schutzpaket kostet CHF 250 weniger und zahlt 0.9 Prozent in echten Franken.
- ... unbegrenzten Lounge-Zugang und Concierge nicht brauchst. Dann zahlst du für ein Paket, das du liegen lässt; die Gold liefert den gleichen Reiseschutz für deutlich weniger Gebühr.
- ... vor allem im Ausland bezahlst und dir die Meilen egal sind. 1.2 Prozent plus Kursmarge machen eine Neobank-Karte zum echten Interbankkurs günstiger fürs blosse Bezahlen.
- ... die Willkommensmeilen als Gratis-Probe siehst. Wie bei der ganzen Reihe bindet dich die Gebühr laut einem Karteninhaber der Classic mindestens zwei Jahre, bevor sich ein neuer Bonus wiederholen lässt.
Hol dir die Karte, wenn du ...
- ... HON- oder Senator-Status hast. Dann sinkt die Gebühr auf CHF 530, 370 Franken unter einer American Express Platinum Card, bei unbegrenztem Lounge-Zugang und der höchsten Meilenrate der Reihe.
- ... sehr häufig reist und die Lounges wirklich nutzt. Der kostenlose Priority Pass für dich und deine Begleitung sowie der Concierge-Service gibt es in der Miles-&-More-Reihe nur hier.
- ... schon Miles & More sammelst und Prämienflüge in Business oder First einlöst. Die höchste Sammelrate der Serie bringt dich schneller dorthin, auch ohne bezifferten Zwischenwert.
- ... Läden mit Diners Club akzeptieren. Die beigelegte Zusatzkarte sammelt 2.4 Meilen pro CHF 2, mehr als die Visa und mehr als die Diners Club Karte der Classic und Gold.
Cornèrcard Miles & More Platinum beantragen: Status angeben, Einkommen belegen
Beantragt wird die Platinum über cornercard.ch als Kombi-Angebot: eine Visa-Hauptkarte mit Diners Club Zusatzkarte auf demselben Miles-&-More-Konto. Vorausgesetzt sind ein Mindestalter und geregelte Einkünfte; eine konkrete Einkommensschwelle nennt Cornèrcard in den gelesenen Unterlagen nicht. Über die Zusage entscheidet die gesetzlich verlangte Kreditfähigkeitsprüfung, die einen Eintrag bei der Zentralstelle für Kreditinformation (ZEK) nach sich zieht. Deine Ausgabelimite deckelt Cornèrcard bei höchstens 20 Prozent des angegebenen Jahreseinkommens, in der Praxis meist nicht über 90’000 Franken, gleich hoch wie bei der Cashback-Platinum derselben Bank.
Welchen Status du beim Antrag angibst, prüft Cornèrcard gegen dein Miles-&-More-Konto; ohne bestätigten HON-, SEN- oder FTL-Status zahlst du die vollen 750 Franken. Und weil Willkommensmeilen als Aktion wechseln: Prüfe vor dem Antrag, ob die 15’000 noch aktuell sind, statt dich auf die hier genannte Zahl zu verlassen.
Roberts Urteil
Mein Urteil: Die Cornèrcard Miles & More Platinum ist keine Karte für den Einstieg in den Vielfliegerstatus, sie ist eine Karte für alle, die ihn schon haben. Die Rabattstruktur sagt das deutlicher als jede Werbezeile: 750 Franken im Jahr für alle ohne Status, 530 Franken für HON und Senator. Wer diesen Status hat, bekommt die höchste Meilenrate der Reihe, einen unbegrenzten Priority Pass, einen Concierge und eine Reiseversicherung bis 60’000 Franken zu einem Preis, der unter dem der American Express Platinum Card liegt. Wer ihn nicht hat, zahlt den vollen Betrag für ein Bonusprogramm, dessen Frankenwert der Herausgeber nirgends nennt, während die gleichnamige Cashback-Platinum derselben Bank für 250 Franken weniger dasselbe Schutzpaket liefert und ihre Rückvergütung wenigstens beziffert, wenn auch negativ. Daraus wird die Note 2.9, getragen vom hohen Schutz und den Stimmen im Netz, gebremst von Kosten, die für die Normalprofilrechnung dieser Seite zu hoch liegen. Nimm die Karte, wenn du den Status oder das Reiseprofil hast, für das sie gebaut ist, und richte die Zahlung auf ein Lastschriftverfahren, damit der 12-Prozent-Zins nie zum Zug kommt. Willst du Rückvergütung in Franken, nimm die Cashback-Platinum; reicht dir weniger Lounge-Luxus, bleibt die Gold die günstigere Wahl in derselben Reihe.
Häufige Fragen
Lohnt sich die Cornèrcard Miles & More Platinum? Für einen bestimmten Menschen: den sehr häufigen Vielflieger, der HON- oder SEN-Status hat oder anstrebt, unbegrenzte Lounges und einen Concierge nutzt und die Meilen für hochwertige Prämienflüge einlöst. Ohne diese Voraussetzungen zahlst du 750 Franken im Jahr für ein Bonusprogramm ohne genannten Frankenwert.
Wie funktioniert der HON-, SEN- und FTL-Rabatt? Mit HON Circle oder Senator, den beiden höchsten Miles-&-More-Stufen, sinkt die Gebühr von 750 Franken um 220 Franken auf 530 Franken. Mit dem tieferen FTL-Status sinkt sie um 80 Franken auf 670 Franken. Ohne einen der drei Status zahlst du den vollen Betrag.
