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Kreditkart

American Express Card im Test: das grüne Original von Swisscard für CHF 140, im ersten Jahr gratis, mit gratis inbegriffenem Membership Rewards zum halben Tempo

American Express Card: das grüne Original, das im eigenen Namen untergeht

Keine Karte in diesem Vergleich hat einen unglücklicheren Namen als diese. «American Express Card» ist zugleich das Alltagswort für jedes beliebige Amex-Plastik, und deshalb verschwindet ausgerechnet das Produkt, das genau so heisst, hinter allen anderen. Wer über «seine Amex» spricht, denkt fast immer an die Gold Card, die Platinum Card oder eine der Cashback-Karten, kaum je an diese schlichte Karte für 140 Franken. Dabei ist sie das grüne Original der Reihe: die klassische Einsteiger-Charge-Karte unter Gold und Platin, seit jeher jene Amex, die man ohne Zusatzwort einfach «die American Express» nennt. Und sie hat zwei Argumente, die im Werbelärm untergehen. Im ersten Jahr ist sie gratis, und ihr Bonusprogramm Membership Rewards liegt ohne Aufpreis bei, während das Punkteprogramm der Schwesterkarte Blue 40 Franken extra kostet.

Hinter der Karte steht die Swisscard AECS in Horgen, abgerechnet wird über das American-Express-Netz. Grundlage für diesen Test sind die Gebühren- und Leistungsübersicht der American Express Card (Dokument 25015/01.2026, Stand Januar 2026), die Bedingungen der gemeinsamen Charge-Sammelversicherung bei Allianz und die Membership-Rewards-Seiten von americanexpress.ch. Nutzerstimmen zur Karte gibt es diesmal keine zu zitieren, und der Grund gehört zur Karte: Unter ihrem generischen Namen taucht sie in den Foren praktisch nie auf. Was dort über die Amex-Akzeptanz steht, gilt für sie trotzdem, dazu weiter unten. Die Note ist 3.4, solide im Mittelfeld.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Hauptkarte kostet CHF 140 pro Jahr, im ersten Jahr gratis (Einführungsangebot); die Zusatzkarte kostet CHF 75, die Ersatzkarte ist gratis. Es ist eine Charge-Karte: Die Monatsrechnung wird immer vollständig fällig, eine Teilzahlung gibt es nicht.
  • Das Bonusprogramm Membership Rewards Basic ist ohne Aufpreis dabei, anders als bei der Blue mit ihrem pointup für CHF 40 extra. Du sammelst 1 Punkt pro CHF 2 Umsatz, halb so schnell wie die Gold Card und die Platinum Card mit 1 Punkt pro Franken; ein Upgrade auf Membership Rewards Classic (1 Punkt pro Franken) kostet Zusatzgebühr.
  • Einen Frankenwert pro Punkt nennt American Express nicht, und einlösen lassen sich die Punkte nur als Flugmeilen oder Gutscheine, nie als Bargeld oder Gutschrift auf die Rechnung. Ein Franken-Netto lässt sich deshalb nicht seriös angeben; wie sich die Karte neben einer Cashback-Karte schlägt, zeigt der Rechner weiter unten.
  • Die Fremdwährungsgebühr beträgt 2.5 Prozent, ein Bargeldbezug kostet 4 Prozent (mindestens CHF 10). Auf nicht fristgerecht beglichene Beträge fällt ein «Jahreszins ab Buchungsdatum» von 12 Prozent an, so viel wie der gesetzliche Höchstsatz; eine zinsfreie Frist weist das Blatt nicht aus.
  • Über dieselbe Charge-Sammelpolice wie Gold und Platin sind gedeckt: eine Verkehrsmittel-Unfalldeckung bis CHF 500’000, Such- und Rettungskosten bis CHF 60’000 und ein Kaufschutz bis CHF 750, dazu Flug- und Gepäckverspätung sowie Vorschüsse bis CHF 15’000. Auslandmedizin, Annullierung und eine Gepäckversicherung fehlen.
Karte American Express Card

