American Express Credit Card Gold im Test: die Kreditkarte für CHF 200, die fast niemand meint, wenn er «Amex Gold» sucht
American Express Credit Card Gold: die stille Goldkarte im Schatten der berühmten
Wer «Amex Gold» googelt, landet fast immer bei der falschen Karte. Gemeint ist meistens die American Express Gold Card, die Charge-Karte für 350 Franken mit Membership Rewards, Lounge-Zugang und Restaurant-Guthaben. Um die geht es hier nicht. Diese Rezension gilt der anderen, die kaum jemand beim Namen kennt: der American Express Credit Card Gold, einer schlichten Kreditkarte von Swisscard für 200 Franken im Jahr. Sie sammelt keine Membership Rewards, sondern pointup-Punkte, sie öffnet dir keine Flughafen-Lounge, und trotzdem hat sie einen leisen Vorteil, den die teure Namensschwester nicht bietet: den tiefsten Fremdwährungszuschlag der ganzen Amex-Kreditkartenreihe.
Ausgegeben wird die Karte von der Swisscard AECS in Horgen, sie läuft auf dem American-Express-Netz. Für diesen Test lagen mir die Gebühren- und Leistungsübersicht der pointup Cards vor (Dokument 25011/01.2026, das gemeinsame Blatt von Credit Card Gold und Blue), dazu die Versicherungsbedingungen der Allianz-Sammelpolice und der Voucher-Katalog auf pointup.ch. In den Schweizer Finanzforen taucht diese Karte praktisch nie unter ihrem Namen auf, dazu unten mehr. Die Note ist 3.3, im Mittelfeld unseres Testfelds: als Amex mit inbegriffenem Bonus und breiterem Schutz besser als die Blue, am Gegenwert der Punkte gemessen aber teuer bezahlt.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Karte kostet CHF 200 im Jahr, ohne Rabatt im ersten Jahr, anders als bei der Blue mit CHF 40 zum Start. Eine Zusatzkarte kostet CHF 50, die Ersatzkarte ist gratis, und das monatliche Ausgabenlimit liegt bei CHF 30’000.
- Das Bonusprogramm pointup ist gratis inbegriffen, anders als bei der Blue, wo es CHF 40 pro Jahr extra kostet: Du sammelst 1.25 Punkte pro Franken auf praktisch jeden Umsatz.
- Bargeld oder eine Gutschrift auf die Rechnung bringen die Punkte nie, nur Gutscheine, Ware oder Spenden, und ihr Wert ist tief: rund 0.35 Rappen pro Punkt. Bei CHF 2’000 Umsatz im Monat kommen über ein Jahr rund CHF 103 Gutschein-Gegenwert zusammen, gut die Hälfte der Jahresgebühr. Wie sich die Karte neben einer Cashback-Karte schlägt, zeigt dir der Rechner weiter unten.
- Der Fremdwährungszuschlag liegt bei 2 Prozent, tiefer als die 2.5 Prozent von Blue, poinz und den Cashback-Karten. Für Bargeld am Automaten werden 4 Prozent fällig (mindestens CHF 10), für die Teilzahlung 12 Prozent Zins, der gesetzliche Höchstsatz.
- Beim Schutz ist die Gold die breiteste der Amex-Kreditkarten: eine Verkehrsmittel-Unfalldeckung bis CHF 500’000, Such- und Rettungskosten bis CHF 60’000 und als einzige der Reihe eine Einkaufsversicherung bis CHF 750 (Allianz Assistance). Annullierung, Gepäck und Auslandmedizin fehlen.
- Nicht zu verwechseln mit der American Express Gold Card (Membership Rewards, CHF 350, Lounge und Dining-Guthaben), einem anderen Produkt mit ähnlichem Namen. Note 3.3.
Kartendaten
- Jahresgebühr
- CHF 200CHF 200/Jahr, kein Rabatt im ersten Jahr (im Unterschied zu Blue). Zusatzkarte CHF 50/Jahr, Ersatzkarte gratis.
