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Kreditkart

Bonus Card Exclusive im Test: CHF 216 Jahresgebühr verdoppelt fast jede Versicherungssumme der Gold, während der Bonuswert die tiefste Teilnote im ganzen Trio bleibt. Note 2.8

Bonus Card Exclusive: doppelte Summen, dieselbe Bonuswert-Schwäche

Die Bonus Card Exclusive ist die Topkarte im Bonus-Card-Trio, und sie verhält sich genau so: Für 216 Franken im Jahr, 72 mehr als die Gold, verdoppelt sich fast jede Versicherungssumme, die die Gold schon mitbringt, und drei zusätzliche Leistungen kommen dazu, die es sonst nirgends im Trio gibt. Der Fremdwährungszuschlag sinkt gleichzeitig auf 1.75 Prozent, den tiefsten Wert der eigenen Reihe. Wer die Aufpreis-Logik der Familie verstanden hat, Classic ohne jeden Schutz, Gold mit dem grossen Schutzsprung, erwartet bei der Exclusive dieselbe Rechnung: mehr Geld, mehr Gegenwert. Beim Schutz stimmt das auch. Bei der Bonuspunkte-Seite der Karte stimmt es nicht: Die Teilnote Bonuswert liegt bei 2.0, tiefer als bei Gold (2.4) und Classic (2.9), obwohl die Exclusive die höchste Jahresgebühr im Trio trägt. Der Grund ist nüchtern: Die Punktemechanik ist mit der Gold identisch, «gleiche Partnerstruktur wie Gold» hält die eigene Produktseite fest, und keine der drei Karten nennt einen Frankenkurs pro Punkt.

Herausgeberin ist unverändert die Cornèr-Bank-Tochter BonusCard.ch, mit demselben schwachen Trustpilot-Wert von 1.7 von 5 wie bei den beiden anderen Stufen. Vier Quellen tragen diese Einordnung: die bonuscard.ch-Produktseite zur Exclusive, eingesehen am 13. Juli 2026, das Gebührenblatt «Preise, Zinsen und Gebühren» (Ausgabe 01.2026), dieselbe Versicherungsbedingung wie bei der Gold, Ausgabe 10.2024, weil ein gemeinsames Dokument beide Stufen regelt, und die Übersichtsseiten von BonusCard zu Reise- und Einkaufsversicherungen. Am Ende steht die Note 2.8.

Das Wichtigste in Kürze

  • CHF 216 kostet die Hauptkarte im Jahr, CHF 108 eine Zusatzkarte: die teuerste Stufe im Bonus-Card-Trio (Classic CHF 48, Gold CHF 144).
  • Der Fremdwährungszuschlag liegt bei 1.75 Prozent, tiefer als die 2 Prozent von Classic und Gold und der tiefste Wert im eigenen Trio.
  • Die Reiseversicherung verdoppelt fast jede Summe der Gold: Annullierung und Reiseabbruch je CHF 20’000 statt CHF 10’000, Such- und Bergungskosten CHF 50’000 statt CHF 25’000, Reise-Rechtsschutz CHF 250’000 Europa/CHF 50’000 Welt statt CHF 125’000/CHF 25’000, Selbstbehalt-Ausschluss Mietwagen CHF 2’000 statt CHF 1’000.
  • Drei Leistungen gibt es ausschliesslich auf der Exclusive: eine Warenlieferungs- und Transportversicherung (CHF 3’000 pro Fall/CHF 15’000 pro Jahr), eine Garantieverlängerung (CHF 4’000 pro Jahr) und ein Concierge Service.
  • Die Teilnote Bonuswert bleibt bei 2.0, die tiefste im gesamten Trio: Bei CHF 2’000 Kartenumsatz im Monat, dem Referenzprofil dieser Seite, bleibt nach der konservativen Basisrechnung ein Minus von rund CHF 192 im Jahr gegenüber der Jahresgebühr. Rechne dein Niveau im Rechner weiter unten.
  • Die App MyOnlineServices steht im App Store bei 2.82, dazu kommt Trustpilot mit 1.7 von 5 (55 Bewertungen): Beide zusammen ergeben die Teilnote «Stimmen im Netz» 2.1, den schwächsten Wert unter allen von uns bewerteten Karten, geteilt mit sechs weiteren Kartenprodukten.
Karte Bonus Card Exclusive