Kartendaten

Jahresgebühr
CHF 140Gratis im ersten Jahr (Einführungsangebot); ordentlich CHF 140/Jahr ab Jahr 2. Zusatzkarte CHF 75/Jahr, Ersatzkarte gratis.
Punkte
Membership Rewards Basic gratis inbegriffen: CHF 2 = 1 Punkt, Upgrade auf Classic (CHF 1 = 1 Punkt) gegen Zusatzgebühr. Zuverlässig dokumentierte Einlösung: Flugmeilen oder Gutscheine; zu «Pay with Points» widersprechen sich die Unterlagen.keine Obergrenze angegeben
Fremdwährungsgebühr
2.50%
Zins
12.00%Die Gebührenübersicht weist einen «Jahreszins ab Buchungsdatum» von 12% aus. Die American Express Card bietet keine Teilzahlungsoption: Die Monatsrechnung ist vollständig bis zum Fälligkeitsdatum zu begleichen. Wer fristgerecht bezahlt, zahlt keinen Zins; auf nicht oder nur teilweise beglichene Beträge fällt der Zins ab Buchungsdatum an. Bei bestehenden Verträgen können abweichende Sätze gelten.
Zinsfreie Tage
Vom Herausgeber nicht veröffentlicht
Bargeldbezug
4%, mind. CHF 10Bargeldbezug am Automaten oder Bankschalter kostet 4%, mindestens CHF 10. Derselbe Satz gilt für Lotto-, Wett- und Casinotransaktionen (Gebührenübersicht American Express Card, Dok. 25015/01.2026, Ausgabe Januar 2026).
Reiseversicherung
EnthaltenReisekomfort-Versicherung inbegriffen. Keine «Heilungskosten Ausland» (medizinische Reiseversicherung) für diese Karte gelistet, im Unterschied zu Gold Card und Platinum Card.
Zahlungsnetzwerk
American Express
Voraussetzungen
Vom Herausgeber nicht veröffentlicht

Was dir die Karte bei deinem Ausgabenniveau zurückgibt

Zieh am Regler und stell die American Express Card neben die TCS Travel Mastercard Gold. Dieselbe Rechnung wie auf der Startseite: Bonuswert minus Jahresgebühr, aus den Kartendaten. Die Rückvergütung ist nicht die Note: dort wiegen auch Schutz und Kosten mit.

CHF 2’000
TCS Travel Mastercard Gold1% zurück, Jahresgebühr CHF 100CHF 0netto pro JahrBringt am meisten
American Express CardMembership Rewards Basic gratis inbegriffen: CHF 2 = 1 Punkt, Upgrade auf Classic (CHF 1 = 1 Punkt) gegen Zusatzgebühr.keine feste Zahl

Berechnet als Vorteil minus Jahresgebühr, bei monatlich vollständig beglichener Rechnung.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Im ersten Jahr ist die Hauptkarte gratis (Einführungsangebot), danach kostet sie CHF 140 pro Jahr; die Ersatzkarte ist kostenlos.
  • Das Membership Rewards Basic-Programm ist ohne Zusatzgebühr inbegriffen und sammelt 1 Punkt pro CHF 2 Umsatz.
  • Über Allianz Assistance sind eine Verkehrsmittel-Unfallversicherung bis CHF 500’000 sowie Such- und Rettungskosten bis CHF 60’000 weltweit gedeckt.
  • Eine Kaufschutzversicherung ersetzt bewegliche Güter bis CHF 750 während 90 Tagen ab Kauf bei Diebstahl, Raub, Einbruch oder Beschädigung, weltweit.
  • Zusätzlich sind ein Reiseinformationsdienst und Vorschüsse bis CHF 15’000 je Fall inbegriffen, etwa für Arzt-, Spital- oder Anwaltskosten im Ausland.
  • Wer die Monatsrechnung fristgerecht vollständig begleicht, zahlt keinen Zins; eine Verschuldung durch Teilzahlung ist bei dieser Karte nicht möglich.
  • Ein Karteninhaber mit einer Schweizer American Express nutzt sie nach eigener Aussage an den meisten Orten problemlos.