- Punkte
- pointup ist gratis inbegriffen (im Unterschied zu Blue, wo es extra kostet): 1.25 Punkte pro CHF 1 Umsatz
- Fremdwährungsgebühr
- 2.00%
- Zins
- 12.00%Jahreszins ab Buchungsdatum 12% (gesetzlicher Höchstsatz seit 1. Januar 2026). Die Teilzahlung ist eine Option: Wer die Monatsrechnung nicht vollständig begleicht, zahlt ab Buchungsdatum diesen Zins. Wer alles fristgerecht bezahlt, zahlt keinen Zins.
- Zinsfreie Tage
- Vom Herausgeber nicht veröffentlicht
- Bargeldbezug
- 4%, mind. CHF 10Bargeldbezug am Automaten oder Bankschalter kostet 4%, mindestens CHF 10. Derselbe Satz gilt für Lotto-, Wett- und Casinotransaktionen (Gebührenübersicht pointup Cards, Dok. 25011/01.2026, Ausgabe Januar 2026).
- Reiseversicherung
- EnthaltenAllianz/AWP-Reiseschutz enthalten (begrenztes Paket); Aktivierung und Deckung siehe Versicherungsdetails der Karte
- Zahlungsnetzwerk
- American Express
- Voraussetzungen
- Vom Herausgeber nicht veröffentlicht
Was dir die Karte bei deinem Ausgabenniveau zurückgibt
Zieh am Regler und stell die American Express Credit Card Gold neben die TCS Travel Mastercard Gold. Dieselbe Rechnung wie auf der Startseite: Bonuswert minus Jahresgebühr, aus den Kartendaten. Die Rückvergütung ist nicht die Note: dort wiegen auch Schutz und Kosten mit.
Berechnet als Vorteil minus Jahresgebühr, bei monatlich vollständig beglichener Rechnung.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Das Bonusprogramm pointup ist ohne Zusatzgebühr inbegriffen (anders als bei der Blue) und gibt 1.25 Punkte pro Franken auf praktisch jeden Umsatz.
- Der Fremdwährungszuschlag liegt mit 2 Prozent tiefer als die 2.5 Prozent der Schwesterkarte Blue.
- Über Allianz Assistance sind eine Verkehrsmittel-Unfallversicherung bis CHF 500’000 sowie Such- und Rettungskosten bis CHF 60’000 weltweit gedeckt.
- Eine Einkaufsversicherung ersetzt bewegliche Güter bis CHF 750 während 90 Tagen ab Kauf bei Diebstahl, Raub, Einbruch oder Beschädigung, weltweit.
- Die Ersatzkarte ist kostenlos und die Ausgabenlimite liegt mit CHF 30’000 pro Monat höher als bei der Blue.
- Die Teilzahlung ist optional: Wer die Monatsrechnung fristgerecht vollständig begleicht, zahlt keinen Zins.
Nachteile
- Die Jahresgebühr von CHF 200 gilt ohne Rabatt im ersten Jahr, anders als bei der Blue mit CHF 40 im ersten Jahr.
- Der Gegenwert der pointup-Punkte ist tief: 5’800 Punkte ergeben einen Gutschein über CHF 20, also rund 0.35 Rappen pro Punkt, und einlösbar sind sie nur als Gutschein oder Ware, nicht als Bargeld oder Kontogutschrift.
- Bei einem Umsatz von CHF 2’000 im Monat bringen die Punkte rund CHF 100 im Jahr und decken damit nur etwa die Hälfte der Jahresgebühr von CHF 200.
- American Express wird in kleineren Schweizer Geschäften immer wieder nicht akzeptiert, weil die Händlergebühr 4 bis 6 Prozent höher liegt als bei Visa und Mastercard.
- Wer für eine Goldkarte eine Jahresgebühr zahlt, erhält laut einer Forumsstimme bei der Cornèrcard Gold bessere Versicherungen und Schutzleistungen als bei einer Amex-Goldkarte.
- Die Reisedeckung ist schmal: Annullierung, Gepäck und Auslandmedizin fehlen, und die Unfalldeckung greift nur, wenn mindestens 50 Prozent des öffentlichen Verkehrsmittels mit der Karte bezahlt wurden.
