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Kreditkart

LibertyCard Plus im Test: Schutz statt Rendite. Note 3.1

LibertyCard Plus: Schutz statt Rendite

Die LibertyCard Plus kostet CHF 150 im Jahr. Dafür bekommst du ein ungewöhnlich breites Reisepaket: Annullierung und Reiseabbruch bis je CHF 20’000, medizinische Notfallkosten im Ausland bis CHF 200’000, Assistance ohne feste Höchstsumme, Gepäck bis CHF 5’000 und Mietwagen-Selbstbehalt bis CHF 2’000. Für diese Reisekomponenten nennen die gelesenen Bedingungen keine feste Kartenzahlungsquote. Das ist die Stärke des Kartenpakets. Die Punkte sind es im Normalfall nicht. Im Referenzprofil bringen sie beim frei verfügbaren Cashback CHF 48, nach der Jahresgebühr also netto minus CHF 102. Dazu kommen 1.75 Prozent Zuschlag auf Fremdwährungen und CHF-Zahlungen im Ausland. Deshalb Note 3.1: sinnvoll als Versicherungskarte für die Schweiz, teuer als allgemeine Bonuskarte.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Hauptkarte kostet CHF 150 im Jahr, die Zusatzkarte CHF 75.
  • Du sammelst 1 Liberty-Punkt pro Franken. Mobilitäts- und Reiseausgaben bringen 4 Punkte, ausser bei Buchungen über Reisebüros und Vergleichsportale wie eBookers oder Trivago.
  • Moneyland bezifferte am 25. Juli 2025 100 Liberty-Punkte mit CHF 0.20 Cashback oder CHF 0.40 als Gutschein. Im Referenzprofil mit CHF 24’000 Jahresumsatz entstehen auf dem freien Cashback-Weg CHF 48. Nach der Jahresgebühr bleiben netto minus CHF 102. Deine eigene Nutzung kannst du im Rechner weiter unten prüfen.
  • Der Reiseschutz umfasst Annullierung, Reiseabbruch, Assistance, medizinische Notfallkosten, Gepäck, Verspätung, Such- und Bergungskosten, Mietwagen-Selbstbehalt und Reiserechtsschutz. Für die Reisekomponenten ist keine feste Kartenzahlungsquote genannt.
  • Fremdwährungen und CHF-Zahlungen im Ausland kosten 1.75 Prozent. Bargeld kostet 4 Prozent, mindestens CHF 10 am Automaten oder CHF 15 am Schalter. Bei Teilzahlung gilt 12 Prozent nominaler Jahreszins.
  • Zwei ausführliche Beiträge derselben Person bestätigen dieselbe Spannung: Punkte und Schutz können im Inland überzeugen, die Auslandskosten bleiben ein klarer Grund für ein anderes Zahlungsmittel.

Kartendaten

Jahresgebühr
CHF 150CHF 150/Jahr Hauptkarte, CHF 75 Zusatzkarte.
Vorteile
CHF 1 = 1 Bonuspunkt; 4x Punkte auf Mobilität und Reisen (Mietwagen, Treibstoff, Parkieren, ÖV, Flug, Hotel, Velovermietung, Bergbahnen). Kein Multiplikator bei Buchungen über Reisebüros oder Vergleichsportale.Keine Obergrenze angegeben
Fremdwährungsgebühr
1.75%
Zins
12.00%Gleiche Zinsobergrenze wie bei den übrigen BonusCard-Karten. Zahlungsfrist Monatsauszug: 25 Tage (Zahlungsfrist ab Rechnungsdatum, NICHT zinsfreie Tage ab Kauf, die Quelle gibt Letzteres nicht an).
Zinsfreie Tage
Vom Herausgeber nicht veröffentlicht
Bargeldbezug
4%, mind. CHF 10Am Geldausgabeautomaten 4%, mind. CHF 10; am Bankschalter 4%, mind. CHF 15.
Reiseversicherung
EnthaltenAnnullierung und Reiseabbruch bis je CHF 20'000, Such-/Bergungskosten bis CHF 50'000, Gepäck bis CHF 5'000, Reisekomfort bis CHF 1'000, Private Medical bis CHF 200'000, Mietwagen-Selbstbehalt bis CHF 2'000 sowie Assistance ohne feste Höchstsumme. Keine feste Kartenzahlungsquote für die Reisekomponenten; Details und Ausschlüsse stehen in den AVB.
Zahlungsnetzwerk
Visa/Mastercard
Voraussetzungen
Vom Herausgeber nicht veröffentlicht