Kartendaten

Jahresgebühr
CHF 216CHF 216/Jahr Hauptkarte, CHF 108 Zusatzkarte.
Vorteile
CHF 5 = 1 Bonuspunkt, gleiche Partnerstruktur wie Gold (2x bis 5x bei ausgewählten Partnern), MyCountry verdoppelt im AuslandKeine Obergrenze angegeben
Fremdwährungsgebühr
1.75%
Zins
12.00%Gleiche Zinsobergrenze wie bei den übrigen BonusCard-Karten. Zahlungsfrist Monatsauszug: 25 Tage (Zahlungsfrist ab Rechnungsdatum, NICHT zinsfreie Tage ab Kauf, die Quelle gibt Letzteres nicht an). Zusätzlich ist eine Ratenzahlung für einzelne Einkäufe (Buy Now Pay Later) zu 10,9% Jahreszins möglich.
Zinsfreie Tage
Vom Herausgeber nicht veröffentlicht
Bargeldbezug
4%, mind. CHF 10Bargeldbezug am Geldausgabeautomaten kostet 4%, mindestens CHF 10; am Bankschalter 4%, mindestens CHF 15. Lotto-, Wett- und Casinoumsätze gelten ebenfalls als Bargeldbezug. Quelle: Leistungsübersicht Preise, Zinsen und Gebühren der BonusCard (Ausgabe 01.2026), Spalte «Bonus Card Exclusive».
Reiseversicherung
EnthaltenEnthalten, unabhängig von der Zahlungsart der Reise. Deckt Annullation vor der Abreise (CHF 20’000 pro Ereignis), Annullation während der Reise/Reiseabbruch (CHF 20’000 pro Ereignis), Notfallassistenz/Rücktransport (unbegrenzt), Reiserechtsschutz (CHF 250’000 Europa / CHF 50’000 Welt, pro Fall und Jahr), Such- und Rettungskosten (CHF 50’000), Selbstbehaltbefreiung Mietwagen/Mobility (CHF 2’000). Versicherer: Allianz (AWP P&C S.A., Wallisellen). Quelle: AVB Bonus Card Gold/Exclusive (Ausgabe 10.2024).
Zahlungsnetzwerk
Visa
Voraussetzungen
Nicht veröffentlicht.

Was dir die Karte bei deinem Ausgabenniveau zurückgibt

Zieh am Regler und stell die Bonus Card Exclusive neben die TCS Travel Mastercard Gold. Dieselbe Rechnung wie auf der Startseite: Bonuswert minus Jahresgebühr, aus den Kartendaten. Die Rückvergütung ist nicht die Note: dort wiegen auch Schutz und Kosten mit.

CHF 2’000
TCS Travel Mastercard Gold1% zurück, Jahresgebühr CHF 100CHF 0netto pro JahrBringt am meisten
Bonus Card ExclusiveCHF 5 = 1 Bonuspunkt, gleiche Partnerstruktur wie Gold (2x bis 5x bei ausgewählten Partnern), MyCountry verdoppelt im Auslandkeine feste Zahl

Berechnet als Vorteil minus Jahresgebühr, bei monatlich vollständig beglichener Rechnung.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Jahresgebühr CHF 216 (Hauptkarte), CHF 108 (Zusatzkarte); mit 1.75 Prozent der tiefste Fremdwährungszuschlag im Bonus-Card-Trio statt 2 Prozent.
  • Volles Reiseversicherungspaket unabhängig von der Zahlungsart: Annullierung und Reiseabbruch je CHF 20’000, Reise-Rechtsschutz CHF 250’000 Europa/CHF 50’000 Welt, Assistance unbegrenzt.
  • Zusätzlich Warenlieferungs- und Transportversicherung CHF 3’000 pro Fall/CHF 15’000 pro Jahr, Garantieverlängerung CHF 4’000 und Concierge Service, drei Leistungen, die der günstigeren Gold-Karte fehlen.
  • Best Price Garantie CHF 4’000 pro Ereignis und Shopping-Rechtsschutz CHF 15’000, doppelt so hoch wie bei Gold.
  • Ein Teil der Bonuspunkte lässt sich als Kontogutschrift einlösen (100 Punkte = CHF 0.50), unabhängig bestätigt via moneyland.ch.