Nachteile

  • Die Membership-Rewards-Punkte sind die schwächsten der Serie: Für einen Punkt brauchst du CHF 2 Umsatz, doppelt so viel wie bei der Gold Card und der Platinum Card mit 1 Punkt pro Franken.
  • Einen Frankenwert pro Membership-Rewards-Punkt veröffentlicht American Express nicht, und einlösen lassen sich die Punkte nur als Flugmeilen oder Gutscheine, nicht als Bargeld oder Kontogutschrift.
  • Forumsstimmen raten zum kostenlosen Cashback Amex mit 1 Prozent direktem Cashback statt zu einer gebührenpflichtigen Membership-Rewards-Karte.
  • Die Fremdwährungsgebühr von 2.5 Prozent fällt laut einem Nutzer auch bei Zahlungen in Franken an, wenn der Firmensitz des Händlers im Ausland liegt.
  • Der Bargeldbezug kostet 4 Prozent, mindestens CHF 10, im In- und Ausland; dasselbe gilt für Lotto-, Wett- und Casinotransaktionen.
  • Obwohl die Karte keine Teilzahlung anbietet, wird auf nicht fristgerecht beglichene Beträge ein Jahreszins ab Buchungsdatum von 12 Prozent erhoben.
  • Die Reisedeckung ist schmal: Auslandmedizin, Annullierung und Gepäckversicherung fehlen, und die Unfalldeckung greift nur, wenn mindestens 50 Prozent des öffentlichen Verkehrsmittels mit der Karte bezahlt wurden.
  • American Express wird in kleineren Schweizer Geschäften immer wieder nicht akzeptiert, weil die Händlergebühr höher liegt als bei Visa und Mastercard.

Auf den Punkt: Für alle, die günstig und im ersten Jahr gratis in die Welt der Membership Rewards einsteigen und dafür kein starkes Bonusprogramm erwarten, eine solide Charge-Karte für CHF 140 mit hoher Unfallsumme (CHF 500’000) und Kaufschutz (CHF 750); die ehrlichen Schwächen: die Punkte sammeln mit 1 Punkt pro CHF 2 am langsamsten der Reihe, haben keinen von American Express genannten Frankenwert und lösen sich nur in Flugmeilen oder Gutscheinen ein, die Fremdwährungsgebühr liegt bei 2.5 Prozent, der Bargeldbezug kostet 4 Prozent, und Auslandmedizin, Annullierung sowie Gepäck sind nicht gedeckt.

American Express Card Erfahrungen: warum niemand über die grüne Amex spricht

Suchst du gezielt nach Erfahrungen mit dieser Karte, wirst du kaum fündig, und das liegt nicht an dir: Unter ihrem generischen Namen wird sie in den Foren so gut wie nie einzeln besprochen. Zwei Dinge lassen sich trotzdem sagen, weil sie am Netz statt an der einzelnen Karte hängen. Erstens die Akzeptanz: American Express wird in der Schweiz nicht überall angenommen, in kleinen, inhabergeführten Läden oft nicht, weil die Händlergebühr höher liegt als bei Visa und Mastercard. Die ausführlichen Erfahrungsberichte dazu stehen in der Rezension zur Blue; sie gelten für die grüne Karte genauso, denn beide laufen über dasselbe Netz. Anders als die Blue bringt sie aber keine Companion-Visa als Reserve mit: Für die Läden, die Amex ablehnen, brauchst du eine eigene zweite Karte auf Visa oder Mastercard.

Zweitens die Bewertungen: Ein eigenes Trustpilot-Profil führt americanexpress.ch nicht. Die Teilnote «Stimmen im Netz» stützt sich deshalb allein auf die herausgeberweite Swisscard-App im App Store: 4.57 von 5 aus 25’963 Bewertungen. Was dahinter steckt, findest du unten im Abschnitt Die App des Herausgebers in Zahlen.

Membership Rewards Basic: der Bonus zum halben Tempo

Hier liegt der Kern, und er fällt gemischt aus. Anders als die Blue und die Credit Card Gold, die pointup-Punkte sammeln, gehört die American Express Card zum klassischen Membership-Rewards-Programm von American Express, und das ist bei ihr ohne Aufpreis dabei, in der Basic-Stufe. Das ist der eine Vorzug gegenüber der Blue, wo das Sammeln erst gegen 40 Franken pro Jahr beginnt: Bei der grünen Karte tickt der Zähler vom ersten Franken an.

Zwei Dinge drücken den Bonus trotzdem: das Sammeltempo und der Gegenwert. Du bekommst 1 Punkt für 2 Franken Umsatz, also einen halben Punkt pro Franken. Die Gold Card und die Platinum Card derselben Familie schreiben 1 Punkt pro Franken gut, doppelt so schnell; damit sammelt die Basic-Stufe am langsamsten der ganzen Membership-Rewards-Reihe. Wer schneller sammeln will, kann auf Membership Rewards Classic (1 Punkt pro Franken) hochstufen, zahlt dafür aber eine Zusatzgebühr, womit der gratis inbegriffene Vorteil wieder dahin ist.

