Bonus Card Gold im Test: CHF 144 Jahresgebühr für den grössten Schutzsprung, den wir in einer Kartenfamilie gemessen haben, während die Herausgeberin auf Trustpilot bei 1.7 von 5 hängen bleibt. Note 3.1
Bonus Card Gold: der Schutzsprung, der die Vertrauensfrage nicht löst
Zwischen der günstigen Classic und der teuren Exclusive liegt die Bonus Card Gold, und ihr Fall ist ungewöhnlich klar umrissen. Für 96 Franken mehr im Jahr als die Classic, 144 statt 48, bekommst du eine vollständige Reiseversicherung und ein Einkaufsschutzpaket, wo die günstigere Schwester komplett leer ausgeht. Die Schutznote springt von 1.2 auf 4.3, ein Sprung, der in unserer ganzen Datenbasis kein zweites Mal so gross ausfällt. Was sich dagegen keinen Millimeter bewegt, ist das Vertrauen in die Herausgeberin: BonusCard.ch, eine Marke der Cornèr Bank AG, steht auf Trustpilot unverändert bei 1.7 von 5, derselbe Wert wie bei der Classic, weil dieselbe Firma dahintersteht. Dazu kommt ein Bonusprogramm mit Multiplikatoren, die auf dem Papier bis zum Fünffachen reichen, ausgerechnet bei den grossen Namen des täglichen Einkaufs aber nur die niedrigste Stufe geben. Grundlage dieses Tests: die am 17. Juli 2026 gelesene Produktseite auf bonuscard.ch, das Blatt «Preise, Zinsen und Gebühren» (Ausgabe 01.2026), die Allgemeinen Versicherungsbedingungen Bonus Card Gold/Exclusive (Ausgabe 10.2024) und die Übersichtsseiten zu Reise- und Einkaufsversicherungen. Das Ergebnis: Note 3.1.
Das Wichtigste in Kürze
- CHF 144 kostet die Hauptkarte im Jahr, CHF 72 eine Zusatzkarte, mittendrin im Bonus-Card-Trio zwischen der Classic (CHF 48) und der Exclusive (CHF 216).
- Das Bonusprogramm gibt weiterhin 1 Punkt pro CHF 5 Umsatz, dazu Multiplikatoren von 2x bis 5x bei ausgewählten Partnern. Bei Migros, Coop, Denner, Aldi und Lidl gilt allerdings nur die niedrigste Stufe, die doppelte Punktzahl, exklusiv für Gold- und Exclusive-Inhaber.
- Einen Frankenkurs pro Punkt nennt weiterhin nur eine Drittquelle, moneyland.ch (100 Punkte gleich CHF 0.50 als Kontogutschrift). Bei der konservativen Basisrechnung dieser Seite, ohne den unbezifferten Multiplikator, bleibt beim Referenzbudget ein Minus von rund CHF 120 im Jahr gegenüber der Jahresgebühr. Dein eigenes Niveau rechnest du im Rechner weiter unten gegen.
- Die Reiseversicherung ist inbegriffen, unabhängig von der Zahlungsart: Annullierung und Reiseabbruch je CHF 10’000 pro Ereignis, Assistance unbegrenzt, Reise-Rechtsschutz CHF 125’000 Europa/CHF 25’000 Welt, Such- und Bergungskosten CHF 25’000, Selbstbehalt-Ausschluss beim Mietwagen CHF 1’000.
- Dazu ein Shopping-Rechtsschutz bis CHF 7’500 und eine Best Price Garantie bis CHF 2’000, beide erst ab der Hälfte des Karteneinsatzes; eine Warenlieferungsversicherung, eine Garantieverlängerung und der Concierge Service bleiben der teureren Exclusive vorbehalten.
- BonusCard.ch steht auf Trustpilot bei 1.7 von 5 (55 Bewertungen), die App MyOnlineServices im App Store bei 2.82; zusammen die Note 2.1, geteilt mit Classic und Exclusive: der tiefste Wert im ganzen Vergleich.
Kartendaten
- Jahresgebühr
- CHF 144CHF 144/Jahr Hauptkarte, CHF 72 Zusatzkarte.