Nachteile

  • Mit CHF 216 pro Jahr die teuerste Karte im Bonus-Card-Trio.
  • Bargeldbezug kostet trotz des Premium-Preises identisch mit Classic und Gold 4 Prozent, mindestens CHF 10 am Automaten oder CHF 15 am Schalter.
  • Teilzahlungs- und Verzugszins liegt bei 12 Prozent nominal, plus eine separate Ratenzahlungsoption zu 10.9 Prozent.
  • Den Frankenwert der Bonuspunkte nennt kein offizielles Preisblatt.
  • Trustpilot bewertet die Herausgeberin BonusCard.ch mit nur 1.7 von 5 Sternen (55 Bewertungen, Stand Oktober 2026).

Das Urteil in einem Satz: Die Exclusive kauft dir für 216 Franken im Jahr das grösste Versicherungspaket im Bonus-Card-Trio und drei Leistungen, die keine andere Karte der Reihe kennt, während der Bonuswert trotz der höchsten Gebühr die schwächste Teilnote im ganzen Trio bleibt und die Herausgeberin auf Trustpilot unverändert bei 1.7 von 5 steht.

Was sich beim Wechsel von der Gold auf die Exclusive verdoppelt

Die Versicherungsbedingungen Bonus Card Gold/Exclusive führen beide Stufen in derselben Tabelle, Zeile für Zeile nebeneinander, und wer die beiden Spalten vergleicht, findet ein auffallend sauberes Muster: Fast jede Summe der Gold taucht rechts, in der Exclusive-Spalte, exakt mit dem Faktor zwei wieder auf. Die Klausel für die Annullierung vor der Abreise springt von 10’000 auf 20’000 Franken, dieselbe Verdopplung gilt für den Reiseabbruch während der Reise. Bei Such- und Bergungskosten steht links 25’000, rechts 50’000 Franken. Der Reise-Rechtsschutz zeigt dasselbe Bild in zwei Zeilen: 125’000 wird zu 250’000 Franken in Europa, 25’000 wird zu 50’000 Franken für den Rest der Welt. Selbst der Selbstbehalt-Ausschluss beim Mietwagen, Mobility eingeschlossen, folgt der Regel, 1’000 gegen 2’000 Franken. Beim Einkaufsschutz setzt sich das fort: Der Shopping-Rechtsschutz wächst von 7’500 auf 15’000 Franken, die Best Price Garantie von 2’000 auf 4’000 Franken. Als Versicherer steht in beiden Spalten Allianz Assistance (AWP P&C S.A., Wallisellen), für Reise- und Shopping-Rechtsschutz Dextra Rechtsschutz AG.

Eine Zahl weicht vom reinen Verdopplungsmuster ab, zugunsten der Exclusive: Die Best Price Garantie greift bei der Gold erst ab einer Preisdifferenz von mindestens 30 Franken, bei der Exclusive schon ab 20 Franken. Von der Karteneinsatz-Bedingung befreit dich die höhere Gebühr nicht: Best Price Garantie, Garantieverlängerung, Shopping-Rechtsschutz und Warenlieferungsversicherung verlangen alle vier mindestens die Hälfte des jeweiligen Kaufbetrags auf der Exclusive, genau wie bei der Gold. Nur die reinen Reisekomponenten kennen diese Hürde nicht, für sie zählt allein der Besitz der Karte.

Die drei Leistungen, die nur die Exclusive kennt

Neben der reinen Verdopplung bringt die Exclusive drei Positionen mit, die in der Bedingungstabelle für die Gold schlicht mit einem Strich stehen. Die erste ist eine Warenlieferungs- und Transportversicherung, 3’000 Franken pro Fall und höchstens 15’000 Franken pro Kalenderjahr, für Waren, die auf dem Transportweg beschädigt werden oder verloren gehen. Die zweite ist eine Garantieverlängerung um 24 Monate zur Herstellergarantie, bis 4’000 Franken pro Jahr, bei einem Gerätewert ab 100 Franken. Bei der Gold fehlt diese Leistung vollständig, klar als nicht inbegriffen geführt, nicht nur mit einer niedrigeren Summe. Die dritte ist der Concierge Service, eine Serviceleistung ohne eigene Kostenübernahme, buchbar für Reservierungen und Anfragen, die auf dieser Karte bislang keine eigene Nutzerstimme im Netz beschreibt.

