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Kreditkart

LibertyCard im Test: Reiseversicherung statt Bonuskarte. Note 3.2

LibertyCard: Der Schutz trägt die Karte, der freie Cashback im Referenzprofil nicht

Die LibertyCard kostet 60 Franken im Jahr und macht etwas Ungewöhnliches richtig: Für die wichtigsten Reisekomponenten nennen die gelesenen Versicherungsbedingungen keine feste Quote, die mit der Karte bezahlt werden muss. Dazu gehören unter anderem Annullierung, Gepäck, Such- und Bergungskosten sowie Reiserechtsschutz. Beim Rechtsschutz gelten zusätzliche Hürden: Die Karte muss gültig und aktiviert sein, und ein Rechtshilfebedarf, der vor dem Karteneinsatz entstand oder bereits vorhersehbar war, ist ausgeschlossen. Das Bonusprogramm ist schwächer, als der Name erwarten lässt. Beim frei einlösbaren Cashback entsprechen die Punkte konservativ 0.2 Prozent des Umsatzes. Im Referenzprofil dieser Seite reichen sie damit nicht ganz für die Jahresgebühr. Transaktionen in Fremdwährung und in CHF im Ausland kosten zusätzlich 2 Prozent, Bargeld ist teuer, medizinische Reise-Assistance und Mietwagen-Selbstbehaltschutz fehlen. Die Summe ergibt Note 3.2: ein brauchbares Inlandspaket für Menschen, die den Versicherungsschutz wirklich wollen, keine starke Bonuskarte für alle.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Hauptkarte kostet CHF 60 im Jahr, eine Zusatzkarte CHF 30.
  • Du sammelst 1 Liberty-Punkt pro Franken Einkauf. Mobilitätsausgaben bringen doppelte Punkte, für MyCountry registrierte Auslandsausgaben ebenfalls.
  • Moneyland bezifferte am 25. Juli 2025 100 Liberty-Punkte mit CHF 0.20 Cashback oder CHF 0.40 als Gutschein. Für die konservative Rechnung zählt der frei einlösbare Cashback-Weg. Bei 2’000 Franken Kartenumsatz pro Monat entstehen rund CHF 48 Gegenwert im Jahr. Nach der Jahresgebühr bleiben netto minus CHF 12. Dein eigenes Ausgabenniveau kannst du im Rechner weiter unten prüfen.
  • Die Reiseversicherung umfasst unter anderem Annullierung bis CHF 10’000, Such- und Bergungskosten bis CHF 50’000 auf Reisen ausserhalb der Schweiz, Liechtensteins und des zivilrechtlichen Wohnsitzstaats, Gepäck bis CHF 2’000 ausserhalb des Wohnorts sowie Reiserechtsschutz bis CHF 250’000 in Europa und CHF 50’000 ausserhalb Europas. Für die Reisekomponenten ist keine feste Kartenzahlungsquote genannt. Der Rechtsschutz setzt aber eine gültige, aktivierte Karte voraus.
  • Transaktionen in Fremdwährung und in CHF im Ausland kosten 2 Prozent. Bargeldbezug kostet 4 Prozent, mindestens CHF 10 am Bancomat und CHF 15 am Bankschalter. Bei Teilzahlung gilt ein nominaler Jahreszins von 12 Prozent.
  • Die direkte Erfahrungsbasis ist dünn. Wir fanden eine längere Stimme zur LibertyCard selbst. Zwei weitere ausführliche Stimmen betreffen die LibertyCard Plus, nicht dieses Standardmodell.

