Cashback Cards American Express & World Mastercard im Test: 1 Prozent Cashback mit zwei ehrlichen Haken
Cashback Cards American Express & World Mastercard: Lohnt sich Swisscards Gratis-Duo?
Für den Schweizer Alltag ja, fürs Ausland nein: Wer vor allem bei grossen Ladenketten einkauft und dort mit American Express zahlt, holt mit diesem Duo 1 Prozent Cashback ohne Jahresgebühr, und das ist real. Die zwei ehrlichen Haken bestimmen aber, für wen sich die Karte lohnt. Erstens ist die 1 Prozent nur die halbe Wahrheit: Sie gilt allein auf dem American-Express-Teil, und wo ein Geschäft Amex nicht akzeptiert, fällst du auf den World-Mastercard-Teil mit bloss 0.25 Prozent zurück, einem Viertel. Zweitens ist das Duo im Ausland teuer: Ein unabhängiger Test mass für die Swisscard Cashback Cards einen realen Gesamtaufschlag von 4.21 Prozent, den höchsten unter den Karten, die ich hier vergleiche.
Herausgeber ist Swisscard AECS. Für diesen Test habe ich die Leistungsübersicht (Dokument 2500R/01.2026), die Versicherungsbedingungen und acht Nutzerstimmen aus den Schweizer Finanzforen und von Reddit gelesen. Mein Fazit vorweg: Die Cashback Cards bekommen die Note 3.6, leicht über dem Durchschnitt der von uns bewerteten Karten. Für Leute, die den Grossteil ihrer Einkäufe bei Amex-Ketten machen und die Rechnung immer fristgerecht zahlen, ist das Duo schwer zu schlagen. Wer viel im Ausland zahlt, oft bei kleinen Läden einkauft oder sein Cashback schnell sehen will, ist mit einer anderen Karte besser bedient.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Jahresgebühr ist CHF 0 für Haupt- und Zusatzkarte, beide Karten im Duo; eine Ersatzkarte kostet CHF 25. Das Duo aus American Express und World Mastercard läuft über ein gemeinsames Konto mit einem gemeinsamen Ausgabenlimit von CHF 10’000.
- 1 Prozent Cashback auf berechtigende Käufe mit dem American-Express-Teil, 0.25 Prozent auf dem World-Mastercard-Teil. Das Cashback wird dem Kartenkonto nur einmal im Jahr gutgeschrieben, lässt sich dann aber frei gegen die Rechnung verrechnen und ist nicht an eine einzelne Kette gebunden.
- Bei der Referenzrechnung dieser Seite (CHF 2’000 Umsatz im Monat, davon 15 Prozent im Ausland) bringt der American-Express-Teil netto rund CHF 240 im Jahr: 1 Prozent auf CHF 24’000, ohne Jahresgebühr. Voraussetzung ist, dass die Käufe wirklich über American Express laufen; auf dem Mastercard-Teil sind es 0.25 Prozent. Die rund CHF 90 Fremdwährungsgebühr auf den Auslandsanteil sind darin nicht enthalten; den festen Wert siehst du im Rechner weiter unten.
- Im Ausland kostet der Einsatz offiziell 2.5 Prozent Fremdwährungsgebühr; unabhängig gemessen wurden für die Cashback Cards 4.21 Prozent effektiver Gesamtaufschlag (Handelszeitung, Juni 2025). Der Bargeldbezug kostet 4 Prozent, mindestens CHF 10.
- Willkommens-Cashback: 5 Prozent mit der American-Express-Karte in den ersten 3 Monaten, bis maximal CHF 100, nur für neue Hauptkarteninhaber eines Cashback-Duos.
- Keine Reiseversicherung; enthalten ist einzig ein Rückgabeschutz bis CHF 1’000 pro Kauf. Bei Teilzahlung fallen 12 Prozent Zins an, der gesetzliche Höchstsatz; ein effektiver Jahreszins wird nicht ausgewiesen, eine Zahlungserinnerung kostet CHF 30.
Kartendaten
- Jahresgebühr
- CHF 0
- Cashback
- 1% Cashback auf Käufe mit dem American Express-Teil des Duos
- Fremdwährungsgebühr
- 2.50%Offiziell. Unabhängig gemessener Kursaufschlag: rund 4.21%
- Zins
- 12.00%Jahreszins ab Buchungsdatum 12% (gesetzlicher Höchstsatz seit 1. Januar 2026). Teilzahlungsoption im Produktblatt ausdrücklich 'ja': Wer die Rechnung nicht vollständig begleicht, zahlt ab Buchungsdatum Zins.