Eine Lücke bleibt trotzdem, auch bei der Topkarte: Wird eine frisch gekaufte Ware zu Hause gestohlen oder beschädigt, greift keine der Bonus-Card-Policen, dafür fehlt beiden Stufen ein eigener Kaufschutz-Baustein. Wer beim Wort «Warenlieferungsversicherung» automatisch an einen solchen Schutz denkt, überschätzt die Deckung: Sie sichert ausschliesslich den Weg vom Händler zu dir, nicht das, was danach mit der Ware passiert.

Doppelte Summen, dieselbe Schutznote wie die Gold

Ein Detail, das die reine Zahlenverdopplung relativiert: Die Teilnote Schutz liegt bei der Exclusive bei 4.3, exakt derselbe Wert wie bei der Gold. Der Grund ist mechanisch nachvollziehbar und gehört zur ehrlichen Einordnung dieser Karte. Unsere Bewertung misst bei den meisten Versicherungsfeldern, ob eine Leistung dokumentiert ist oder fehlt, nicht wie hoch die Deckungssumme ausfällt; die Gold erreicht mit ihrem kompletten Reise- und Einkaufspaket bereits das erreichbare Mass in dieser Rechnung. Die verdoppelten Summen der Exclusive, dazu Warenlieferung und Garantieverlängerung als echte Zusatzpositionen, verändern die Teilnote deshalb nicht mehr nach oben: Wer 20’000 statt 10’000 Franken Annullierungsschutz besitzt, bekommt dafür in unserer Note keinen einzigen Zehntelpunkt mehr. Das ist kein Fehler in der Karte, sondern eine Grenze der Bewertungsmethode: Für die reale Absicherung im Schadensfall macht die Verdopplung natürlich einen Unterschied, für die Teilnote nicht.

Bonuswert 2.0: die tiefste Teilnote im Trio, trotz der höchsten Gebühr

Hier liegt der eigentliche Bruch in der Bonus-Card-Logik. Bei der Reiseversicherung zahlt die höhere Gebühr sich in höheren Summen aus, beim Bonusprogramm passiert das Gegenteil, und die Ursache dafür lässt sich mit einem einzigen Satz von der Produktseite belegen: «Gleiche Partnerstruktur wie Gold» (bonuscard.ch, gelesen am 13. Juli 2026). Am Grundraster ändert die höhere Gebühr nichts, Umsatz wird weiterhin im Verhältnis fünf zu eins in Punkte verrechnet, dazu kommen dieselben Multiplikatoren zwischen dem Zwei- und Fünffachen bei denselben Partnern, keine zusätzliche Stufe, kein eigener Exclusive-Partner, kein höherer Faktor für die teurere Karte. Auch der Kurs bleibt ein blinder Fleck im eigenen Preisblatt: Weder bei Classic noch bei Gold noch hier nennt BonusCard einen Frankenwert pro Punkt, die einzige Zahl dazu liefert weiterhin die externe Quelle moneyland.ch, 50 Rappen für 100 Punkte bei der Kontogutschrift.

Weil sich an dieser Mechanik nichts ändert, ändert sich auch am Ergebnis nichts, ausser bei der Gebühr, die es aufwiegen muss. Bei 24’000 Franken Jahresumsatz, dem Referenzbudget dieser Seite, wirft die konservative Basisrate von 0.1 Prozent rund 24 Franken gutgeschriebenes Geld ab, unabhängig davon, welche der drei Karten du hältst. Die Exclusive verlangt dafür 216 Franken, die höchste Gebühr im Trio: Am Jahresende steht ein Minus von rund 192 Franken zu Buche, deutlich mehr als bei Gold (rund 120 Franken) oder Classic (rund 24 Franken). Diese Rechnung, identische Mechanik gegen eine um 72 Franken höhere Gebühr, ist der Grund, warum die Teilnote Bonuswert bei 2.0 landet, dem tiefsten Wert im Trio. Für eine grosszügigere Einstufung fehlt der Beleg: Keine Quelle zeigt, dass die 72 Franken Aufpreis gegenüber der Gold in mehr Punktewert zurückfliessen. Der Gegenwert dieser Franken liegt, wie oben gezeigt, beim Schutz, nicht bei den Bonuspunkten.