- Vorteile
- CHF 5 = 1 Bonuspunkt, Multiplikatoren 2x bis 5x bei ausgewählten Partnern (u.a. Migros, Coop, Denner, Aldi, Lidl), MyCountry verdoppelt im AuslandKeine Obergrenze angegeben
- Fremdwährungsgebühr
- 2.00%
- Zins
- 12.00%Gleiche Zinsobergrenze wie bei den übrigen BonusCard-Karten. Zahlungsfrist Monatsauszug: 25 Tage (Zahlungsfrist ab Rechnungsdatum, NICHT zinsfreie Tage ab Kauf, die Quelle gibt Letzteres nicht an). Zusätzlich ist eine Ratenzahlung für einzelne Einkäufe (Buy Now Pay Later) zu 10,9% Jahreszins möglich.
- Zinsfreie Tage
- Vom Herausgeber nicht veröffentlicht
- Bargeldbezug
- 4%, mind. CHF 10Bargeldbezug am Geldausgabeautomaten kostet 4%, mindestens CHF 10; am Bankschalter 4%, mindestens CHF 15. Lotto-, Wett- und Casinoumsätze gelten ebenfalls als Bargeldbezug. Quelle: Leistungsübersicht Preise, Zinsen und Gebühren der BonusCard (Ausgabe 01.2026), Spalte «Bonus Card Gold».
- Reiseversicherung
- EnthaltenEnthalten, unabhängig davon, ob die Reise mit der Karte bezahlt wurde. Deckt Annullation vor der Abreise (CHF 10’000 pro Ereignis), Annullation während der Reise/Reiseabbruch (CHF 10’000 pro Ereignis), Assistenz (unbegrenzt), Reiserechtsschutz (CHF 125’000 Europa / CHF 25’000 Welt, pro Fall und Jahr), Such- und Rettungskosten (CHF 25’000), Selbstbehaltbefreiung Mietwagen/Mobility (CHF 1’000). Versicherer: Allianz (AWP P&C S.A., Wallisellen). Quelle: AVB Bonus Card Gold/Exclusive (Ausgabe 10.2024).
- Zahlungsnetzwerk
- Visa
- Voraussetzungen
- Nicht veröffentlicht.
Was dir die Karte bei deinem Ausgabenniveau zurückgibt
Zieh am Regler und stell die Bonus Card Gold neben die TCS Travel Mastercard Gold. Dieselbe Rechnung wie auf der Startseite: Bonuswert minus Jahresgebühr, aus den Kartendaten. Die Rückvergütung ist nicht die Note: dort wiegen auch Schutz und Kosten mit.
Berechnet als Vorteil minus Jahresgebühr, bei monatlich vollständig beglichener Rechnung.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Jahresgebühr CHF 144 (Hauptkarte), CHF 72 (Zusatzkarte).
- Bonusprogramm mit Partner-Multiplikatoren zusätzlich zur Grundrate von 1 Punkt pro CHF 5: 2x bei Migros, Coop, Denner, Aldi und Lidl, bis 5x bei weiteren Partnern; MyCountry verdoppelt die Punkte im Ausland.
- Inklusive Reiseversicherung unabhängig von der Zahlungsart: Annullierung und Reiseabbruch je CHF 10’000, Assistance unbegrenzt, Reise-Rechtsschutz CHF 125’000 Europa/CHF 25’000 Welt.
- Zusätzlich Shopping-Rechtsschutz CHF 7’500 pro Fall und Jahr sowie Best Price Garantie CHF 2’000 pro Ereignis.
- Ein Teil der Bonuspunkte lässt sich als Kontogutschrift einlösen (100 Punkte = CHF 0.50), unabhängig bestätigt via moneyland.ch.
Nachteile
- Weder Warenlieferungs- und Transportversicherung noch Garantieverlängerung noch Concierge Service; diese drei Leistungen sind laut AVB der teureren Exclusive-Karte vorbehalten.
- Die Reiseversicherungssummen (Annullierung CHF 10’000, Such- und Bergungskosten CHF 25’000) liegen laut AVB genau bei der Hälfte der Exclusive-Karte, obwohl die Jahresgebühr nur zwei Drittel davon beträgt.
- Bargeldbezug kostet 4 Prozent, mindestens CHF 10 am Automaten oder CHF 15 am Bankschalter.
- Teilzahlungs- und Verzugszins liegt bei 12 Prozent nominal, plus eine separate Ratenzahlungsoption zu 10.9 Prozent.