Was dir die Karte bei deinem Ausgabenniveau zurückgibt

Zieh am Regler und stell die LibertyCard Plus neben die TCS Travel Mastercard Gold. Dieselbe Rechnung wie auf der Startseite: Bonuswert minus Jahresgebühr, aus den Kartendaten. Die Rückvergütung ist nicht die Note: dort wiegen auch Schutz und Kosten mit.

CHF 2’000
TCS Travel Mastercard Gold1% zurück, Jahresgebühr CHF 100CHF 0netto pro JahrBringt am meisten
LibertyCard PlusCHF 1 = 1 Bonuspunkt; 4x Punkte auf Mobilität und Reisen (Mietwagen, Treibstoff, Parkieren, ÖV, Flug, Hotel, Velovermietung, Bergbahnen).keine feste Zahl

Berechnet als Vorteil minus Jahresgebühr, bei monatlich vollständig beglichener Rechnung.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Reiseabbruch bis CHF 20’000, Private Medical bis CHF 200’000 und Mietwagen-Selbstbehalt bis CHF 2’000.
  • Annullierung bis CHF 20’000, Gepäck bis CHF 5’000 und Reiserechtsschutz sind inbegriffen.
  • Die gelesenen Bedingungen nennen für die Reisekomponenten keine feste Kartenzahlungsquote.
  • Mobilitäts- und Reiseausgaben bringen 4 Liberty-Punkte pro Franken.
  • Ein Nutzer berichtet, dass seine Punkte die Jahresgebühr in der eigenen Nutzung deckten.

Nachteile

  • CHF 150 Jahresgebühr sind CHF 90 mehr als bei der LibertyCard.
  • BonusCard veröffentlicht keinen festen Frankenwert für Liberty-Punkte.
  • Fremdwährungen und CHF-Zahlungen im Ausland kosten 1.75 Prozent Zuschlag.
  • Der 4x-Multiplikator gilt nicht bei Reisebüros und Vergleichsportalen.
  • Der Teilzahlungs- und Verzugszins liegt mit 12 Prozent nominal am gesetzlichen Höchstsatz.

Das Urteil in einem Satz: Hol dir die LibertyCard Plus für den breiten Schutz ohne feste Kartenzahlungsquote, falls du überwiegend in der Schweiz zahlst und die CHF 150 als Versicherungsbeitrag akzeptierst.

CHF 150 Jahresgebühr: Tragen die Punkte den Preis?

Jeder Franken Einkauf bringt einen Liberty-Punkt. Für Mobilität und Reisen gibt es 4 Punkte pro Franken, etwa bei Mietwagen, Treibstoff, Parkieren, öffentlichem Verkehr, Flügen, Hotels, Velovermietung und Bergbahnen. Bei Buchungen über Reisebüros oder Vergleichsportale greift der Multiplikator nicht. BonusCard nennt eBookers und Trivago als Beispiele. Mit MyCountry kannst du zudem ein Reiseland registrieren und dort doppelte Punkte sammeln.

Die Anzahl Punkte klingt gross, doch BonusCard veröffentlicht keinen festen Frankenwert. Der Wert hängt vom Einlöseweg ab. Moneylands Durchsicht der Bonusprogramme vom 25. Juli 2025 beziffert 100 Liberty-Punkte mit CHF 0.20 Cashback oder CHF 0.40 als Gutschein. Für unsere Vergleichsrechnung zählt die frei verfügbare Kontogutschrift. Das entspricht 0.2 Prozent Rückvergütung bei normalen Einkäufen.

Im Referenzprofil zahlst du CHF 2’000 pro Monat mit der Karte, also CHF 24’000 im Jahr. Ohne angenommene Mobilitätsquote entstehen 24’000 Punkte und damit CHF 48 Cashback. Nach der Jahresgebühr bleiben netto minus CHF 102. Allein mit normalen 1x-Einkäufen müsstest du CHF 75’000 im Jahr umsetzen, damit CHF 150 Cashback entstehen.