Kartendaten

Jahresgebühr
CHF 60CHF 60/Jahr Hauptkarte, CHF 30 Zusatzkarte.
Vorteile
CHF 1 = 1 Bonuspunkt, 2x Punkte auf Mobilitätsausgaben, MyCountry verdoppelt im AuslandKeine Obergrenze angegeben
Fremdwährungsgebühr
2.00%
Zins
12.00%Gleiche Zinsobergrenze wie bei den übrigen BonusCard-Karten. Zahlungsfrist Monatsauszug: 25 Tage (Zahlungsfrist ab Rechnungsdatum, NICHT zinsfreie Tage ab Kauf, die Quelle gibt Letzteres nicht an).
Zinsfreie Tage
Vom Herausgeber nicht veröffentlicht
Bargeldbezug
4%, mind. CHF 10Am Geldautomaten 4%, mind. CHF 10; am Bankschalter 4%, mind. CHF 15.
Reiseversicherung
EnthaltenAnnullation bis CHF 10'000, Such-/Bergungskosten bis CHF 50'000, Gepäck bis CHF 2'000, Reiserechtsschutz bis CHF 250'000 in Europa und CHF 50'000 ausserhalb Europas, Velo-Kasko bis CHF 2'000 nach Unfall oder Sturz. Keine feste Kartenzahlungsquote; Rechtsschutz nur mit aktivierter Karte. Details und Ausschlüsse in der Rezension.
Zahlungsnetzwerk
Visa/Mastercard
Voraussetzungen
Vom Herausgeber nicht veröffentlicht

Was dir die Karte bei deinem Ausgabenniveau zurückgibt

Zieh am Regler und stell die LibertyCard neben die TCS Travel Mastercard Gold. Dieselbe Rechnung wie auf der Startseite: Bonuswert minus Jahresgebühr, aus den Kartendaten. Die Rückvergütung ist nicht die Note: dort wiegen auch Schutz und Kosten mit.

CHF 2’000
TCS Travel Mastercard Gold1% zurück, Jahresgebühr CHF 100CHF 0netto pro JahrBringt am meisten
LibertyCardCHF 1 = 1 Bonuspunkt, 2x Punkte auf Mobilitätsausgaben, MyCountry verdoppelt im Auslandkeine feste Zahl

Berechnet als Vorteil minus Jahresgebühr, bei monatlich vollständig beglichener Rechnung.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • CHF 60 Jahresgebühr; Mobilitätsausgaben bringen doppelte Liberty-Punkte.
  • Die gelesenen Bedingungen nennen für die Reisekomponenten keine feste Kartenzahlungsquote.
  • Annullierung bis CHF 10’000, Gepäck bis CHF 2’000 und Reiserechtsschutz sind inbegriffen.
  • Annullierung und Such- und Bergungskosten schliessen Personen im gleichen Haushalt sowie minderjährige Kinder ein.
  • Eine direkte Nutzerstimme behielt die Karte vor allem wegen der Reiseversicherung.

Nachteile

  • BonusCard veröffentlicht keinen festen Frankenwert für Liberty-Punkte.
  • Medizinische Assistance, Reiseabbruch und Mietwagen-Selbstbehaltschutz fehlen.
  • Fremdwährungen und CHF-Zahlungen im Ausland kosten 2 Prozent Zuschlag.
  • Bargeld kostet 4 Prozent, mindestens CHF 10 am Automaten oder CHF 15 am Schalter.
  • Der Teilzahlungs- und Verzugszins liegt mit 12 Prozent nominal am gesetzlichen Höchstsatz.

Das Urteil in einem Satz: Die LibertyCard ist für 60 Franken im Jahr eine ungewöhnlich brauchbare Reiseversicherung mit Kreditkarte, solange du sie im Inland einsetzt und im Referenzprofil nicht erwartest, dass der frei einlösbare Punktewert die Jahresgebühr vollständig bezahlt.

Was sind Liberty-Punkte in Franken wert?

Die Mechanik wirkt zunächst grosszügig: Jeder Franken Einkauf bringt einen Liberty-Punkt, Mobilitätsausgaben bringen zwei. Mit MyCountry kannst du vor einer Reise ein Land registrieren und dort ebenfalls doppelte Punkte sammeln. BonusCard veröffentlicht für die LibertyCard jedoch keinen festen Frankenwert pro Punkt. Der Wert hängt davon ab, wie du einlöst.

Die belastbare Zahl kommt aus Moneylands Durchsicht der Bonusprogramme vom 25. Juli 2025. Dort entsprechen 100 Liberty-Punkte CHF 0.20 Cashback oder CHF 0.40 als Gutschein. Für unsere Rechnung zählt der frei verfügbare Cashback-Weg als konservatives Minimum. Das ergibt 0.2 Prozent Rückvergütung auf den Kartenumsatz. Beim Referenzprofil von 2’000 Franken im Monat sammelst du in einem Jahr 24’000 Punkte. Als Cashback sind das rund 48 Franken. Nach Abzug der Jahresgebühr von 60 Franken bleiben netto minus 12 Franken.

