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Kreditkart

SGKB Visa Platinum im Test: CHF 550 Jahresgebühr ohne jeden Rabattweg, das breiteste Schutzpaket der Reihe, ein Zins ohne Gegenzahl, Note 2.8

SGKB Visa Platinum im Test: die teuerste Karte der Reihe kennt keinen Weg zurück zum tieferen Preis

Vier Kreditkartenstufen führt die St. Galler Kantonalbank, und die Visa Platinum bildet mit CHF 550 im Jahr (EUR/USD 450) die Spitze, mehr als das Doppelte der Gold-Stufe (CHF 200) und mehr als das Fünffache der Silber-Stufe (CHF 100), im ersten Jahr die Hälfte, die Zusatzkarte gratis. Was diese Karte von den gleichrangigen Platinum-Produkten anderer Kantonalbanken unterscheidet, ist ausgerechnet das, was fehlt: kein Bankpaket wie bei der ZKB, keine Vermögensschwelle wie bei der BKB, kein Umsatzrabatt mit veröffentlichter Staffel wie bei der LUKB. Die Produktseite formuliert stattdessen nur eine Wahl, ohne die zweite Option zu beziffern: «Wahl zwischen dem Bonusprogramm surprize oder einem Umsatzbonus». Wer bei surprize bleibt, sammelt 2 Punkte pro Franken, ohne bekannten Frankenwert; was der Umsatzbonus konkret bringt, verrät kein gelesenes Dokument. Zum Preis liefert die Bank dafür das breiteste Schutzpaket der eigenen Reihe: Heilungskosten und medizinische Reise-Assistance bis CHF 500’000, eine Mietwagen-Vollkasko, eine Fahrzeug- und eine Home-Assistance, dazu Concierge-Service und, laut Factsheet, unlimitierten Zugang zu über 600 Flughafen-Lounges, ein Versprechen, das die aktuelle Produktseite mit keinem Wort wiederholt.

Gelesen für diesen Test: die Preisübersicht Kantonalbank Kreditkarten (Stand Mai 2025), die neuere Bankpreisliste «Die Dienstleistungen und Preise für Bankgeschäfte» (gültig ab 1. Juli 2026), das Factsheet zur Visa Platinum, die aktuell abgerufene Produktseite (archiviert am 20. Juli 2026) sowie der Kreditkartenantrag der Bank. Zum Forumsteil kommen keine neuen Fundstellen dazu: Dieselben zwei Reddit-Kommentare, mit denen schon der Test der Silber-Karte und der Test der Gold-Karte arbeiten, gelten weiterhin fürs ganze Sortiment, nicht für eine einzelne Stufe. Die Kernaussage vorab: Die Ausstattung ist ehrlich die grosszügigste im Haus, doch die eigenen Dokumente der Bank widersprechen sich beim Bargeldbezug im Ausland (CHF 5 in der älteren Preisübersicht, CHF 10 in der neueren Bankpreisliste), während beim Zins nur eine einzige Zahl kursiert, 14.00 Prozent, ohne den Zweidokumente-Streit von Silber und Gold, aber weiterhin über dem geltenden gesetzlichen Höchstsatz. Note 2.8, die tiefste der bislang getesteten SGKB-Stufen.

Das Wichtigste in Kürze

  • CHF 550 kostet die Hauptkarte im Jahr (EUR/USD 450), im ersten Jahr auf CHF 275 halbiert, die Zusatzkarte ist kostenlos. Nach der Referenzrechnung dieser Seite (CHF 2’000 monatlicher Kartenumsatz, 15 Prozent davon im Ausland) macht das netto rund CHF 613 im Jahr; anders als bei ZKB, BKB oder LUKB gibt es keinen publizierten Weg, diesen Preis dauerhaft zu senken. Zum Rechner weiter unten.
  • Die Produktseite beschreibt eine Wahl zwischen surprize (2 Punkte pro Franken, nur für CHF-Karten laut Factsheet) und einem Umsatzbonus. Was der Umsatzbonus für die private Platinum-Karte konkret gewährt, bleibt unbeziffert; die einzige Staffel in der Bankpreisliste gehört zur Mastercard Commercial und lässt sich nicht übertragen.
  • Der Bancomat-Bezug in der Schweiz kostet 2.5 Prozent, mindestens CHF 5 (EUR/USD 3.50), der günstigste Satz der Reihe. Im Ausland widersprechen sich die Dokumente: CHF 5 (EUR/USD 7.50) laut der älteren Preisübersicht, CHF 10 (EUR/USD 7) laut der neueren Bankpreisliste; die Produktseite selbst nennt gar keine Bezugsgebühren. Am Bankschalter weltweit bleiben es unverändert 4 Prozent, mindestens CHF 10.
  • Das Schutzpaket ist das breiteste der Reihe: Heilungskosten bis CHF 500’000, eine Mietwagen-Vollkasko bis CHF 150’000 (laut aktueller Viseca-Leistungstabelle; das Factsheet nennt noch CHF 100’000) zusätzlich zum Selbstbehaltschutz bis CHF 10’000, eine Fahrzeug- und eine Home-Assistance bis CHF 10’000, dazu eine frei wählbare Kartenlimite und Notbargeld bis CHF/EUR/USD 2’000 gebührenfrei. Eine Hertz-Mietwagenvergünstigung, wie Silber und Gold sie führen, nennt das Platinum-Factsheet nicht.
  • Das Factsheet spricht von «unlimitiertem Zugang zu über 600 Flughafen Lounges weltweit» plus Concierge-Service; die aktuelle Produktseite erwähnt weder Lounges noch Priority Pass, obwohl sie für Gold ausdrücklich «über 1’500 Flughafen-Lounges» nennt.
  • Publiziert bleibt ein Verzugszins/Kreditzins von 14.00 Prozent (Preisübersicht, Stand Mai 2025); die neuere Bankpreisliste senkt Silber und Gold auf 13 Prozent, nennt für Platinum aber keinen eigenen Satz. Die Zahl liegt trotzdem über dem seit 1. Januar 2026 geltenden Höchstsatz von 12 Prozent. Trustpilot bewertet sgkb.ch mit 2.3 von 5 (27 Bewertungen, Bankebene), die App «one» mit 4.71 von 5 (84’674 Bewertungen), macht die Teilnote «Stimmen im Netz» 3.3.
Karte SGKB Visa Platinum
Beantragen bei sgkb.chWerbelink(öffnet in neuem Tab)Bedingungen geprüft am 13. Juli 2026