Was das Netz zur Exclusive sagt: eine Frage ohne Antwort

Reddit, finanzrudel.ch und die Schwiizerfranke-Community kennen die Exclusive-Karte namentlich schlicht nicht, keine einzige Erwähnung. Einzig im moneyland.ch-Forum existiert ein Thread mit dem passenden Titel, «Bonus Card Exclusive Erfahrung»: Am 2. April 2017 fragt darin ein Nutzer, wer Erfahrungen mit der Karte gemacht habe, lobend oder kritisch. Geantwortet hat ihm niemand, nur die moneyland-Redaktion selbst mit einem kurzen Verweis auf die eigene Vergleichsseite. Für diese Rezension bleibt damit: keine einzige echte Nutzerstimme zur Exclusive-Karte, in keine der beiden Richtungen.

Diese Lücke wird hier nicht mit fremden Stimmen aufgefüllt. Wer wissen will, wie BonusCard.ch als Firma im Netz dasteht, findet die Belege dafür, unter anderem die zehn Beschwerden bis zur durchgesetzten Kündigung, drüben bei der Bonus Card Classic: Die Kritik trifft dort die Herausgeberin als Ganzes, unabhängig vom gewählten Kartenprodukt. Auf die Zahl selbst hat das keinen Einfluss, 1.7 von 5 auf Trustpilot bleibt für alle drei Stufen identisch und fliesst hier in dieselbe schwache «Stimmen im Netz»-Teilnote ein.

Zins, Bargeld und die 25 Tage Zahlungsfrist

Bleibt die Monatsrechnung stets vollständig beglichen, entstehen neben der Jahresgebühr keine weiteren Kosten. Die Frist dafür liegt bei 25 Tagen ab Rechnungsdatum, eine eigene zinsfreie Spanne je Einkauf nennt das Preisblatt nicht gesondert. Gerätst du in die Teilzahlung, greift der gesetzliche Höchstsatz von 12 Prozent Jahreszins; ausgelöst wird sie schon bei einer Rate von 50 Franken oder zweieinhalb Prozent des ausstehenden Betrags, je nachdem, was höher ausfällt. Für gezielte Einzelkäufe steht daneben, wie bei Classic und Gold, eine separate Ratenzahlung zu 10.9 Prozent Jahreszins zur Wahl.

Beim Bargeld gibt es keinen Premium-Nachlass: 4 Prozent Gebühr, unabhängig vom Land, mindestens 10 Franken am Automaten fällig, mindestens 15 Franken am Schalter; auch Lotto-, Wett- und Casinoeinsätze zählen als Bezug. Legst du 15 Prozent der monatlichen 2’000 Franken Kartenumsatz im Ausland um, addiert der Fremdwährungszuschlag von 1.75 Prozent rund 63 Franken im Jahr, macht zusammen mit der Jahresgebühr rund 279 Franken; ob dieser Aufschlag dem tatsächlichen Kursverlust entspricht, hat für BonusCard bislang niemand unabhängig nachgemessen. Die vollständige Zahlenübersicht steht im Kartendaten-Block weiter unten.

Warum nicht gleich die Cornèrcard Gold für 26 Franken weniger?

Wer sich für die Exclusive vor allem wegen des Schutzes interessiert, sollte diese Rechnung vor dem Antrag sehen: Die Cornèrcard Gold, derselbe Konzern, andere Marke, kostet 190 Franken im Jahr, 26 Franken weniger als die Exclusive. Sie erreicht die Schutznote 4.8, mehr als die 4.3 der Exclusive, mit einer Reiseversicherung bis 40’000 Franken pro Ereignis, einer Garantieverlängerung um zwei Jahre bis 3’000 Franken und einer Bestpreis-Garantie ohne die Karteneinsatz-Bedingung, die bei den Einkaufsleistungen der Exclusive durchgehend gilt. Dazu kommt ein bezifferbares Cashback von 0.6 Prozent in Franken, direkt in Rappen ausrechenbar, während der Bonuswert der Exclusive bei 2.0 steht und keine Quelle einen Frankenkurs pro Punkt nennt. Der grösste Unterschied liegt aber nicht in den Leistungen, sondern in der Herausgeberin: Cornèrcard erreicht auf Trustpilot 4.3 von 5 bei 552 Bewertungen, BonusCard.ch bleibt bei 1.7 von 5 bei 55 Bewertungen, dieselbe Konzernmutter, zwei völlig unterschiedliche Vertrauenswerte.