- Trustpilot bewertet die Herausgeberin BonusCard.ch mit nur 1.7 von 5 Sternen (55 Bewertungen, Stand Oktober 2026).
Das Urteil in einem Satz: Die mittlere Stufe im Bonus-Card-Trio holt mit einer inbegriffenen Reiseversicherung und einem breiten Einkaufsschutz den grössten Rückstand der Classic auf, während der Punktemultiplikator bei den grössten Partnern unbeziffert bleibt und die Herausgeberin auf Trustpilot weiterhin bei 1.7 von 5 steht.
Der Punkte-Multiplikator: 2x bis 5x, aber ausgerechnet bei Migros und Coop nur die halbe Stufe
Die Grundmechanik bleibt identisch zur Classic: 1 Bonuspunkt pro 5 Franken Umsatz, praktisch auf jeden Karteneinsatz, einlösbar im Prämienshop bei über 100 Partnern oder als Kontogutschrift. Was die Gold zusätzlich verspricht, ist ein Multiplikator, und die Produktseite listet ihn in drei Stufen: die fünffache Punktzahl bei sechs Partnern, unter anderem Tamoil, Orell Füssli/Thalia und Mövenpick Wein, die 2.5-fache bei sieben weiteren, unter anderem C&A, Fust und Visilab, und die doppelte bei einer Reihe digitaler Dienste wie Netflix oder Spotify (bonuscard.ch, gelesen am 17. Juli 2026). Erst auf den zweiten Blick fällt auf: Die Namen, die ein Gold-Interesse überhaupt erst wecken, Migros, Coop, Denner, Aldi, Lidl sowie Volg, Spar, PAM/Proxi und Maxi, stehen in einer eigenen, mit Sternchen markierten Liste und geben ausdrücklich nur die doppelte Punktzahl, nicht die 2.5- oder 5-fache. Diese Verdopplung ist zugleich exklusiv: Sie gilt laut Produktseite nur für Inhaberinnen und Inhaber einer Gold- oder Exclusive-Karte, während die übrigen Partnerlisten unabhängig von der Kartenstufe gelten.
In Franken lässt sich daraus trotzdem nichts Verlässliches bauen. Wie schon bei der Classic nennt kein eigenes Preisblatt einen Kurs pro Punkt; die einzige Zahl liefert weiterhin die Drittquelle moneyland.ch mit 100 Punkten gleich 50 Rappen bei der Kontogutschrift. Diese Seite rechnet deshalb mit derselben vorsichtigen Basisrate wie bei der Classic, 0.1 Prozent auf den gesamten Umsatz, ohne den Multiplikator einzurechnen: Beim Referenzbudget von 2’000 Franken Kartenumsatz im Monat macht das 24 Franken brutto, gegen 144 Franken Jahresgebühr bleibt ein Minus von rund 120 Franken. Wie viel ein Haushalt tatsächlich bei den doppelt zählenden Partnern ausgibt, veröffentlicht weder BonusCard noch eine unabhängige Quelle; darum bleibt der Multiplikator in dieser Bewertung eine dokumentierte, aber unbezifferte Zusatzchance und keine Zahl im Netto.
Die Reiseversicherung: vom schwächsten zum grössten Schutzwert im ganzen Vergleich
Hier liegt der eigentliche Grund für den Aufpreis. Wo die Classic keine einzige Versicherung kennt, auch nicht gegen Aufpreis, bringt die Gold ein vollständiges Reisepaket mit, unabhängig davon, ob die Reise überhaupt mit der Karte bezahlt wurde: Annullierung vor der Abreise und Annullierung während der Reise beziehungsweise Reiseabbruch je 10’000 Franken pro Ereignis, eine unbegrenzte Assistance bei Unfall oder Krankheit im Ausland, ein Reise-Rechtsschutz bis 125’000 Franken in Europa und 25’000 Franken weltweit pro Fall und Jahr, Such- und Bergungskosten bis 25’000 Franken sowie der Ausschluss des Selbstbehalts bei gemieteten Fahrzeugen, Mobility eingeschlossen, bis 1’000 Franken. Versicherer ist Allianz Assistance, für den Reise-Rechtsschutz Dextra Rechtsschutz AG.