Kartendaten

Jahresgebühr
CHF 550CHF 550/Jahr (EUR/USD 450), halber Preis im ersten Jahr. Laut Bankpreisliste (1. Juli 2026) sind eine Visa-Platinum- und zwei Mastercard-Gold-Zusatzkarten kostenlos inbegriffen.
Punkte
surprize (laut Factsheet nur für CHF-Karten): 2 Punkte pro CHF bei Käufen, plus zusätzliche Punkte aus Aktionen/Wettbewerben. Laut Factsheet und Produktseite als Wahl: surprize ODER Umsatzbonus, nicht beides.Keine Obergrenze angegeben, punktebasiert
Fremdwährungsgebühr
1.75%Offiziell. Unabhängig gemessener Kursaufschlag: rund 1.9% (moneyland.ch)
Zins
14.00%Verzugszins/Kreditzins 14.00% laut kartenspezifischer Preisübersicht (Stand Mai 2025); die neuere Bankpreisliste «Die Dienstleistungen und Preise für Bankgeschäfte», gültig ab 1. Juli 2026 nennt für diese Stufe keinen eigenen Satz (13% steht dort nur bei Silber/Gold).
Zinsfreie Tage
Vom Herausgeber nicht veröffentlicht
Bargeldbezug
2.5% am Bancomat, 4% am SchalterBancomat Schweiz: 2.5%, mind. CHF 5 (EUR/USD 3.50); Bancomat Ausland: 2.5%, mind. CHF 10 bzw. EUR/USD 7 laut Bankpreisliste gültig ab 1. Juli 2026 (die ältere kartenspezifische Preisübersicht Stand Mai 2025 nennt noch mind. CHF 5 bzw. EUR/USD 7.50: offener Widerspruch, das jüngere Dokument gilt); Bankschalter weltweit: 4%, mind. CHF 10; exklusive Fremdwährungszuschlag von max. 1.75% (Fussnote 1 der Preisübersicht; gilt auch für Auslandzahlungen in CHF). Lotto-, Wett- und Casinotransaktionen: 3.5%, mind. CHF 3 laut Bankpreisliste (die Preisübersicht führt keine solche Position).
Reiseversicherung
EnthaltenDeckung auf Top-Niveau laut Produktseite (24/7-Telefonsupport, persönlicher Concierge), genaue CHF-Beträge pro Schadenart nicht separat für SGKB veröffentlicht.
Zahlungsnetzwerk
Visa Platinum
Voraussetzungen
Nicht angegeben, nicht angegeben

Was dir die Karte bei deinem Ausgabenniveau zurückgibt

Zieh am Regler und stell die SGKB Visa Platinum neben die TCS Travel Mastercard Gold. Dieselbe Rechnung wie auf der Startseite: Bonuswert minus Jahresgebühr, aus den Kartendaten. Die Rückvergütung ist nicht die Note: dort wiegen auch Schutz und Kosten mit.

CHF 2’000
TCS Travel Mastercard Gold1% zurück, Jahresgebühr CHF 100CHF 0netto pro JahrBringt am meisten
SGKB Visa Platinumsurprize (laut Factsheet nur für CHF-Karten): 2 Punkte pro CHF bei Käufen, plus zusätzliche Punkte aus Aktionen/Wettbewerben.keine feste Zahl

Berechnet als Vorteil minus Jahresgebühr, bei monatlich vollständig beglichener Rechnung.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Auch der Serienhöchstpreis von CHF 550 (EUR/USD 450) kostet im ersten Jahr nur die Hälfte, und die Zusatzkarte ist kostenlos. surprize gibt 2 Punkte pro Franken plus Zusatzpunkte aus Aktionen.
  • Der Bancomat-Bezug kostet 2.5% statt 4% wie bei Silber und Gold (in der Schweiz mindestens CHF 5 bzw. EUR/USD 3.50; im Ausland mindestens CHF 10 bzw. EUR/USD 7 laut der neueren Bankpreisliste, die ältere Preisübersicht nennt noch CHF 5).
  • Das Schutzpaket ist das breiteste der Reihe (Deckungen laut Viseca-Leistungstabelle, inklusive medizinischer Reise-Assistance, Mietwagenschutz, Ticketversicherung und Assistance-Diensten), die Kartenlimite ist frei wählbar.