Die 4x-Kategorie kann deine Rechnung stark verbessern. Bei diesem Einlösewert entsprechen 4 Punkte pro Franken 0.8 Prozent. Rein rechnerisch würden CHF 18’750 an vollständig berechtigten Mobilitäts- und Reiseausgaben die Jahresgebühr decken. Das ist eine Modellrechnung, keine Renditezusage. Reisebüros und Vergleichsportale fallen heraus, und der Wert hängt von deiner Einlösung ab. Ein Nutzer berichtet glaubwürdig, dass seine Punkte die Gebühr mehr als deckten. Das belegt seine Nutzung, keinen allgemeinen Frankenwert.

Die Teilnote für den Bonuswert bleibt deshalb bei 2.5. Die Punkte sind brauchbar, wenn deine echten Ausgaben in die 4x-Kategorie fallen. Für ein gewöhnliches Ausgabenprofil tragen sie die hohe Fixgebühr nicht.

Reiseversicherung: Das ist im Plus-Paket enthalten

Die LibertyCard Plus erweitert das Standardmodell an den entscheidenden Stellen. Annullierung vor der Abreise und Reiseabbruch während der Reise sind bis je CHF 20’000 pro Ereignis gedeckt. Such- und Bergungskosten reichen bis CHF 50’000, allerdings nur auf Reisen ausserhalb der Schweiz, Liechtensteins und des Staates deines zivilrechtlichen Wohnsitzes.

Die Assistance organisiert und bezahlt unter anderem die Überführung ins nächste Krankenhaus, eine medizinisch betreute Rückführung, eine zusätzliche Rückreise, Kinderbetreuung und einen Krankenbesuch. Dafür nennen die Bedingungen keine feste Höchstsumme. Private Medical übernimmt für versicherte Personen bis zum vollendeten 81. Lebensjahr nachrangig notfallmässige Behandlungskosten im Ausland bis CHF 200’000 pro Ereignis. Du musst die Allianz-Notrufzentrale unverzüglich informieren und vor der Durchführung geplanter Massnahmen deren Genehmigung einholen.

Gepäck ist bei Verlust, Beschädigung oder Zerstörung bis CHF 5’000 pro Ereignis versichert, mit CHF 200 Selbstbehalt. Eine eigene Entschädigung für verspätetes Gepäck nennen die Bedingungen nicht. Der Reisekomfort zahlt dagegen bis CHF 1’000 für Mehrkosten bei einer Flug- oder Zugverspätung ab drei Stunden. Beim Mietwagen übernimmt der Schutz den Selbstbehalt bis CHF 2’000 pro Ereignis, auch bei Mobility-Fahrzeugen.

Bei Annullierung, Such- und Bergungskosten, Reiseabbruch, Assistance, Reisekomfort und Private Medical sind auch Personen im gleichen Haushalt sowie minderjährige Kinder ausserhalb des Haushalts mitversichert. Die Familiendeckung für Gepäck gilt, wenn die Karteninhaberin oder der Karteninhaber mitreist. Beim Reiserechtsschutz sind nur Personen eingeschlossen, die dauerhaft im gleichen Haushalt leben.

Der Reiserechtsschutz reicht bis CHF 250’000 pro Fall und Jahr in Europa und CHF 50’000 ausserhalb Europas. Er gilt für private Reisen mit mindestens einer Übernachtung und höchstens 90 Tagen. Bei Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln brauchst du ein Retour-Billett. Die Karte muss gültig und aktiviert sein. Ein Rechtshilfebedarf, der vor dem Karteneinsatz entstand oder damals bereits vorhersehbar war, ist ausgeschlossen. Für Verfahren gelten weitere Länder- und Verfahrensgrenzen.

Zum Paket gehören ausserdem Velo-Kasko und Velo-Diebstahlschutz bis je CHF 3’000, mit 10 Prozent Selbstbehalt und mindestens CHF 200. Beide gelten in europäischen Ländern bis zum Ural und auf den zugehörigen Mittelmeerinseln; der Diebstahlschutz gilt nicht am Wohnort der versicherten Person. Einen allgemeinen Kaufschutz fanden wir in den gelesenen Bedingungen nicht.