Ganz gleich sind die beiden Karten trotzdem nicht. Zwei Leistungen bleiben allein der Exclusive vorbehalten: die Warenlieferungs- und Transportversicherung und der Concierge Service, beide fehlen der Cornèrcard Gold. Wer diese zwei Positionen konkret braucht, kauft sie mit den 26 Mehrfranken bewusst ein. Wer sie nicht braucht, zahlt für ein kleineres Schutzpaket bei der weniger vertrauenswürdigen Herausgeberin mehr Geld.

Hol dir die Karte nicht, wenn du ...

  • ... wissen willst, was ein Bonuspunkt in Franken wert ist. Weder das Preisblatt noch der Partnermultiplikator liefert eine Zahl, und die Teilnote Bonuswert bleibt mit 2.0 trotzdem die tiefste im ganzen Trio.
  • ... die höheren Deckungssummen realistisch nie ausschöpfst. Die verdoppelten Beträge ändern an der Schutznote gegenüber der Gold nichts; du zahlst 72 Franken mehr für ein Polster, das rechnerisch nicht in eine bessere Note fliesst.
  • ... die Warenlieferungsversicherung, die Garantieverlängerung oder den Concierge nicht nutzt. Genau diese drei Leistungen unterscheiden die Exclusive von der Gold; ohne sie bleibt vor allem eine höhere Rechnung.
  • ... eine Herausgeberin mit gutem Ruf erwartest. Der Trustpilot-Wert von 1.7 gilt firmenweit, für die teuerste Stufe genauso wie für die günstigste.
  • ... öfter nur einen Teilbetrag begleichst. Bei 12 Prozent Jahreszins ist jeder mögliche Punktegewinn dieser Karte binnen Wochen aufgezehrt.

Hol dir die Karte, wenn du ...

  • ... die Warenlieferungsversicherung, die Garantieverlängerung oder den Concierge tatsächlich brauchst. Alle drei gibt es im Bonus-Card-Trio ausschliesslich auf der Exclusive.
  • ... die höheren Reise- und Rechtsschutzsummen konkret einsetzt, etwa bei Familien mit hohem Absicherungsbedarf: 20’000 statt 10’000 Franken Annullierungsschutz, 250’000 statt 125’000 Franken Rechtsschutz in Europa.
  • ... regelmässig im Ausland zahlst und den tiefsten Fremdwährungszuschlag im eigenen Trio willst. 1.75 Prozent statt 2 Prozent bei Classic und Gold.
  • ... jede Rechnung pünktlich per Lastschrift oder Einzahlung begleichst und die Bonuspunkte als Nebensache siehst, nicht als Hauptgrund für die Karte.

Bonus Card Exclusive beantragen: Ablauf und was offen bleibt

Der Antrag läuft online über bonuscard.ch. Eine Alterszahl oder eine Einkommensschwelle taucht in keinem der geprüften Dokumente auf, dieselbe Leerstelle wie bei den beiden günstigeren Stufen; entscheidend ist stattdessen die gesetzlich vorgeschriebene Bonitätsprüfung deiner Kreditfähigkeit. Für die laufende Kontoführung nutzt du dieselbe Infrastruktur wie Classic- und Gold-Inhaber, die MyOnlineServices App samt Webportal.

Praktisch heisst das: Ein Dauerauftrag für die volle Summe verhindert, dass der 12-Prozent-Satz je zum Tragen kommt. Und wer die Einkaufsleistungen tatsächlich einsetzen will, den Shopping-Rechtsschutz, die Best Price Garantie, die Garantieverlängerung oder die Warenlieferungsversicherung, achtet von Beginn an darauf, den betreffenden Kauf mehrheitlich über die Exclusive laufen zu lassen; die 50-Prozent-Schwelle gilt für alle vier gleichermassen.