- Einen Warenrückgabeschutz wie bei der Blue gibt es nicht; gedeckt ist stattdessen die Einkaufsversicherung.
- Der Bargeldbezug kostet 4 Prozent, mindestens CHF 10, im In- und Ausland; dasselbe gilt für Lotto-, Wett- und Casinotransaktionen.
- Die Teilzahlung kostet 12 Prozent Zins ab Buchungsdatum, den gesetzlichen Höchstsatz seit 1. Januar 2026.
- Leicht zu verwechseln mit der American Express Gold Card (Membership Rewards, CHF 350 pro Jahr) mit Lounge-Zugang und Dining-Guthaben, einem völlig anderen Produkt.
Unterm Strich: Für alle, die eine American Express mit dem tieferen Fremdwährungszuschlag von 2 Prozent und einem gratis inbegriffenen Bonusprogramm suchen, eine solide Goldkarte für CHF 200 im Jahr mit einer Verkehrsmittel-Unfalldeckung bis CHF 500’000 und einer Einkaufsversicherung bis CHF 750; die ehrlichen Schwächen: die pointup-Punkte sind mit rund 0.35 Rappen pro Punkt tief bewertet und nur als Gutschein einlösbar, decken bei einem Umsatz von CHF 2’000 im Monat nur gut die Hälfte der Jahresgebühr, American Express geht in kleineren Läden oft nicht durch, und die Reisedeckung bleibt schmal, ohne Annullierung, Gepäck oder Auslandmedizin.
Credit Card Gold oder Gold Card? Der teure Namensvetter, den fast alle meinen
Bevor irgendeine Zahl zählt, muss eine Verwechslung aus dem Weg, denn sie steckt schon in der Suchanfrage. American Express führt in der Schweiz zwei goldene Karten mit fast identischem Namen, und sie sind völlig verschiedene Produkte. Die berühmte ist die American Express Gold Card: eine Charge-Karte für 350 Franken, die Membership Rewards sammelt, Zugang zu Flughafen-Lounges und ein Guthaben fürs Restaurant mitbringt, eine klassische Reise- und Statuskarte. Über die reden die Blogs, die Foren und die Vergleichsvideos, wenn irgendwo «Amex Gold» steht.
Diese Karte hier ist die andere. Die Credit Card Gold gehört zur pointup-Familie, dem Kreditkarten-Zweig von Swisscard, kostet 200 Franken statt 350, sammelt pointup-Punkte statt Membership Rewards, hat weder Lounge-Zugang noch Restaurant-Guthaben und trägt ein einfacheres Versicherungspaket. Die Trennung ist in den Produktseiten und den getrennten Gebührenübersichten auf americanexpress.ch sauber gezogen, im Kopf der meisten Suchenden aber nicht.
Genau daran merkt man auch, wie wenig Aufmerksamkeit diese Karte bekommt: In den Schweizer Finanzforen und auf Reddit wird sie so gut wie nie beim Namen genannt. Wer dort über «die Amex Gold» schreibt, meint fast durchweg die Charge-Karte für 350 Franken, nicht dieses Kreditkarten-Modell. Für dich als Leserin oder Leser heisst das zweierlei. Erstens: Prüfe beim Antrag genau, welche der beiden du vor dir hast, sonst zahlst du 150 Franken mehr für eine Karte mit ganz anderem Zuschnitt. Zweitens, und das ist die kleine Pointe: Ausgerechnet die günstigere der beiden verlangt im Ausland weniger. Die Credit Card Gold rechnet mit 2 Prozent Fremdwährungszuschlag ab, die teure Gold Card mit 2.5 Prozent.
pointup bei der Gold: gratis dabei, aber nur die halbe Jahresgebühr wert
Hier liegt der echte Unterschied zur Schwesterkarte Blue, und er fällt zunächst zugunsten der Gold aus. Bei der Blue ist pointup eine Option, die 40 Franken pro Jahr kostet; bei der Credit Card Gold ist es ohne Aufpreis dabei. Das gemeinsame Blatt schreibt der Gold 1.25 Punkte pro Franken Umsatz gut, auf fast alle Einkäufe. American Express Selects, das Aktions- und Partnerprogramm, ist ebenfalls enthalten.