Nachteile

  • Am Bankschalter kostet der Bargeldbezug weiterhin 4%, mindestens CHF 10; die Mahngebühr beträgt CHF/EUR 20 beziehungsweise USD 15.
  • CHF 550 Jahresgebühr ist der höchste Preis der SGKB-Reihe, und anders als bei ZKB, BKB oder LUKB publiziert die SGKB keinen Rabattmechanismus, der die Gebühr dauerhaft senken würde.
  • Für die Platinum-Stufe nennt die aktuelle Bankpreisliste (gültig ab 1. Juli 2026) keinen eigenen Zinssatz; publiziert bleibt der Verzugszins/Kreditzins von 14.00% aus der kartenspezifischen Preisübersicht (Stand Mai 2025): über dem seit 1. Januar 2026 geltenden 12%-Höchstzins für Konsumkredite. Silber und Gold stehen laut Bankpreisliste neu bei 13%.
  • Die offizielle Bearbeitungsgebühr für Fremdwährungen beträgt maximal 1.75%, laut Fussnote der Preisübersicht auch für Auslandzahlungen in CHF; eine unabhängige Messung (Moneyland Swiss Credit Card Cost Study 2025, Stichprobe an 13 Tagen im April und Mai 2025) fand für die Prozessorkategorie «Viseca/Mastercard» einen tatsächlichen Wechselkursaufschlag von rund 1.9%; die Studie weist die Zahl nicht bankspezifisch aus, SGKB-Karten werden aber ebenfalls von Viseca herausgegeben und dürften darunterfallen.
  • Rechtlich ist Viseca Card Services SA die Kartenherausgeberin, nicht die SGKB direkt: Versicherungs-, Reklamations- und Sperrentscheide liegen bei Viseca, nicht bei der eigenen Bank.
  • Trustpilot bewertet sgkb.ch mit 2.3 von 5 Sternen bei 27 Bewertungen: ein kleines Urteil auf Bankebene, keine Aussage über eine einzelne Kartenstufe.
  • Die einzigen gefundenen Nutzerstimmen zur SGKB-Kreditkarte (zwei Reddit-Kommentare derselben Person, 2020 und 2022) kritisieren genau diese 1.75%-Gebühr bei Auslands- und Online-Einkäufen; kartenstufen-spezifische Erfahrungsberichte existieren im Netz praktisch nicht.

Kurz gesagt: Die grosszügigste Ausstattung im SGKB-Haus trifft auf die knappste Zahlenlage. Ohne einen Rabattweg, ohne einen bezifferten Umsatzbonus und mit einem Zins über der gesetzlichen Grenze bleibt am Ende Note 2.8 stehen.

SGKB Platinum-Erfahrungen: eine dritte Suchrunde, wieder ohne eine einzige Stimme

Schon beim Test der Silber-Karte blieb von einer breit angelegten Suche über Reddit (pullpush.io und arctic-shift), das Finanzrudel-Forum, die Schwiizerfranke-Community, moneyland.ch und englishforum.ch am Ende genau ein zitierbarer Fund übrig: zwei Kommentare derselben Person, keiner an eine Kartenstufe gebunden. Der Test der Gold-Karte wiederholte dieselbe Suche gold-spezifisch und fand nichts Neues. Für diesen Test kamen Platinum-gezielte Begriffe zum Einsatz: «sgkb+platinum», «sgkb+visa+platinum», «sgkb+concierge» und «sgkb+world» bei pullpush.io, dazu Titelsuchen über arctic-shift.photon-reddit.com in r/SwissPersonalFinance, r/askswitzerland, r/Switzerland und r/StGallen, dieselbe Discourse-Abfrage bei community.schwiizerfranke.com sowie eine breite Websuche nach «SGKB Visa Platinum Concierge Erfahrung Kreditkarte». Jede Runde kam auf null Treffer; die Websuche führte ausschliesslich zur eigenen Produktseite der SGKB.

Die zwei existierenden Stimmen bleiben deshalb Sortimentsstimmen, keine Platinum-Stimmen. Weil dieselbe Person, dieselben zwei Fundstellen tragen, folgt hier keine dritte Buchung, nur der erneute Abdruck:

"I mean coming from the Netherlands to Switzerland the stereotypical Banking Country, I am pretty surprised at how backwards your financial infrastructure seems to be. e-Bill is kind of nice, but that's pretty much the only thing. For example the Migros Bank would charge me to receive money in my account. On top of the monthly or yearly fee they charge for having the account. The SGKB charges me money to use my creditcard online, on top of the fee to have the card at all. And I would understand that if I was charged in something else than CHF. But I have transactions to for example Google, who charge in CHF and the SGKB still has the gall to charge a 1.75% commission because it is not a Swiss shop. Fuck that noise. I am not here long enough to apply for other cards, but as soon as a decent provider will have me I am away from the SGKB."

@Hertog_Jan bei Reddit r/Switzerland, Thread «UBS to finally support Apple Pay», 25. April 2020.

Ohne eine Kartenstufe zu nennen, bestätigt dieser Bericht denselben Satz, der auch bei Platinum gilt, 1.75 Prozent, sogar bei einer in CHF fakturierten Zahlung an ein ausländisches Unternehmen.

"No for sure :) In the end I did do a complete comparison of fees and ended up at the SGKB, which for the normal account is OK (but their creditcard fees suck when shopping abroad or online)."

@Hertog_Jan bei Reddit r/Switzerland, Thread «Digital banking strategy», 26. Januar 2022.

Zwei Jahre nach dem ersten Kommentar bleibt der Befund unverändert: das Konto in Ordnung, die Kartengebühren im Ausland und online ein Ärgernis. Diese Seite zählt beide Fundstellen als einen einzigen, über Zeit wiederholten Fall, nicht als zwei unabhängige Stimmen, und ordnet keine davon der Platinum-Stufe zu.

surprize oder Umsatzbonus: eine Wahl, deren zweite Hälfte die Bank nirgends beziffert

Bei jedem Einkauf mit der Platinum-Karte schreibt surprize automatisch 2 Punkte pro Franken gut, laut Factsheet «nur für CHF-Karten», ohne Obergrenze laut Produktseite. Damit sammelt Platinum doppelt so schnell wie Silber und schneller als Golds 1.5 Punkte. Am Kernproblem ändert das nichts: Weder Produktseite noch Factsheet nennen einen Frankenwert pro Punkt, weshalb die Teilnote «Bonuswert» bei der Basis von 2.5 bleibt, unabhängig vom Punktesatz.