Für die Reisekomponenten steht keine feste Kartenzahlungsquote in den gelesenen Bedingungen. Das bedeutet trotzdem nicht, dass jede Leistung ohne Bedingungen greift. Reisedauer, Reisegebiet, Ereignis, Selbstbehalt und Meldepflicht unterscheiden sich je Baustein. Prüfe vor einer grösseren Reise die aktuelle Versicherungsbestätigung für genau deinen Fall.

Die Schutznote von 4.2 ist verdient. Ausschlaggebend sind die hohen Grenzen für Annullierung und Reiseabbruch, die medizinische Assistance, Private Medical, Gepäck und Reiserechtsschutz sowie die zusätzlichen Mietwagen- und Velo-Bausteine. Der Preis der Karte und die schwache freie Punkterendite gehören in andere Teilnoten und machen dieses gute Versicherungsergebnis nicht kleiner.

LibertyCard Plus Erfahrungen: Schutz ja, Ausland nein

Wir fanden zwei längere Stimmen, die das Plus-Modell ausdrücklich nennen. Beide stammen von derselben Person zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Das ist kein breiter Marktquerschnitt, aber ein ungewöhnlich konkreter Langzeitfall.

"LibertyCard Plus von BonusCard VISA (Corner Bank), wegen der integrierten Versicherungsleistungen (Reiseversicherung, Annulationsschutz etc, welche nicht davon abhängig sind, ob die Reise teilweise oder ganz mit der Karte bezahlt worden ist, dies finde ich positiv) und bei regelmässigem Karteneinsatz sammelt man zudem so viele Bonuspunkte, dass man die Kartengebühr von jährlich CHF 150.- mehr als nur rausholt. Die Karte wird aber aufgrund der unverschämten Fremdwährungszuschläge ausschliesslich im Inland eingesetzt, im Ausland setze ich momentan ausschliesslich auf neon free oder WIR top"

@MagicMax im finanzrudel.ch-Forum, Thread «Wie sieht euer Kontensystem in 2025 aus?», 22. Januar 2025.

Die Stimme belegt eine persönliche Nutzung, in der Punkte und Schutz die CHF 150 trugen. Sie belegt auch die klare Trennung: LibertyCard Plus im Inland, ein anderes Zahlungsmittel im Ausland.

Neun Monate später beschreibt dieselbe Person, warum sie das Kartenpaket schliesslich ersetzte:

"Ich konnte damit meine Libertycard Plus von der Corner Bank, Zweigniederlassung BonusCard Zürich, ablösen. Diese Karte kostet jährlich CHF 150.-. Bislang hatte ich diese noch behalten, da ich sie im Inland zum Zahlen benutze und mit den gesammelte Bonuspunkten die Jahresgebühr eh wieder rausgeholt habe. Die Libertycard Plus beinhaltet auch dies Reiseversicherungen, praktisch analog zu Radicant, dort gilt aber die Bedingung, dass die Reise mit der Libertycard Plus Kreditkarte bezahlt werden muss, nicht. Darüber bin ich auch froh, weil man sollte diese Libertycard Plus niemals zum Bezahlen ausserhalb der CH / CHF verwenden, Grund sind die Fremdwährungs- Bearbeitungsspesen von stolzen 1.75%"

@MagicMax im finanzrudel.ch-Forum, Thread «Neon verspielt gerade mein Vertrauen», 19. Oktober 2025.

Der Wechsel zu einer kostenlosen Alternative zeigt die eigentliche Konkurrenz der Plus: ein anderes Kartenprodukt mit ähnlichem Schutz, nicht bloss ein paar Zehntelprozent mehr Cashback.

Eine dritte Stimme nennt kein Liberty-Modell. Sie beschreibt eine mögliche Fallgrube bei BonusCard als Herausgeberin: Eine Zahlung kann in CHF erscheinen und trotzdem als Auslandstransaktion behandelt werden, wenn der Händler ausserhalb der Schweiz abrechnet.

"I noticed that BonusCard uses what in my opinion is a customer unfriendly foreign currency regime.

When I use my credit card to pay for Uber or AirbnB (service in CHF, account in CHF, bill in CHF), I am charged foreign transaction fees.