Der Haken sitzt nicht am Sammeln, sondern am Einlösen. Ein Punkt ist rund 0.35 Rappen wert, und tauschen kannst du ihn nur gegen einen Gutschein, gegen Ware oder gegen eine Spende bei ausgewählten Partnern, darunter IKEA, Manor und Ochsner Sport, nie gegen Bargeld und nie gegen eine Gutschrift auf die Kartenrechnung. Eine Spende über vier Franken kostet 1’000 Punkte, ein Warengutschein liegt je nach Partner etwas darunter. Umgerechnet auf den Umsatz sind das rund 0.43 Prozent Rückvergütung, also noch nicht halb so viel wie das 1 Prozent, das die gratis Cashback-Karten von Swisscard in Franken auszahlen.
In Franken wird die Rechnung deutlich. Im Normalprofil dieser Seite, 2’000 Franken Umsatz im Monat, also 24’000 im Jahr, sammelst du rund 30’000 Punkte im Wert von etwa 103 Franken. Dem stehen 200 Franken Jahresgebühr gegenüber: Der Bonus holt gut die Hälfte davon herein, den Rest zahlst du für die Karte selbst. Wer wenig umsetzt, kommt entsprechend schlechter weg, wer viel zahlt, gleicht die Gebühr eher aus, aber immer nur in Gutscheinen, nie in Geld, das du frei verrechnen kannst. Weil sich Punkte ohne festen Frankenwert nicht sauber beziffern lassen, bleibt die Gold-Zeile im Rechner weiter unten bewusst ohne festen Frankenbetrag. Ehrlicher lässt sich dieser Bonus nicht beziffern.
Was die Gold im Ausland und im Alltag kostet
Im Inland bleibt es bei der Jahresgebühr, sofern die Rechnung fristgerecht bezahlt wird; laufende Nebenkosten fallen dort keine an. Interessant wird es erst bei Käufen in fremder Währung, denn beim Fremdwährungszuschlag spielt die Karte ihren einen Vorteil aus: 2 Prozent statt der 2.5 Prozent, die Blue, poinz und die Cashback-Karten verlangen. Das ist nicht der tiefste Wert im ganzen Vergleich, aber der tiefste unter den American-Express-Kreditkarten von Swisscard. Ein Kauf über 1’000 Franken in fremder Währung kostet dich damit rund 20 statt 25 Franken Zuschlag. Wer wirklich oft im Ausland zahlt, fährt mit einer Multiwährungskarte einer Neobank dennoch günstiger; für gelegentliche Ferien nimmt die Gold der Amex-Familie aber ein Stück ihrer Auslandsschwäche.
Daneben verdienen zwei Posten einen genauen Blick. Bargeld gehört nicht auf diese Karte: Ein Bezug am Automaten oder Schalter kostet dich 4 Prozent des Betrags, mindestens 10 Franken, im Inland wie im Ausland und ganz ohne Freibetrag; Lotto-, Wett- und Casinobezüge rechnet das Blatt gleich ab. Und der Zins: Die Teilzahlung ist eine Option, und wer sie nutzt, also die Monatsrechnung nicht vollständig begleicht, zahlt ab Buchungsdatum 12 Prozent, den seit dem 1. Januar 2026 geltenden gesetzlichen Höchstsatz für Kreditkarten. Wer die Rechnung per Lastschriftverfahren automatisch ganz begleicht, zahlt nie Zins. Einen eigens ausgewiesenen effektiven Jahreszins, also das gesetzliche Mass, das sämtliche Kreditkosten auf ein Jahr umrechnet, nennt das Blatt nicht. Alle weiteren Zahlen findest du gebündelt in den Kartendaten weiter unten.