Neu gegenüber Silber und Gold ist die ausdrückliche Alternative: «Wahl zwischen dem Bonusprogramm surprize (nur für CHF-Karten) oder einem Umsatzbonus», so das Factsheet, jeweils als Entweder-oder formuliert, nicht als Kombination. Was der Umsatzbonus konkret liefert, welche Umsatzschwelle er verlangt oder welchen Rabatt er gewährt, sagt keines der beiden Dokumente. Die einzige quantifizierte Umsatzbonus-Staffel im ganzen Preisdokument gehört der Mastercard Commercial, halbe Jahresgebühr ab CHF 10’000, ganze ab CHF 20’000, ein Geschäftskundenprodukt, das sich nicht übertragen lässt. Damit bleibt die SGKB die einzige Kantonalbank in dieser Testreihe, deren Platinum-Karte zwar einen zweiten Weg zur günstigeren Karte verspricht, den Weg selbst aber nicht beschreibt: Die LUKB Visa Platinum nennt für ihren Umsatzbonus konkret die halbe Gebühr ab CHF 40’000 und die gebührenfreie Karte ab CHF 80’000 Jahresumsatz. Wer bei der SGKB wissen will, ob sich der Umsatzbonus lohnt, muss vor der Bestellung direkt bei der Bank nachfragen; diese Seite rechnet aus unveröffentlichten Zahlen nichts vor.

Fremdwährungsaufschlag: derselbe Satz, dieselbe unabhängige Messung wie im ganzen Sortiment

An der Fremdwährungsgebühr ändert die Platinum-Stufe nichts: 1.75 Prozent verlangt die SGKB offiziell, laut Fussnote der Preisübersicht ausdrücklich auch dann, wenn eine ausländische Verkaufsstelle in Schweizer Franken abrechnet. Der Satz gilt netzwerkweit, über alle vier Kartenstufen identisch.

Ob dieser Wert der Praxis entspricht, hat moneyland.ch unabhängig geprüft: Eine Stichprobe an 13 Tagen im April und Mai 2025 ergab für die Prozessorkategorie «Viseca/Mastercard» einen realen Aufschlag von rund 1.9 Prozent, ohne einzelne Banken zu benennen. SGKB-Karten laufen über denselben Prozessor und dürften somit in dieselbe Kategorie fallen. Die 0.15 Prozentpunkte Differenz zur offiziellen Gebühr bleiben unter der Ein-Prozentpunkt-Schwelle, ab der die Kostenformel dieser Seite einen zusätzlichen Abzug vornehmen würde: keine Auswirkung auf die Note.

Reiseschutz: das breiteste Paket der SGKB-Reihe, mit einer eigenen Formulierung bei der medizinischen Deckung

Automatisch, ohne separate Prämie, deckt die Platinum-Karte über Allianz (AWP P&C S.A., Zweigniederlassung Wallisellen) das umfangreichste Schutzpaket der eigenen Reihe. Für Reisen bis maximal 90 Tage gelten Reiseannullation bis CHF 40’000, Reiseunterbruch bis CHF 30’000, Gepäckverspätung bis CHF 2’000 (bei mehr als vier Stunden Verspätung am Ferienort) sowie eine Gepäckversicherung bis CHF 10’000 im Jahr. Ohne diese Reisedauergrenze gelten ein Transportmittelunfall (Tod oder Invalidität) bis CHF 1’000’000 und Such- sowie Rettungskosten bis CHF 60’000. Laut der Leistungstabelle auf viseca.ch kommen die Such- und Rettungskosten, die medizinische Reise-Assistance und die Online-Schutzbausteine ohne Kartenzahlungsquote aus; der Transportmittelunfall verlangt dagegen, wie die meisten übrigen Reiseleistungen, dass mindestens 60 Prozent der Reisekosten mit der Karte bezahlt wurden.

Bei der medizinischen Komponente formuliert das SGKB-Factsheet eigen: Die medizinische Reise-Assistance übernimmt Kosten bis max. CHF 500’000 für Rückreise, Rücktransport, Überführung in ein geeignetes Spital sowie Heilungskosten, als eine gemeinsame Obergrenze für alle diese Leistungen zusammen. Diese Seite gibt diese Formulierung bewusst so wieder, statt sie mit einer separaten, unlimitierten Rückführung zu vermischen, wie sie andere Kartenstufen im Feld führen.

Neu und exklusiv gegenüber Gold ist eine Mietwagen-Vollkaskoversicherung (Diebstahl, Beschädigung, Feuer, mutwillige Beschädigung durch Dritte), zusätzlich zum bereits bei Gold bekannten Selbstbehaltschutz bis CHF 10’000. Bei der Summe gehen die Quellen auseinander: Das SGKB-Factsheet nennt CHF 100’000 pro Ereignis, die aktuelle Leistungstabelle auf viseca.ch weist für diese Kartenstufe bereits CHF 150’000 aus, begrenzt auf Reisen bis 60 Tage; diese Seite übernimmt die aktuellere Zahl der Tabelle und hält die Differenz fest. Dazu kommen zwei Leistungen, die kein anderes gelesenes SGKB-Factsheet kennt: Hilfe vor Ort bei einer Autopanne oder einem Unfall mit dem eigenen Fahrzeug im Ausland (Fahrzeug-Assistance), sowie ein Soforthilfe-Vorschuss von bis zu CHF 10’000, falls am Schweizer oder liechtensteinischen Wohnsitz während einer Reise eingebrochen wird, es brennt oder Wasser eindringt (Home-Assistance). Beim Einkaufsschutz wächst die Deckung ebenfalls: Einkaufs- und Transportschutz bis CHF 5’000, Garantieverlängerung um 36 Monate bis CHF 7’000, Bestpreis-Garantie bis CHF 4’000, Online-Konto- und Online-Rechtsschutz (über die Dextra Rechtsschutz AG) bis je CHF 20’000 sowie eine Ticketversicherung bis CHF 2’000.