- Zinsfreie Tage
- Vom Herausgeber nicht veröffentlicht
- Bargeldbezug
- 4%, mind. CHF 10Gilt für Bargeldbezug am Automaten oder Bankschalter; derselbe Satz für Lotto-, Wett- und Casinotransaktionen. Kein Freibetrag im Gebührenblatt (Gebührenübersicht Cashback Cards 2500R/01.2026).
- Reiseversicherung
- Nicht enthaltenKeine Reiseversicherung. Nur eine Warenrückgabe-Versicherung: CHF 1’000 pro Kauf für unbeschädigte, ungebrauchte Ware ab CHF 60, die der Verkäufer innert 90 Tagen nicht zurücknimmt. Versicherer: AWP P&C S.A. (Allianz Assistance), Zweigniederlassung Wallisellen.
- Zahlungsnetzwerk
- American Express + Mastercard (Kartenduo, ein gemeinsames Konto)
- Voraussetzungen
- Vom Herausgeber nicht veröffentlicht
Was dir die Karte bei deinem Ausgabenniveau zurückgibt
Zieh am Regler und stell die Cashback Cards American Express & World Mastercard (Kartenduo) neben die TCS Travel Mastercard Gold. Dieselbe Rechnung wie auf der Startseite: Bonuswert minus Jahresgebühr, aus den Kartendaten. Die Rückvergütung ist nicht die Note: dort wiegen auch Schutz und Kosten mit.
Berechnet als Vorteil minus Jahresgebühr, bei monatlich vollständig beglichener Rechnung.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Keine Jahresgebühr für Haupt- und Zusatzkarten; das Duo aus American Express und World Mastercard läuft über ein gemeinsames Konto (Ersatzkarte CHF 25).
- 1 Prozent Cashback auf berechtigende Kartenzahlungen mit dem American-Express-Teil; der kumulierte Cashback wird dem Kartenkonto einmal jährlich gutgeschrieben und lässt sich so gegen beliebige Käufe verrechnen, ist also nicht an eine einzelne Kette gebunden.
- Welcome Cashback: 5 Prozent mit der American-Express-Karte in den ersten 3 Monaten, bis maximal CHF 100 (nur für neue Hauptkarteninhaber eines Cashback-Duos).
- Ein Nutzer berichtet von rund CHF 200 Cashback pro Jahr mit den gebührenfreien Swisscard-Karten als alltägliches Sparinstrument im Inland.
- Wo American Express nicht akzeptiert wird, springt der World-Mastercard-Teil mit weltweit breiter Akzeptanz ein; beide Karten teilen ein Konto und ein Ausgabenlimit von CHF 10’000.
- American Express Selects und Mastercard Priceless Cities sind als Partnerprogramme inbegriffen.
- Die Monatsrechnung lässt sich per eBill, QR-Rechnung oder Lastschriftverfahren begleichen; wer per Lastschrift zahlt, vermeidet den Teilzahlungszins.
Nachteile
- Nur der American-Express-Teil gibt 1 Prozent; der World-Mastercard-Teil gibt bloss 0.25 Prozent, ein Viertel davon.
- American Express wird laut Nutzern in kleineren Geschäften oft nicht akzeptiert, weil der Händler höhere Gebühren zahlt als bei Visa oder Mastercard; dort muss man auf den 0.25-Prozent-Mastercard-Teil ausweichen.
- Ein unabhängiger Test (Handelszeitung, Juni 2025, im Forum verbatim wiedergegeben, da der Originalartikel hinter einer Bezahlschranke liegt) mass für die Swisscard Cashback Cards einen effektiven Gesamtaufschlag von 4.21 Prozent gegenüber dem Devisenmittelkurs: die offizielle 2.5-Prozent-Gebühr plus rund 1.71 Prozent ungünstiger Wechselkurs (auf Produktebene, nicht nach American-Express-, Mastercard- oder Visa-Teil getrennt).