Eine Grenze teilt die Gold mit jeder American Express in der Schweiz: In kleinen, inhabergeführten Läden wird sie oft nicht angenommen, weil die Händlergebühr höher liegt als bei Visa und Mastercard. Anders als bei der Blue oder den Cashback-Duos weisen das gemeinsame Blatt und die Produktseite für die Credit Card Gold keine zweite Karte auf einem Massennetz aus. Wo Amex an der Kasse liegen bleibt, hast du also nach der Dokumentenlage keine eingebaute Reserve und brauchst eine andere Karte daneben. Die Erfahrungsberichte zur Amex-Akzeptanz haben wir in der Rezension zur Blue gesammelt; sie gelten für die Gold genauso, weil beide über dasselbe Netz laufen. Ein eigenes Trustpilot-Profil führt americanexpress.ch nicht, darum ruht die Teilnote «Stimmen im Netz» allein auf der Swisscard-App im App Store, die dort mit 4.57 aus 25’963 Bewertungen steht; die Aufschlüsselung dazu steht unten im Abschnitt Die App des Herausgebers in Zahlen.
Die Versicherung der Gold: das breiteste Paket der Amex-Kreditkarten, und trotzdem schmal
Beim Schutz zieht die Gold an ihren Geschwistern vorbei. Träger ist dieselbe Allianz-Sammelpolice (AWP P&C S.A., Zweigniederlassung Wallisellen), doch die Summen fallen bei der Gold um ein Vielfaches höher aus. Verunglückst du im öffentlichen Verkehr, zahlt eine Transportunfallversicherung ein Invaliditäts- und Todesfallkapital bis 500’000 Franken, zehnmal so viel wie die 50’000 der Blue; für Such-, Rettungs- und Bergungskosten stehen weltweit bis 60’000 Franken bereit statt 10’000. Hinzu kommen ein Reiseinformationsdienst und, wenn es im Ausland eng wird, Vorschüsse bis 15’000 Franken je Fall, damit du Arzt-, Spital- oder Anwaltsrechnungen nicht sofort selbst auslegen musst. Der eigentliche Unterschied zur ganzen Reihe ist aber die Einkaufsversicherung: Allein die Gold ersetzt gestohlene, geraubte oder beschädigte Gegenstände bis 750 Franken, weltweit und bis 90 Tage nach dem Kauf. Den Warenrückgabeschutz, den die Blue mitbringt, hat sie im Gegenzug nicht.
So breit die Zahlen wirken, der Zuschnitt bleibt eng, und das gehört dazu. Was eine vollwertige Reiseversicherung ausmacht, ist nicht dabei: Reiseabbruch und Annullierung deckt die Karte nicht, Gepäck nicht, medizinische Kosten im Ausland ebenso wenig, und einen Mietwagenschutz gibt es auch nicht. Selbst die Transportunfalldeckung greift nur, wenn mindestens 50 Prozent der Kosten des benutzten öffentlichen Verkehrsmittels vor Reiseantritt mit der Karte bezahlt wurden, so hält es die Sammelpolice fest, die ohnehin nur auf Englisch vorliegt. Die Schutznote 4.1 misst darum die Breite des Belegten und die hohe Unfallsumme, keine Rundum-Reisedeckung. Die einzelnen Deckungen listet der Versicherungsblock weiter unten auf.
Hol dir die Karte nicht, wenn du ...
- ... in erster Linie Cashback oder einen hohen Bonus-Gegenwert willst. pointup ist zwar gratis dabei, aber ein Punkt ist nur rund 0.35 Rappen wert und nur in Gutscheinen einlösbar; bei normalem Umsatz deckt der Bonus nur gut die Hälfte der Jahresgebühr.
- ... die berühmte American Express Gold Card mit Lounge und Membership Rewards suchst. Das ist eine andere Karte für 350 Franken. Diese hier ist die schlichte Kreditkarte für 200 Franken.
- ... häufig in kleinen Läden zahlst, die kein American Express nehmen. Für die Gold ist keine zweite Karte auf einem Massennetz ausgewiesen; wo Amex abgelehnt wird, brauchst du eine andere Karte daneben.
- ... regelmässig im Ausland oder in fremder Währung zahlst. Die 2 Prozent sind besser als bei den Schwesterkarten, aber eine Neobank-Karte mit Multiwährung ist fürs Ausland immer noch günstiger.