Eine Lücke bleibt trotz der grosszügigen Ausstattung sichtbar: Eine Hertz-Mietwagenvergünstigung, wie sie Silber und Gold beide mit bis zu 15 Prozent führen, nennt das Platinum-Factsheet an keiner Stelle, ein echter Nullbefund, kein Übertragungsfehler dieser Seite.

Priority Pass, Concierge und Notbargeld: ein «unlimitiert», das nur ein Dokument ausspricht

Das Factsheet formuliert eine der stärksten Lounge-Zusagen im Testfeld: «Unlimitierter Zugang zu über 600 Flughafen Lounges weltweit», direkt neben dem Concierge-Service für Tickets, Restaurant-Reservationen oder Blumen. Die aktuell abgerufene Produktseite bestätigt diese Zahl allerdings mit keinem Wort: Weder «Lounge» noch «Priority Pass» noch «600» kommen dort vor, obwohl dieselbe Seite für die Gold-Stufe ausdrücklich «über 1’500 Flughafen-Lounges» nennt. Diese Seite übernimmt die Factsheet-Zahl trotzdem, weil sie die einzige veröffentlichte bleibt, hält die Diskrepanz zur schweigenden Produktseite aber offen fest. Ob «unlimitiert» auch den einzelnen Eintritt an der Lounge-Tür einschliesst oder nur die Mitgliedschaft selbst, wie bei Gold, sagt das Factsheet nicht mit der Klarheit, mit der etwa die LUKB für ihre eigene Platinum-Karte «Der Eintritt ist kostenlos» schreibt. Wer den Lounge-Zugang tatsächlich braucht, sollte vor der Reise direkt bei der SGKB nachfragen.

Zwei kleinere Vorteile bestätigt die Produktseite selbst: «Notbargeld bis CHF/EUR/USD 2’000, gebührenfrei» unterwegs, sowie «Kein Selbstbehalt bei Kartenverlust, Kartenersatz weltweit gratis». Die Kartenlimite ist frei wählbar statt fest gedeckelt, anders als bei Silber (maximal CHF 10’000 im Monat) und Gold (ab CHF 10’000). Für die Concierge-Erreichbarkeit nennt die Produktseite eine eigene Nummer, die Platinum Service Line, «+41 (0)800 752 846», getrennt von der 24h-Assistance-Nummer +41 44 283 34 18 für medizinische Notfälle im Ausland.

Wer haftet rechtlich: die SGKB oder Viseca?

Wie bei Silber und Gold steht auch hinter der Platinum-Karte formal nicht die Bank, sondern die Viseca Card Services SA als Kartenherausgeberin. Der Kreditkartenantrag, gelesen am 19. Juli 2026 direkt auf sgkb.ch, hält die Konstruktion unverändert fest: Die Viseca Payment Services SA tritt als Versicherungsnehmerin auf, die Kartenherausgeberin erledigt in deren Auftrag sämtliche Anfragen. Wer eine Karte sperren lassen, einen Betrug melden oder eine Versicherungsleistung anmelden muss, landet also bei Viseca oder in der App «one», das Bankschalter-Personal ist dafür nicht zuständig, dieselbe Konstruktion wie bei BKB, LUKB und ZKB. Über die Zusage entscheidet eine Bonitätsprüfung auf Basis von IKO- und ZEK-Auskünften. Für die Teilzahlungs-Option benennt derselbe Antrag einen Kreditzinssatz von 13 Prozent, deckungsgleich mit der neueren Bankpreisliste für Silber und Gold, ohne die Platinum-Stufe eigens zu erwähnen.

Bargeld, Mahnungen und ein Zins ohne zweite Zahl

Der Bancomat-Bezug in der Schweiz kostet auf der Platinum-Stufe nur 2.5 Prozent, mindestens CHF 5 (EUR/USD 3.50), der günstigste Satz der Reihe gegenüber den pauschalen 4 Prozent bei Silber und Gold. Im Ausland widersprechen sich die Dokumente in einem Punkt, den weder Factsheet noch Produktseite auflösen: Die kartenspezifische Preisübersicht (Stand Mai 2025) nennt 2.5 Prozent, mindestens CHF 5 (EUR/USD 7.50), während die neuere Bankpreisliste (gültig ab 1. Juli 2026) mindestens CHF 10 (EUR/USD 7) nennt; die Produktseite selbst führt gar keine Bezugsgebühren. Diese Seite übernimmt den Betrag aus dem jüngeren Dokument, CHF 10, und hält den Widerspruch offen fest. Am Bankschalter weltweit bleibt es unverändert bei 4 Prozent, mindestens CHF 10. Bei Lotto-, Wett- und Casinotransaktionen (ausser Swisslos und Loterie Romande) gilt laut der neueren Bankpreisliste 3.5 Prozent, mindestens CHF 3, ein Satz, den die ältere Preisübersicht noch nicht kennt.

Zwei Details verdienen eine Richtigstellung gegenüber einer zu grosszügigen Lesart: Die Bareinzahlung am Postschalter kostet auf dieser Stufe tatsächlich nichts, ein echter Unterschied zu den übrigen drei Stufen (je CHF 2). Der Postversand der Papierrechnung selbst dagegen bleibt auch bei Platinum bei CHF 2, exakt wie bei Silber und Gold, kein Premiumvorteil an dieser Stelle. Eine Ersatzkarte bei Verlust oder Diebstahl kostet nichts, ein neuer PIN-Code ebenfalls nichts, während eine Mahnung CHF 20 (USD 15) und eine Express-Limitenerhöhung am selben Tag CHF 20 kosten, identisch mit Silber und Gold.