Noch schwerer wiegt, was ein Punkt am Ende wert ist, und hier wird die Karte ungewollt ehrlich: American Express nennt keinen Frankenwert pro Membership-Rewards-Punkt. Nachgeschaut auf den Rewards-Seiten von americanexpress.ch, gibt es keine veröffentlichte Umrechnung. Zuverlässig dokumentiert ist die Einlösung als Flugmeilen, also durch Übertrag in ein Vielfliegerprogramm, oder als Gutschein. Bei der Verrechnung von Punkten gegen die Rechnung, «Pay with Points», widersprechen sich die eigenen Unterlagen des Herausgebers: Die Leistungsübersicht der Karte führt die Funktion mit «ja» auf, die Programmseite von americanexpress.ch nennt sie dagegen nur für die Platinum Card in Franken verfügbar. Verlass dich also nicht darauf, Punkte bequem gegen die Rechnung verrechnen zu können, ohne es beim Herausgeber nachzufragen.

Für dich heisst das zweierlei. Weil kein fester Frankenwert vorliegt, kann ich dir kein sauberes Netto in Franken hinschreiben, und der Rechner weiter unten zeigt für die Karte bewusst keine feste Frankenzahl: die ehrlichste Aussage über diesen Bonus. Geht es dir allein um die Rückvergütung, bist du mit einer Punktekarte für 140 Franken schlecht bedient; in den Foren lautet der stehende Rat nicht ohne Grund, statt einer gebührenpflichtigen Membership-Rewards-Karte die gebührenfreie Cashback-Amex mit 1 Prozent direktem Cashback zu nehmen. Ein Argument bleibt der Basic-Karte allein: Wer gezielt Flugmeilen aufbaut und sie in ein Airline-Programm überträgt, findet hier den günstigsten, im ersten Jahr sogar kostenlosen Einstieg in Membership Rewards. Für alle anderen ist es eine kleine Draufgabe, kein Grund für die Jahresgebühr.

Charge-Karte statt Kreditkarte: die Rechnung ist jeden Monat ganz fällig

Ein Punkt unterscheidet die American Express Card von fast allen anderen Karten in unserem Vergleich, und er gehört erklärt, weil er Vor- und Nachteil in einem ist: Sie ist eine echte Charge-Karte, keine Kreditkarte im engeren Sinn. Der Unterschied klingt technisch, ist im Alltag aber handfest. Eine Kreditkarte lässt dich die Rechnung in Raten abzahlen, die sogenannte Teilzahlung, und verzinst den offenen Rest. Diese Karte tut das nicht: Eine Teilzahlung bietet sie gar nicht an. Die Monatsrechnung ist immer vollständig bis zum Fälligkeitsdatum zu begleichen.

Das ist zuerst ein Schutz. Wer mit einer Charge-Karte zahlt, kann sich nicht in eine teure, rollende Kreditkartenschuld hineinrutschen lassen, weil es die Option schlicht nicht gibt: genau die Schuldenfalle, vor der Konsumentenschützer bei revolvierenden Kreditkarten warnen.

Der andere Teil der Wahrheit steht im Kleingedruckten. Zahlst du die Rechnung nicht oder nicht rechtzeitig ganz, verrechnet Swisscard einen «Jahreszins ab Buchungsdatum» von 12 Prozent, so nennt es das Gebührenblatt selbst; das ist kein Teilzahlungszins, sondern der Zins auf den offen gebliebenen Betrag, gerechnet ab dem Tag der Buchung. 12 Prozent sind zugleich der gesetzliche Höchstsatz. Einen separat ausgewiesenen effektiven Jahreszins, also das gesetzliche Vergleichsmass, das sämtliche Kreditkosten auf ein Jahr umrechnet, nennt das Blatt nicht, und eine zinsfreie Frist ist nirgends beziffert. Am einfachsten umgehst du den Zins ganz, indem du ein Lastschriftverfahren einrichtest, das die Rechnung automatisch und vollständig begleicht; dann bleibt es bei der Jahresgebühr.

Was im Ausland und am Bancomat dazukommt

Im Inland und bei fristgerechter Zahlung kostet dich die Karte neben der Jahresgebühr nichts. Zwei Posten solltest du trotzdem kennen, weil sie im Ausland und beim Bargeld zuschlagen.