The customer service tells me that these services charge my card in foreign currency because billing is managed outside of Switzerland.

That is inconceivable to me and I don't feel it is in keeping with the terms and conditions.

Has anyone had this experience with other services? Strangely, I am charged foreign transaction fees for some charges from the Apple store but not for others. When I asked about this, they say that Apple is an exception…"

@Moneyland User Questions im moneyland.ch-Forum, Thread «Bonuscard Credit Cards User Experience», 21. März 2019.

Das ist eine Herausgeberstimme, keine Plus-spezifische Gebührenmessung. Sie passt aber zur offiziellen Preislogik, die auch CHF-Transaktionen im Ausland mit 1.75 Prozent belastet.

Mehr direkte Plus-Erfahrungen trägt die Suche nicht. BonusCard.ch stand im Oktober 2026 bei 1.7 von 5 auf Trustpilot, MyOnlineServices bei 2.82 im App Store. Mit dieser dünnen und gemischten Basis bleibt die Teilnote «Stimmen im Netz» bei 2.1.

Gebühren: Der Auslandseinsatz macht die Karte teuer

Die feste Rechnung beginnt bei CHF 150 Jahresgebühr für die Hauptkarte und CHF 75 für eine Zusatzkarte. Im Referenzprofil mit CHF 24’000 Jahresumsatz und 15 Prozent Fremdwährungsanteil kommen CHF 63 veröffentlichter Auslandszuschlag dazu. Die jährlichen Kartenkosten liegen damit bei CHF 213, bevor Punkte oder Versicherungsnutzen gegengerechnet werden.

Bei Zahlungen in einer Fremdwährung und bei CHF-Transaktionen im Ausland verlangt BonusCard 1.75 Prozent Bearbeitungszuschlag. Eine unabhängige, kartengebundene Messung des tatsächlichen Wechselkursaufschlags liegt nicht vor. Wir rechnen deshalb nur mit der veröffentlichten Gebühr und behaupten keinen gemessenen Gesamtaufschlag.

Bargeldbezug kostet am Automaten 4 Prozent, mindestens CHF 10. Am Bankschalter sind es ebenfalls 4 Prozent, mindestens CHF 15. Ein Bezug von CHF 100 kostet am Automaten daher CHF 10, nicht CHF 4. Für Bargeld ist die Karte ungeeignet.

Bei Teilzahlung gilt ein nominaler Jahreszins von 12 Prozent. Das ist der seit 2026 geltende gesetzliche Höchstsatz. Die veröffentlichte Monatsrechnung hat eine Zahlungsfrist von 25 Tagen ab Rechnungsdatum. Daraus folgt keine feste Zahl zinsfreier Tage ab jedem Einkauf. Bezahle die Rechnung vollständig innerhalb der Frist, damit der mögliche Punktewert nicht sofort in Zinsen verschwindet.

LibertyCard Plus oder LibertyCard?

Das Standardmodell kostet CHF 60 im Jahr, die Plus CHF 150. Der Aufpreis beträgt CHF 90. Dafür hebt die Plus die Annullierung von CHF 10’000 auf CHF 20’000 und ergänzt Reiseabbruch bis CHF 20’000, Assistance ohne feste Höchstsumme, Private Medical bis CHF 200’000, Reisekomfort bis CHF 1’000, Mietwagen-Selbstbehalt bis CHF 2’000 und höhere Gepäckdeckung von CHF 5’000.

Auch die Punkte unterscheiden sich. Die LibertyCard gibt doppelte Punkte für Mobilität, die Plus vierfache Punkte für Mobilität und Reisen. Beim Auslandspreis ist die Plus mit 1.75 Prozent etwas günstiger als die 2 Prozent des Standardmodells. Teuer im Ausland bleiben beide.

Nimm das Standardmodell, wenn dir Annullierung, Such- und Bergungskosten, Gepäck und Reiserechtsschutz reichen. Nimm die Plus nur, wenn du die zusätzlichen Reisebausteine wirklich brauchst oder nachweislich genug berechtigte 4x-Ausgaben hast. Der höhere Multiplikator allein ist kein Grund, CHF 90 mehr Fixkosten zu akzeptieren.

Hol dir die Karte nicht, wenn du ...