Beim Zins liegt der Fall anders als bei Silber und Gold: Dort tragen zwei Dokumente zwei unterschiedliche Zahlen, hier kursiert nur eine einzige. Die kartenspezifische Preisübersicht nennt für Verzugszins und Kreditzins bei Teilzahlungs-Option 14.00 Prozent, auf allen vier Kartenstufen gleich. Die neuere Bankpreisliste senkt diesen Satz für Silber und Gold auf 13 Prozent, führt für Platinum aber überhaupt keine eigene Zeile. Damit bleibt für Platinum, anders als für die beiden günstigeren Stufen, keine widersprüchliche Doppelzahl bestehen, sondern nur eine einzige, seit Mai 2025 unveränderte Zahl von 14.00 Prozent, weiterhin über dem seit 1. Januar 2026 geltenden Höchstsatz von 12 Prozent für Konsumkredite. Zu zinsfreien Tagen, einem Mindesteinkommen oder einem eigenen Mindestalter für die Platinum-Stufe äussert sich keines der gelesenen Dokumente.

Warum 2.8 die tiefste Note der bisher getesteten SGKB-Stufen ist

Vier Teilnoten ergeben die 2.8. Kosten: 1.2, weil die Referenzrechnung mit CHF 550 Jahresgebühr plus rund CHF 63 Fremdwährungskosten rechnet, macht CHF 613 im Jahr, dazu die Zinsstrafe dieser Seite, weil 14.00 Prozent über der methodisch relevanten Schwelle von 11.9 Prozent liegen, dieselbe Strafe wie bei Silber und Gold. Bonuswert: 2.5, die unveränderte Basis, weil surprize mangels Frankenkurs überall gleich bewertet wird, egal wie viele Punkte fliessen, und weil ein unbezifferter Umsatzbonus laut Methode kein Bonuswert-Parameter sein kann. Schutz: 5.0, der methodische Höchstwert. Von den elf Schadensarten, die die Methode zählt, deckt diese Karte acht ab, von der Reiseannullation über die Gesundheitsdeckung im Ausland bis zum Mietwagenschutz und der Ticketversicherung, dazu die Fahrzeug- und Home-Assistance als eigenes Schutzpaket, ergänzt um die Kauf- und Rechtsschutzbonuspunkte der Methode. Stimmen im Netz: 3.3, aus 2.3 von 5 auf Trustpilot (27 Bewertungen) und 4.71 von 5 im App Store (84’674 Bewertungen), unverändert gegenüber Silber und Gold.

Der eigentliche Ausschlag gegenüber den Platinum-Karten anderer Kantonalbanken liegt nicht im Schutz, den erreicht diese Karte ebenso wie ZKB und BKB, sondern im fehlenden Rabattweg. Die ZKB-Platinum kostet im Bankpaket «ZKB inklusiv Platin» nur CHF 384 statt CHF 480, die BKB-Platinum mit CHF 25’000 Vermögen nur CHF 412.50 statt CHF 550, die LUKB-Platinum mit CHF 80’000 Jahresumsatz gar nichts mehr. Die SGKB verspricht mit ihrem Umsatzbonus denselben Gedanken, veröffentlicht aber keine einzige Zahl dazu. Die Kostenformel dieser Seite rechnet deshalb, wie bei allen vier Karten, mit dem vollen Preis, doch nur bei der SGKB bleibt offen, ob ein tieferer Preis überhaupt erreichbar wäre.

Die vier SGKB-Kreditkartenstufen im Überblick

Am günstigsten ist die Mastercard Silber / Visa Classic: CHF 100 im Jahr, mit einem SGKB You-Konto (0 bis 24 Jahre, in Ausbildung bis 30) dauerhaft gratis, aber ganz ohne medizinische Reisekomponente oder Lounge-Zugang. Die Mastercard/Visa Gold (CHF 200) schliesst diese Lücke mit einer medizinischen Reise-Assistance bis CHF 250’000 und einer kostenlosen Priority-Pass-Mitgliedschaft, deren einzelner Lounge-Eintritt laut keiner gelesenen Quelle ausdrücklich gratis ist. Für Kundschaft mit viel Umsatz in Euro oder Dollar existiert daneben die Mastercard/Visa Gold International (EUR/USD 200), abgerechnet in Fremdwährung, ohne eigenen surprize-Abschnitt. Ganz oben in der Reihe liegt diese Visa Platinum, CHF 550 im Jahr, mit dem günstigsten Bancomat-Satz und dem breitesten Schutzpaket samt Mietwagen-Vollkasko, Fahrzeug- und Home-Assistance, dazu als einzige Stufe mit einer Wahl zwischen surprize und einem unbezifferten Umsatzbonus. Rechtlich und beim Wechselkurs unterscheiden sich die vier Stufen nicht: Kartenherausgeberin bleibt in jedem Fall die Viseca Card Services SA, und der Höchstsatz von 1.75 Prozent für Fremdwährungskäufe gilt von der Einstiegskarte bis zur Platinum identisch.

Hol dir die Karte nicht, wenn du ...

  • ... auf einen dauerhaften Rabattweg hoffst, so wie ihn ZKB, BKB oder LUKB für ihre Platinum-Karten anbieten. Die SGKB verspricht mit ihrem Umsatzbonus dieselbe Idee, veröffentlicht aber weder eine Schwelle noch einen Rabattbetrag dazu.
  • ... vorab genau wissen willst, was ein surprize-Punkt in Franken wert ist. Trotz 2 Punkten pro Franken bleibt der Frankenkurs an keiner Stelle veröffentlicht.
  • ... dich auf einen garantiert kostenlosen Lounge-Eintritt verlassen willst. Nur das Factsheet spricht von «unlimitiertem Zugang», die aktuelle Produktseite erwähnt Lounges überhaupt nicht.
  • ... hauptsächlich am Bankschalter Bargeld beziehst. Dort bleiben es 4 Prozent; nur der Bancomat profitiert vom gesenkten Satz.
  • ... eine liegen gelassene Rechnung zu einem tragbaren Preis erwartest. 14.00 Prozent Verzugszins, deutlich über dem 12-Prozent-Höchstsatz, und keine Angabe zu zinsfreien Tagen.