- Der Bargeldbezug am Automaten oder Bankschalter kostet 4 Prozent, mindestens CHF 10, mehr als die 3.75 Prozent der Cembra-Kartenfamilie; derselbe Satz gilt für Lotto-, Wett- und Casinotransaktionen.
- Das Cashback wird nur einmal jährlich gutgeschrieben und nur, wenn die Kartenbeziehung zu diesem Zeitpunkt nicht gekündigt ist; wird das Konto während des Kartenjahres gekündigt, entfällt es vollständig, und eine Barauszahlung ist ausgeschlossen.
- Kein Cashback auf Gebühren, Zinsen, Bargeldbezüge, Geldüberweisungen und -umtausche, Glücksspiel und Zahlungen für kartenbezogene Leistungen wie optionale Versicherungen.
- Keine Reiseversicherung; enthalten ist nur eine Warenrückgabe-Versicherung (Return Protection) bis CHF 1’000 pro Kauf ab CHF 60, wenn der Verkäufer die Rücknahme innert 90 Tagen ablehnt (Versicherer AWP P&C S.A., Allianz Assistance, Wallisellen).
- Teilzahlungs- und Verzugszins 12 Prozent ab Buchungsdatum (gesetzlicher Höchstsatz seit 1. Januar 2026); ein effektiver Jahreszins wird nicht ausgewiesen, und eine Zahlungserinnerung kostet CHF 30.
Das Urteil in einem Satz: Für alle, die vor allem bei grossen Ladenketten mit American Express zahlen und dort 1 Prozent Cashback als jährliche Kontogutschrift sammeln wollen, eine Gratiskarte ohne Jahresgebühr mit einer zweiten World-Mastercard-Karte für den Fall, dass American Express nicht akzeptiert wird; die ehrlichen Schwächen: der Mastercard-Teil gibt nur 0.25 Prozent, im Ausland wurde für die Swisscard Cashback Cards ein realer Gesamtaufschlag von 4.21 Prozent gemessen (2.5 Prozent Gebühr plus rund 1.71 Prozent Kursmarge), der Bargeldbezug kostet 4 Prozent, und eine Reiseversicherung fehlt, es bleibt nur ein Rückgabeschutz bis CHF 1’000.
Cashback Cards Erfahrungen: Was Nutzer 2026 berichten
Acht Stimmen aus den Foren von Schwiizerfranke und Finanzrudel und von Reddit zeichnen ein klares Muster: Das Cashback ist echtes Geld, aber es hängt daran, wo American Express akzeptiert wird. Wie viel unterm Strich herauskommt, sagt ein zufriedener Nutzer knapp:
"swisscard creditcards, free of fees, best cashback (I get 200.- each year)"
@musiu bei Reddit r/SwissPersonalFinance, 14. April 2025.
Auf Deutsch: Mit den gebührenfreien Swisscard-Karten holt er rund 200 Franken Cashback pro Jahr, als alltägliches Sparinstrument im Inland. Das deckt sich mit der Referenzrechnung: Wer bei den richtigen Läden zahlt, kommt in die Nähe der rund 240 Franken, die 1 Prozent auf ein Jahresbudget von 24’000 Franken ergeben.
Der Haken sitzt in genau diesem «wo», und ein Nutzer mit dem Amex-plus-Mastercard-Duo bringt ihn auf den Punkt:
"Die Cashback Cards sind zwar eigentlich noch interessant, vor allem die American Express bringt 1% Cashback, aber ich musste leider feststellen, dass diese abgesehen von den grossen Ladenketten, bei vielen kleineren Geschäften nicht akzeptiert wird. Somit müsste ich dann die Master Card nutzen, welche dann aber bloss 0,25% Cashback einbringt."
@MagicMax bei community.schwiizerfranke.com, 4. Dezember 2025.
Er beschreibt die Duo-Mechanik so, wie sie im Alltag greift: 1 Prozent, solange American Express angenommen wird, und ein Viertel davon, sobald du auf den Mastercard-Teil ausweichen musst.