  • ... vor allem Cashback suchst. Im Referenzprofil bleiben beim frei verfügbaren Punktewert netto minus CHF 102.
  • ... häufig im Ausland oder in Fremdwährung zahlst. Der Zuschlag beträgt 1.75 Prozent, auch für CHF-Transaktionen im Ausland.
  • ... Reisen über Vergleichsportale buchst und fest mit 4x-Punkten rechnest. Reisebüros und Portale wie eBookers oder Trivago sind vom Multiplikator ausgeschlossen.
  • ... Bargeld mit der Kreditkarte beziehst. 4 Prozent mit mindestens CHF 10 oder CHF 15 pro Bezug sind besonders bei kleinen Beträgen teuer.
  • ... Rechnungen in Teilbeträgen bezahlst. 12 Prozent Jahreszins sind viel höher als der mögliche Punktewert.
  • ... schon kostenlosen Schutz mit ähnlichen Bausteinen hast. Eine direkte Nutzerstimme zeigt, dass genau das den Grund für CHF 150 Jahresgebühr beseitigen kann.

Hol dir die Karte, wenn du ...

  • ... breiten Reiseschutz ohne feste Kartenzahlungsquote suchst. Die Einzelbedingungen und Meldepflichten gelten trotzdem.
  • ... Assistance, medizinische Notfallkosten, Reiseabbruch und Mietwagen-Selbstbehalt wirklich brauchst. Diese Bausteine fehlen dem günstigeren Standardmodell.
  • ... überwiegend in der Schweiz und in Franken zahlst. Dann vermeidest du den klarsten variablen Kostentreiber.
  • ... viel direkt bei berechtigten Mobilitäts- und Reiseanbietern buchst. Dort sammelst du 4 Punkte pro Franken.
  • ... jede Monatsrechnung vollständig bezahlst. So bleibt der 12-Prozent-Zins Theorie.

LibertyCard Plus beantragen: Das ist öffentlich belegt

Du beantragst die Karte online bei bonuscard.ch. In den archivierten Preis- und Versicherungsunterlagen fanden wir weder ein veröffentlichtes Mindestalter noch eine feste Mindesteinkommensgrenze. Das bedeutet nicht, dass BonusCard keine Anforderungen stellt. Es bedeutet nur, dass die zwei geprüften Unterlagen keine Zahl nennen.

Eine Zusage lässt sich aus den öffentlichen Angaben nicht vorhersagen. Welche Nachweise BonusCard im Einzelfall verlangt, ist im geprüften Unterlagensatz ebenfalls nicht beziffert. Plane das Kartenpaket deshalb erst nach einer tatsächlichen Annahme.

Vor dem Antrag solltest du zwei Rechnungen machen. Prüfe zuerst, ob du für die zusätzlichen Versicherungen gegenüber der CHF 60 teuren LibertyCard wirklich CHF 90 mehr bezahlen würdest. Prüfe danach im Rechner, wie viel deiner echten Ausgaben in die 4x-Kategorie fällt. Wenn du beide Fragen klar beantworten kannst, hat die Plus ein nachvollziehbares Profil.

Roberts Urteil

Mein Urteil: Die LibertyCard Plus ist eine ernst zu nehmende Versicherungskarte für Menschen, die in der Schweiz zahlen. Der Schutz ist breit und konkret. Annullierung und Reiseabbruch reichen bis je CHF 20’000, Private Medical bis CHF 200’000, Gepäck bis CHF 5’000, Reisekomfort bis CHF 1’000 und Mietwagen-Selbstbehalt bis CHF 2’000. Assistance hat keine feste Höchstsumme. Für diese Reisekomponenten nennen die gelesenen Bedingungen keine feste Kartenzahlungsquote. Das rechtfertigt die starke Schutznote von 4.2.

Die Karte wird schwächer, sobald du sie als Bonusprodukt beurteilst. BonusCard veröffentlicht keinen festen Frankenwert pro Punkt. Beim frei verfügbaren Moneyland-Wert bringen CHF 24’000 normale Jahresausgaben CHF 48. Gegen CHF 150 Jahresgebühr bleiben netto minus CHF 102. Vierfache Punkte können das drehen, aber nur bei berechtigten Mobilitäts- und Reiseausgaben. Vergleichsportale und Reisebüros zählen nicht.