Hol dir die Karte, wenn du ...

  • ... im Ausland ernsthaft erkranken könntest und eine hohe medizinische Absicherung willst. Heilungskosten und Rückreise bis CHF 500’000, das grosszügigste Niveau der ganzen SGKB-Reihe.
  • ... regelmässig Mietwagen mietest. Als einzige SGKB-Stufe kombiniert Platinum eine Mietwagen-Vollkasko (bis CHF 150’000 laut Viseca-Leistungstabelle) mit dem Selbstbehaltschutz bis CHF 10’000.
  • ... im Ausland viel Bargeld am Bancomaten beziehst. 2.5 Prozent statt der 4 Prozent von Silber und Gold, der günstigste Satz der Reihe.
  • ... ohnehin viel mit der Karte bezahlst und bereit bist, bei der Bank nachzufragen, ob dein Umsatz den unbezifferten Bonus erreicht. Ohne diese Nachfrage bleibt die Wahl zwischen surprize und Umsatzbonus reine Theorie.
  • ... eine frei wählbare Kartenlimite statt einer festen Obergrenze willst. Silber deckelt bei CHF 10’000 im Monat, Gold beginnt genau dort; Platinum lässt dich die Limite selbst festlegen.

So beantragst du die SGKB Platinum-Kreditkarte

Der Antrag läuft über sgkb.ch, über die Schaltfläche «Antrag Visa Platinum» auf der Produktseite. Ein eigenes Mindestalter oder ein Mindesteinkommen für die Platinum-Stufe nennt kein gelesenes Dokument; nur die Silber-Stufe verlangt ausdrücklich mindestens 16 Jahre. Den Ausschlag über die Zusage gibt am Ende die Bonitätsprüfung, die jede Schweizer Kreditkarte gesetzlich durchlaufen muss, gestützt auf Auskünfte der IKO und der ZEK.

Nach der Freischaltung zählt entweder surprize von selbst mit, ohne Anmeldung, oder der Kartenumsatz läuft auf die Schwelle des Umsatzbonus zu, ohne dass irgendwo ein Fortschritt sichtbar wird. Eine zusätzliche Visa-Platinum-Karte und zwei Mastercard-Gold-Zusatzkarten sind laut Bankpreisliste kostenlos inbegriffen. Eine Ersatzkarte bei Verlust, Diebstahl oder Defekt kostet nichts, ebenso wenig ein neuer PIN-Code. Verwaltung und Notfallsperrung laufen über die App «one» oder das E-Banking-Menü «Services / Kartenverwaltung».

Roberts Urteil

Mein Urteil: Diese Karte bietet ehrlich das grosszügigste Schutzpaket der ganzen SGKB-Reihe, Heilungskosten bis CHF 500’000, eine Mietwagen-Vollkasko, eine Fahrzeug- und eine Home-Assistance, dazu den günstigsten Bancomat-Satz im Haus. Was mich stört, ist nicht die Ausstattung, sondern das, was die Bank an Zahlen schuldig bleibt. Der Umsatzbonus wird als echte Alternative zu surprize verkauft, ohne dass die Produktseite oder das Factsheet auch nur eine Schwelle oder einen Rabattbetrag dazu nennen, während die LUKB für dieselbe Idee konkrete CHF 40’000 und CHF 80’000 nennt. Beim Zins liegt der Fall zwar klarer als bei Silber und Gold, wo sich zwei Dokumente widersprechen: Hier steht nur eine einzige Zahl, 14.00 Prozent. Aus dieser einen Zahl leite ich keinen Gesetzesbruch ab, ich stelle sie nur neben die gesetzliche Obergrenze von 12 Prozent, die seit diesem Jahr für Konsumkredite gilt. Und selbst beim Bargeldbezug im Ausland, dem vermeintlich einfachsten Fakt dieser Karte, widersprechen sich die eigenen Unterlagen der Bank, CHF 5 in der älteren Preisübersicht, CHF 10 in der neueren Bankpreisliste. Wer die medizinische Absicherung, die Mietwagen-Vollkasko oder den günstigen Bancomat-Satz tatsächlich braucht und bereit ist, den vollen Preis zu zahlen, findet hier die grosszügigste SGKB-Karte. Wer dagegen einen dauerhaft tieferen Preis sucht, so wie ihn die Platinum-Karten anderer Kantonalbanken anbieten, findet bei der SGKB dafür kein einziges Dokument mit einer Zahl.

Häufige Fragen

Was kostet die SGKB Visa Platinum wirklich? CHF 550 im Jahr (EUR/USD 450), im ersten Jahr auf CHF 275 halbiert, Zusatzkarte kostenlos. Anders als bei ZKB, BKB oder LUKB gibt es keinen veröffentlichten Mechanismus, der diesen Preis dauerhaft senkt.

Was bringt die Wahl zwischen surprize und dem Umsatzbonus? surprize gibt 2 Punkte pro Franken, ohne veröffentlichten Frankenkurs. Der Umsatzbonus soll laut Produktseite eine echte Alternative sein, doch weder Produktseite noch Factsheet nennen eine Umsatzschwelle oder einen Rabattbetrag dafür.

Stimmt der Bancomat-Satz im Ausland, 2.5 Prozent mit mindestens CHF 5? Nur laut der älteren Preisübersicht (Stand Mai 2025). Die neuere Bankpreisliste (gültig ab 1. Juli 2026) nennt mindestens CHF 10 (EUR/USD 7); die Produktseite führt keine Bezugsgebühren. In der Schweiz bleibt es unverändert bei mindestens CHF 5.