Die höheren Gutscheinwerte und die doppelten Punkte können deine persönliche Rechnung verbessern. Wir rechnen sie nicht pauschal ein. Ein Gutschein ist an eine Einlöseform gebunden, und das Referenzprofil sagt nicht, welcher Anteil deiner Ausgaben in die Kategorie Mobilität fällt. Moneyland nennt ausserdem einen Verfall der Liberty-Punkte nach zwei Jahren. Löse sie deshalb rechtzeitig ein. Die Teilnote «Bonuswert» bleibt bei 2.9. Das ist keine Behauptung, dass niemand die Gebühr mit Punkten decken kann. Es ist die Rechnung, die ohne Annahmen über deine Einkäufe und Einlösungen hält.

Die Reiseversicherung: keine feste Kartenzahlungsquote, aber Rechtsschutz mit Aktivierungshürde

Hier liegt die eigentliche Stärke der LibertyCard. Die gelesenen Allgemeinen Versicherungsbedingungen nennen für die Reisekomponenten keine feste Quote, die mit der Karte bezahlt werden muss. Beim Reiserechtsschutz bedeutet das nicht «ohne jede Kartennutzung»: Die Karte muss gültig und aktiviert sein. Dextra schliesst zudem einen Rechtshilfebedarf aus, der vor dem Karteneinsatz entstand oder damals bereits vorhersehbar war.

Die Annullierungsversicherung deckt bis CHF 10’000 pro Ereignis. Für Such- und Bergungskosten stehen bis CHF 50’000 zur Verfügung, aber nur auf Reisen ausserhalb der Schweiz, Liechtensteins und des Staates, in dem du deinen zivilrechtlichen Wohnsitz hast. Die Gepäckversicherung reicht bis CHF 2’000 pro Ereignis, gilt ausserhalb deines Wohnorts und hat einen Selbstbehalt von CHF 200. Der Reiserechtsschutz deckt bis CHF 250’000 pro Fall und Jahr in Europa und CHF 50’000 ausserhalb Europas. Hinzu kommt eine Velo-Kasko bis CHF 2’000 mit 10 Prozent Selbstbehalt, mindestens CHF 200; sie gilt in europäischen Ländern bis zum Ural und auf den zugehörigen Mittelmeerinseln, aber nur für Reparatur- oder Ersatzkosten nach einem Unfall oder Sturz. Velo-Diebstahl ist beim Standardmodell nicht versichert.

Bei Annullierung und Such- und Bergungskosten umfasst die Familiendeckung neben der Karteninhaberin oder dem Karteninhaber Personen im gleichen Haushalt sowie minderjährige Kinder, die nicht im selben Haushalt leben. Beim Reiserechtsschutz sind nach den vorrangigen besonderen Bestimmungen nur Personen mitversichert, die dauernd im gleichen Haushalt leben. Bei der Gepäckversicherung gilt die Familiendeckung nur für LibertyCard Plus. Die Velo-Kasko des Standardmodells gehört ebenfalls nicht zur Familiendeckung.

Der Reiserechtsschutz gilt nur für private Reisen mit mindestens einer Übernachtung und höchstens 90 Tagen. Bei Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln muss ein Retour-Billett gebucht sein. Verfahren vor Gerichten und Behörden sind nur in Ländern gedeckt, deren aktueller Corruption Perceptions Index mindestens 30 beträgt. Schiedsverfahren ausserhalb der Schweiz und internationale Schiedsverfahren sind ausgeschlossen; Mediation ist nur in der Schweiz versichert.

Melde einen Rechtshilfebedarf unverzüglich bei Dextra. Solange keine unmittelbare Gefahr besteht, darfst du nicht selbst einen Rechtsbeistand beauftragen, ein Verfahren einleiten, einen Vergleich abschliessen oder ein Rechtsmittel ergreifen. Sonst trägst du die dadurch entstehenden Mehrkosten selbst.