Auch die Nutzung muss diszipliniert bleiben. Ausland und Fremdwährungen kosten 1.75 Prozent, Bargeld mindestens CHF 10 pro Bezug und Teilzahlung 12 Prozent Jahreszins. Die zwei direkten Beiträge derselben Person bestätigen das Profil erstaunlich genau: Diese Person trug Gebühr und Schutz lange mit Inlandseinsatz, ersetzte die Karte später aber durch eine kostenlose Alternative mit ähnlicher Versicherung.

Darum ist Note 3.1 richtig. Hol dir die LibertyCard Plus, wenn dir genau diese zusätzlichen Reisebausteine CHF 150 im Jahr wert sind, du vor allem in der Schweiz zahlst und jede Rechnung vollständig begleichst. Für eine reine Punktestrategie, häufige Auslandszahlungen oder Menschen mit bereits vorhandenem Reiseschutz ist sie zu teuer.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Jahresgebühr der LibertyCard Plus? Die Hauptkarte kostet CHF 150 im Jahr, die Zusatzkarte CHF 75.

Wie viel sind Liberty-Punkte wert? BonusCard veröffentlicht keinen festen Frankenwert. Moneyland beziffert 100 Punkte mit CHF 0.20 Cashback oder CHF 0.40 als Gutschein. Im konservativen Referenzprofil entstehen bei CHF 24’000 Jahresumsatz CHF 48 Cashback und nach der Jahresgebühr netto minus CHF 102.

Wann gibt es 4x Liberty-Punkte? Mobilitäts- und Reiseausgaben bringen 4 Punkte pro Franken, etwa Mietwagen, Treibstoff, Parkieren, öffentlicher Verkehr, Flug, Hotel, Velovermietung und Bergbahnen. Buchungen über Reisebüros oder Vergleichsportale wie eBookers und Trivago erhalten den Multiplikator nicht.

Muss ich die Reise mit der LibertyCard Plus bezahlen, damit die Versicherung gilt? Für die Reisekomponenten nennen die gelesenen Bedingungen keine feste Kartenzahlungsquote. Der Reiserechtsschutz setzt aber eine gültige, aktivierte Karte voraus und schliesst einen Rechtshilfebedarf aus, der vor dem Karteneinsatz entstand oder bereits vorhersehbar war. Prüfe immer die Bedingungen des konkreten Bausteins.

Welche Reiseversicherungen sind enthalten? Unter anderem Annullierung und Reiseabbruch bis je CHF 20’000, Such- und Bergungskosten bis CHF 50’000, Gepäck bis CHF 5’000, Reisekomfort bis CHF 1’000, Private Medical bis CHF 200’000 für versicherte Personen bis zum vollendeten 81. Lebensjahr, Mietwagen-Selbstbehalt bis CHF 2’000, Assistance ohne feste Höchstsumme und Reiserechtsschutz bis CHF 250’000 in Europa beziehungsweise CHF 50’000 ausserhalb Europas.

Was kostet die LibertyCard Plus im Ausland? Fremdwährungstransaktionen und CHF-Zahlungen im Ausland kosten 1.75 Prozent. Bargeld kostet 4 Prozent, mindestens CHF 10 am Automaten oder CHF 15 am Schalter. Eine unabhängige, kartengebundene Messung des gesamten Wechselkursaufschlags liegt nicht vor.

Ist LibertyCard Plus besser als LibertyCard? Sie bietet deutlich mehr Reiseschutz und 4x statt 2x Punkte in den berechtigten Kategorien, kostet aber CHF 90 mehr pro Jahr. Besser ist sie nur, wenn du die zusätzlichen Schutzbausteine oder den höheren Multiplikator tatsächlich nutzt.

Wie kündige ich die LibertyCard Plus? Die zwei für diese Rezension archivierten Preis- und Versicherungsunterlagen nennen keinen Kündigungsweg. Prüfe deshalb die aktuellen Kreditkarten-AGB, kläre den gültigen Empfänger direkt mit BonusCard und verlange eine Kündigungsbestätigung. Eine unbestätigte Adresse aus einem älteren Ratgeber übernehmen wir nicht.