- ... im Ausland Bargeld beziehst. Jeder Bezug am Automaten kostet dich 4 Prozent, mindestens 10 Franken, ganz ohne Freibetrag.
- ... eine vollwertige Reiseversicherung erwartest. Gedeckt sind Verkehrsmittel-Unfall, Such- und Rettungskosten und ein Einkaufsschutz; für Annullierung, Gepäck oder Auslandmedizin springt die Karte nicht ein.
Hol dir die Karte, wenn du ...
- ... eine American Express mit dem tieferen Auslandszuschlag von 2 Prozent willst. Unter den Amex-Kreditkarten von Swisscard rechnet die Gold im Ausland am günstigsten ab.
- ... den inbegriffenen Bonus mitnimmst, ohne dir davon zu viel zu versprechen. pointup kostet bei der Gold nichts extra; ein netter Zustupf in Gutscheinen, aber kein Cashback in Franken.
- ... den breiteren Schutz und die Einkaufsversicherung schätzt. Die Verkehrsmittel-Unfalldeckung bis 500’000 Franken und der Kaufschutz bis 750 Franken heben die Gold über die anderen Amex-Kreditkarten.
- ... deine Monatsrechnung stets per Lastschriftverfahren vollständig begleichst. So bleibt es bei der reinen Jahresgebühr, und der Teilzahlungszins von 12 Prozent fällt nie an.
American Express Credit Card Gold beantragen: Ablauf und Voraussetzungen
Beantragen kannst du die Credit Card Gold online über americanexpress.ch. Achte beim Antrag darauf, wirklich die Credit Card Gold zu wählen und nicht die gleichnamige Gold Card mit Membership Rewards, sonst schliesst du eine andere Karte für 350 Franken ab. Voraussetzung sind ein Mindestalter und ein geregeltes Einkommen; konkrete Zahlen dazu nennt das Gebührenblatt nicht, und ob du die Karte bekommst, entscheidet die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung deiner Kreditfähigkeit, die Bonitätsprüfung.
Ein Startguthaben wie bei den Cashback-Karten sieht das Blatt für die Gold nicht vor, und anders als die Blue lockt sie auch nicht mit einer halbierten Jahresgebühr zum Einstieg: Die 200 Franken werden vom ersten Jahr an fällig. pointup läuft dafür vom Start weg mit, ohne dass du es dazubuchen musst. Ob sie sich auf Dauer trägt, ist weniger eine Frage des Antrags als eine schlichte Rechnung: ob dir der tiefere Auslandszuschlag und der breitere Schutz die 200 Franken wert sind, die der Bonus nur zur Hälfte zurückholt.
Roberts Urteil
Mein Urteil: Die Credit Card Gold ist keine Bonuskarte, sie ist die günstigere Reise- und Schutzvariante der Swisscard-Amex-Reihe. Für 200 Franken bekommst du den tiefsten Fremdwährungszuschlag der Amex-Kreditkarten, eine breite Versicherung mit einer Verkehrsmittel-Unfalldeckung bis 500’000 Franken und, als einzige der Geschwister, eine echte Einkaufsversicherung bis 750 Franken. Dass pointup hier gratis dabei ist statt wie bei der Blue 40 Franken extra zu kosten, ist ein klarer Pluspunkt. Daraus wird die Note 3.3.
Was mich bremst, ist der Gegenwert der Punkte. Selbst geschenkt holt pointup bei normalem Umsatz nur gut die Hälfte der Jahresgebühr herein, und das nur in Gutscheinen bei einer festen Partnerliste, nie in Franken, die du frei verrechnen kannst. Wem es um die Rückvergütung geht, der ist hier auf der falschen Seite des Sortiments: Dafür gibt es die gebührenfreien Cashback-Karten. Die Gold lohnt sich erst, wenn dir der tiefere Auslandszuschlag und der Schutz die 200 Franken wert sind; sorg dann dafür, dass die Rechnung jeden Monat vollständig beglichen wird, und plan eine Karte auf einem anderen Netz für die Läden ein, die Amex ablehnen. Und verwechsle sie nicht mit ihrer teuren Namensschwester: Wer Lounge und Membership Rewards will, ist bei dieser Karte falsch.