Messbar ist neben den Karten ihr Umfeld, und hier lohnt der genaue Blick auf die Quelle. Auf Trustpilot steht cashback-cards.ch, die eigene Domain dieses Kartenprogramms, bei 2.0 von 5, allerdings aus nur 11 Bewertungen (Stand 9. Oktober 2026). Das ist eine dünne Basis, dafür hängt sie direkt am Auftritt dieser Karte und nicht am ganzen Herausgeber. Umgekehrt steht die Swisscard-App im App Store bei 4.57; die Bewertung ist herausgeberweit, sie bedient auch die anderen Swisscard-Karten. In der Teilnote «Stimmen im Netz» heben die 4.57 der App den dünnen Domainwert; die Zahlen der App findest du unten im Abschnitt Die App des Herausgebers in Zahlen.
So funktioniert das Cashback: 1 Prozent mit Amex, 0.25 Prozent mit Mastercard
Die Mechanik ist zweistufig, und beide Stufen laufen über dasselbe Konto. Der American-Express-Teil bringt 1 Prozent auf berechtigende Käufe, ohne Obergrenze in der Leistungsübersicht. Der World-Mastercard-Teil bringt 0.25 Prozent, ein Viertel. Kein Cashback gibt es auf Gebühren, Zinsen, Bargeldbezüge, Geldüberweisungen und -umtausche, Glücksspiel und Zahlungen für kartenbezogene Leistungen wie optionale Versicherungen.
Der zweite Unterschied zu den Cashback-Konkurrenten steckt im Auszahlungsrhythmus. Das Cashback wird dem Kartenkonto nur einmal pro Jahr gutgeschrieben, und laut Fussnote 3 der Leistungsübersicht nur, wenn die Kartenbeziehung zu diesem Zeitpunkt nicht gekündigt ist; wer das Konto während des Kartenjahres kündigt, verliert den aufgelaufenen Cashback vollständig, und eine Barauszahlung ist ausgeschlossen. Anders als bei den Certo-Karten, die viermal im Jahr gutschreiben, wartest du hier also bis zu zwölf Monate auf dein Geld. Dafür ist die Gutschrift, wenn sie kommt, echtes Guthaben auf der Kartenrechnung und nicht ein an Migros oder IKEA gebundener Gutschein: Du verrechnest sie frei gegen deine nächsten Käufe. Wie stark diese jährliche Gutschrift bei deinem Ausgabenniveau ins Gewicht fällt, kannst du im Rechner weiter unten neben einer anderen Karte durchspielen.
Amex Akzeptanz in der Schweiz: Wo die 1 Prozent wirklich greifen
Weil die ganze 1 Prozent am American-Express-Teil hängt, entscheidet die Amex-Akzeptanz über den Wert der Karte. Gemäss American Express Schweiz (americanexpress.ch, gelesen am 16. Juli 2026) lässt sich die Karte an über 150’000 Stellen in der Schweiz einsetzen, darunter Coop, Migros, Manor, die SBB und IKEA. American Express selbst schreibt, dass laufend mehr kleine, inhabergeführte Läden dazukommen, und genau da liegt der Vorbehalt: In der Breite der grossen Ketten funktioniert Amex, im kleinen Quartierladen oft nicht. Ein Nutzer erklärt auch, warum:
"Then there’s Cashback-Cards from Swisscard. Also free, with 1% cashback on Amex (only use in large chains, as the merchant pays a higher fee compared to visa/master). But has high fees in foreign currency, or in foreign owned online shops like Zalando (even if in CHF)."
@etan1 bei Reddit r/SwissPersonalFinance, 10. Mai 2025.
Auf Deutsch: American Express lohnt sich vor allem in grossen Ketten, weil der Händler für Amex eine höhere Gebühr zahlt als für Visa oder Mastercard; kleinere Läden lehnen die Karte deshalb häufig ab. Genau dafür ist der World-Mastercard-Teil da: Er springt mit der weltweit breiten Mastercard-Akzeptanz ein, wo Amex nicht geht, kostet dich dort aber drei Viertel deines Cashbacks. Für wen sich das Duo lohnt, hängt damit weniger am Budget als am Einkaufsort: Wer ohnehin bei Coop, Migros, Manor und der SBB zahlt, holt die vollen 1 Prozent; wer viel im Quartier und bei kleinen Läden einkauft, landet oft beim 0.25-Prozent-Teil.