Diesen Sprung zeigt auch die Bewertung: Die Teilnote «Schutz» steigt von 1.2 bei der Classic auf 4.3 bei der Gold, ein Zuwachs von 3.1 Punkten. Geprüft gegen die gesamte Datenbasis dieser Seite ist das der grösste Sprung, den wir zwischen zwei Stufen derselben Kartenfamilie gemessen haben, deutlich grösser als bei der Cornèrcard-Reihe (Classic zu Gold: plus 1.6) oder bei den Miles-&-More-Karten desselben Konzerns (ebenfalls plus 1.6). Die 4.3 sind dabei keine Höchstnote: Andere Karten in unserem Vergleich erreichen die volle 5.0, darunter die American Express Gold Card. Was die Bonus Card Gold auszeichnet, ist nicht die Höhe der Deckung an sich, sondern wie weit sie sich von der eigenen, praktisch schutzlosen Classic entfernt.
Eine Besonderheit gehört noch dazu: Alle Reisekomponenten gelten laut Versicherungsbedingungen ohne Karteneinsatz-Erfordernis, Schutz besteht ab Ausstellung der Karte, ganz gleich, wie oft du sie tatsächlich benutzt. Beim Einkaufsschutz ist das anders.
Einkaufsschutz und Bestpreis-Garantie: erst ab der Hälfte des Umsatzes auf der Karte
Neben der Reise deckt die Gold zwei Einkaufsleistungen ab: einen Shopping-Rechtsschutz bis 7’500 Franken pro Fall und Jahr bei Rechtsstreitigkeiten aus Käufen sowie eine Best Price Garantie bis 2’000 Franken pro Ereignis und Jahr, wenn du dieselbe Ware innert 14 Tagen anderswo günstiger findest, bei einer Preisdifferenz von mindestens 30 Franken. Beide Leistungen tragen dieselbe Bedingung, und sie steht nicht bei der Reiseversicherung: Der Kauf muss zu mindestens 50 Prozent mit der Karte bezahlt worden sein (Versicherungsbedingungen Seite 3, Übersichtsseite Shopping-Rechtsschutz). Wer die Gold nur gelegentlich neben einer anderen Karte einsetzt, verliert damit leicht den Anspruch, ohne es beim Kauf zu merken.
Einen klassischen Kaufschutz gegen Diebstahl oder Beschädigung frisch gekaufter Ware kennt die Gold nicht, er bleibt wie die Warenlieferungsversicherung der teureren Exclusive vorbehalten. Bei der Classic fehlt dieser ganze Abschnitt vollständig: weder Einkaufsschutz noch Bestpreis-Garantie in irgendeiner Form.
Was der Exclusive vorbehalten bleibt
Wer die Werbung für die Bonus-Card-Familie liest und automatisch das volle Paket erwartet, stösst hier auf die ehrlichste Lücke der Gold. Die Versicherungsbedingungen listen drei Leistungen mit einem klaren Strich in der Gold-Spalte: eine Warenlieferungs- und Transportversicherung (Exclusive: bis 15’000 Franken im Jahr), eine Garantieverlängerung um 24 Monate (Exclusive: bis 4’000 Franken) und der Concierge Service, alle drei ausdrücklich der Exclusive vorbehalten, nicht einmal gegen Aufpreis buchbar. Auch die Reisesummen selbst liegen bei der Gold niedriger: Annullierung und Reiseabbruch je 10’000 statt 20’000 Franken, Such- und Bergungskosten 25’000 statt 50’000 Franken, Mietwagen-Selbstbehalt 1’000 statt 2’000 Franken, fast durchgehend die Hälfte, obwohl die Jahresgebühr der Exclusive nur ein Drittel mehr kostet. Wer diese Summen und den Concierge Service tatsächlich braucht, legt die zusätzlichen 72 Franken der Exclusive vermutlich gut an; wer die Gold-Deckung schon nicht ausschöpft, zahlt für die höheren Summen ohnehin nur ein theoretisches Polster. Eigene Tests zur Exclusive stehen auf dieser Seite noch aus.