Die App des Herausgebers in Zahlen

105 Bewertungen auf App Store, gelesen am 9. Oktober 2026.

2.82 von 5
15

Was die Versicherung wirklich deckt

In der Karte enthalten · Allianz Assistance (AWP P&C S.A., Zweigniederlassung Wallisellen); Reise-Rechtsschutz/Shopping-Rechtsschutz: Dextra Rechtsschutz AG, Zürich

  • Zahlungsbedingung, damit der Schutz giltKeine feste Kartenzahlungsquote für die Reisekomponenten genannt. Der Reiserechtsschutz setzt eine gültige, aktivierte Karte voraus und gilt nicht, wenn der Rechtshilfebedarf vor dem Karteneinsatz entstand oder damals bereits vorhersehbar war.Bedingungen, Seite 7
  • Annullierung der Reise (Storno)Annullierung vor der Abreise: CHF 20’000 pro Ereignis. Reiseabbruch: CHF 20’000 pro Ereignis.Bedingungen, Seite 3
  • Heilungskosten und RücktransportAssistance organisiert und bezahlt Überführung ins nächste Krankenhaus, medizinisch betreute Repatriierung, Extra-Rückreise, Kinderbetreuung und Krankenbesuch ohne feste Höchstsumme. Private Medical deckt nachrangig notfallmässige Heilungskosten im Ausland bis CHF 200’000 pro Ereignis.Bedingungen, Seite 3
  • Dauer der ReiseAllgemeine maximale Reisedauer 365 Tage. Reiserechtsschutz nur für private Reisen mit mindestens einer Übernachtung und höchstens 90 Tagen; bei öffentlichen Verkehrsmitteln ist ein Retour-Billett erforderlich.Bedingungen, Seite 5
  • Selbstbehalt beim MietwagenCDW Selbstbehalts-Ausschluss (nur Plus, inkl. Mobility Fahrzeuge): CHF 2’000 pro Ereignis.Bedingungen, Seite 3
  • Unfall: InvaliditätNicht enthalten
  • Wenn du schon eine andere Versicherung hastPrivate Medical ist eine Nachgangsversicherung zu den gesetzlichen Sozialversicherungen und allfälligen Zusatzversicherungen.Bedingungen, Seite 3

Alle Beträge, Auflagen und Ausnahmen für jede Karte

Beschwerden und Aufsicht

Cornèr Banca (inkl. BonusCard und PKZ Insider Card)

Fälle beim Bankenombudsman

Ein einzelner Fall bedeutet nicht, dass der betroffene Kartenherausgeber sich etwas hat zuschulden kommen lassen. Der Schweizerische Bankenombudsman veröffentlicht ausschliesslich Zahlen für die ganze Branche, nie für einzelne Anbieter.

  • 2024136 Fälle in der Branche
  • 2025120 Fälle in der Branche

Zahlen gelten für die ganze Branche, nicht für Cornèr Banca (inkl. BonusCard und PKZ Insider Card) allein. Quellen: Jahresbericht 2024 und Jahresbericht 2025 des Bankenombudsman

Bei der Aufsicht

Steht auf der Mitgliederliste der Schweizerischen Bankiervereinigung und ist damit vom Mandat des Schweizerischen Bankenombudsman erfasst. Die eigenen Kreditkarten AGB nennen die Ombudsstelle nicht direkt. Beleg, gelesen 13. Juli 2026

Das ganze Bild mit Methode und Quellen

Bedingungshistorie

  • 30. November 2026Angekündigt: Ab 30. November 2026 ersetzt Cashback die Bonuspunkte, 0.6% auf Käufe in Franken und 1.2% in Fremdwährung; feste Multiplikatoren entfallen. Bestehende Punkte lassen sich bis 25. November 2026 im Prämienshop einlösen, Restpunkte werden danach als Cashback gutgeschrieben (250 Punkte = CHF 1).

Datierte Änderungen beim Herausgeber, aus unserer Kartendatenbank. Alle Bedingungsänderungen für LibertyCard Plus

Bedingungen geprüft am 13. Juli 2026Nächste Prüfung: November 2026

Das Datum wird gesetzt, wenn die Bedingungen zuletzt direkt beim Herausgeber gelesen wurden.

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