Ist die Reiseversicherung bei der Platinum wirklich die beste im SGKB-Sortiment? Ja: Heilungskosten bis CHF 500’000, eine Mietwagen-Vollkasko (CHF 150’000 laut Viseca-Leistungstabelle, CHF 100’000 laut Factsheet) zusätzlich zum Selbstbehaltschutz, eine Fahrzeug- und eine Home-Assistance, Leistungen, die Silber und Gold nicht kennen. Eine Hertz-Mietwagenvergünstigung fehlt bei Platinum dagegen komplett.

Kostet der Lounge-Zutritt bei der Platinum wirklich nichts? Das Factsheet spricht von «unlimitiertem Zugang zu über 600 Flughafen Lounges weltweit», die aktuelle Produktseite erwähnt Lounges oder Priority Pass mit keinem Wort. Ob der einzelne Eintritt zusätzlich etwas kostet, lässt sich daraus nicht abschliessend beantworten.

Liegt der SGKB-Zins für Platinum über dem gesetzlichen Höchstsatz? Ja: 14.00 Prozent laut der kartenspezifischen Preisübersicht, die einzige veröffentlichte Zahl für diese Stufe, gegenüber dem seit 1. Januar 2026 geltenden Höchstsatz von 12 Prozent.

Was unterscheidet die vier SGKB-Kartenstufen voneinander? Der medizinische Schutz fehlt komplett bei Silber, wächst auf CHF 250’000 bei Gold und auf CHF 500’000 bei Platinum. Gold International bedient nur die Fremdwährungsseite, ohne surprize-Programm. Was die oberste Stufe wirklich abhebt, ist nicht nur diese Summe, sondern die fehlende Alternative zu ihrem vollen Preis: Wo andere Kantonalbanken für ihre Platinum-Karten einen Rabattweg beziffern, bleibt der SGKB-Umsatzbonus eine unbezifferte Ankündigung.

Die App des Herausgebers in Zahlen

84’674 Bewertungen auf App Store, gelesen am 9. Oktober 2026.

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Was die Versicherung wirklich deckt

In der Karte enthalten · Allianz (AWP P&C S.A., Zweigniederlassung Wallisellen)

  • Zahlungsbedingung, damit der Schutz giltDie Reisekosten bzw. der Kaufpreis müssen mindestens zu 60 Prozent mit der Karte bezahlt worden sein (gilt je nach Versicherungsdeckung; laut der Leistungstabelle auf viseca.ch ist für Such- und Rettungskosten, Online-Kontoschutz, Online-Rechtsschutz und 24h-Assistance keine Kartenzahlungsquote vorausgesetzt).Bedingungen, Seite 2
  • Annullierung der Reise (Storno)CHF 40’000 (Reiseannullation; das SGKB-Faktenblatt führt den Reiseunterbruch separat mit CHF 30’000, dieses Schema führt dafür kein eigenes Feld)Bedingungen, Seite 2
  • Heilungskosten und RücktransportMedizinische Reise-Assistance: Kostenübernahme bis max. CHF 500’000 pro Ereignis, u.a. für Rückreise, Rücktransport, Überführung in ein geeignetes Spital sowie Heilungskosten (das SGKB-Factsheet nennt eine gemeinsame Obergrenze von CHF 500’000, anders als die eigene Stufentabelle von Viseca, die Rückreise/Rückführung unlimitiert und die Heilungskosten mit CHF 500’000 führt; wiedergegeben ist die Formulierung der SGKB).Bedingungen, Seite 2
  • Dauer der Reisemax. 90 Tage pro Reise (Reiseannullation, Reiseunterbruch, Gepäck- und Medizinische Reise-Assistance-Deckungen); unlimitiert bei Transportmittelunfall, Such- und Rettungskosten sowie Mietwagen-SelbstbehaltversicherungBedingungen, Seite 2
  • Selbstbehalt beim MietwagenCHF 10’000 pro EreignisBedingungen, Seite 2
  • Unfall: InvaliditätCHF 1’000’000 (Kapitalleistung bei Unfällen mit Invalidität oder Todesfolge)Bedingungen, Seite 2
  • Wenn du schon eine andere Versicherung hastBei Mehrfachversicherung erbringt der Versicherer seine Leistungen subsidiär; hat der Versicherer trotzdem Leistungen erbracht, gelten diese als Vorschuss und die versicherte Person tritt ihre Ansprüche gegenüber Dritten an den Versicherer ab.

Der Einkaufsschutz

Alle Beträge, Auflagen und Ausnahmen für jede Karte

Beschwerden und Aufsicht

St. Galler Kantonalbank

Fälle beim Bankenombudsman

Ein einzelner Fall bedeutet nicht, dass der betroffene Kartenherausgeber sich etwas hat zuschulden kommen lassen. Der Schweizerische Bankenombudsman veröffentlicht ausschliesslich Zahlen für die ganze Branche, nie für einzelne Anbieter.

  • 2024136 Fälle in der Branche
  • 2025120 Fälle in der Branche

Zahlen gelten für die ganze Branche, nicht für St. Galler Kantonalbank allein. Quellen: Jahresbericht 2024 und Jahresbericht 2025 des Bankenombudsman

Bei der Aufsicht

Verweist auf der eigenen Beschwerdeseite auf den Schweizerischen Bankenombudsman als nächste Instanz. Beleg, gelesen 13. Juli 2026

Das ganze Bild mit Methode und Quellen

Bedingungshistorie

Noch keine dokumentierten Bedingungsänderungen. Die Dokumente der Karte werden monatlich geprüft.

Alle Bedingungsänderungen für SGKB Visa Platinum

Bedingungen geprüft am 13. Juli 2026Nächste Prüfung: November 2026

Das Datum wird gesetzt, wenn die Bedingungen zuletzt direkt beim Herausgeber gelesen wurden.

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