96 Franken mehr als die Classic: Zins, Bargeld und was dafür draufgeht
Zahlst du die Monatsrechnung vollständig und pünktlich, kostet dich die Gold neben der Jahresgebühr nichts. Ab Rechnungsdatum bleiben 25 Tage Zahlungsfrist; eine zinsfreie Periode, die mit jedem einzelnen Einkauf neu beginnt, nennt das Preisblatt nicht. Wer nur teilweise zahlt, trägt 12 Prozent Jahreszins, den gesetzlichen Höchstsatz des Konsumkreditgesetzes, bei einer Mindestzahlung von 50 Franken oder 2.5 Prozent des offenen Saldos. Für einzelne Käufe bietet BonusCard zusätzlich eine separate Teilzahlungsoption zu 10.9 Prozent, günstiger als der ordentliche Zins, aber ebenfalls kein Grund, eine Rechnung offen zu lassen.
Ein Bargeldbezug kostet 4 Prozent, mindestens 10 Franken am Automaten und 15 Franken am Schalter, im In- wie im Ausland; auch Lotto-, Wett- und Casinoumsätze zählen dazu. Der Fremdwährungszuschlag liegt bei 2 Prozent, gleich hoch wie bei der Classic, erst die Exclusive senkt ihn auf 1.75 Prozent. Beim Referenzbudget dieser Seite, 2’000 Franken Kartenumsatz im Monat, davon 15 Prozent im Ausland, macht der Zuschlag rund 72 Franken im Jahr aus; eine unabhängige Messung des tatsächlichen Kursaufschlags gibt es für BonusCard nicht. Damit kostet die Gold pro Jahr 96 Franken mehr als die Classic, allein in der Grundgebühr, gegengerechnet stehen die komplette Reiseversicherung, der Einkaufsschutz und der unbezifferte Multiplikator.
BonusCard.ch auf Trustpilot: 1.7 von 5, zu dieser Karte schweigt das Netz
Die Herausgeberin bleibt dieselbe wie bei der Classic, und damit auch ihr Ruf: Trustpilot bewertet BonusCard.ch mit 1.7 von 5 bei 55 Bewertungen (Stand Oktober 2026), die App MyOnlineServices liegt im App Store bei 2.82 von 5 (105 Bewertungen). Beide Werte fliessen unverändert in die Teilnote «Stimmen im Netz» ein, 2.1, geteilt mit der Classic, der Exclusive sowie der LibertyCard-Reihe und Simply Card Smart, der tiefste Wert unter allen Karten dieser Seite.
Zur Gold-Stufe selbst lässt sich im Unterschied zur Classic keine einzelne Nutzerstimme zitieren. Eine breite Suche über Reddit, das moneyland.ch-Forum, finanzrudel.ch und die Schwiizerfranke-Community fand keinen einzigen Beitrag, der die Gold isoliert beschreibt, weder lobend noch kritisch; was im Netz über BonusCard geschrieben wird, gilt fast durchgehend der Firma als Ganzes oder anderen Karten aus ihrem Angebot. Diese Leerstelle wird hier nicht mit fremden Stimmen aus einem anderen Kartenprodukt aufgefüllt. Die eine belastbare Forenstimme, die den Kündigungsweg bei BonusCard beschreibt, zehn Beschwerden bis zur durchgesetzten Kündigung, steht im Test der Bonus Card Classic; sie gilt der Herausgeberin, nicht speziell der Gold, aber genau deshalb gehört sie hier mit dazu.
Bonus Card Gold oder Cornèrcard Gold: gleicher Schutzgedanke, andere Vertrauensbasis
Der schärfste Vergleich für die Bonus Card Gold liegt nicht in der eigenen Familie, sondern bei einer Schwesterfirma desselben Konzerns: der Cornèrcard Gold, ebenfalls von der Cornèr Bank AG, für 190 Franken im Jahr. Beide Karten verfolgen dieselbe Idee, eine Goldkarte, deren Wert über den Schutz und nicht über die Rückvergütung läuft, und beide erreichen bei uns eine hohe Schutznote. Die Cornèrcard kommt dabei sogar auf 4.8 statt 4.3, mit einer Reiseversicherung bis 40’000 Franken pro Ereignis, das Vierfache der Bonus-Card-Summe, dazu einer Garantieverlängerung und einer Bestpreis-Garantie ohne die 50-Prozent-Bedingung der Bonus Card.