Die Lücken sind ebenso konkret. Medizinische Reise-Assistance, Reiseabbruch, Mietwagen-Selbstbehaltschutz, Reiseverspätung und Transportverspätung sind nicht eingeschlossen. Auch einen allgemeinen Kaufschutz gibt es nicht. Wer unter «Reiseversicherung» automatisch ein vollständiges Ferienpaket versteht, überschätzt die LibertyCard. Ihre Schutznote von 3.6 kommt aus mehreren echten, teils hohen Leistungen, nicht aus einer lückenlosen Deckung.

LibertyCard Erfahrungen: eine direkte Stimme, dazu klar getrennte Familien- und Herausgeberstimmen

Zur Standardkarte selbst fanden wir nur eine längere Nutzerstimme. Sie stammt aus einem moneyland.ch-Forum und beschreibt genau die Spannung, die auch die Bedingungen zeigen: Der Versicherungsschutz ist der Grund, die Karte zu behalten, der Umgang des Herausgebers beim damaligen Kartenwechsel der Grund für Misstrauen.

"I had the free Bonuscard prepaid card from SBB (combined with the half-price card). It did everything I needed it to. I was not too impressed when SBB decided to ditch that card and Bonuscard issued me a different prepaid card with a high annual fee without even bothering to ask if I wanted it. Out of sheer laziness I stuck with the Liberty card that they sent.

It has some decent features like good travel insurance, with some coverage applying even if you don't pay with the card, so I keep it more as a travel insurance policy for now.

Can't say much for their customer service because they didn't bother to get my permission before giving me a different card. Otherwise it's ok."

@thetownclownsa im moneyland.ch-Forum, Thread «Bonuscard Credit Cards User Experience», 16. Februar 2017.

Diese Stimme nennt die LibertyCard direkt. Die damalige Gebührenhistorie des ersetzten SBB-Kartenprodukts ist kein Beleg für die heutige Jahresgebühr.

Die nächste Stimme betrifft ausdrücklich die LibertyCard Plus. Sie darf zeigen, wie eine Person den Schutz und die Punkte innerhalb derselben Kartenfamilie nutzt. Sie beweist weder den Punkteertrag noch die Wirtschaftlichkeit der Standardkarte.

"LibertyCard Plus von BonusCard VISA (Corner Bank), wegen der integrierten Versicherungsleistungen (Reiseversicherung, Annulationsschutz etc, welche nicht davon abhängig sind, ob die Reise teilweise oder ganz mit der Karte bezahlt worden ist, dies finde ich positiv) und bei regelmässigem Karteneinsatz sammelt man zudem so viele Bonuspunkte, dass man die Kartengebühr von jährlich CHF 150.- mehr als nur rausholt. Die Karte wird aber aufgrund der unverschämten Fremdwährungszuschläge ausschliesslich im Inland eingesetzt, im Ausland setze ich momentan ausschliesslich auf neon free oder WIR top"

@MagicMax im finanzrudel.ch-Forum, Thread «Wie sieht euer Kontensystem in 2025 aus?», 22. Januar 2025.

Das ist eine Plus-Erfahrung mit CHF 150 Jahresgebühr und einer anderen Gebührenstufe. Übertragbar ist nur das Nutzungsmuster: Schutz und Punkte im Inland, ein anderes Zahlungsmittel im Ausland.

Die dritte Stimme nennt kein Liberty-Modell. Sie beschreibt die Gebührenpraxis von BonusCard als Herausgeberin bei einzelnen CHF-Zahlungen an Unternehmen, deren Abrechnung ausserhalb der Schweiz liegt. Das ist eine mögliche Fallgrube auf Herausgeberebene, keine bewiesene Belastung jeder LibertyCard-Zahlung.

"I noticed that BonusCard uses what in my opinion is a customer unfriendly foreign currency regime.

When I use my credit card to pay for Uber or AirbnB (service in CHF, account in CHF, bill in CHF), I am charged foreign transaction fees.

The customer service tells me that these services charge my card in foreign currency because billing is managed outside of Switzerland.

That is inconceivable to me and I don't feel it is in keeping with the terms and conditions.

Has anyone had this experience with other services? Strangely, I am charged foreign transaction fees for some charges from the Apple store but not for others. When I asked about this, they say that Apple is an exception…"

@Moneyland User Questions im moneyland.ch-Forum, Thread «Bonuscard Credit Cards User Experience», 21. März 2019.