Cashback Cards im Ausland: 4.21 Prozent realer Aufschlag
Hier dreht sich das Bild. Offiziell verlangt Swisscard 2.5 Prozent Fremdwährungsgebühr auf Käufe in fremder Währung. Was der Einsatz wirklich kostet, hat die Handelszeitung im Juni 2025 gemessen: Für die Swisscard Cashback Cards lag der effektive Gesamtaufschlag gegenüber dem Devisenmittelkurs bei 4.21 Prozent, der höchste Wert der Liste, während Neobanken wie Neon (0.55 Prozent) und Revolut (0.27 Prozent) weit darunter lagen. Die Vergleichswerte anderer Karten in jener Liste stammen aus einer anderen Messreihe als die Moneyland-Stichproben, mit denen wir auf den einzelnen Kartenseiten rechnen; deshalb nenne ich hier nur den Wert dieser Karte. Der Wert gilt auf Produktebene für die Cashback Cards, nicht getrennt nach dem American-Express-, dem World-Mastercard- oder dem Visa-Teil. Die Zahlen sind forumrelayed, das Original der Handelszeitung liegt hinter einer Bezahlschranke.
Woraus sich die 4.21 Prozent zusammensetzen, rechnet ein Nutzer im Finanzrudel-Forum vor:
"Bei der Swisscard Cashback ist in den 4.21% noch der Zuschlag von 2.5% eingerechnet. Dann wären es aber mit der neuen Swisscard immer noch 1.71 wegen dem unvorteilhaften Kurs"
@MagicMax im Finanzrudel-Forum, 25. Oktober 2025.
Auf den Punkt: In den 4.21 Prozent stecken die offizielle 2.5-Prozent-Gebühr plus rund 1.71 Prozent ungünstiger Wechselkurs. Die beworbenen 2.5 Prozent sind also nur die Hälfte der Wahrheit; die andere Hälfte versteckt sich im Kurs. Immerhin: Auf dem American-Express-Teil bekommst du auch für Auslandskäufe 1 Prozent Cashback zurück, das den Aufschlag ein Stück weit auffängt, wie ein weiterer Nutzer anmerkt. Am Grundbefund ändert das wenig: Fürs Ausland ist dieses Duo eine teure Wahl.
Zum Bargeld ist die Leistungsübersicht eindeutig: Der Bargeldbezug am Automaten oder Bankschalter kostet 4 Prozent, mindestens 10 Franken, ohne Gratis-Kontingent; derselbe Satz gilt für Lotto-, Wett- und Casinotransaktionen. Das ist mehr als die 3.75 Prozent, die die Cembra-Gratiskarten in diesem Vergleich verlangen, und deutlich mehr als die Cumulus Kreditkarte mit ihren zwei Gratisbezügen im Jahr. Fragt ein Terminal oder Bancomat im Ausland, ob in Franken statt in der Landeswährung abgerechnet werden soll (Dynamic Currency Conversion), lehne ab: Der Kurs des Drittanbieters ist praktisch immer schlechter.
Cashback Cards Gebühren: Zins, Mindestzahlung und die versteckte Auslandsregel
Solange du fristgerecht und vollständig zahlst, kostet dich die Karte im Inland nichts. Der Rest der Zahlen steht gebündelt in den Kartendaten weiter unten, direkt aus der Leistungsübersicht 2500R/01.2026; zwei Punkte verdienen einen Satz.
Erstens der Zins: Bei aktivierter Teilzahlungsoption verrechnet Swisscard 12 Prozent Jahreszins ab Buchungsdatum, den gesetzlichen Höchstsatz für Kreditkarten seit dem 1. Januar 2026. Wer die Rechnung nicht vollständig begleicht, zahlt also vom Buchungstag an Zins; einen separat ausgewiesenen effektiven Jahreszins, das gesetzliche Vergleichsmass, das alle Kreditkosten auf ein Jahr umrechnet, nennt das Blatt nicht, und eine Zahlungserinnerung kostet 30 Franken. Am einfachsten umgehst du beides mit einem Lastschriftverfahren, das die Rechnung automatisch vollständig begleicht. Zweitens die Auslandsregel, die auch im Inland zuschlagen kann: Die 2.5-Prozent-Gebühr greift nicht allein bei fremder Währung, sie fällt auch bei Franken-Zahlungen an Onlineshops mit ausländischem Sitz an. Nutzer nennen dafür immer wieder Zalando; dieselbe Mechanik zeigen laut den Foren auch andere Schweizer Karten. Ein Franken-Kauf bei einem im Ausland registrierten Händler gilt also als Auslandzahlung, ohne dass eine Währung gewechselt wird.