Der erste ist die Fremdwährungsgebühr, also der Zuschlag auf Käufe in fremder Währung: 2.5 Prozent. Das ist derselbe Satz wie bei der Blue und den Cashback-Karten und liegt über den 2 Prozent der Credit Card Gold. Wie bei der ganzen Swisscard-Familie greift der Zuschlag nicht allein bei fremder Währung: Er fällt auch bei Franken-Zahlungen an Händler mit Sitz im Ausland an, etwa in manchen Onlineshops. Wer regelmässig in fremder Währung zahlt, sollte diese Käufe deshalb nicht über die grüne Karte laufen lassen, sondern über eine Karte ohne diesen Zuschlag.

Der zweite ist das Bargeld: Ein Bezug am Bancomat oder Bankschalter kostet 4 Prozent des Betrags, mindestens 10 Franken, im In- und Ausland und ohne Freibetrag; denselben Satz rechnet das Blatt für Lotto-, Wett- und Casinotransaktionen ab. Bietet dir ein Terminal im Ausland an, statt in der Landeswährung gleich in Franken abzurechnen, lehne ab: Der Anbieterkurs ist fast immer teurer als der deiner Karte. Alle weiteren Werte stehen gebündelt in den Kartendaten weiter unten.

Die Versicherung: dieselbe Sammelpolice wie Gold und Platin

Beim Schutz kommt die kleine Überraschung. Die American Express Card hängt an derselben kollektiven Charge-Versicherung bei Allianz Assistance wie die teure Gold Card und die Platinum Card; die drei Charge-Karten teilen sich eine Police. Die grüne Basiskarte schaltet davon den Grundausschnitt frei, und der ist für den Preis erstaunlich ordentlich.

Gedeckt sind eine Verkehrsmittel-Unfallversicherung mit einem Invaliditäts- und Todesfallkapital bis 500’000 Franken bei Unfällen im öffentlichen Verkehr sowie Such-, Rettungs- und Bergungskosten bis 60’000 Franken weltweit. Dazu kommt eine echte Kaufschutzversicherung, wie sie unter den günstigen Amex-Karten sonst nur die Credit Card Gold bietet: Sie ersetzt bewegliche Güter bis 750 Franken während 90 Tagen ab Kauf bei Diebstahl, Raub, Einbruch oder Beschädigung, weltweit. Ein Stück Reisekomfort liegt ebenfalls bei: eine Pauschale bei Flugverspätung und eine Entschädigung bei verspätetem Gepäck, dazu ein Reiseinformationsdienst und Vorschüsse bis 15’000 Franken je Fall, etwa für Arzt-, Spital- oder Anwaltskosten im Ausland.

So ordentlich die Summen wirken, breit ist das Paket nicht. Für eine vollwertige Reiseversicherung fehlen die entscheidenden Bausteine: keine medizinischen Kosten im Ausland, keine Annullierungs- oder Reiseabbruchkosten, keine eigentliche Gepäckversicherung gegen Verlust oder Diebstahl und kein Mietwagenschutz. Genau die Auslandmedizin ist das Argument, mit dem die teure Gold Card und die Platinum Card weiter oben punkten. Zudem greift die Unfalldeckung nur, wenn mindestens 50 Prozent der Kosten des benutzten öffentlichen Verkehrsmittels vor Reiseantritt mit der Karte bezahlt wurden; die vollständigen Bedingungen liegen nur auf Englisch vor. Die Schutznote 4.5 steht deshalb für die Summe des Belegten und den hohen Unfallschutz, nicht für eine lückenlose Reisedeckung. Die einzelnen Deckungen listet der Versicherungsblock weiter unten auf.

Hol dir die Karte nicht, wenn du ...