Häufige Fragen
Ist die Credit Card Gold dasselbe wie die American Express Gold Card? Nein. Die American Express Gold Card ist eine Charge-Karte für 350 Franken mit Membership Rewards, Lounge-Zugang und Restaurant-Guthaben. Die Credit Card Gold ist eine Kreditkarte für 200 Franken aus der pointup-Familie, ohne Lounge und ohne Membership Rewards. Die Namen sind ähnlich, die Produkte nicht.
Was kostet die American Express Credit Card Gold? Die Hauptkarte kostet 200 Franken pro Jahr, ohne Rabatt im ersten Jahr. Eine Zusatzkarte kostet 50 Franken, die Ersatzkarte ist gratis. Das monatliche Ausgabenlimit liegt bei 30’000 Franken.
Ist pointup bei der Credit Card Gold inbegriffen? Ja. Anders als bei der Blue, wo pointup 40 Franken pro Jahr extra kostet, ist es bei der Gold ohne Aufpreis dabei: 1.25 Punkte pro Franken. Ein Punkt ist allerdings nur rund 0.35 Rappen wert, und einlösen kannst du ihn ausschliesslich als Gutschein, Ware oder Spende, nicht als Bargeld.
Lohnen sich die 200 Franken Jahresgebühr? Das hängt an deinem Umsatz und deinen Ansprüchen. Bei 2’000 Franken im Monat bringen die Punkte rund 103 Franken Gutschein-Gegenwert, also gut die Hälfte der Gebühr. Den Rest zahlst du für den tieferen Auslandszuschlag und den breiteren Schutz. Wer nur den Bonus sucht, ist mit einer gebührenfreien Cashback-Karte besser bedient.
Was kostet die Gold im Ausland? Der Fremdwährungszuschlag liegt bei 2 Prozent, tiefer als die 2.5 Prozent der übrigen Amex-Kreditkarten von Swisscard. Für regelmässige Auslandseinsätze ist eine Multiwährungskarte einer Neobank trotzdem günstiger. Ein Bargeldbezug kostet zusätzlich 4 Prozent, mindestens 10 Franken.
Welche Versicherung ist dabei? Gedeckt sind der Verkehrsmittel-Unfall bis 500’000 Franken, Such- und Rettungskosten bis 60’000 Franken und eine Einkaufsversicherung bis 750 Franken, dazu Reiseinformationen und Vorschüsse bis 15’000 Franken je Fall. Nicht abgedeckt sind dagegen Annullierung, Gepäck, Auslandmedizin und Mietwagen, und die Unfalldeckung setzt voraus, dass mindestens 50 Prozent des öffentlichen Verkehrsmittels mit der Karte bezahlt wurden.
Alternativen zur Credit Card Gold
Willst du dieselbe Marke günstiger, führt der Weg zur Blue from American Express: die günstigere Amex für 80 Franken pro Jahr (40 im ersten), im Duo mit einer Companion-Visa für die Läden ohne Amex. Ihr Schutz ist schmaler, und pointup kostet dort 40 Franken extra; dafür zahlst du deutlich weniger Grundgebühr.
Geht es dir vor allem um den Gegenwert, bekommst du bei demselben Herausgeber ohne Jahresgebühr mehr: Auf dem American-Express-Teil der Cashback Cards American Express und World Mastercard und der Ausführung mit einer Visa als Zweitkarte fällt 1 Prozent Cashback an, ausbezahlt in Franken statt in Gutscheinen, und das ohne jede Jahresgebühr. Möchtest du dasselbe 1 Prozent als jederzeit auszahlbares Guthaben, lohnt die poinz American Express einen Vergleich, ebenfalls ohne Jahresgebühr. Allen dreien fehlt der breitere Schutz der Gold und der tiefere Auslandszuschlag; der Tausch ist also klar: Bei der Gold zahlst du für Versicherung und 2 Prozent im Ausland, bei den Gratis-Karten bekommst du echtes Cashback und verzichtest auf beides.