Keine Reiseversicherung: enthalten ist nur ein Rückgabeschutz
Hier ist die Karte schnell erklärt, weil fast nichts da ist. Eine Reiseversicherung enthält das Duo nicht: kein medizinischer Schutz, keine Annullierungskosten, keine SOS-Assistance, keine Unfalldeckung. Der einzige Baustein ist ein Rückgabeschutz über die AWP P&C S.A. (Allianz Assistance, Wallisellen): bis 1’000 Franken pro Kauf für unbeschädigte, ungebrauchte Ware ab 60 Franken, die der Verkäufer innert 90 Tagen nach Kauf nicht zurücknimmt, weltweit und daran geknüpft, dass mindestens die Hälfte des Kaufpreises mit der Karte bezahlt wurde. Wichtig ist die Begriffstrennung: Das ist ein Rückgabeschutz für den Fall, dass ein Laden die Rücknahme verweigert, keine Einkaufsversicherung gegen Diebstahl oder Bruch. Der Rückgabeschutz zählt zur Schutznote 1.4, ersetzt aber keine Reiseversicherung. Der Versicherungsblock weiter unten zeigt den enthaltenen Rückgabeschutz und das fehlende Reisepaket. Der Schutz bleibt auf diese Rücknahmeleistung beschränkt. Wer Wert auf Reiseschutz legt, findet ihn bei anderen Gratiskarten, etwa den Cembra-Partnerkarten mit ihren eingebauten Reiseleistungen.
Cashback Cards vs. Certo und Cumulus: Welche Cashback-Karte passt zu wem?
Die Frage «welche Cashback-Karte» beantwortet sich über das Einkaufsprofil, nicht über eine Rangliste. Die naheliegendste Alternative sind die Certo! Mastercard und die flexiblere Certo! One der Cembra Money Bank. Beide zahlen 1 Prozent, aber anders verteilt: Das Cashback-Duo gibt 1 Prozent netzwerkweit überall dort, wo American Express akzeptiert wird, während die Certo-Karten 1 Prozent nur bei drei Händlern geben, bei der One frei wählbar, bei der Grund-Certo fix Migros, Coop und die SBB. Wer breit bei wechselnden Amex-Ketten einkauft, ist mit dem Duo besser dran; wer drei feste Lieblingshändler hat, mit einer Certo. Dazu kommt der Rhythmus: Die Certo-Karten schreiben viermal im Jahr gut, das Duo nur einmal. Die beiden konkurrieren weniger, als dass sie verschiedene Profile bedienen. Genau so mischen es auch Nutzer, die den Amex-Teil mit einer Certo-Mastercard für die Läden kombinieren, wo Amex nicht durchgeht.
Fürs Ausland taugt keine der Cashback-Karten. Wer eine dauerhaft gebührenfreie Karte mit tieferem Kursaufschlag sucht, ist mit der neuen swisscard Credit Card desselben Herausgebers besser bedient, die die 2.5-Prozent-Bearbeitungsgebühr streicht, dafür aber gar kein Cashback zahlt. Die tiefsten Auslandskosten überhaupt liefern weiterhin Multiwährungskarten von Neobanken wie Neon, Revolut oder Wise. Und wenn Verwaltung und Sicherheitsnetz zählen, ist die Cumulus Kreditkarte der Migros Bank einen Blick wert: mit eBill, zwei kostenlosen Auslandsbezügen im Jahr, eingebauten Versicherungen und 10.4 statt 12 Prozent Teilzahlungszins. Und wer das Duo selbst will, aber lieber Visa als Mastercard auf der Zweitkarte hat: Die Visa-Variante haben wir separat geprüft, sie unterscheidet sich in genau zwei Punkten.
Hol dir die Karte nicht, wenn du ...
- ... oft bei kleinen Läden einkaufst, die kein American Express nehmen. Dann zahlst du meist mit dem World-Mastercard-Teil und bekommst nur 0.25 Prozent statt 1 Prozent Cashback.
- ... viel im Ausland zahlst. Offiziell 2.5 Prozent, real gemessen 4.21 Prozent Gesamtaufschlag; das ist der höchste Wert unter den Karten in diesem Vergleich.