  • ... vor allem Cashback oder einen hohen Bonus-Gegenwert willst. Membership Rewards Basic sammelt mit 1 Punkt pro CHF 2 am langsamsten der Reihe, nennt keinen Frankenwert und löst sich nur in Flugmeilen oder Gutscheinen ein; die gebührenfreie Cashback-Amex gibt dafür 1 Prozent direkt zurück.
  • ... deine Punkte bequem gegen die Rechnung verrechnen willst. Ob «Pay with Points» für diese Karte gilt, beantworten die Unterlagen des Herausgebers widersprüchlich; verlässlich dokumentiert sind nur Flugmeilen und Gutscheine.
  • ... oft bei kleinen Läden ohne American Express zahlst. Eine Companion-Visa als Reserve bringt die Karte nicht mit; du brauchst eine zweite Karte auf einem Massennetz daneben.
  • ... viel im Ausland oder in fremder Währung zahlst. Die Fremdwährungsgebühr liegt bei 2.5 Prozent und greift auch bei Franken-Zahlungen an Händler mit Sitz im Ausland.
  • ... eine vollwertige Reiseversicherung mit Auslandmedizin erwartest. Gedeckt sind Verkehrsmittel-Unfall, Kaufschutz und etwas Reisekomfort; Auslandmedizin, Annullierung und eine Gepäckversicherung fehlen.

Hol dir die Karte, wenn du ...

  • ... günstig und im ersten Jahr gratis in Membership Rewards einsteigen willst, um gezielt Flugmeilen aufzubauen. Günstiger als hier steigt in der Amex-Reihe niemand in dieses Programm ein.
  • ... die eingebaute Zahlungsdisziplin einer Charge-Karte schätzt. Weil es keine Teilzahlung gibt, kann keine rollende Kreditkartenschuld entstehen; per Lastschriftverfahren zahlst du nie Zins.
  • ... Wert auf hohen Unfallschutz und einen Kaufschutz legst. Die Verkehrsmittel-Unfalldeckung bis CHF 500’000 und der Kaufschutz bis CHF 750 kommen aus derselben Police wie bei Gold und Platin.
  • ... die Marke American Express ohne zweite Karte im selben Konto willst und die Jahresgebühr bewusst zahlst. Für CHF 140 (im ersten Jahr gratis) bekommst du die klassische grüne Amex mit inbegriffenem Membership Rewards.

American Express Card beantragen: Ablauf, Kosten und der gratis Start

Beantragen kannst du die Karte online über americanexpress.ch; achte darauf, wirklich die schlichte American Express Card zu wählen und nicht die teurere Gold Card oder Platinum Card mit ähnlichem Namen. Ein Mindestalter und ein geregeltes Einkommen setzt Swisscard voraus, ohne im Gebührenblatt konkrete Zahlen zu nennen; über die Zusage entscheidet die gesetzlich vorgeschriebene Bonitätsprüfung, also die Prüfung deiner Kreditfähigkeit.

Der einzige echte Startvorteil ist die gratis Hauptkarte im ersten Jahr; ab dem zweiten Jahr werden die 140 Franken fällig. Ein Willkommens-Cashback wie bei den Cashback-Karten weist das Blatt für diese Karte nicht aus. Ob sie sich lohnt, ist am Ende eine schlichte Rechnung: ob dir der Einstieg in Membership Rewards, die Charge-Disziplin und der Schutz die Jahresgebühr wert sind, die der Bonus allein nicht hereinholt.

Roberts Urteil

Mein Urteil: Die American Express Card ist keine Bonuskarte, auch wenn sie mit Punkten kommt. Sie ist der günstige, im ersten Jahr kostenlose Einstieg in Membership Rewards und zugleich eine disziplinierte Charge-Karte mit überraschend solidem Schutz. Für 140 Franken bekommst du das gratis inbegriffene Punkteprogramm, eine Verkehrsmittel-Unfalldeckung bis 500’000 Franken und einen Kaufschutz bis 750 Franken aus derselben Police, die auch die viel teurere Gold Card und Platinum Card tragen. Dass keine Teilzahlung möglich ist, sehe ich als Plus: So entsteht keine rollende Schuld. Daraus wird die Note 3.4.

Was mich bremst, ist der Bonus selbst. Die Punkte sammeln nur halb so schnell wie bei Gold und Platin, American Express nennt keinen Frankenwert dafür, und einlösen lassen sie sich bloss in Flugmeilen oder Gutscheinen, nie als Gutschrift auf die Rechnung. Geht es dir um die Rückvergütung, bist du mit einer gebührenfreien Cashback-Amex klar besser dran, die 1 Prozent in Franken auszahlt. Nimm die grüne American Express Card, wenn du gezielt Flugmeilen aufbaust oder die Charge-Disziplin und den Schutz willst, stell die Rechnung auf ein Lastschriftverfahren um, damit der 12-Prozent-Zins nie greift, und halte fürs Ausland und für die Läden ohne Amex je eine zweite Karte bereit.