Für 46 Franken weniger im Jahr bleibt die Bonus Card Gold trotzdem im Rennen, weil sie etwas mitbringt, was die Cornèrcard nicht kennt: einen Bonuspunkt auf praktisch jeden Umsatz statt reinem Cashback, dazu die Multiplikatorpartner bei den grossen Detailhändlern, wenn auch unbeziffert. Der Unterschied, der am Ende den Ausschlag geben sollte, ist keiner der beiden Leistungspakete, sondern die Herausgeberin dahinter: Cornèrcard, unter demselben Konzerndach, erreicht auf Trustpilot 4.3 von 5, während BonusCard bei 1.7 hängen bleibt. Dieselbe Bank, zwei völlig unterschiedliche Marken, zwei völlig unterschiedliche Vertrauenswerte, und genau das macht die Wahl am Ende einfacher, als es die Versicherungssummen allein täten.
Hol dir die Karte nicht, wenn du ...
- ... den Punktewert vorab in Franken kennen willst. Weder das eigene Preisblatt noch der Multiplikator bei Migros, Coop, Denner, Aldi oder Lidl ist beziffert; nur eine Drittquelle nennt einen Kurs für die Kontogutschrift.
- ... das volle Bonus-Card-Schutzpaket erwartest. Warenlieferungsversicherung, Garantieverlängerung und Concierge Service bleiben der teureren Exclusive vorbehalten, und die Reisesummen liegen bei der Gold nur bei der Hälfte.
- ... deine Einkäufe selten mehrheitlich mit dieser Karte bezahlst. Shopping-Rechtsschutz und Best Price Garantie greifen nur, wenn mindestens 50 Prozent des Kaufs auf die Gold liefen.
- ... Wert auf eine vertrauenswürdige Herausgeberin legst. Trustpilot bewertet BonusCard.ch mit 1.7 von 5, derselbe schwache Wert wie bei der Classic.
- ... ohnehin meist einen Teilbetrag offen lässt. 12 Prozent Jahreszins fressen jeden Punktegewinn und jede Rückvergütung, die diese Karte überhaupt bietet, in kurzer Zeit auf.
Hol dir die Karte, wenn du ...
- ... regelmässig verreist und eine inbegriffene Reiseversicherung ohne Mindestkarteneinsatz willst. Annullierung, Assistance, Reise-Rechtsschutz und die Mietwagen-Selbstbehaltsdeckung gelten ab Ausstellung der Karte, unabhängig davon, wie du die Reise bezahlst.
- ... ohnehin regelmässig bei Migros, Coop, Denner, Aldi oder Lidl einkaufst und die doppelte Punktzahl dort als kleinen Zusatz mitnimmst, ohne sie als Hauptgrund für die Karte zu sehen.
- ... deine grösseren Einkäufe mehrheitlich mit derselben Karte bezahlst, damit Shopping-Rechtsschutz und Best Price Garantie tatsächlich greifen.
- ... zwischen Classic und Exclusive stehst und den Schutz brauchst, aber nicht die volle Summe der Exclusive. Die Gold liefert Reiseversicherung und Einkaufsschutz zu einem mittleren Preis, ohne Warenlieferung, Garantieverlängerung oder Concierge zu verlangen.
Bonus Card Gold beantragen: Ablauf und was offen bleibt
Den Antrag stellst du online auf bonuscard.ch. Eine Alterszahl oder eine Einkommensgrenze taucht in keinem der geprüften Dokumente auf; entscheidend ist allein die Bonitätsprüfung, mit der jeder Kreditkartenanbieter deine Kreditfähigkeit gesetzlich abklären muss. Die laufende Verwaltung übernimmt dieselbe Infrastruktur wie bei der Classic, die MyOnlineServices App und das gleichnamige Webportal mit Echtzeit-Kontostand, PDF-Monatsauszug, Mobile Payment und 3-D Secure für Online-Zahlungen. Als Zusatz gibt es einen Rabattcode für bis zu 25 Prozent auf Avis-Mietwagen, unabhängig von der Selbstbehaltsdeckung der Reiseversicherung.
Praktisch heisst das: Ein Dauerauftrag oder eine Lastschrift für die volle Monatsrechnung hält den 12-Prozent-Zins fern, und wer den Einkaufsschutz oder die Best Price Garantie tatsächlich nutzen will, plant von Anfang an, den jeweiligen Kauf mehrheitlich über die Gold abzuwickeln.