Die Stimme betrifft BonusCard allgemein. Sie erklärt, warum du auch bei einer CHF-Anzeige prüfen solltest, ob ein Händler die Zahlung ausserhalb der Schweiz verarbeitet.

Mehr trägt die Suche nicht. Eine breite Zufriedenheit oder Unzufriedenheit mit der LibertyCard lässt sich aus einer direkten Stimme nicht ableiten. Die Teilnote «Stimmen im Netz» von 2.1 beruht deshalb auf den Herausgeberwerten, BonusCard.ch mit 1.7 von 5 auf Trustpilot und MyOnlineServices mit 2.82 im App Store, ohne zusätzliche Forumkorrektur.

Gebühren: für Zahlungen in der Schweiz, nicht für Bargeldbezüge

Die fixe Rechnung beginnt bei CHF 60 Jahresgebühr für die Hauptkarte und CHF 30 für eine Zusatzkarte. Kaufst du in einer Fremdwährung ein oder zahlst du im Ausland in CHF, kommen 2 Prozent Bearbeitungszuschlag hinzu. Im Referenzprofil mit 24’000 Franken Jahresumsatz und 15 Prozent Fremdwährungsanteil sind das rund CHF 72 im Jahr. Eine unabhängige, kartengebundene Messung des tatsächlichen Wechselkursaufschlags liegt nicht vor. Die 72 Franken bilden deshalb nur die veröffentlichte Gebühr ab.

Bargeldbezug lohnt sich mit dieser Karte selten. Am Bancomat fallen 4 Prozent an, mindestens CHF 10. Am Bankschalter sind es ebenfalls 4 Prozent, mindestens CHF 15. Ein Bezug von 100 Franken kostet damit am Bancomat 10 Franken, weil die Mindestgebühr höher ist als die rechnerischen 4 Franken.

Bei Teilzahlung beträgt der nominale Jahreszins 12 Prozent. Das ist der seit 2026 geltende gesetzliche Höchstsatz und deutlich teurer als jeder mögliche Punkteertrag. Das Gebührenblatt nennt zudem eine Zahlungsfrist von 25 Tagen ab Rechnungsdatum. Daraus lässt sich keine feste Zahl zinsfreier Tage ab dem einzelnen Einkauf ableiten. Wer Zinsen vermeiden will, bezahlt jede Monatsrechnung vollständig innerhalb der Frist.

LibertyCard oder LibertyCard Plus?

Die LibertyCard ist das Standardmodell für CHF 60 im Jahr. Die Plus kostete gemäss den gefundenen Nutzerstimmen CHF 150 im Jahr. Diese Stimmen nennen einen Fremdwährungszuschlag von 1.75 Prozent und beschreiben die Versicherung ebenfalls als unabhängig von der Kartenzahlung. Eine Person sah die höhere Gebühr durch Punkte als gedeckt an. Später ersetzte dieselbe Person die Plus durch ein kostenloses Konkurrenzprodukt mit ähnlichem Schutz.

Für die Standardkarte folgt daraus kein automatischer Vorteil. Ihre eigene Rechnung muss mit CHF 60 und dem veröffentlichten 2-Prozent-Zuschlag gemacht werden. Sie kostet 90 Franken weniger als die Plus. Die Plus hat einen um 0.25 Prozentpunkte tieferen Fremdwährungszuschlag, vierfache statt doppelte Punkte in den berechtigten Kategorien und mehrere zusätzliche Reiseversicherungen. Ob das den Aufpreis trägt, hängt von deinem Schutzbedarf und deinen anrechenbaren Ausgaben ab. Die vollständigen Unterschiede stehen in unserem Test der LibertyCard Plus.

Hol dir die Karte nicht, wenn du ...

  • ... die Punkte als sicheren Gewinn über der Jahresgebühr behandelst. Beim frei einlösbaren Cashback bleiben im Referenzprofil netto minus CHF 12.
  • ... regelmässig ausserhalb der Schweiz oder in Fremdwährung zahlst. Der veröffentlichte Bearbeitungszuschlag beträgt 2 Prozent.
  • ... ein vollständiges Reiseversicherungspaket erwartest. Medizinische Reise-Assistance, Reiseabbruch, Mietwagen-Selbstbehaltschutz und Verspätungsleistungen fehlen.
  • ... Bargeld mit der Kreditkarte beziehst. 4 Prozent mit einer Mindestgebühr von CHF 10 am Bancomat oder CHF 15 am Bankschalter sind bei kleinen Bezügen besonders teuer.
  • ... die Monatsrechnung häufig nur teilweise bezahlst. 12 Prozent Jahreszins vernichten den möglichen Punktewert schnell.