Roberts Urteil

Mein Urteil: Die Bonus Card Exclusive tut genau das, was eine Topkarte tun sollte, beim Schutz. Für 216 Franken im Jahr bekommst du das grösste Versicherungspaket im Bonus-Card-Trio, fast durchgehend doppelt so hoch wie bei der Gold, dazu drei Leistungen, die keine andere Karte der Reihe kennt, und den tiefsten Fremdwährungszuschlag der eigenen Familie. Das ist eine ehrliche, nachvollziehbare Aufpreis-Logik. Bei der zweiten Hälfte der Karte, dem Bonusprogramm, trägt dieselbe Logik nicht: Die Punktemechanik ist unverändert gegenüber der Gold, kein Multiplikator, kein Kurs, keine zusätzliche Stufe, während die Gebühr um 72 Franken steigt. Das Ergebnis ist eine Teilnote von 2.0, die tiefste im ganzen Trio, für die teuerste Karte im ganzen Trio. Zusammen mit dem unveränderten Trustpilot-Wert von 1.7 ergibt das die Note 2.8. Nimm die Exclusive, wenn dir die Warenlieferungsversicherung, die Garantieverlängerung oder der Concierge konkret etwas wert sind, oder wenn du die höheren Reisesummen tatsächlich brauchst. Geht es dir vor allem um Schutz und eine Herausgeberin, der du eher vertraust, sieh dir zuerst die Cornèrcard Gold an: 26 Franken günstiger, eine höhere Schutznote und ein Trustpilot-Wert von 4.3 statt 1.7.

Häufige Fragen

Bonus Card Exclusive oder Gold, was lohnt sich? Die Exclusive verdoppelt fast jede Versicherungssumme der Gold und bringt drei zusätzliche Leistungen mit, eine Warenlieferungsversicherung, eine Garantieverlängerung und einen Concierge Service, für 72 Franken mehr im Jahr. Die Bonuspunkte-Mechanik bleibt dabei identisch: Wer den zusätzlichen Schutz und die drei Extras nicht braucht, zahlt für dasselbe Bonusprogramm einfach mehr.

Was ist der Concierge Service der Bonus Card Exclusive? Eine Serviceleistung ohne eigene Kostenübernahme, buchbar für Reservierungen und Anfragen. Zur Bonus Card Exclusive fand sich im Netz keine einzige Nutzerstimme, die den Concierge konkret beschreibt.

Lohnt sich der Fremdwährungszuschlag von 1.75 Prozent? Er ist der tiefste im eigenen Bonus-Card-Trio, gegenüber 2 Prozent bei Classic und Gold. Damit spart die Exclusive bei einem Einkauf über 1’000 Franken in fremder Währung rund 2.50 Franken gegenüber den beiden anderen Karten. Ein Beleg für eine unabhängig gemessene reale Marge existiert für BonusCard nicht.

Wirkt sich die höhere Gebühr der Exclusive auf den Trustpilot-Wert aus? Nein, der Wert von 1.7 von 5 gehört zur Firma BonusCard.ch als Ganzes, unabhängig vom Preis der einzelnen Karte. Eine konkrete Erklärung dazu, ein geschilderter Kündigungsweg mit zehn Beschwerderunden, findest du im Test der Bonus Card Classic.

Lohnt sich die Bonus Card Exclusive überhaupt? Für alle, die das grösste Versicherungspaket im Trio und die drei Exclusive-Leistungen tatsächlich nutzen, ja, dafür ist die Karte gebaut. Für alle, die vor allem einen bezifferten Bonus suchen, bleibt die Rechnung offen: Die Teilnote Bonuswert ist trotz der höchsten Gebühr die tiefste im ganzen Trio, und eine Karte wie die Cornèrcard Gold liefert für weniger Geld eine höhere Schutznote bei einer deutlich vertrauenswürdigeren Herausgeberin.

Alternativen zur Bonus Card Exclusive

Reicht dir der mittlere Schutz und ein tieferer Preis, ist die Bonus Card Gold desselben Herausgebers die naheliegende Stufe darunter: 144 Franken im Jahr, dieselbe Reiseversicherung zur Hälfte der Summen, ohne Warenlieferung, Garantieverlängerung oder Concierge. Willst du den günstigsten Einstieg ins Bonusprogramm und verzichtest ganz auf eine Versicherung, liegt die Bonus Card Classic bei 48 Franken im Jahr. Geht es dir in erster Linie um den Schutz und eine vertrauenswürdigere Herausgeberin, ist die Cornèrcard Gold die direkte Alternative: 190 Franken im Jahr, die 4.8 bei der Schutznote und mit 0.6 Prozent eine Rückvergütung, für die es tatsächlich einen Kurs gibt, anders als beim BonusCard-Punktesystem. Keine der drei ersetzt die Warenlieferungsversicherung oder den Concierge Service der Exclusive, sie verschieben nur, wo du für Preis, Schutz oder Vertrauen zahlst.