- ... im Ausland regelmässig Bargeld brauchst. Jeder Bezug kostet 4 Prozent, mindestens CHF 10, ohne Freikontingent; die Cumulus Kreditkarte gibt dir zwei Gratisbezüge im Jahr.
- ... dein Cashback schnell sehen willst. Die Gutschrift kommt nur einmal im Jahr, und nur, wenn das Konto zu diesem Zeitpunkt nicht gekündigt ist.
- ... eine Reiseversicherung erwartest. Enthalten ist nur ein Rückgabeschutz bis CHF 1’000 pro Kauf, sonst nichts.
Hol dir die Karte, wenn du ...
- ... den Grossteil deiner Einkäufe bei grossen Amex-Ketten machst. Bei Coop, Migros, Manor, IKEA und der SBB greift die volle 1 Prozent, und ein Nutzer berichtet von rund 200 Franken Cashback im Jahr.
- ... eine echte Gratiskarte ohne Jahresgebühr willst. Haupt- und Zusatzkarte kosten CHF 0, und das Cashback ist reiner Gewinn, solange du fristgerecht zahlst.
- ... Cashback als frei verrechenbares Guthaben statt als Gutschein willst. Die jährliche Gutschrift landet direkt auf der Kartenrechnung und ist nicht an eine Kette gebunden.
- ... deine Rechnung immer per Lastschriftverfahren oder eBill begleichst. Dann kostet dich die Karte im Inland 0 Franken, und der 12-Prozent-Zins wird nie zum Thema.
Cashback Cards beantragen: Ablauf, Voraussetzungen und der Willkommensbonus
Beantragen kannst du das Duo online über cashback-cards.ch; du bekommst beide Karten, American Express und World Mastercard, auf ein gemeinsames Konto. Ein Mindestalter und ein regelmässiges Einkommen setzt Swisscard voraus; eine konkrete Zahl nennt der Herausgeber nicht, entschieden wird per gesetzlich vorgeschriebener Bonitätsprüfung, also der Prüfung deiner Kreditfähigkeit.
Zum Willkommensbonus: Neue Hauptkarteninhaber eines Cashback-Duos erhalten in den ersten 3 Monaten 5 Prozent Cashback auf Käufe mit der American-Express-Karte, gedeckelt bei maximal 100 Franken. Das ist ein echter, aber einmaliger Anreiz. Für die Frage, ob sich die Karte dauerhaft lohnt, zählt nicht der Startbonus, sondern ob American Express dort akzeptiert wird, wo du wirklich einkaufst.
Roberts Urteil
Mein Urteil: Die Cashback Cards American Express und World Mastercard sind die richtige Karte für einen klaren Fall und die falsche für einen anderen. Richtig sind sie für alle, die den Grossteil ihrer Einkäufe bei grossen Amex-Ketten machen und ihre Rechnung konsequent per Lastschrift zahlen; dann liefert das Duo real 1 Prozent ohne Jahresgebühr, als frei verrechenbare Gutschrift statt als Gutschein, und rund 200 Franken im Jahr sind für einen aufmerksamen Nutzer belegt. Daraus wird die Note 3.6, leicht über dem Durchschnitt der von uns bewerteten Karten. Drei Dinge halte ich dagegen. Erstens hängt die ganze 1 Prozent an der Amex-Akzeptanz; wo sie fehlt, bleibt der World-Mastercard-Teil mit 0.25 Prozent, und das trifft im Alltag häufiger, als die Werbung vermuten lässt. Zweitens ist das Duo im Ausland mit real gemessenen 4.21 Prozent das teuerste in diesem Vergleich, und der Bargeldbezug ist mit 4 Prozent noch eine Spur teurer als bei der Konkurrenz. Drittens kommt das Cashback nur einmal im Jahr, und eine Reiseversicherung gibt es keine, nur einen schmalen Rückgabeschutz. Nimm das Duo für den Schweizer Alltag bei den grossen Ketten, richte ein Lastschriftverfahren ein, und leg fürs Ausland eine Karte mit besserem Kurs daneben.
Häufige Fragen
Sind die Cashback Cards wirklich kostenlos? Bei der Jahresgebühr ja: Haupt- und Zusatzkarte kosten 0 Franken, nur eine Ersatzkarte kostet 25 Franken. Kostenlos bleibt das Duo aber nur, wenn du fristgerecht bezahlst und Auslands- und Bargeldgebühren meidest.