Hol dir die Karte, wenn du ...

  • ... Reisekomponenten ohne feste Kartenzahlungsquote suchst. Für den Reiserechtsschutz brauchst du trotzdem eine gültige, aktivierte Karte und vorherigen Karteneinsatz, bevor ein Rechtshilfebedarf entsteht oder vorhersehbar wird.
  • ... vor allem in der Schweiz und in Franken zahlst. Dann vermeidest du die klarste variable Schwäche, den 2-Prozent-Zuschlag.
  • ... Annullierung, Gepäck, Such- und Bergungskosten sowie Reiserechtsschutz tatsächlich brauchst. Beachte, dass die Such- und Bergungsdeckung die Schweiz, Liechtenstein und deinen zivilrechtlichen Wohnsitzstaat ausschliesst.
  • ... Mobilitätsausgaben hast und die doppelte Punktzahl sinnvoll einlösen kannst. Dieser persönliche Mehrwert ist real möglich, aber nicht pauschal in unsere Nettozahl eingerechnet.
  • ... jede Monatsrechnung vollständig bezahlst. Dann bleibt der 12-Prozent-Zins Theorie.

LibertyCard beantragen: was bekannt ist und was BonusCard nicht beziffert

Du beantragst die LibertyCard online bei bonuscard.ch. In den archivierten Produkt-, Gebühren- und Versicherungsunterlagen fanden wir weder ein veröffentlichtes Mindestalter noch eine feste Mindesteinkommensgrenze. Das ist keine Zusage, dass es keine Grenze gibt. Es bedeutet nur, dass BonusCard in den geprüften Unterlagen keine Zahl nennt.

Ob dein Antrag angenommen wird, lässt sich aus den veröffentlichten Zahlen nicht vorhersagen. Welche Nachweise BonusCard im Einzelfall verlangt, ist im geprüften Unterlagensatz ebenfalls nicht beziffert. Plane die Karte deshalb nicht mit einer garantierten Zusage ein.

Bevor du beantragst, entscheide den Zweck der Karte. Wenn du vor allem Reisekomponenten ohne feste Kartenzahlungsquote suchst, hat die LibertyCard ein klares Profil. Beim Reiserechtsschutz brauchst du trotzdem eine gültige, aktivierte Karte und vorherigen Karteneinsatz, bevor ein Rechtshilfebedarf entsteht oder vorhersehbar wird. Wenn du vor allem Cashback suchst, ist die konservative Rechnung mit minus 12 Franken im Jahr das wichtigere Signal.

Roberts Urteil

Mein Urteil: Die LibertyCard ist eine Versicherungskarte, die nebenbei Punkte sammelt, nicht umgekehrt. Für 60 Franken im Jahr sind Annullierung bis 10’000 Franken, Such- und Bergungskosten bis 50’000 Franken ausserhalb der Schweiz, Liechtensteins und des zivilrechtlichen Wohnsitzstaats, Gepäck bis 2’000 Franken ausserhalb des Wohnorts sowie Reiserechtsschutz bis 250’000 Franken in Europa beziehungsweise 50’000 Franken ausserhalb Europas ein ernst zu nehmendes Paket. Für diese Reisekomponenten nennen die gelesenen Bedingungen keine feste Kartenzahlungsquote. Beim Rechtsschutz bleibt die Aktivierung wichtig: Die Karte muss gültig und aktiviert sein, und ein Rechtshilfebedarf vor dem Karteneinsatz ist ausgeschlossen. So eignet sich die Karte für Menschen, die ihre Reise mit einem anderen Zahlungsmittel bezahlen wollen und die besonderen Bedingungen kennen.