Roberts Urteil
Mein Urteil: Die Bonus Card Gold macht genau das, was eine mittlere Stufe tun sollte, sie schliesst die grösste Lücke der Classic. Für 144 Franken im Jahr bekommst du eine Reiseversicherung, die es bei der Classic in keiner Form gibt, dazu einen Einkaufsschutz und eine Bestpreis-Garantie, solange du deine Käufe mehrheitlich über die Karte laufen lässt. Die Schutznote springt dadurch auf 4.3, der grösste Sprung, den ich zwischen zwei Stufen derselben Kartenfamilie auf dieser Seite gefunden habe. Zwei Dinge halte ich trotzdem dagegen. Erstens bleibt der Multiplikator bei genau den Partnern, die die Karte für die meisten interessant machen würden, Migros, Coop, Denner, Aldi, Lidl, unbeziffert und auf der niedrigsten Stufe: Ich kann dir kein verlässliches Netto vorrechnen, das über die Basisrechnung hinausgeht. Zweitens, und das wiegt für mich schwerer: BonusCard.ch bleibt dieselbe Herausgeberin wie bei der Classic, mit demselben schwachen Trustpilot-Wert von 1.7, und daran ändert die bessere Versicherung nichts. Nimm die Gold, wenn du reist und den Schutz wirklich nutzt, sonst bleibt entweder die günstigere Classic oder ein Blick auf die Cornèrcard Gold mit demselben Grundgedanken, aber einer deutlich vertrauenswürdigeren Herausgeberin.
Häufige Fragen
Bonus Card Gold oder Classic, was lohnt sich? Der Unterschied ist vor allem die Versicherung: Die Classic hat keine, die Gold bringt eine vollständige Reiseversicherung samt Einkaufsschutz mit. Dafür zahlst du 96 Franken mehr im Jahr, 144 statt 48. Wer nie reist und keinen Einkaufsschutz braucht, bleibt bei der Classic; wer den Schutz nutzt, holt den Aufpreis über die eingesparten Zusatzpolicen zurück.
Was bringt der Punkte-Multiplikator bei Migros und Coop wirklich? Die doppelte Punktzahl gilt dort nur für Gold- und Exclusive-Inhaber, ist also ein echter Vorteil gegenüber der Classic. Wie viel er in Franken wert ist, lässt sich aber nicht ausrechnen: Keine Quelle, weder BonusCard noch eine unabhängige Stelle, beziffert einen Frankenkurs pro Punkt oder den typischen Anteil eines Haushaltsbudgets bei diesen Partnern.
Bonus Card Gold oder Exclusive, was fehlt der Gold? Drei Leistungen bleiben der Exclusive vorbehalten: eine Warenlieferungs- und Transportversicherung, eine Garantieverlängerung um 24 Monate und der Concierge Service. Auch die Reisesummen der Gold liegen bei der Hälfte der Exclusive-Werte. Dafür kostet die Exclusive 72 Franken mehr im Jahr.
Ändert die Gold etwas am schwachen Trustpilot-Wert von BonusCard.ch? Nein. Der Wert von 1.7 von 5 gilt firmenweit, unabhängig davon, welche der drei Karten du hältst. Woher die Kritik konkret kommt, zeigt der Test der Bonus Card Classic anhand einer belastbaren Forenstimme; zur Gold selbst äussert sich im Netz derzeit niemand einzeln.
Lohnt sich die Bonus Card Gold? Für alle, die Reiseversicherung und Einkaufsschutz tatsächlich brauchen, ja: Beides ist in dieser Preisklasse selten so vollständig inbegriffen. Für alle, die vor allem auf einen bezifferten Bonus schauen, bleibt die Rechnung offen, weil der stärkste Vorteil, der Partnermultiplikator, unbeziffert bleibt und die Herausgeberin auf Trustpilot schwach bewertet ist.