Warum bekomme ich manchmal nur 0.25 Prozent Cashback? Weil die 1 Prozent nur für Käufe mit dem American-Express-Teil gilt. Wo ein Geschäft American Express nicht akzeptiert, zahlst du mit dem World-Mastercard-Teil, und der bringt bloss 0.25 Prozent, ein Viertel.
Wann wird das Cashback ausbezahlt? Einmal pro Jahr wird der aufgelaufene Cashback dem Kartenkonto gutgeschrieben, vorausgesetzt die Kartenbeziehung ist zu diesem Zeitpunkt nicht gekündigt. Eine Barauszahlung ist ausgeschlossen; verrechnen lässt sich die Gutschrift aber frei gegen die Kartenrechnung.
Was kostet das Duo im Ausland? Offiziell 2.5 Prozent Fremdwährungsgebühr. Unabhängig gemessen wurden für die Swisscard Cashback Cards 4.21 Prozent effektiver Gesamtaufschlag (Handelszeitung, Juni 2025): die 2.5 Prozent Gebühr plus rund 1.71 Prozent Kursmarge. Der Bargeldbezug kostet zusätzlich 4 Prozent, mindestens 10 Franken.
Haben die Cashback Cards eine Reiseversicherung? Nein. Enthalten ist nur ein Rückgabeschutz bis 1’000 Franken pro Kauf, wenn ein Verkäufer unbeschädigte, ungebrauchte Ware innert 90 Tagen nicht zurücknimmt. Ein Reise-, Unfall- oder medizinischer Schutz gehört nicht dazu.
Cashback Cards oder Certo für Cashback? Das Duo gibt 1 Prozent überall dort, wo American Express akzeptiert wird, die Certo-Karten 1 Prozent bei drei Händlern und schreiben dafür viermal im Jahr gut statt einmal. Wer breit bei Amex-Ketten einkauft, fährt mit dem Duo besser; wer drei feste Lieblingshändler hat, mit einer Certo.
Gibt es einen Willkommensbonus? Ja: Neue Hauptkarteninhaber eines Cashback-Duos bekommen in den ersten 3 Monaten 5 Prozent Cashback mit der American-Express-Karte, bis maximal 100 Franken.
Die App des Herausgebers in Zahlen
25’963 Bewertungen auf App Store, gelesen am 9. Oktober 2026.
Was die Versicherung wirklich deckt
Keine Reiseversicherung enthalten
Der Einkaufsschutz
- EinkaufsschutzNicht enthalten
- Bestpreis-GarantieNicht enthalten
- Verlängerte GarantieNicht enthalten
- Weitere SchutzleistungenRückgabeschutz (Return Protection Insurance*): CHF 1’000 für unbenutzte, unbeschädigte Ware ab CHF 60, die der Verkäufer nicht innert 90 Tagen zurücknimmt. Weltweit. Leistung an die Bezahlung mit der Karte geknüpft (*).Bedingungen, Seite 5
Beschwerden und Aufsicht
Swisscard AECS (inkl. poinz)
Fälle beim Bankenombudsman
Ein einzelner Fall bedeutet nicht, dass der betroffene Kartenherausgeber sich etwas hat zuschulden kommen lassen. Der Schweizerische Bankenombudsman veröffentlicht ausschliesslich Zahlen für die ganze Branche, nie für einzelne Anbieter.
- 2024136 Fälle in der Branche
- 2025120 Fälle in der Branche
Zahlen gelten für die ganze Branche, nicht für Swisscard AECS (inkl. poinz) allein. Quellen: Jahresbericht 2024 und Jahresbericht 2025 des Bankenombudsman
Bei der Aufsicht
In den eigenen Vertragsdokumenten wird keine Ombudsstelle genannt (geprüft am 13. Juli 2026). Beleg, gelesen 13. Juli 2026
Bedingungshistorie
Noch keine dokumentierten Bedingungsänderungen. Die Dokumente der Karte werden monatlich geprüft.
Alle Bedingungsänderungen für Cashback Cards American Express & World Mastercard (Kartenduo)
Das Datum wird gesetzt, wenn die Bedingungen zuletzt direkt beim Herausgeber gelesen wurden.