Die Grenzen verhindern eine höhere Note. Medizinische Assistance, Reiseabbruch und Mietwagen-Selbstbehaltschutz fehlen. Der frei einlösbare Punktewert bringt im Referenzprofil 48 Franken gegen 60 Franken Jahresgebühr, also netto minus 12 Franken. Im Ausland kosten sowohl Fremdwährungstransaktionen als auch Zahlungen in CHF 2 Prozent, Bargeld mindestens 10 Franken pro Bezug und Teilzahlung 12 Prozent Jahreszins. Dazu kommt eine dünne direkte Erfahrungsbasis: Eine längere LibertyCard-Stimme ist zu wenig für ein Nutzerurteil.

Darum ist die 3.2 für mich richtig. Hol dir die LibertyCard, wenn du ihren konkreten Versicherungsschutz brauchst, überwiegend in Franken zahlst und jede Rechnung vollständig begleichst. Für eine reine Bonuskarte ist sie zu knapp, für häufige Auslandszahlungen zu teuer und für ein vollständiges Reisepaket zu lückenhaft.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Jahresgebühr der LibertyCard? Die Hauptkarte kostet CHF 60 im Jahr, eine Zusatzkarte CHF 30.

Wie viel sind Liberty-Punkte wert? Du sammelst 1 Punkt pro Franken, bei Mobilitätsausgaben doppelt. Moneyland beziffert 100 Punkte mit CHF 0.20 Cashback oder CHF 0.40 als Gutschein und nennt einen Verfall nach zwei Jahren. Im Referenzprofil dieser Seite ergeben 24’000 Punkte rund CHF 48 Cashback. Nach der Jahresgebühr bleiben netto minus CHF 12.

Muss ich die Reise mit der LibertyCard bezahlen, damit die Versicherung gilt? Für die genannten Reisekomponenten ist keine feste Kartenzahlungsquote veröffentlicht. Der Reiserechtsschutz setzt jedoch eine gültige, aktivierte Karte voraus und schliesst einen Rechtshilfebedarf aus, der vor dem Karteneinsatz entstand oder bereits vorhersehbar war. Prüfe vor der Reise die besonderen Bedingungen der konkreten Leistung.

Welche Reiseversicherungen sind enthalten? Unter anderem Annullierung bis CHF 10’000, Such- und Bergungskosten bis CHF 50’000 auf Reisen ausserhalb der Schweiz, Liechtensteins und des zivilrechtlichen Wohnsitzstaats, Gepäck bis CHF 2’000 ausserhalb des Wohnorts mit CHF 200 Selbstbehalt, Reiserechtsschutz bis CHF 250’000 in Europa und CHF 50’000 ausserhalb Europas sowie Velo-Kasko bis CHF 2’000 in europäischen Ländern bis zum Ural. Die Velo-Kasko gilt nur nach Unfall oder Sturz; Velo-Diebstahl ist beim Standardmodell nicht versichert. Der Reiserechtsschutz gilt für private Reisen mit mindestens einer Übernachtung, Retour-Billett bei öffentlichen Verkehrsmitteln und höchstens 90 Tagen; weitere Länder- und Verfahrensausschlüsse stehen in Ziffer 6 der besonderen Bestimmungen. Einen Rechtshilfebedarf musst du unverzüglich bei Dextra melden und darfst ohne unmittelbare Gefahr keine eigenen rechtlichen Schritte einleiten. Medizinische Reise-Assistance, Reiseabbruch und Mietwagen-Selbstbehaltschutz sind nicht eingeschlossen.

Was kostet die LibertyCard im Ausland? Transaktionen in Fremdwährung und in CHF im Ausland kosten 2 Prozent Bearbeitungszuschlag. Für Bargeldbezug fallen 4 Prozent an, mindestens CHF 10 am Bancomat oder CHF 15 am Bankschalter. Eine unabhängige, kartengebundene Messung des tatsächlichen Wechselkursaufschlags liegt nicht vor.

Ist die LibertyCard Plus besser? Die Plus kostet CHF 150 im Jahr und damit CHF 90 mehr als das Standardmodell. Dafür sinkt der Fremdwährungszuschlag von 2 auf 1.75 Prozent, berechtigte Kategorien bringen vierfache statt doppelte Punkte und mehrere Reiseversicherungen kommen hinzu. Besser ist sie nur, wenn du diese zusätzlichen Leistungen wirklich nutzt. Die vollständige Abwägung steht im Test der LibertyCard Plus.