Miles & More Platinum oder Amex Platinum? Zwei verschiedene Bonusprogramme bei zwei verschiedenen Herausgebern: Diese Karte sammelt Miles-&-More-Meilen für 750 Franken (530 Franken mit Status), die American Express Platinum Card sammelt Membership-Rewards-Punkte für 900 Franken als reine Charge-Karte mit einem noch umfassenderen Reisepaket. Beide nennen keinen Frankenwert für ihre Punkte oder Meilen.
Was ist eine Meile wert? Einen Umrechnungskurs in Franken veröffentlicht Cornèrcard für keine Miles-&-More-Stufe, auch für die Platinum nicht. Beziffert ist nur die Sammelseite, 1.2 respektive 1.5 Meilen pro 2 Franken, die Einlöseseite bleibt offen.
Miles & More Platinum oder Cornèrcard Platinum mit Cashback? Beide tragen die Produktbezeichnung Platinum und teilen sich deshalb exakt dasselbe Versicherungs-, Lounge- und Concierge-Paket. Der Unterschied ist die laufende Rückvergütung: Die Cashback-Platinum kostet 500 Franken und zahlt 0.9 Prozent in Franken, diese Karte kostet 750 Franken (530 Franken mit Status) und gibt Meilen ohne genannten Wert. Für reine Rückvergütung ist die Cashback-Variante die klarere Rechnung.
Alternativen zur Cornèrcard Miles & More Platinum
Sprengt der Status-Rabatt allein die 750 Franken nicht weg, lohnt der Blick auf die günstigeren Geschwister: die Cornèrcard Miles & More Gold kostet 220 Franken, bringt eine inbegriffene Reiseversicherung, aber keinen unbegrenzten Lounge-Zugang, und die Cornèrcard Miles & More Classic für 140 Franken bleibt reine Einstiegskarte ohne Reiseschutz im Grundpreis. Willst du denselben Lounge- und Versicherungsschutz, aber einen Ertrag, den du in Franken nachrechnen kannst, ist die Cornèrcard Platinum mit 0.9 Prozent Cashback für 500 Franken die naheliegende Wahl. Und geht es dir um das umfassendste Reisepaket unabhängig vom Programm, ist die American Express Platinum Card für 900 Franken die Karte eine Preisklasse höher. In allen vier Fällen lohnt sich für Auslandszahlungen zusätzlich eine Neobank-Karte zum echten Interbankkurs.
Die App des Herausgebers in Zahlen
19’048 Bewertungen auf App Store, gelesen am 9. Oktober 2026.
Was die Versicherung wirklich deckt
In der Karte enthalten · Allianz Assistance (AWP P&C S.A., Zweigniederlassung Wallisellen)
- Zahlungsbedingung, damit der Schutz giltKostenlos inbegriffen mit Cornèrcard Platinum; kein Mindestkarteneinsatz für die Reiseversicherungskomponenten genannt.
- Annullierung der Reise (Storno)Bis CHF 60’000 pro versichertes Ereignis (Cornèrcard Platinum).
- Heilungskosten und RücktransportHeilbehandlungskosten enthalten (Gold/Platinum-Deckung); kein separat beziffertes Teilbetrag, siehe Gesamtsumme CHF 60’000/Ereignis.
- Dauer der ReiseGeht aus den Bedingungen nicht hervor
- Selbstbehalt beim MietwagenSelbstbehalt-Ausschluss für gemietete Fahrzeuge (CDW) inbegriffen.
- Unfall: InvaliditätGeht aus den Bedingungen nicht hervor
- Wenn du schon eine andere Versicherung hastGeht aus den Bedingungen nicht hervor
Der Einkaufsschutz
- EinkaufsschutzBis CHF 5’000 pro Schadensfall und CHF 15’000 pro Jahr (Cornèrcard Platinum)Bedingungen
- Bestpreis-GarantieBis CHF 4’000 pro Jahr (Cornèrcard Platinum, Bestpreis-Garantie)Bedingungen
- Verlängerte GarantieBis CHF 6’000 (Cornèrcard Platinum, Garantieverlängerung +2 Jahre, Mindestwarenwert CHF 50)Bedingungen
Beschwerden und Aufsicht
Cornèr Banca (inkl. BonusCard und PKZ Insider Card)
Fälle beim Bankenombudsman
Ein einzelner Fall bedeutet nicht, dass der betroffene Kartenherausgeber sich etwas hat zuschulden kommen lassen. Der Schweizerische Bankenombudsman veröffentlicht ausschliesslich Zahlen für die ganze Branche, nie für einzelne Anbieter.
- 2024136 Fälle in der Branche
- 2025120 Fälle in der Branche
Zahlen gelten für die ganze Branche, nicht für Cornèr Banca (inkl. BonusCard und PKZ Insider Card) allein. Quellen: Jahresbericht 2024 und Jahresbericht 2025 des Bankenombudsman
Bei der Aufsicht
Steht auf der Mitgliederliste der Schweizerischen Bankiervereinigung und ist damit vom Mandat des Schweizerischen Bankenombudsman erfasst. Die eigenen Kreditkarten AGB nennen die Ombudsstelle nicht direkt. Beleg, gelesen 13. Juli 2026
Bedingungshistorie
- 1. August 2026Neu sind bis zu drei Miles & More Gold-Zusatzkarten kostenlos. Die vorherige Preisliste (Ausgabe 04.2026) führte für die Platinum keine Zusatzkarte.
Datierte Änderungen beim Herausgeber, aus unserer Kartendatenbank. Alle Bedingungsänderungen für Cornèrcard Miles & More Platinum
Das Datum wird gesetzt, wenn die Bedingungen zuletzt direkt beim Herausgeber gelesen wurden.