Die App des Herausgebers in Zahlen

105 Bewertungen auf App Store, gelesen am 9. Oktober 2026.

2.82 von 5
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Was die Versicherung wirklich deckt

In der Karte enthalten · Allianz Assistance (AWP P&C S.A., Zweigniederlassung Wallisellen); Reise-Rechtsschutz/Shopping-Rechtsschutz: Dextra Rechtsschutz AG, Zürich

  • Zahlungsbedingung, damit der Schutz giltKein Karteneinsatz-Erfordernis für die Reisekomponenten (A-F); Versicherungsschutz gilt ab Ausstellung der BC Exclusive Karte.Bedingungen, Seite 2
  • Annullierung der Reise (Storno)Annullierung vor der Abreise (A): CHF 20’000 pro Ereignis; Annullierung während der Reise/Reiseabbruch (B): CHF 20’000 pro Ereignis.Bedingungen, Seite 3
  • Heilungskosten und RücktransportNicht enthalten
  • Dauer der ReiseReise = privater Aufenthalt >1 Tag ausserhalb des Wohnortes bzw. Aufenthalt ab 30 km Entfernung; maximale Reisedauer 365 Tage.Bedingungen, Seite 5
  • Selbstbehalt beim MietwagenCDW Selbstbehalts-Ausschluss (inkl. Mobility Fahrzeuge): CHF 2’000 pro Ereignis.Bedingungen, Seite 3
  • Unfall: InvaliditätNicht enthalten
  • Wenn du schon eine andere Versicherung hastKomplementärklausel: Bei Anspruch aus anderem Versicherungsvertrag beschränkt sich die Deckung auf den übersteigenden Teil; Kosten werden gesamthaft nur einmal vergütet.Bedingungen, Seite 5

Der Einkaufsschutz

  • EinkaufsschutzNicht enthalten
  • Bestpreis-GarantieBest Price Garantie CHF 4’000 pro Ereignis und Jahr (Differenz mind. CHF 20, Karteneinsatz ≥50%).Bedingungen, Seite 3
  • Verlängerte GarantieCHF 4’000 pro Jahr (Karteneinsatz ≥50%, Gerätewert ≥CHF 100).Bedingungen, Seite 3
  • Weitere SchutzleistungenWarenlieferungs- und Transportversicherung: CHF 3’000 pro Fall / max. CHF 15’000 pro Kalenderjahr (Karteneinsatz ≥50%).Bedingungen, Seite 3

Alle Beträge, Auflagen und Ausnahmen für jede Karte

Beschwerden und Aufsicht

Cornèr Banca (inkl. BonusCard und PKZ Insider Card)

Fälle beim Bankenombudsman

Ein einzelner Fall bedeutet nicht, dass der betroffene Kartenherausgeber sich etwas hat zuschulden kommen lassen. Der Schweizerische Bankenombudsman veröffentlicht ausschliesslich Zahlen für die ganze Branche, nie für einzelne Anbieter.

  • 2024136 Fälle in der Branche
  • 2025120 Fälle in der Branche

Zahlen gelten für die ganze Branche, nicht für Cornèr Banca (inkl. BonusCard und PKZ Insider Card) allein. Quellen: Jahresbericht 2024 und Jahresbericht 2025 des Bankenombudsman

Bei der Aufsicht

Steht auf der Mitgliederliste der Schweizerischen Bankiervereinigung und ist damit vom Mandat des Schweizerischen Bankenombudsman erfasst. Die eigenen Kreditkarten AGB nennen die Ombudsstelle nicht direkt. Beleg, gelesen 13. Juli 2026

Das ganze Bild mit Methode und Quellen

Bedingungshistorie

  • 30. November 2026Angekündigt: Ab 30. November 2026 ersetzt Cashback die Bonuspunkte, 0.9% auf Käufe in Franken und 1.7% in Fremdwährung; feste Multiplikatoren entfallen. Bestehende Punkte lassen sich bis 25. November 2026 im Prämienshop einlösen, Restpunkte werden danach als Cashback gutgeschrieben (100 Punkte = CHF 1).

Datierte Änderungen beim Herausgeber, aus unserer Kartendatenbank. Alle Bedingungsänderungen für Bonus Card Exclusive

Bedingungen geprüft am 13. Juli 2026Nächste Prüfung: November 2026

Das Datum wird gesetzt, wenn die Bedingungen zuletzt direkt beim Herausgeber gelesen wurden.

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