Häufige Fragen

Was kostet die American Express Card? Die Hauptkarte kostet 140 Franken pro Jahr, im ersten Jahr aber gratis. Eine Zusatzkarte kostet 75 Franken, die Ersatzkarte ist kostenlos. Ein Cashback zahlt die Karte nicht; ihr Bonus sind Membership-Rewards-Punkte.

Ist die American Express Card eine Kreditkarte oder eine Charge-Karte? Sie ist eine Charge-Karte. Das heisst: Du kannst die Rechnung nicht in Raten abzahlen, eine Teilzahlung gibt es nicht, die Monatsrechnung ist immer vollständig bis zum Fälligkeitsdatum zu begleichen. Der Vorteil ist, dass so keine rollende Kreditkartenschuld entsteht. Bezahlst du nicht rechtzeitig ganz, fällt allerdings ein Jahreszins ab Buchungsdatum von 12 Prozent auf den offenen Betrag an. Am einfachsten zahlst du per Lastschriftverfahren und nie Zins.

Was ist Membership Rewards Basic wert? Du sammelst 1 Punkt pro 2 Franken Umsatz, halb so schnell wie die Gold Card und die Platinum Card. Einen Frankenwert pro Punkt veröffentlicht American Express nicht, und einlösen kannst du die Punkte nur als Flugmeilen oder Gutscheine, nicht als Bargeld oder Gutschrift auf die Rechnung. Ein verlässliches Netto in Franken lässt sich deshalb nicht angeben.

Was unterscheidet die American Express Card von der Blue? Die Blue kostet 80 Franken im Jahr (40 im ersten) und kommt mit einer Companion-Visa für Läden ohne Amex, ihr Punkteprogramm pointup kostet aber 40 Franken extra. Die American Express Card kostet 140 Franken (im ersten Jahr gratis), bringt keine zweite Karte mit, dafür ist Membership Rewards ohne Aufpreis dabei, und der Versicherungsschutz ist breiter. Die Details stehen in der Rezension zur Blue.

Wird American Express in der Schweiz überall akzeptiert? In grossen Ketten meistens, in kleinen, inhabergeführten Läden oft nicht, weil die Händlergebühr höher liegt als bei Visa und Mastercard. Anders als die Blue bringt diese Karte keine Companion-Visa mit; für die Läden ohne Amex brauchst du eine zweite Karte auf einem Massennetz.

Welche Versicherung ist dabei? Gedeckt sind eine Verkehrsmittel-Unfalldeckung bis 500’000 Franken, Such- und Rettungskosten bis 60’000 Franken, ein Kaufschutz bis 750 Franken sowie etwas Reisekomfort bei Flug- und Gepäckverspätung und Vorschüsse bis 15’000 Franken je Fall. Nicht dabei sind Auslandmedizin, Annullierung, eine Gepäckversicherung und ein Mietwagenschutz, und die Unfalldeckung setzt voraus, dass mindestens 50 Prozent des öffentlichen Verkehrsmittels mit der Karte bezahlt wurden.

Alternativen zur American Express Card

Zählt für dich vor allem, was hinten herauskommt, führt der erste Weg weg von der Jahresgebühr. Beim selben Herausgeber bekommst du mit den Cashback Cards American Express und World Mastercard und der Variante mit Visa als Zweitkarte 1 Prozent Cashback auf dem American-Express-Teil, in Franken statt in Punkten und ohne jede Jahresgebühr; auf genau diese Gratiskarten verweisen die Foren zuerst, wenn jemand fragt, ob sich eine bezahlte Amex lohnt. Willst du dieselbe 1 Prozent als jederzeit auszahlbares Guthaben, ist die poinz American Express einen Blick wert, ebenfalls gebührenfrei.

Bleibst du bei einer bezahlten Amex, hast du zwei nahe Verwandte. Die Blue from American Express ist mit 80 Franken im Jahr (40 im ersten) der günstigere Weg zur Marke und bringt eine Companion-Visa mit, sammelt Punkte aber nur gegen die pointup-Gebühr von 40 Franken extra. Die American Express Credit Card Gold kostet 200 Franken, rechnet im Ausland mit tieferen 2 Prozent ab und hat pointup gratis inbegriffen, ist aber eine Kreditkarte statt einer Charge-Karte. Der Tausch ist jedes Mal derselbe: Bei der grünen American Express Card zahlst du für den Membership-Rewards-Einstieg, die Charge-Disziplin und den Schutz, bei den Gratis-Karten bekommst du echtes Cashback und verzichtest auf beides.