Alternativen zur Bonus Card Gold
Ist dir der tiefere Preis wichtiger als der Schutz, ist die Bonus Card Classic desselben Herausgebers die naheliegende Stufe darunter: 48 Franken im Jahr, dieselbe Punktemechanik, aber ohne jede Versicherung. Willst du denselben Schutzgedanken bei einer deutlich vertrauenswürdigeren Herausgeberin, liegt die Cornèrcard Gold nahe: 190 Franken im Jahr, Schutznote 4.8 und ein bezifferbares Cashback von 0.6 Prozent statt eines unbezifferten Punktemultiplikators. Sammelst du lieber Meilen als Bonuspunkte und reist mit Star Alliance, bietet die Cornèrcard Miles & More Gold dasselbe Versicherungspaket wie die Cornèrcard Gold, allerdings ebenfalls ohne bezifferten Frankenwert pro Meile. Und kaufst du ohnehin regelmässig bei der Migros ein, bringt die Cumulus Kreditkarte der Migros Bank sechs Versicherungsleistungen plus 24h-Assistance mit, komplett gebührenfrei, wenn auch ohne den Multiplikator bei anderen Partnern.
Die App des Herausgebers in Zahlen
105 Bewertungen auf App Store, gelesen am 9. Oktober 2026.
Was die Versicherung wirklich deckt
In der Karte enthalten · Allianz Assistance (AWP P&C S.A., Saint-Ouen (Paris), Zweigniederlassung Wallisellen)
- Zahlungsbedingung, damit der Schutz giltKein Karteneinsatz-Erfordernis für die Reisekomponenten (A-F); Versicherungsschutz gilt ab Ausstellung der BC Gold Karte.Bedingungen, Seite 2
- Annullierung der Reise (Storno)Annullierung vor der Abreise (A): CHF 10’000 pro Ereignis; Annullierung während der Reise/Reiseabbruch (B): CHF 10’000 pro Ereignis.Bedingungen, Seite 3
- Heilungskosten und RücktransportNicht enthalten
- Dauer der ReiseReise = privater Aufenthalt >1 Tag ausserhalb des Wohnortes bzw. Aufenthalt ab 30 km Entfernung; maximale Reisedauer 365 Tage.Bedingungen, Seite 5
- Selbstbehalt beim MietwagenCDW Selbstbehalts-Ausschluss (inkl. Mobility Fahrzeuge): CHF 1’000 pro Ereignis.Bedingungen, Seite 3
- Unfall: InvaliditätNicht enthalten
- Wenn du schon eine andere Versicherung hastKomplementärklausel: Bei Anspruch aus anderem Versicherungsvertrag beschränkt sich die Deckung auf den übersteigenden Teil; Kosten werden gesamthaft nur einmal vergütet.Bedingungen, Seite 5
Der Einkaufsschutz
- EinkaufsschutzNicht enthalten
- Bestpreis-GarantieBest Price Garantie CHF 2’000 pro Ereignis und Jahr (Differenz mind. CHF 30, Karteneinsatz ≥50%).Bedingungen, Seite 3
- Verlängerte GarantieNicht enthalten
Beschwerden und Aufsicht
Cornèr Banca (inkl. BonusCard und PKZ Insider Card)
Fälle beim Bankenombudsman
Ein einzelner Fall bedeutet nicht, dass der betroffene Kartenherausgeber sich etwas hat zuschulden kommen lassen. Der Schweizerische Bankenombudsman veröffentlicht ausschliesslich Zahlen für die ganze Branche, nie für einzelne Anbieter.
- 2024136 Fälle in der Branche
- 2025120 Fälle in der Branche
Zahlen gelten für die ganze Branche, nicht für Cornèr Banca (inkl. BonusCard und PKZ Insider Card) allein. Quellen: Jahresbericht 2024 und Jahresbericht 2025 des Bankenombudsman
Bei der Aufsicht
Steht auf der Mitgliederliste der Schweizerischen Bankiervereinigung und ist damit vom Mandat des Schweizerischen Bankenombudsman erfasst. Die eigenen Kreditkarten AGB nennen die Ombudsstelle nicht direkt. Beleg, gelesen 13. Juli 2026
Bedingungshistorie
- 30. November 2026Angekündigt: Ab 30. November 2026 ersetzt Cashback die Bonuspunkte, 0.6% auf Käufe in Franken und 1.2% in Fremdwährung; feste Multiplikatoren entfallen. Bestehende Punkte lassen sich bis 25. November 2026 im Prämienshop einlösen, Restpunkte werden danach als Cashback gutgeschrieben (100 Punkte = CHF 1).
Datierte Änderungen beim Herausgeber, aus unserer Kartendatenbank. Alle Bedingungsänderungen für Bonus Card Gold
Das Datum wird gesetzt, wenn die Bedingungen zuletzt direkt beim Herausgeber gelesen wurden.