Wie kündige ich die LibertyCard? Gemäss Ziffer 10 der Kreditkarten-AGB wird die Karte automatisch erneuert, wenn du nicht vor dem aufgedruckten Ablaufdatum schriftlich kündigst. Du kannst den Vertrag auch jederzeit mit sofortiger Wirkung kündigen. Dann werden alle offenen Beträge sofort fällig; die Jahresgebühr wird nicht anteilsmässig zurückerstattet. Kläre die aktuelle Empfängeradresse für die schriftliche Kündigung direkt mit BonusCard und verlange eine Bestätigung.

Die App des Herausgebers in Zahlen

105 Bewertungen auf App Store, gelesen am 9. Oktober 2026.

2.82 von 5
15

Was die Versicherung wirklich deckt

In der Karte enthalten · Allianz Assistance (AWP P&C S.A., Zweigniederlassung Wallisellen); Reise-Rechtsschutz/Shopping-Rechtsschutz: Dextra Rechtsschutz AG, Zürich

  • Zahlungsbedingung, damit der Schutz giltKeine feste Kartenzahlungsquote für die Reisekomponenten genannt. Der Reiserechtsschutz setzt eine gültige, aktivierte Karte voraus und gilt nicht, wenn der Rechtshilfebedarf vor dem Karteneinsatz entstand oder damals bereits vorhersehbar war.Bedingungen, Seite 7
  • Annullierung der Reise (Storno)Annullierung vor der Abreise: CHF 10’000 pro Ereignis (Liberty) / CHF 20’000 pro Ereignis (Liberty Plus).Bedingungen, Seite 3
  • Heilungskosten und RücktransportNicht enthalten
  • Dauer der ReiseReiserechtsschutz: private Reise mit mindestens einer Übernachtung, bei öffentlichen Verkehrsmitteln mit gebuchtem Retour-Billett, maximal 90 Tage.Bedingungen, Seite 7
  • Selbstbehalt beim MietwagenNicht enthalten
  • Unfall: InvaliditätNicht enthalten
  • Wenn du schon eine andere Versicherung hastGeht aus den Bedingungen nicht hervor

Alle Beträge, Auflagen und Ausnahmen für jede Karte

Beschwerden und Aufsicht

Cornèr Banca (inkl. BonusCard und PKZ Insider Card)

Fälle beim Bankenombudsman

Ein einzelner Fall bedeutet nicht, dass der betroffene Kartenherausgeber sich etwas hat zuschulden kommen lassen. Der Schweizerische Bankenombudsman veröffentlicht ausschliesslich Zahlen für die ganze Branche, nie für einzelne Anbieter.

  • 2024136 Fälle in der Branche
  • 2025120 Fälle in der Branche

Zahlen gelten für die ganze Branche, nicht für Cornèr Banca (inkl. BonusCard und PKZ Insider Card) allein. Quellen: Jahresbericht 2024 und Jahresbericht 2025 des Bankenombudsman

Bei der Aufsicht

Steht auf der Mitgliederliste der Schweizerischen Bankiervereinigung und ist damit vom Mandat des Schweizerischen Bankenombudsman erfasst. Die eigenen Kreditkarten AGB nennen die Ombudsstelle nicht direkt. Beleg, gelesen 13. Juli 2026

Das ganze Bild mit Methode und Quellen

Bedingungshistorie

  • 30. November 2026Angekündigt: Ab 30. November 2026 ersetzt Cashback die Bonuspunkte, 0.3% auf Käufe in Franken und 0.6% in Fremdwährung; feste Multiplikatoren und MyCountry entfallen. Bestehende Punkte lassen sich bis 25. November 2026 im Prämienshop einlösen, Restpunkte werden danach als Cashback gutgeschrieben (250 Punkte = CHF 1).

Datierte Änderungen beim Herausgeber, aus unserer Kartendatenbank. Alle Bedingungsänderungen für LibertyCard

Bedingungen geprüft am 13. Juli 2026Nächste Prüfung: November 2026

Das Datum wird gesetzt, wenn die Bedingungen zuletzt direkt beim Herausgeber gelesen wurden.

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