Die App des Herausgebers in Zahlen

25’963 Bewertungen auf App Store, gelesen am 9. Oktober 2026.

4.57 von 5
15

Was die Versicherung wirklich deckt

In der Karte enthalten · Allianz Assistance (AWP P&C S.A., Saint-Ouen (Paris), Wallisellen Branch (Schweiz), Richtiplatz 1, 8304 Wallisellen) (Bedingungen liegen nur auf Englisch vor)

  • Zahlungsbedingung, damit der Schutz giltFür die Transportunfallversicherung besteht Versicherungsschutz nur, wenn mindestens 50% der Kosten des benutzten öffentlichen Verkehrsmittels vor Reiseantritt mit der Karte bezahlt wurden. Mit * markierte Leistungen (u.a. Reiseabbruch-/Annullierungs-, Gepäck-, Mietwagen-, Rückgabe-, Kauf-, Garantieverlängerungs- und Ticketversicherung) sind zudem an die Bezahlung mit der Karte geknüpft.Bedingungen, Seite 11
  • Annullierung der Reise (Storno)Nicht enthalten
  • Heilungskosten und RücktransportNicht enthalten
  • Dauer der ReiseEine Reise ist ein länger als eintägiger Aufenthalt an einem Ort, der mindestens 30 km vom gewöhnlichen Wohnort entfernt liegt, ausgenommen Arbeitswege. Für gewisse Leistungen ist der Versicherungsschutz bei Auslandreisen zeitlich begrenzt.Bedingungen, Seite 3
  • Selbstbehalt beim MietwagenNicht enthalten
  • Unfall: InvaliditätInvaliditätskapital bis CHF 500’000 (anteilig nach Invaliditätsgrad gemäss Gliedertaxe, S. 11), bei Unfällen im öffentlichen Verkehr.Bedingungen, Seite 5
  • Wenn du schon eine andere Versicherung hast«Gleichartige Ansprüche»: Ausser bei der Todesfall- und Invaliditätsleistung der Transportunfallversicherung (bzw. anderen Kapitalleistungen) gilt: Besteht Anspruch aus einem anderen Versicherungsvertrag (freiwillig oder obligatorisch, privat oder sozial), ist die Deckung auf den Teil begrenzt, der die Leistungen des anderen Vertrags übersteigt. Insgesamt werden Kosten nur einmal erstattet.Bedingungen, Seite 8

Der Einkaufsschutz

  • EinkaufsschutzKaufschutzversicherung für beweglliche Gegenstände zum persönlichen Gebrauch, 90 Tage ab Kaufdatum, bei Diebstahl, Einbruch, Raub, Zerstörung oder Beschädigung. Bis CHF 750, weltweit.Bedingungen, Seite 7
  • Bestpreis-GarantieNicht enthalten
  • Verlängerte GarantieNicht enthalten

Alle Beträge, Auflagen und Ausnahmen für jede Karte

Beschwerden und Aufsicht

Swisscard AECS (inkl. poinz)

Fälle beim Bankenombudsman

Ein einzelner Fall bedeutet nicht, dass der betroffene Kartenherausgeber sich etwas hat zuschulden kommen lassen. Der Schweizerische Bankenombudsman veröffentlicht ausschliesslich Zahlen für die ganze Branche, nie für einzelne Anbieter.

  • 2024136 Fälle in der Branche
  • 2025120 Fälle in der Branche

Zahlen gelten für die ganze Branche, nicht für Swisscard AECS (inkl. poinz) allein. Quellen: Jahresbericht 2024 und Jahresbericht 2025 des Bankenombudsman

Bei der Aufsicht

In den eigenen Vertragsdokumenten wird keine Ombudsstelle genannt (geprüft am 13. Juli 2026). Beleg, gelesen 13. Juli 2026

Das ganze Bild mit Methode und Quellen

Bedingungshistorie

Noch keine dokumentierten Bedingungsänderungen. Die Dokumente der Karte werden monatlich geprüft.

Alle Bedingungsänderungen für American Express Card

Bedingungen geprüft am 13. Juli 2026Nächste Prüfung: November 2026

Das Datum wird gesetzt, wenn die Bedingungen zuletzt direkt beim Herausgeber gelesen wurden.

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