Die App des Herausgebers in Zahlen
25’963 Bewertungen auf App Store, gelesen am 9. Oktober 2026.
Was die Versicherung wirklich deckt
In der Karte enthalten · Allianz Assistance (AWP P&C S.A., Saint-Ouen (Paris), Wallisellen Branch (Schweiz), Richtiplatz 1, 8304 Wallisellen) (Bedingungen liegen nur auf Englisch vor)
- Zahlungsbedingung, damit der Schutz giltFür die Transportunfallversicherung besteht Versicherungsschutz nur, wenn mindestens 50% der Kosten des benutzten öffentlichen Verkehrsmittels vor Reiseantritt mit der Karte bezahlt wurden. Mit * markierte Leistungen (u.a. Reiseabbruch-/Annullierungs-, Gepäck-, Mietwagen-, Rückgabe-, Kauf-, Garantieverlängerungs- und Ticketversicherung) sind zudem an die Bezahlung mit der Karte geknüpft.Bedingungen, Seite 11
- Annullierung der Reise (Storno)Nicht enthalten
- Heilungskosten und RücktransportNicht enthalten
- Dauer der ReiseEine Reise ist ein länger als eintägiger Aufenthalt an einem Ort, der mindestens 30 km vom gewöhnlichen Wohnort entfernt liegt, ausgenommen Arbeitswege. Für gewisse Leistungen ist der Versicherungsschutz bei Auslandreisen zeitlich begrenzt.Bedingungen, Seite 3
- Selbstbehalt beim MietwagenNicht enthalten
- Unfall: InvaliditätInvaliditätskapital bis CHF 500’000 (anteilig nach Invaliditätsgrad gemäss Gliedertaxe, S. 11), bei Unfällen im öffentlichen Verkehr.Bedingungen, Seite 5
- Wenn du schon eine andere Versicherung hast«Gleichartige Ansprüche»: Ausser bei der Todesfall- und Invaliditätsleistung der Transportunfallversicherung (bzw. anderen Kapitalleistungen) gilt: Besteht Anspruch aus einem anderen Versicherungsvertrag (freiwillig oder obligatorisch, privat oder sozial), ist die Deckung auf den Teil begrenzt, der die Leistungen des anderen Vertrags übersteigt. Insgesamt werden Kosten nur einmal erstattet.Bedingungen, Seite 8
Der Einkaufsschutz
- EinkaufsschutzKaufschutzversicherung für bewegliche Gegenstände zum persönlichen Gebrauch, 90 Tage ab Kaufdatum, bei Diebstahl, Einbruch, Raub, Zerstörung oder Beschädigung. Bis CHF 750, weltweit.Bedingungen, Seite 7
- Bestpreis-GarantieNicht enthalten
- Verlängerte GarantieNicht enthalten
Beschwerden und Aufsicht
Swisscard AECS (inkl. poinz)
Fälle beim Bankenombudsman
Ein einzelner Fall bedeutet nicht, dass der betroffene Kartenherausgeber sich etwas hat zuschulden kommen lassen. Der Schweizerische Bankenombudsman veröffentlicht ausschliesslich Zahlen für die ganze Branche, nie für einzelne Anbieter.
- 2024136 Fälle in der Branche
- 2025120 Fälle in der Branche
Zahlen gelten für die ganze Branche, nicht für Swisscard AECS (inkl. poinz) allein. Quellen: Jahresbericht 2024 und Jahresbericht 2025 des Bankenombudsman
Bei der Aufsicht
In den eigenen Vertragsdokumenten wird keine Ombudsstelle genannt (geprüft am 13. Juli 2026). Beleg, gelesen 13. Juli 2026
Bedingungshistorie
Noch keine dokumentierten Bedingungsänderungen. Die Dokumente der Karte werden monatlich geprüft.
Alle Bedingungsänderungen für American Express Credit Card Gold
Das Datum wird gesetzt, wenn die Bedingungen zuletzt direkt beim Herausgeber gelesen wurden.
